No - Knead - Bread mit Frischhefe


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Langgäriges Krustenbrot ohne Kneten, eine Frage des Timings

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10 Min. simpel 13.02.2010 1368 kcal



Zutaten

für
400 g Mehl
4 g Hefe, frische (etwa ein knapper, gestrichener Teelöffel)
8 g Salz (genau 1 und 1/4 gestrichener Teelöffel)
300 ml Wasser
etwas Speisekleie (Weizenkleie) oder Mehl

Nährwerte pro Portion

kcal
1368
Eiweiß
40,32 g
Fett
4,18 g
Kohlenhydr.
284,14 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 10 Minuten Ruhezeit ca. 20 Stunden Gesamtzeit ca. 20 Stunden 10 Minuten
Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem etwas klebrigen Teig verrühren. Gut abdecken und 12 bis 18 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Der Teig sollte viele Blasen werfen. Er wird noch klebriger. Den Teig ein paarmal auseinanderziehen und zusammenfalten. Auf eine bemehlte Arbeitsplatte fallen lassen, versuchen den Teig zu einem runden oder ovalen Laib zu falten. Auf ein reichlich mit Weizenkleie (oder Mehl) bestreutes Leinentuch legen, den Teig mit Weizenkleie bestreuen und zugedeckt 1,5 bis 2 Stunden gehen lassen.

Den Ofen vorheizen auf 250°C, dabei einen gusseisernen Topf mit feuerfestem Deckel in die Mitte des Ofens stellen bis er heiß ist. Das dauert 20-30 Minuten. Den heißen Topf vorsichtig mit Topflappen aus dem Ofen holen, den gut gegangenen Brotteig umgekehrt in den heißen Topf kippen, Deckel drauf und wieder in den Ofen stellen. Mit geschlossenem Deckel 30 Minuten backen, dann den Deckel abnehmen und noch weitere 15-20 Minuten backen.

Das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Das Brot hat eine super knusprige Kruste und eine großporige, saftige Krume.

Tipps: Der Teig lässt sich schwer formen, läuft gerne auseinander und klebt an der Unterlage. Ich lasse ihn deshalb gerne in einer Kastenform gehen, die ich vorher mit Öl bestrichen und reichlich mit Weizenkleie bestreut habe, damit nichts klebt. Dann den aufgegangenen Teig wie gehabt kopfüber in den heißen Topf kippen und backen. Man kann das Brot auch einfach in der Kastenform backen. Nach dem Gehen 30 Minuten zugedeckt backen (zum Beispiel mit Alufolie) dann 15-20 Minuten offen zu Ende backen. Die Kruste wird dann nicht ganz so knusprig, aber auch ziemlich gut.

Das Brot kann am Topfboden festkleben. Irgendwie kriegt man das Brot schon aus dem Topf, aber um derartigen Stress zu vermeiden, sollte man sicher gehen, dass reichlich Weizenkleie oder Mehl unter dem Teig ist. Man kann auch Backpapier auf den Topfboden legen. Man kann den Teig auch auf Backpapier gehen lassen und dann mitsamt des Backpapiers in den Topf geben. Man sieht aber die Abdrücke des Papiers nachher auf dem Brotboden und die Kruste wird am Boden etwas weniger knusprig.

Mehlsorten kann man beliebig variieren von Weißmehl 405 bis Vollkornmehl. Ich mag gerne zumindest einige Esslöffel Vollkornmehl im Teig, dann wird das Brot etwas rustikaler und die Krume noch saftiger. Am liebsten mag ich aber halb Vollkorn-Weizenmehl und halb normales helles Mehl.

Die Frischhefe kann man auch mit 1 g Trockenhefe ersetzen, das entspricht ¼ Teelöffel. Das kommt einem sehr wenig vor, aber es reicht wirklich aus.

Für Pizzaboden knete ich unter den Teig, nach 18 Stunden Gehen, noch 150 g Mehl und 3-5 Esslöffel Olivenöl. Nochmal 1 Stunde gehen lassen und dann viele Pizzen backen. Der Restteig kann zu Foccacia gebacken werden oder kommt im Gefrierbeutel in den Kühlschrank und hält mehrere Tage.

Zum Timing kann ich nur sagen, dass ich das Brot immer Abends ansetze. Wenn ich es zum Abendbrot essen möchte, setze ich es am frühen Abend an und backe es am Nachmittag. Wenn ich es zum Frühstück essen möchte setze ich es zwei Tage vorher vor dem Schlafengehen an und backe es am nächsten Abend, damit ich es am folgenden Morgen essen kann. Das Brot schmeckt noch mehrere Tage gut, aber so lange hält es nicht, weil es vorher aufgegessen ist.

Soweit meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Rezept. Es macht wenig Arbeit und ist unkompliziert variierbar.

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Kommentare

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kleinehobbits

Hallo, Klasse Rezept, wenns mal schnell gehen muss. Teig durfte über Nacht kühl gestellt gehen. Und wurde am Folgetag im Römertopf gebacken. In den kalten Ofen gegeben und dann bei 200°C eine halbe Stunde. Dann noch etwa 15 min ohne Deckel fertiggebacken. Alle waren begeistert. Ein sehr saftiges kleines Brot. Habe halb Dinkel 1050 und halb Dinkelvollkornmehl verwendet. Vielen Dank und Grüße kleinehobbits

18.04.2022 17:32
Antworten
Dornröschenuli

Ich habe es nach Anleitung gemacht, allerdings war es innen noch klebrig und außen sehr, sehr dunkel. Kann es sein, dass man die Temperatur reduzieren muss? Ansonsten ist es wirklich ein gutes Rezept

17.02.2022 16:35
Antworten
Zwiebel1970708

Wirklich ganz einfach und mega flexibel. Das kleben einfach nehmen wie es ist, hat keinen Einfluss auf das lecke Ergebnis. Ich habe im Römertopf gebacken, der ein Mini Steinofenklima schafft (wässern nicht veegessen), das macht das ganze noch einen Hauch rustikaler.

29.01.2022 09:15
Antworten
Heike1623

Super lecker und so einfach! Ich habe mich allerdings auch nicht ganz an das Rezept gehalten. Den angerührten Teig habe ich in einer verschlossenen Teigschüssel ca 18 Stunden im Kühlschrank gehen lassen, danach herausgenommen, gefaltet und in eine Glasauflaufform gegeben, die ich vorher eingeölt und mit einem Gemisch aus Mehl und Haferflocken ausgestreut habe. Dann mit Deckel 5 Minuten bei 250 Grad gebacken, auf 230 Grad reduziert und weitere 30 Minuten mit Deckel gebacken. Dann nochmal ohne Deckel ca 18 Minuten zu Ende gebacken. Das Brot ist beim Stürzen direkt aus der Form geplumpst. Es ist richtig super geworden, außen extrem knusprig und innen saftig und locker.

25.01.2022 13:05
Antworten
gourmettine

Hallo! Geschmacklich und wegen der simplen Zubereitung ist das ein tolles Brot! LEIDER ist der Umgang mit dem extrem klebrigen Teig für mich ein Hindernis, das mir ein erneutes Backen völlig verleidet hat. Wenn es Tipps gäbe, diesen Arbeitsschritt zu vereinfachen, würde ich gern zum Wiederholungstäter. VG Tiiine

14.06.2021 20:42
Antworten
cremona

Ausführliche, sorgfältig formulierte Backanleitung und natürlich ein Brot mit einem tollem Geschmack; das Brot geht übrigens auch mit Trockenhefe. LG, Cremona

02.10.2010 19:47
Antworten
danny1979

Hallo ihr lieben, habe das Brot auch gebacken. Super easy und total lecker. Habe 1/3 405 weizenmehl, 1/3 Weizenvollkorn und 1/3 Roggenmehl genommen, dazu noch ne handvoll Haferflocken und ne handvoll geschroteter Leinsamen. Das werd ich wohl jetzt immer machen. Man muss halt wissen wann man Brot braucht aber das ist eigentlich nicht das Problem. Mach nachher noch ein Foto. Liebe Grüße Danny

29.08.2010 11:04
Antworten
Pumpkin-Pie

Hallo, deine Brot ist sehr lecker gewesen, ich hatte nur Weizenmehl genommen und es noch mit Kürbiskernen bestreut. Mein Teig war nun sehr klebrig, doch das Ergebnis war wie gesagt sehr fein und es war knusprig. Ein schönes Rezept, ein Foto ist auch unterwegs. Liebe Grüße Pumpkin-Pie

26.02.2010 01:06
Antworten
gabipan

Hallo! Ich habe jetzt auch diese Variante eines "No-Knead-Bread" ausprobiert (mit tlw. VK-Mehl und "Körndln" - auch wenn es dann ein bißchen kompakter wird), da ich es toll finde, dass man es schön problemlos vorbereiten kann und mit so wenig Aufwand ein so gutes Ergebnis erzielt. Ich habe gleich die doppelte Menge in einem großen Bräter gebacken und zum Teig noch Brotgewürz und etwas mehr (Kräuter-)Salz gegeben. LG Gabi

23.02.2010 16:04
Antworten
Pilger

Vielen Dank für die schönen Fotos Gabi! LG Pilger

19.03.2010 11:27
Antworten