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Zutaten

5 kg Kartoffel(n)
Semmel(n), altbacken
1 Prise(n) Salz
  Butter
 evtl. Speisestärke
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Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Man braucht ein Stück Schwefelschnur, manche nehmen statt Schwefel Kloßweiß.

Kartoffeln schälen und schwefeln (unbedingt – ergibt einen super Geschmack). Dazu ein Stück Schwefelschnur oder -papier in einem Topf mit den geschälten Kartoffeln anbrennen und Deckel darauf legen. (Die Schnur gibt es dort, wo es auch Gärmaterial für Obstwein gibt, z.B. Drogerie). Stehen lassen, bis der Schwefel abgebrannt ist, oder nochmals anzünden.
Nach dem Schwefeln die Kartoffeln waschen. Damit werden die Klöße auch nicht so giftgrün.

Dann die Kartoffeln teilen, 2/3 der Kartoffeln zum Reiben, 1/3 zum Kochen. Die 2/3 der Kartoffeln mit der Hand auf einer Kartoffelreibe reiben. Reiben mit der Maschine ergibt nicht so ein langfaseriges Ergebnis wie das Reiben per Hand.

Die geriebenen Kartoffeln in einem Tuch oder Press-Sack möglichst trocken pressen. Ich presse es über Nacht, dann ist dass Pressgut fast trocken. Wasser auffangen und Stärke absetzen lassen. Dann evtl. Kartoffelstärke zugeben. Das restliche Drittel der Kartoffeln zu Brei kochen, evtl. mit Pürierstab nachhelfen. Es muss einen sehr dünnflüssigen Brei ergeben.

Die ausgepressten trockenen und wieder aufgelockerten Kartoffeln in eine Plastikschüssel geben. (Die Schüssel auf ein feuchtes Tuch stellen, dann verrutscht sie beim Schlagen nicht.) 1 reichliche Prise Salz und die aufgefangene Stärke dazu. Den kochenden Kartoffelbrei darüber schütten und sofort alles mit einem Stampfer gründlich und kräftig durchstampfen. Ein Helfer muss die Schüssel halten. Schlagen geht auch in einer Küchenmaschine mit dem Knethaken. Wenn sich die Kloßmasse von der Schüssel löst, ist diese gut. Abschmecken und nachsalzen. Sollte die Kloßmasse mit den Händen nicht formbar sein, leicht mit Speisestärke korrigieren und nochmals schlagen.

Die Semmeln vom Vortag oder älter in kleine gleichmäßige Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Butter rösten. Dabei ständig leicht rühren, damit sie gleichmäßig bräunen. Die Würfel sind gut, wenn sie in der Pfanne beim Rühren rascheln.

Mit feuchten Händen Klöße formen und in die Mitte der Klöße 1 TL Semmelwürfel geben. In heißes, nicht kochendes Wasser geben und ziehen lassen, bis die Klöße schwimmen. Man sollte mit min. 20 Minuten rechnen.

Wenn die Klöße fertig sind, aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und auf eine Platte geben. Keine Schüssel und die Klöße nicht übereinander legen. Die Klöße sind so fein, dass sie sich in einer Schüssel wieder zu einem Brei vereinen würden.

Kochtipps für Thüringer Klöße:
Möglichst große Kartoffeln nehmen. Es gibt extra Kloßkartoffeln (z.B. mehlig kochende). Früheste Frühkartoffeln, allererste Erntekartoffeln, superfrische Kartoffeln sind nach meiner Erfahrung nicht so gut.

Es gibt leicht veränderte Rezepturen mit Milch, Eiern oder Grieß etc. Das sind jedoch nicht die traditionellen Thüringer Klöße.

Wenn man diesen Aufwand betreibt, wird man am Ergebnis merken, dass fertige (auch Thüringer) Kloßmasse nicht die Bezeichnung Thüringer Kloß verdient. Sie sind zur Not mal brauchbar, aber bei Weitem nicht so köstlich.

Klöße passen zu jedem Fleisch, Sauerbraten und Geflügel. Restliche Klöße können scheibenweise gebraten oder noch mal gedämpft werden. Schmecken viel zu gut, um auch nur einen Kloß wegzuwerfen.

Es ist nicht schwierig, aber von der Zeit her immens aufwendig. Aber das Ergebnis toppt alles.