Fränkische Küchle


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Traditionsgebäck zur Kirchweih

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60 Min. normal 28.02.2003



Zutaten

für
3 kg Mehl
1.250 ml Milch
1 EL Fett (Schweinefett)
250 g Butter
6 Ei(er)
3 Eigelb
200 g Hefe
300 g Zucker
6 Pck. Vanillezucker
6 Prise(n) Salz
etwas Zitronensaft
Butterschmalz, zum Ausbacken
Puderzucker, zum Bestäuben

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Ruhezeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Das Mehl komplett in eine Schüssel geben, die Milch erwärmen (handwarm). Die Hefe zerbröckeln und mit etwas von der Milch anrühren. In das Mehl eine Mulde drücken, die Hefemilch dazugeben und zu einem glatten Vorteig verrühren. Mit etwas Mehl bestäuben und gehen lassen. Inzwischen die Butter und das Schweinefett zusammen zerlassen (nicht heiß werden lassen, nur warm), die Eier und die Eidotter verrühren. Die restliche warme Milch, das Fett, Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitrone zum Mehl geben und gut verkneten. In handliche Teigportionen teilen, zudecken und nochmals gehen lassen. Dann auf der bemehlten Arbeitsplatte ausrollen (ca. 5 mm dick) und mit dem Teigrädchen in Vierecke der gewünschten Größe rädeln. Nochmals kurz gehen lassen und nacheinander in heißem Butterschmalz (ich habe immer die Probe mit dem Holzkochlöffelstiel gemacht: wenn Bläschen aufsteigen, dann ist es heiß genug)ausbacken. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

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marmeladentante_1

Tatsächlich 200g Hefe? also 6 Päckchen a 40g? bin gerade am Abwägen verschiedener Rezepte und da kommt auf die Mehlmenge höchstens die Hälfte?

17.09.2022 16:50
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HardcoreUnited

Ich habe mich nun auch endlich daran versucht und muss aber kurz erläutern was mir aufgefallen ist/bei mir schief lieg. Ich habe das Rezept für 25 Küchle genommen und am Ende 44! rießige bekommen.. War ne sau Arbeit und ich hoffe die werden gegessen :D Außerdem war mein Teig eher "nicht vernünftig gebratenen Rührei" ähnlich als einem sauberen Teig. Habe deshalb nach Gefühl mit Mehl nachgeholfen bis die ganze Suppe nicht mehr am Nudelholz, Tisch und sonst wo wie verrückt geklebt hat und ich vernünftig arbeiten konnte. Zu allerletzt empfehle ich lieber etwas zu viel Schmalz zu besorgen als zu wenig. Aufgrund der Masse an Küchle bin ich zum Schluss etwas in Schwierigkeiten gekommen und konnte nurnoch schlecht übergießen. Aufgegangen sind mir die wenigsten aber das wird wohl an den Gehzeiten, der Schmalztemperatur und dem Gießrhytmus gelegen haben. Daran werde ich wohl noch arbeiten müssen. Nichts desto trotz schmecken sie überragend!

30.10.2019 11:12
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Hobbybäckerin2711

Höchstwahrscheinlich hast du die Butter beim Zerlassen zu heiß werden lassen, dadurch sind die Eier gestockt und zu Rührei geworden. Die Butter und auch die Milch dürfen nur leicht lauwarm sein (ganz wichtig!). Wenn Hefe mit zu warmen Zutaten in Berührung kommt, stirbt sie ab und dann geht der Teig nicht mehr auf. Anfangs ist er immer klebrig, das ist ganz normal. Dann aber nicht viel Mehl zugeben, sondern nur ein kleines bisschen, sonst wird das Gebäck trocken. Den Teig kneten, kneten, kneten, dadurch wird er fester und weniger klebrig (mit eingeölten Handflächen klebt's auch weniger).

16.02.2021 12:34
Antworten
micha123

Endlich habe ich das Rezept gefunden. Meine Uroma hat die immer gemacht. Ich habe aber ein paar Fragen dazu: Darf ich mal fragen wieviele Küchle ich beim kompletten Rezept ungefähr raus bekomme? Wieviel Fett zum Ausbacken brauche ich ? Wie macht ihr das beim verwenden vom 1/2 Rezept wegen den Eiern ? Danke schonmal

17.01.2018 16:30
Antworten
Hobbybäckerin2711

Im Rezept ist das ja nur 1 EL Fett auf 3 kg Mehl, ich denke, da ist es unerheblich, wenn man es weglässt. Oder halt stattdessen ein Löffelchen mehr Butter nehmen.

06.12.2017 14:56
Antworten
kraeuter04

Hallo Sivi, ich kenne dieses Rezept aus dem Fränkischen als "Kopfkissle", weil sich die ausgerädelten Teig-Rechtecke beim Ausbacken aufblasen und dann die Form von dicken Daunen-Kopfkissen haben. Dadurch sehen die Kopfkissle von außen zwar mächtig aus, sind aber innen hohl und dadurch sogar ziemlich figurfreundlich. Die angegebene Menge reicht allerdings für eine komplette Faschingsgesellschaft. Für den normalen Hausgebrauch würde ich zwischen 1/2 und 1 kg Mehl nehmen. Ansonsten ist das Rezept prima. Habe ein paar Fotos hochgeladen, damit man sich unter den Kopfkissle mehr vorstellen kann. Gruß Anka

02.02.2008 18:11
Antworten
Sivi

Hallo Anka, ja, ich weiß, das ist das Rezept für die Großfamilie! *g* Es ist ein altes, überliefertes Familienrezept von Göga's Oma. Damals hatte man erstens eine größere Familie und zweitens hat man sich die Arbeit nur einmal gemacht und dann haben die Küchle ein paar Tage gereicht. Heutzutage frieren wir die Küchle portionsweise ein. Aufgetaut schmecken sie fast wie frisch! Übrigens, falls dir die Küchle zu wenig mächtig sind: Schwiegerpaps liebt die Küchle, wenn sie mit Sahne gefüllt sind! LG von Sivi

02.02.2008 22:46
Antworten
chriselisa65

Hallo Anka, ich komme aus Franken und muss mal an dieser Stelle einen Irrtum klarstellen. Die fränkischen Kopfkissen und die Kirchweihküchle ( über's Knie gezogene) sind zwei unterschiedliche Gebäcke. Die über's Knie gezogenen sind rund und haben außen einen "Wulst" der im Fett ausgebacken gebräunt ist, während der innere Teil des Küchles aus sehr dünnem Teig besteht, der beim Ausbacken hell bleibt. Die Form des Küchles wurde ursprünglich so hergestellt, indem Teig über das Knie gezogen wurde, bis er in der Mitte hauchdünn war und eben außen einen dickeren Rand hatte - ähnlich einem Pizzabodens - in klein. Das fränkische Kopfkissen ist rechteckig und sieht tatsächlich von außen aus wie ein Kopfkissen. Innendrin ist es aber hohl. Es besteht ebenso aus sehr dünnem Teig. Beides wird in Fett ausgebacken.

08.02.2008 07:38
Antworten
Sivi

Hallo chriselisa, es handelt sich dabei keinesfalls um einen "Irrtum", es ist (mir zumindest) schon klar, dass es sich um zwei verschiedene Arten Küchle handelt. Bei uns heißen die ausgezogenen auch "Knieküchle" - der einzige Irrtum dabei ist, dass diese überhaupt nicht übers Knie gezogen werden, sondern nur so heißen, weils so aussieht. Knieküchle werden wie Pizzateig mit den Händen gedreht und gezogen. LG von Sivi (Küchlefan)

08.02.2008 16:33
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kraeuter04

Hallo zusammen, um die Verwirrung nicht weiter zu vervollständigen: ich habe auch Fotos von ausgezogenen Küchle hochgeladen; ihr findet sie unter "ausgezogene Küchle". Dort, wo ich herkomme, werden sie tatsächlich übers Knie gezogen, damit sie so dünn und groß wie möglich werden. Dafür braucht man aber einen Teig, der so elastisch ist, dass er nicht reißt. Trotzdem sind die Ausgezogenen noch in gewisser Weise eine handwerkliche Kunst. Viel einfacher und schneller geht die hier beschriebene Küchle-Variante "Kopfkissle" und sie ist auch super lecker (frisch oder - falls eingefroren - kurz aufgebacken). Viel Spaß mit beiden Varianten! Gruß Anka

17.02.2008 10:37
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