Himmel un Ääd met Blootwoosch


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Kölsche Küche

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30 Min. normal 06.04.2008



Zutaten

für
3 große Zwiebel(n)
2 EL Butter
100 ml Wein, weiß, trocken
Salz und Pfeffer
Paprikapulver, edelsüß
3 Äpfel (aromatisch / säuerlich, z.B. Boskoop oder Braeburn)
3 EL Zucker
1 Prise(n) Zimt
½ Zitrone(n), der Saft davon
600 g Kartoffel(n), (mehligkochend)
200 ml Milch, (warme)
2 EL Butter
Salz und Pfeffer
Muskat
300 g Blutwurst
2 EL Mehl
50 ml Pflanzenöl
Stängel Petersilie

Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten Gesamtzeit ca. 30 Minuten
ZUBEREITUNG DER SCHMORZWIEBELN:
Die Zwiebeln schälen, halbieren und die Hälften in feine Ringe schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln in die heiße Butter geben und einige Minuten anbraten. Dann mit dem Weißwein ablöschen und auf etwas weniger als mittlere Hitze zurückschalten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und langsam schmoren lassen.

ZUBEREITUNG DES APFELKOMPOTTS:
Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in Würfel schneiden. In einen Topf geben, mit Zitronensaft beträufeln und mit Zucker und Zimt mischen. Den Topf bei mittlerer Hitze auf den Herd setzen und das Kompott ca. 15 min einkochen. (Wer sein Kompott nicht stückig mag, kann es nun mit einem Kartoffelstampfer zu Apfelmus verarbeiten.)

ZUBEREITUNG DES KARTOFFELPÜREES:
Kartoffeln schälen, kurz abspülen und ggf. nochmal teilen. In Salzwasser zum Kochen bringen und ca. 20 - 25 min kochen, bis die Kartoffeln sehr weich gekocht sind. Dann abschütten und im Topf kurz ausdämpfen lassen. Mit dem Kartoffelstampfer oder einer Kartoffelpresse zerkleinern. Dann Butter und Milch dazugeben und das Ganze zu einem cremigen Püree verarbeiten. Mit Salz und Muskat nach Belieben würzen.

ZUBEREITUNG DER GEBRATENEN BLUTWURST:
Die Blutwurst in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Diese dann im Mehl wenden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Blutwurst darin anbraten. ACHTUNG: Das geht sehr schnell, auf jeder Seite nicht länger als 2, 3 Minuten braten - sonst verliert die Blutwurst die Bindung und wird zu "Fleischpüree".

Püree, Kompott und Blutwurst auf einem Teller anrichten, die Schmorzwiebeln darüber geben. Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Tipps zu diesem Rezept:
1) Im Westfälischen wird "Himmel und Erde" meist in der Form gegessen, daß Kartoffelpüree und Apfelkompott untereinander gemischt werden. Auch wird dort i.d.R. keine gebratene Blutwurst zugegeben. Beide Varianten schmecken sehr gut.
2) Beim Kauf der Blutwurst sollte man darauf achten, dass man Wurst kauft, die nicht nur gekocht ist (im Kölschen heißt die dann "Flönz"), sondern zudem auch noch geräuchert wurde (im Kölschen dann "Blootwoosch"). Die nur gekochte Blutwurst fällt beim Braten fast augenblicklich auseinander, die geräucherte hält etwas besser die Form.
3) Anstatt der Schmorzwiebeln schmecken auch Röstzwiebeln sehr gut zu diesem Gericht. Hierzu die Zwiebelringe in sehr heißem Öl solange frittieren, bis sie braun und knusprig sind.

Weitere Inspirationen zur Zubereitung in der Schritt für Schritt Anleitung




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Hobbykoch-Bine68

Genau so kenne ich es von zu Hause und es schmeckt einfach lecker :o) Liebe Grüsse, Bine

24.03.2019 20:43
Antworten
Sächsytogo

Sowas gibt es auch in Sachsen, das heißt bissl brutal „tote Oma“. Nur Apfelkompott gibts da nicht dazu, kann ich mir aber gut vorstellen dazu. Leider isst mein Mann das nicht, was der Bauer nicht kennt....

08.03.2019 16:47
Antworten
westfalentrixe

So ähnlich kenne ich das aus meiner Kindheit auch. In Ostwestfalen hat man bei den Äpfeln die Kerngehäuse ausgestochen, die Äpfel in Scheiben gebraten und oben auf die Blutwurst gelegt. Mit Kompott ist diese Kombination aber genauso lecker, weil nicht so dröge. Super Rezept, das ich immer wieder gerne nachkoche. LG Trixe

13.11.2016 14:03
Antworten
-Kirena-

Als Freundin eines in Köln Geborenen kommt man um Himmel und Ääd mit der Zeit ja kaum herum. Fern der Heimat wollte ich meinem Freund vor einigen Wochen mal wieder etwas Gutes tun und habe Himmel und Ääd nach diesem Rezept hier gekocht. Ich habe recht lange dafür gebraucht. Bis die Zwiebeln im Fett geröstet und danach die Blutwurst in all ihren kleinen Ringen angebraten war... Und gelegentlich habe ich mich auch ziemlich, ziemlich doof angestellt :D Aber: Es war einfach köstlich!! Warum ich so weit aushole? Heute habe ich das Rezept wieder ausgekramt und (mit original kölscher Blutwurst ;)) noch einmal gekocht. Die Zwiebeln habe ich kurz vor der Blutwurst in die Pfanne und einfach im Fett angebraten, die Blutwurst in ca. 10cm lange Stücke geschnitten und dann längs in drei Teile - Tipp von der Schwiegeroma und es ging so auch um einiges schneller. Mein Freund hat sich kaum noch eingekriegt und ist nach dem Essen geschlagene 5 Minuten hinter mir hergerannt um zu betonen "Das war köstlich, das war einfach köstlich, das war sooooo köstlich!" Und schließlich noch das wohl beste Kompliment, was man als Köchin bekommen kann: "Das hat genau geschmeckt wie bei Oma!" ;o))) Das muss ich jetzt natürlich gleich an die Rezeptautorin weitergeben! Vielen Dank! :) -Kirena-

04.03.2015 13:42
Antworten
cookito_ergo_sum

Hallo Kirena, :-))) genauso solche Reaktionen kenne ich von zu Hause auch. Freut mich sehr, dass es Euch so gut geschmeckt hat! Dank Dir für Deinen tollen Kommentar und die Bewertung. Liebe Grüße cookito

04.03.2015 21:23
Antworten
Juttsch

Ob Kölsch oder nich - ich hab es heute gemacht und es war sehr sehr lecker. Werde es auf jeden Fall wiederholen.

24.09.2013 14:23
Antworten
cookito_ergo_sum

Hallo Juttsch, vielen Dank für Deinen netten Kommentar und die Bewertung! Lasst es Euch weiterhin gut schmecken ;-) LG cookito

25.09.2013 00:23
Antworten
melanie78

das rezept ist gut! aber nix für ungut, kölsch ist das rezept zu 100% nicht. es ist ein urtypisches bergisches rezept. wie der name schon sagt: Himmel und Äd. :-)

06.03.2010 11:44
Antworten
cookito_ergo_sum

Liebe Melanie, Du hast Recht - dieses Gericht entstammt nicht ausschließlich der kölschen Küche. Es handelt sich vielmehr um ein Gericht, dass traditionell im gesamten Rheinland und im Westfälischen gegessen wird. Auch im norddeutschen Raum gibt es dieses Rezept. Es existieren viele Abwandlungen, je nach Landstrich. Das vorliegende Rezept ist dasjenige, nach dem ich es als "kölsch Mädche" kennengelernt habe. In ähnlicher Form kriegt man es auch in jedem kölschen Brauhaus. Ein bißchen mehr zur Herkunft des Gerichts findest Du hier: http://www.n-tv.de/panorama/essen/Zwischen-Himmel-und-Erde-article330995.html oder hier http://de.wikipedia.org/wiki/Himmel_und_Erde Viele Grüße cookito

07.03.2010 19:22
Antworten
MeneniusAgrippa

mhhhhhhhhhhhhh immer wieder super! :-)

07.11.2008 17:12
Antworten