Chanks locker - luftiger Hefezopf/Zopfbrot mit Mohnfüllung


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40 Min. normal 16.09.2009



Zutaten

für

Für die Füllung:

250 g Mohn
150 ml Milch
80 g Zucker
50 g Butter

Für den Teig:

1 kg Mehl, 405er
500 ml Milch
100 g Zucker
150 g Butter
42 g Hefe, frische (es geht auch Trockenhefe)
3 Ei(er)
2 TL Salz
½ TL Bittermandelaroma oder Marzipanaroma oder
1 EL Zitronenschale

Zum Bestreichen:

1 Ei(er)
1 Prise(n) Salz
1 EL Zucker
Hagelzucker zum Bestreuen, evtl. auch Mandelblättchen

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 40 Minuten Ruhezeit ca. 2 Stunden Gesamtzeit ca. 2 Stunden 40 Minuten
Dieses Rezept geht sowohl mit als auch ohne Mohn. Ohne Mohn lasst ihr einfach die Zutaten für die Füllung weg.

Den Ofen leicht vorwärmen (ca. 30°C) um darin später den Teig gehen zu lassen (s. letztes Bild).
Die Angaben sind für einen großen Zopf (1 kg Mehl). Ihr könnt die Zutatenmengen aber ruhig halbieren, wenn ihr euch als alleinige Esser nicht in den kommenden Tagen von eurem Hefezopf ernähren wollt (Bild 0).

Die Milch leicht erwärmen. Aber nur sehr leicht, da sich die Hefe später ja auch so richtig wohl fühlen soll und so brav ihre Arbeit verrichtet, den Teig so richtig schön aufgehen zu lassen.
In die handwarme Milch kommt nun eure Hefe (es geht auch die aus der Tüte) und der wichtigste Partner, der Zucker. Außerdem gesellen sich zwei Eier, Zitronenschale, bzw. Bittermandelöl (was dem Bäckermeister beliebt) hinzu. Leicht umrühren bis sich alles gelöst hat.

In der Zwischenzeit siebt ihr Mehl in eine ausreichend große Schüssel, da der Teig stark aufgehen wird und daher auch viel Platz braucht, wenn ihr ihn lange genug gehen lasst.

In euer Mehl gießt ihr jetzt die Hefe-Milch und gebt außerdem noch weiche Butter und Salz dazu.
Man könnte natürlich noch Rosinen oder sonstige Leckereien wie Trockenfrüchte oder Nüsse aller Art dazu geben. Allerdings solltet ihr bedenken, dass zu feuchte Zutaten den Teig auch in seiner Haltbarkeit mindern.
Jetzt heißt es, Ärmel hoch und kneten, falls ihr nicht gerade eine high-tech-Küchenmaschine euer Eigen nennt. Mit dem Handmixer ruhig fünf bis zehn Minuten (Bild 2) kneten. Den Teig so lange durcharbeiten, bis er schön glatt und geschmeidig ist.

Die Schüssel wird nun mit einem (leicht) feuchten Handtuch abgedeckt (Bild 3) und in den
Ofen gestellt. 1-1,5 Stunden gehen lassen (je länger, desto besser). Aber Achtung, der Teig geht gerne mehr als zum doppelten Volumen auf und sollte in einem dementsprechend großen Behältnis ruhen (Bild 4).

Jetzt trennen sich die Wege der Mohn-Hefezopfler von den Wegen der reinen Hefezopflern:
diejenigen die eine Mohnfüllung machen möchten, dürfen sich nun nicht zurück legen, sondern müssen sich daran machen, diese in der Ruhezeit des Hefeteigs zuzubereiten:

150 ml Milch aufkochen, die Butter darin schmelzen lassen und die Milch vom Herd nehmen. Anschließend Zucker und nach und nach den gemahlenen Mohn dazu geben (Bild 5). Es sollte eine geschmeidige, kompakte Masse entstehen, die aber ruhig am Löffel kleben darf wenn ihr diesen umdreht (also nicht allzu flüssig). Alles beiseite stellen und warten bis der Teig fertig gegangen ist.

So, die Zeit ist also um und der Teig ist mindestens um das doppelte aufgegangen (andernfalls noch einmal warten und ihm Zeit geben). Auf einer bemehlten Unterlage erneut durchkneten. Hierbei mit der einen Hand den Teig zu euch hin und mit der anderen Hand von euch weg schieben. Diesen dann zusammenklappen, sodass ein Lufteinschluss statt findet. Diese Prozedur ein paarmal wiederholen. Dabei den Teig aber nicht zerreißen sondern nur kneten.

Anschließend teilt ihr den Teig in zwei gleich große Hälften und verarbeitet diese zu zwei langen Rollen. Hierbei am besten mit rollender Bewegung immer wieder von der Mitte nach außen hin kneten.
Am Ende dürfen die Rollen ruhig bis zu einen Meter lang sein. Keine Sorge, euer Zopf wird, wenn ihr ihn stramm knotet, nicht so lang.

Eine der beiden Rollen wird nun der Länge nach aufgeschnitten (Bild 7). Dies geht am besten mit einem sehr scharfen nassen Messer. Achtet hierbei darauf, dass ihr nur bis zu einem Drittel tief einschneidet. Zieht die Rolle an der Schnittstelle ein wenig auseinander und befüllt ihn der Länge nach mit eurer Mohnfüllung. Diese darf ruhig kräftig mit einem kleinen Löffel eingearbeitet werden (Bild 8). Nun wird die Rolle wieder geschlossen in dem ihr den Teig links und rechts der Füllung nach oben zieht und fest zusammendrückt(Bild 9). Wer noch etwas Mohn übrig hat, darf den anderen Strang gerne auch noch füllen.

Zum Knoten ist am einfachsten folgende Methode: Ihr legt die beiden Rollen nebeneinander und schlingt immer abwechselnd die eine um die andere. Dabei nicht zu schnell vorarbeiten sondern lieber nah beieinander. So wird der Zopf auch nicht zu lang (Bild 10, 11). Im Anschluss wird der entstandene Zopf an beiden Enden gehalten und erneut spiralförmig verschlungen. Nun sieht es aus als wenn er ursprünglich aus vier einzelnen Rollen geformt wurde (Bild 12). Im Ofenrohr verdoppelt sich sein Volumen fast noch einmal.

Legt euren Zopf nun am besten diagonal auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Um ihn vor dem Verbrennen zu schützen, solltet ihr ihn mit Ei bestreichen. Hierfür ein ganzes Ei mit einem EL Zucker und einer Prise Salz verquirlen und den Zopf damit großzügig einstreichen (Bild 13). Falls etwas übrig bleibt, könnt ihr das Einstreichen nach der Hälfte der Backzeit wiederholen. Nun verteilt ihr auf eurem Zopf großzügig den Hagelzucker und (wenn vorhanden) ein paar Mandelblättchen. Nun sollte der Zopf noch einmal 30 Minuten ruhen. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 200°C (Umluft) vorheizen.

Den Zopf auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten backen. Die letzten zwanzig Minuten könnt ihr die Hitze auf 170°C reduzieren und den Zopf vielleicht noch einmal mit dem restlichen Ei einpinseln.

Der Zopf schmeckt am besten dick mit Quark und Marmelade oder Nutella bestrichen. Oder (für die Kakaotrinker unter euch) einfach in den Kakao tunken und genießen!

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





Kommentare

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semmelknöderl

Hallöle, zuerst mal muss ich sagen, dass das unheimlich gut beschrieben ist. Super! Danke dafür! Ich hab so etwas zum ersten Mal gebacken und es ist super geworden vom Teig her. Allerdings hätte ich mir mehr Mohnfülle im Teig gewünscht. Ich hatte zwei Stränge gemacht, aber irgendwie habe ich nur oben etwas Fülle und unten auch etwas. Irgendwie fehlt mir da die Routine, vermutlich habe ich beim flechten oder füllen etwas verkehrt gemacht. Naja, ich übe einfach mal weiter. Geschmacklich absolut prima! 5 Sterne von mir! LG Knöderl

13.04.2020 12:48
Antworten
Pinguinek

Ich habe den Zopf ohne Mohnfüllung gebacken und er hat uns gut geschmeckt. Nächstes Mal werde ich ihn mit Mohnfüllung backen.

27.03.2018 20:20
Antworten
Kallista12

Guten Morgen, man ist dass ein tolles Rezept :-) Meiner Familie und mir hat er supertoll geschmeckt, leider war der Hefezopf schnell aufgefuttert :-( Deshalb gibt es ihn gleich zu Ostern nochmal. Vielen lieben Dank für dein Rezept Grüße aus Spanien

20.03.2016 07:50
Antworten
Macil

Eigentlich ein sehr gutes Rezept - nur irgendwie scheine ich einen Fehler beim Backen zu machen. Bereits nach 20 Minuten steht die Küche voller Qualm und der Zopf ist schwarz...und es sind nur 200°C bei Umluft eingestellt...und anshcließend wird runtergeregelt. Mein Ofen kann ja wohl nciht so falsch kalibriert sein?!

27.06.2015 17:45
Antworten
Macil

Der Hefezopf ist echt super geworden - nur die Mohnmasse ist vom Verhältnis her etwas gering...aber mich persönlich stört es nicht, so kann man den Zopf auch als perfektes Frühstücksbrot nehmen =) Einzig die Menge schockte mich etwas...ich habe meinen Zopf liebevoll DAS HEFEBABY getauft, als ich ihn aus dem Ofen genommen habe =) Aber wird gerne wieder gemacht

30.06.2014 13:35
Antworten
engel1808

Also, ich hab das "Monster" mal ausprobiert, mit der Hälfte der Angaben und nur den Teig für den Zopf. Er ist super aufgegangen und ist luftig locker, lecker ;-). Sehr gut, das nächste mal mach ich ihn mit Mohn!

08.10.2010 13:53
Antworten
schokostrudel

Hallo Chank, habe gestern deinen Zopf gemacht,allerdings nur mit der Hälfte der angegebenen Mengen, was zur Folge hat,das jetzt fast nix mehr da ist;-). Mohnfülle habe ich nur in einen Strang gegeben,weil leider nicht mehr genug im Haus war, aber dieser herrlich lockere Zopf wird in Zukunft mit Sicherheit öfter gemacht. Danke für's Rezept. Grüßle Schokostrudel

26.12.2009 15:58
Antworten
chank

leckeres Bild ;)

27.01.2010 15:27
Antworten
Womsie79

Hallo Chank, das ist wirklich ein supertolles Rezept, dass ich mit 5 Sternen bewerten muss. Ich hab mich jetzt ne ganze weile nicht dran gewagt, einen Hefezopf zu backen, weil die immer irgendwie zu fest waren. Deiner ist sehr locker und ich hab ihn nun schon mit der leckeren Mohnfüllung, ohne Füllung und auch mit einer Marzipan-Mandelfüllung gebacken. (Hierzu habe ich auch 2 Bilder eingestellt.) Alle 3 sind gut angekommen und waren ratzfatz weg. :-) Liebe Grüße! Womise

02.11.2009 19:04
Antworten
chank

Danke, dass er dir/euch schmeckt. Es stimmt schon, dass der Zopf sehr stark aufgeht. Da brauch man Platz im Ofen ;) Was heißt hier "lange nicht ran gewagt"? Das Rezept sieht vielleicht schwer aus, weil ich ziemlich viel unnötige Kommentare dazwischen gepackt habe;) Es ist lange nicht so aufwendig wie es die Textfülle vermuten lässt. Liebe Grüße!

12.11.2009 14:23
Antworten