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Zutaten

Portionen
2 1/2 kg Honig, (Orangenblüten-Honig)
2 1/2 Liter Apfelsaft, Direktsaft, bio, naturtrüb
25 g Säure (Milchsäure 80%ig), 4 Tabletten Hefenährsalz und 750 mg Kaliumpyrosulfit
1 Pck. Trockenhefe "Sauternes"
  Wasser, weiches oder destilliertes

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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 2 Std. / Schwierigkeitsgrad: pfiffig / Kalorien p. P.: keine Angabe

Zuerst setzt man einen Gärstarter an. Dazu nimmt man 500 ml vom Apfelsaft (dies geht am besten wenn man sich ein großes Glas Saft eingießt, diesen genießt und die halb volle Flasche direkt als Gärstartbehälter benutzt), löst eine halbe zerstoßene Tablette Hefenährsalz darin auf und gibt die Hefe dazu. Die Flasche verschließt man mit einem Papiertaschentuch und einem Gummiband. Nun lässt man den Gärstarter bei Zimmertemperatur stehen und wartet die stürmisch beginnende Gärung ab. Dies dauert 1-3 Tage und zeigt sich durch eine deutliche Schaumbildung. Die Flasche täglich mehrmals gut durchschwenken.

Erst jetzt setzt man den eigentlichen Ansatz an. Dazu gibt man den Honig in einen mindestens 5 Liter fassenden Topf. Mit ca. 2 Liter maximal 50°C warmem weichem Wasser wird nun der Honig, der noch am Eimer oder in den Gläsern haftet, gelöst und zu dem Honig im Topf gegeben. Das Honig-Wasser-Gemisch wird nun so lange gerührt, bis sich der Honig vollständig gelöst hat. Dann gibt man die Säuren und die 3,5 zerstoßenen Tabletten Hefenährsalz hinzu und rührt, bis sich alles aufgelöst hat. Diesen Ansatz gibt man nun zusammen mit 2 Liter Apfelsaft in einen 10 Liter fassenden Gärballon und lässt alles auf Zimmertemperatur abkühlen. Ist dies passiert fügt man den Gärstarter zu und füllt mit Wasser auf 7,5 Liter auf (am einfachsten geht das wenn man vorher den Gärballon mit 7,5 Liter Wasser füllt und dort mit einem Edding eine Markierung macht, dann das Wasser wieder ausschüttet). Den Ballon mit einem mit Wasser gefüllten Gäraufsatz verschließen und bei Zimmertemperatur vergären lassen. Täglich einmal Morgens und einmal Abends gut durchschwenken.

Das Ende der Gärung ist nicht leicht zu erkennen. Wenn die CO2-Entwicklung fast vollständig erloschen ist und nur noch beim Schütteln Gas entweicht ist es Zeit den Ballon in den kühlen Keller zu stellen. Je kühler, desto besser. Dies ist nach ca. 2-3 Monaten der Fall. Die Hefe setzt sich nun am Boden des Ballons ab und der Wein sollte nach spätestens 14 Tagen vom Bodensatz abgezogen werden. Der Satz wird verworfen und der Ballon gereinigt. Als Zwischenbehälter kann ein ausreichend großer Topf oder ein zweiter Ballon dienen. Der Wein sollte jetzt mit 0,75 g Kaliumpyrosulfit geschwefelt werden. Den Wein wieder zurück in den sauberen Ballon füllen, den Gäraufsatz darauf setzen und ab zurück in den kühlen Keller.

Jetzt kann es bis zu 4 Wochen dauern bis sich der Wein geklärt hat und ein erneuter Bodensatz entstanden ist. Sollte der Wein immer noch trüb sein, kann man sich mit Mitteln wie Klärwunder oder Kieselsol plus Gelatine helfen. Eigentlich ist dies aber nicht nötig. Jetzt wird der Wein wieder vom Satz abgezogen und in Flaschen abgefüllt. Am besten ist es, die Flaschen zu verkorken und den Wein im Keller, liegend, reifen zu lassen. Je länger, desto besser. Für die Ungeduldigen schmeckt er allerdings auch jetzt schon, gewinnt aber mit der Zeit deutlich an Harmonie. Der fertige Met hat einen Alkoholgehalt von ca. 17% und durch die Honigsorte bedingt eine perfekt zur Säure harmonierende Restsüße. Dies ist ein recht trockener Met!

Wer noch Fragen hat oder einen exzellenten, günstigen Honiglieferanten sucht schreibt mir einfach eine persönliche Mitteilung.

Noch eine kleine Anmerkung: Ich habe nun schon oft im Internet gelesen ein Met brauche keine Säure. Meiner Meinung und Erfahrung nach ist dies falsch! Der Säuregehalt des Endproduktes sollte auf jeden Fall zu der Restsüße passen um einen harmonisch schmeckenden Wein zu erhalten. Je süßer, desto mehr Säure ist notwendig. Je nachdem sollte die Säure 5-8 g/l betragen. Dieser hier vorgestellte hat etwa 5,5 g/l, und wer ihn vor dem Abfüllen noch nachsüßen möchte, sollte pro 100 g Zucker weitere 5 g Zitronensäure zufügen.

Natürlich ist stets auf saubere, hygienische und schnelle Arbeitsweise zu achten. Fehlgärungen und Weinkrankheiten können sich schnell einschleichen!