Heiligabend Tunke


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schlesisches Weihnachtsessen

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60 Min. simpel 15.04.2008



Zutaten

für
1 Honigkuchen, holländischer
1 Zwiebel(n)
1 Lorbeerblatt
5 Gewürznelke(n)
5 Senfkörner
2 Stange/n Lauch
½ Knollensellerie
1 Petersilienwurzel(n)
1 Pastinake(n), evtl.
200 g Mandel(n) (Mandelstifte)
200 g Rosinen
4 Feige(n), getrocknete
125 g Speck oder Schinken, geräuchert
1 Flasche Exportbier
1 ½ kg Sauerkraut
6 Würste (schlesische Weißwürste)
6 Würstchen (Wiener)
6 Würste (Rindswurst)
Brot(e)
Salz und Pfeffer
etwas Zucker oder Sirup
Essig

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde Gesamtzeit ca. 1 Stunde
Den Honigkuchen klein würfeln, mit dem Bier übergießen und mehrere Stunden einweichen lassen. Aus dem gesamte Wurzelgemüse und dem geräucherten Speck in einem Schnellkochtopf eine Gemüsebrühe kochen. Danach das gekochte Gemüse aus der Brühe nehmen und vollständig pürieren. Die Brühe für später aufheben!

Das Gemüsepüree mit dem durchgeweichten Honigkuchen vermischen. Nun solange Brühe hinzugeben, bis es eine schöne sämige Soße wird. Den ausgekochten Speck nun wieder in die Soße geben.

Nun werden noch die Feigen, Rosinen und Mandelstifte hinzugegeben und alles einmal aufgekocht. Danach die Soße mit dem Zucker (oder Sirup) und dem Essig süßsauer abschmecken und dann mit Salz und Pfeffer verfeinern. Nun kann die Soße gerne auch länger stehen bleiben und durchziehen.

Kurz vor dem Essen die Soße evtl. erneut mit Gemüsebrühe verdünnen, da sie häufig nachquillt und zu dick wird. Die Rinds- und Wienerwürste in die Soße geben und alles noch einmal aufkochen. Vorsicht: Die Würste sollten nicht platzen! Die Weißwürste zu dem Sauerkraut geben und beides ebenfalls erwärmen. Auch hier auf die Würste achten, dass sie nicht platzen.

Danach alles servieren und Brot dazureichen. Wir nehmen verschiedene Brote, das macht es noch abwechslungsreicher. Zuerst wird die schlesische Weißwurst (bitte keine Münchener Weißwurst!) gegessen, danach die Wiener und zum Schluss die Rindswürste. Senf passt übrigens auch sehr gut zu den Würsten.

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Kommentare

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anfr11

Auch bei uns gibt es seit Generationen die "Heiligabendsoße", für die ich alles andere stehen lasse. Ich mache sie auch mit Malzbier, das ich ansonsten nicht (mehr) mag. Der Honig- und/oder Frühstückskuchen wird zerbröselt und darin eingeweicht. Pastinaken und Petersilienwurzeln werden in dünne Scheiben geschnitten und stundenlang in Salzwasser geköchelt - am 23.Dezember, dann abgegossen. An Heiligabend wird dann beides vermengt und unter ständigem Rühren aufgekocht. Dann kommen mehrfach mit einer Gabel eingestochene westfälische Mettenden dazu und die Soße köchelt unter weiterhin ständigem Rühren vor sich hin. Wenn sie das Würstchenaroma angenommen hat, kommt ein großes Stück Butter dazu und sie wird mit Essig und Salz abgeschmeckt. Dazu gibt es dann schlesische Räucherwürstchen, Wiener Würstchen, schlesisch zubereitetes Sauerkraut (mit Zwiebeln und Schweineschmalz) und Salzkartoffeln - ein Genuss! Seit ich es kennengelernt habe, trinke ich dazu Bamberger Schlenkerla-Rauchbier und einen Rauchbierschnaps - passt auf Grund des Räuchergeschmacks ganz hervorragend.

01.05.2019 07:38
Antworten
Riwer

Hallo, ja, das geht auch mit Malzbier. Es wird dann halt süßer! Viele essen dieses Sauce auch zu Fisch! Besonders Karpfen wird dann verwendet. MIr schmeckt das zwar nicht so gut, aber über Geschmack läßt sich ja nicht streiten...

13.11.2008 22:58
Antworten
ansiro11

Hallo Riwer! Dieses Rezept kenne ich seit meinen Kindheitstagen, es ist super lecker! Jedes Jahr an Heiligabend trifft sich unsere gesamte Familie, um diesem traditionellen Essen zu fröhnen. Das Rezept hat meine Oma aus ihrer Heimat mitgebracht, allerdings in leicht abgewandelter Form (sie verzichtet auf Rosinen und Feigen, dafür nimmt sie statt Exportbier Malzbier). Dazu gibt es selbstgemachte schlesische (!) Kartoffelklöße.

13.11.2008 14:19
Antworten