Malfatti


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würzige Teignocken nach norditalienischer, Graubündner (Grischuner) und Tessiner Art

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30 Min. normal 16.06.2009 344 kcal



Zutaten

für
750 g Blattspinat, TK oder 1 kg frischer Spinat
1 EL Butter oder neutrales Öl
1 m.-große Zwiebel(n)
2 Knoblauchzehe(n)
300 g Ricotta oder 500 g Magerquark, sehr gut abgetropft
3 m.-große Ei(er)
50 g Parmesan oder Grana Padano, frisch gerieben
n. B. Salz (etwa 2 TL)
n. B. Pfeffer, schwarzer aus der Mühle
n. B. Chili, aus der Mühle (alternativ: n.B. Muskat)
5 EL Mehl
50 g Parmesan, Pecorino oder Sbrinz, frisch gerieben
50 g Butter

Nährwerte pro Portion

kcal
344
Eiweiß
17,59 g
Fett
24,74 g
Kohlenhydr.
12,32 g

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Koch-/Backzeit ca. 20 Minuten Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Vorspeise für 6 - 8 Personen. Mit schönen Blattsalaten auch eine Mahlzeit für 4 Personen. Gut vorzubereiten.

Blattspinat putzen und waschen, tropfnass im Topf zusammenfallen lassen. Oder TK-Blattspinat auftauen (z.B. im Sieb in der Mikrowelle). Aufgetaute oder abgekühlte Blätter sehr gut ausdrücken und mit einem großen Messer fein hacken.

Zwiebeln und Knoblauch fein gewürfelt in etwas Butter glasig dünsten. Gehackten Spinat untermischen, vom Feuer nehmen, etwas abkühlen lassen.

Sehr gut (auf etwa 280 g) abgetropften Magerquark oder Ricotta mit den Eiern cremig rühren, abgetropften Spinat und 50 g geriebenen Parmesan zufügen, mit Salz (vorsichtig, Parmesan hat bereits Salz), Pfeffer und Chili (Muskat) kräftig würzen. Mehl unter stetigem Rühren nach und nach unterarbeiten, bis der Teig glatt und etwa so fest wie Frikadellenmasse ist. Die Mehlmenge richtet sich nach der Restfeuchtigkeit von Spinat und Quark sowie der Eigröße. Probieren und ggf. nachwürzen.

Mit 2 Esslöffeln Nocken abstechen (ergibt etwa 35 - 40 Stück) und mit Abstand zueinander auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen.

Wenn der Teig aufgebraucht ist, die Nocken mit bemehlten Händen rund rollen. Salzwasser im großem, flachen Topf (3 Liter Inhalt) aufkochen lassen und die Malfatti portionsweise ins kochende Wasser gleiten lassen. Sie sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Lochkelle abschöpfen, abgetropft in einer großen Pfanne mit der zerlassenen restlichen Butter schwenken. Heiß servieren und bei Tisch mit dem gewählten Käse bestreuen.

Alternativ, besonders für größere Mengen: Malfatti heißt "schlecht gemacht", die Nocken müssen also nicht perfekt aussehen. Wer ein Spätzlesbrett hat, kann die Masse auch dick auf das nasse Brett streichen und mit dem Spätzles- oder breitem Messer halbhandtellergroße Nocken ins köchelnde Salzwasser schaben. Sie sollen etwa so groß wie Gnocchi sein, sind aber lockerer. Sie sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit Lochkelle abschöpfen, abgetropft nebeneinander in eine flache Auflaufform geben. Übrige Butter zerlassen über die Malfatti geben. Mit 50 g Parmesan (darf auch etwas mehr sein) bestreuen und in den auf 170 °C vorgeheizten Backofen stellen. Nach 8 - 10 Minuten herausnehmen und servieren.

Tipp:
Es gibt viele unterschiedliche Rezepte, mit und ohne Zwiebeln und Knoblauch, oft mit Muskat. Dieses mögen wir am liebsten.
Die Masse und die Nocken lassen sich gut vorbereiten, Nocken mit bemehltem Küchentuch abdecken, und erst kochen, wenn sie serviert werden sollen. In der Auflaufversion kann man sie auch kochen und erst in den Ofen schieben, wenn die Mahlzeit bevorsteht.

In Deutschland ist Sbrinz wenig bekannt und nicht überall erhältlich. Schweizer werden ihn bevorzugt verwenden, ist noch etwas gschmackiger als mit 08/15 Parmesan. Wer Sbrinz oder guten Pecorino bekommt, sollte zumindest zum Bestreuen auch mal diesen versuchen (nicht mit in den Ofen geben). Doch auch mit frisch geriebenem Grana Padano vom Discounter sehr gut.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung





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Eisbaerbonzo

So! Hab es nochmal probiert ohne Gäste und es hat super geklappt. Ich alles eine halbe Stunde quellen lassen, nachdem ich das Mehl untergearbeitet habe. So macht man es auch mit Pfannkuchen. Wichtig scheint im Rezept das Wort "portionsweise" zu sein. Beim ersten Mal habe ich alle reingetan. Heute habe ich nur soviele reingegeben, wie auf den Topfboden passten. Die anderen nach 5 Minuten hinterher und auf den Topfboden durchfallen lassen, als die ersten schon einigermaßen fest waren und langsam nach oben strebten. Warm gehalten habe ich dann alle in der Pfanne mit etwas Butter. Die kalte Masse hat prima geschmeckt. die fertigen Malfatti hätten etwas mehr Pep haben können. Ich denke, man muss die kalte Masse etwas überwürzen. Nächstes Mal doppelt Zwiebel, Knoblauch, Käse, Chili und Muskat. Danke, Eisbaer

11.01.2020 23:37
Antworten
Eisbaerbonzo

Hab es heute probiert, aber es hat optisch nicht geklappt. Mir sind fast alle Nocken im Wasser auseinandergegangen. Die zwei Probe-Nocken waren perfekt...das Elend kamm erst danach. Sowas ist mir zu Weihnachten auch schon mal mit Surinas seidenen Klößen passiert. Vielleicht nicht das beste Gericht, wenn schon Gäste im Haus rumwieseln. Kann es sein, dass ich die Dingerchen zu lange im Wasser gelassen habe oder was habe ich wohl falsch gemacht? Das Wasser war nur knapp unter dem Siedepunkt - zu doll kochen war es nicht. Geschmeckt haben sie aber trotzdem. Unsere Gäste nahmen es angesichts des Namens mit Humor und haben alles aufgegessen. Für Gäste ist vermutlich die Auflauf-Variante sicherer :). Danke, Eisbaer

25.12.2019 21:50
Antworten
CheErnestoRafael

Entweder war noch zu viel Restwasser im Quark, oder Du hast sie tatsächlich zu lange im Wasser gelassen. Wenn sie »hochkommen«, also oben schwimmen, sind sie fertig. Vorsichtshalber nie was Unerprobtes für Gäste zubereiten…

26.12.2019 00:05
Antworten
Eisbaerbonzo

Danke, zu lange im Wasser ist wohl die Lösung.

29.12.2019 02:54
Antworten
CheErnestoRafael

Ich heg immer schon den Schaumlöffel parat, dass ich die Mal(efiz)fatti gleich abfangen kann…

29.12.2019 17:46
Antworten
Gelöschter Nutzer

Das gabs heute zum Mittagessen, hat allen geschmeckt. Ich habe die überbackene Varinate gemacht und noch Schinkenstreifen obenauf getan. Gibts wieder mal! Kann mir auch vorstellen, dass kleingeschnittener Schinken, Speck oder Salami im Teig auch gut wäre. lg lakota

25.06.2009 12:50
Antworten
CheErnestoRafael

Lakota-Maidli, ich wollte es bewusst vegetarisch, dazu tun kann man doch immer! Bei uns gibt’s das auch mal mit Wurst- oder Fleischhaltigem, doch die alten Rezepte für Nicht-Fleischesser kann man schon mal wieder ausbuddeln. Meine Rezepte sind immer variabel, wie's der Kühlschrank und die Phantasie halt so hergibt. Hast's also ganz perfekt gemacht, immer nach Wunsch! Grüß-Ché

25.06.2009 15:33
Antworten
mimam

Hallo Ché; vielleicht ne dumme Frage, aber: Meinst du mit "im Topf zusammenfallen lassen", dass der Spinat kurz in kochendes Wasser gegeben werden soll? Das Rezept klingt sehr lecker und wird hier demnächst ausprobiert; vielleicht sogar mit "NumeroUno" gemeinsam nachgekocht. Lieber gruß mimam

17.06.2009 14:44
Antworten
CheErnestoRafael

Hallo Mimamche, mit "im Topf zusammenfallen lassen" mein ich, dass der Spinat tropfnass in den Topf kommt. Kochendes Wasser ist unnötig, laugt ihn nur aus. Hat man zwar früher so gemacht, in Italien hab ich's so kennen gelernt, und es bleibt mehr Aroma, wir machen Spinat nur noch ohne Wasser. Mit "NumeroUno" könnte es klebrige Sache werden... Grüß-Ché

18.06.2009 00:17
Antworten
mimam

Ich danke dir. Ja, auf klebrige Sachen steht der doch ;o) mimam

18.06.2009 10:34
Antworten