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Handmixer Test 2019

Welcher Handmixer liegt am besten in der Hand? Und wie viel kostet ein guter Handmixer? Wir liefern Antworten in unserem ausführlichen Test!

Eine Frage schwebt über allem: Was kostet ein Handmixer? Muss es das Premiumgerät für mehr als 100 Euro sein oder findet man schon in den niedrigeren Preisregionen richtig gute Handmixer? Wir haben unterschiedlich teure Geräte getestet und dabei die eine oder andere Überraschung erlebt. Eines der günstigsten Geräte hat uns am meisten überzeugt, so viel sei verraten. Warum, verraten wir euch einerseits in der Vergleichstabelle, andererseits aber auch in unseren Ausführungen zu den einzelnen Geräten im Test.

Handmixer im Vergleich

Produktbild Fazit Vorteile Nachteile Leistung Lautstärke Gewicht Kabellänge Länge der Rührhaken (ab Gerätegehäuse) Turboknopf Eiweiß aufgeschlagen in
Siemens Ergonomic Edition MQ96500 FQ.1 Preis prüfen Ein Spitzengerät mit wenig Schnick-Schnack, das in jedem Bereich eine gute Figur macht. Der Handmixer liegt hervorragend in der Hand, ist angenehm leise und bietet ein langes Spiralkabel. Ein etwas höheres Gewicht würde für noch mehr Stabilität sorgen. 500 Watt sehr leise 870 g 200 cm 15,5 cm Ja 25 Sekunden
Krups 3 Mix 9000 Deluxe Preis prüfen Toller Profi Handmixer, der sein Geld definitiv wert ist. Ein solide gebauter Handmixer, der durch sein hohes Gewicht sicher in der Hand liegt. Er ist das einzige Gerät im Test mit Wiederanlaufschutz. Der einzige wirkliche Nachteil dieses Handmixers dürfte für viele der Preis darstellen. 500 Watt leise 1174 g 110 cm 15 cm Ja 30 Sekunden
Braun MultiMix HM 5137 Preis prüfen Ein Mixer für alle, die großen Wert auf Zubehör legen. Der Handmixer bietet viel Zubehör, das andere Küchengeräte ersetzen kann. Außerdem ist er angenehm zu bedienen. Es wurde viel Plastik verbaut und die Knethaken kommen mit kleineren Mengen Teig schlecht zurecht. Das Betriebsgeräusch ist unangenehm. 750 Watt leise aber unangenehm 1014 g 156 cm 15,7 cm Nein 30 Sekunden
Duronic HM4 /SR Preis prüfen Günstiges Gerät mit praktischer Aufbewahrungsbox. Ideal für alle, die nur hin und wieder einen Rührteig zubereiten. Das Gerät kommt mit einer praktischen Aufbewahrungsbox für das Zubehör. Der Handmixer ist außerdem der günstigste im Test. Die Lautstärke im Betrieb ist zu hoch. Das Handling ist nicht optimal, unter anderem aufgrund der fehlenden Gummierung der Grifffläche. 400 Watt laut und unangenehm 970 g 103 cm 13,5 cm Ja 35 Sekunden
KitchenAid 5KHM9212EER Preis prüfen Wertig konstruierter Handmixer in tollem Design, dessen Bedienung Mängel aufweist. Der Handmixer kommt mit einem Beutel zum Verstauen des Zubehörs. Er hat einen energieeffizienten, leistungsstarken Motor. Die Bedienung ist umständlich und (zähe) Teige ziehen sich an den Knethaken zu schnell zum Gehäuse hoch. 85 Watt leise 1092 g 153 cm 15 cm Nein 30 Sekunden

Zahlen zum Test

i
  • 24 Geräte berücksichtigt
  • 60 Stunden Arbeit
  • 12 kg Teig geknetet

So haben wir die Geräte im Test ausgewählt

Wie bei all unseren anderen Praxistests haben wir auch beim Handmixer Test unsere Community zu Rate gezogen. Dazu haben wir eine Vorauswahl an Geräten getroffen, die wir dann im Chefkoch Forum zur Diskussion gestellt haben.

Daraufhin haben wir die Auswahl an Produkten angepasst, bestellt und schließlich getestet. Wichtig ist zu erwähnen, dass Chefkoch sämtliche getestete Produkte selbst erwirbt, um unabhängig testen zu können. Weitere Infos darüber, wie wir von bei Produkttests vorgehen, findet ihr hier.

So haben wir getestet

Vor jedem Test stellen wir uns die gleiche Frage: Welche Erwartungen haben wir an die zu testenden Produkte? Im Fall des Handmixer Tests haben wir uns daher gefragt: Was muss ein Handmixer können? „Zutaten verrühren“, wäre wohl die naheliegendste Antwort. Das schafft grundlegend allerdings jedes Handrührgerät. Deswegen haben wir uns auf das wohl anspruchsvollste Einsatzgebiet für einen Handmixer gestürzt: Hefeteig!

Die Gewichtung der einzelnen Testkriterien könnt ihr der Grafik entnehmen. Der Punkt Rührergebnisse umfasst alles, was während des Tests zubereitet wurde. Es geht demnach darum, wie gleichmäßig ein Teig gelungen ist und wie lange es gedauert hat, bis ein gutes Ergebnis erkennbar gewesen ist. Unter dem Aspekt Handhabung haben wir beispielsweise zusammengefasst, wie gut ein Handmixer in der Hand liegt und wie einfach er durch zähen Teig gleitet. Darüber hinaus haben wir hier kleinere Kriterien wie die Kabellänge berücksichtigt. Verarbeitung dürfte selbsterklärend sein. Hier geht es in erster Linie um den äußeren Eindruck, den ein Gerät vermittelt.

Gewichtung der Testkriterien des Handmixertests

Die Handmixer kommen mit viel unterschiedlichem Zubehör daher. Vom Pürierstab über große Rührbesen bis hin zu Mixbechern ist einiges dabei. Bei der finalen Bewertung der Handrührer haben wir Zubehör jedoch außen vor gelassen. Der Grund dafür ist, dass die Bedürfnisse eines jeden hier einfach zu unterschiedlich sind. Für manche mag es ein Vorteil sein, dass ein Rührbesen oder sogar ein Pürierstab als Aufsatz für ihren neuen Handmixer mitgeliefert wird. Andere hingegen sehen Zubehör als Platzverschwendung in der Küche an, da sie ohnehin schon einen Schneebesen oder Stabmixer besitzen. Wir weisen euch im Testbericht aber darauf hin, welches Zubehör bei den Handrührgeräten dabei ist. Auch sagen wir euch, ob Rührbesen, Pürierstab und Co. an für sich brauchbar sind oder nicht.

Knet-Test

Für den Test haben wir uns ein (übrigens sehr zu empfehlendes) Rezept unserer Nutzerin „SallyGoodfield“ vorgenommen: Pide mit Spinat und Schafskäse. Dieses habe ich zufällig wenige Tage vor unserem Handmixer Test zu Hause ausprobiert. Dabei habe ich erstaunt festgestellt, dass mein Handrührgerät vom Discounter beim Verkneten des Hefeteigs nach kurzer Zeit aus dem letzten Loch pfiff. Da dachte ich mir, dass das doch besser gehen muss!

Das Ergebnis des Knet-Tests: himmlisch leckere Pide. Zum Rezept.

Tatsächlich haben sich alle Handmixer im Praxistest besser geschlagen als mein eigener: Kein Handrührer hat so gewirkt, als würde er nur mit großer Mühe mit dem Teig zurechtkommen. Aus diesem Grund haben wir die Handrührgeräte mit einem noch zäheren Teig konfrontiert. Glücklicherweise hatte unser Nutzer „TPunkt“ im Forum bereits eine Idee für einen besonders herausfordernden Teig: Eine simple Mischung aus 500 g Mehl und 300 g Wasser.

Wir haben fünf Portionen des Teigs vorbereitet und jedes Gerät 5 Minuten damit kämpfen lassen. Dabei ist es nötig gewesen, die Handmixer mit zwei Händen festzuhalten, während eine zweite Person die Schüssel ruhig hält. So zäh war der Teig! Hier haben sich dann auch größere Unterschiede zwischen den Geräten gezeigt. Die Details dazu könnt ihr bei den ausführlicheren Gerätetests weiter unten lesen. Das Fazit des Knet-Tests lautet aber: Totalausfälle gab es keine! Am meisten überzeugt hat uns der Siemens Ergonomic Edition Handrührer. Dieser hat voll zufriedenstellende Ergebnisse geliefert und konnte noch dazu in den Aspekten Lautstärke und Wärmeentwicklung punkten.

Beim Test des KitchenAid 5KHM9212EER Handrührers zieht sich zäher Teig zu schnell an den Knethaken hoch zum Gehäuse.

Die größten Probleme mit beiden Teigen hatten wir beim KitchenAid 5KHM9212EER Handmixer. Hält man diesen beim Kneten zäher Teige nur kurz still, zieht sich der Teig an den Knethaken hoch. Dadurch besteht die Gefahr, dass Teig im Gerät landet und eine größere Reingungsaktion ansteht. Beim Extremtest ist uns darüber hinaus die unangenehme Lautstärke des Duronic HM4 /SR Handmixers aufgefallen. Das Gerät kreischt förmlich bei höherer Belastung, ist aber auch im normalen Betrieb vergleichsweise laut.

Eischnee-Test

Handmixer eignen sich hervorragend zum schnellen Aufschlagen von Eischnee. Dass jedes Gerät diese Aufgabe erfüllt, war uns von Anfang an klar. Daher haben wir uns der Frage gewidmet: Welcher Handmixer schlägt Eiweiß am schnellsten steif?

Dabei sind wir folgendermaßen vorgegangen: Wir haben Eiweiß jeweils im Fünfsekundentakt geschlagen und ab Sekunde 15 getestet, ob der Eischnee steif ist. Dazu haben wir mit einem Messer in das aufgeschlagene Eiweiß geschnitten – bleibt der Schnitt klar sichtbar, ist der Eischnee steif. Dabei haben wir jeweils die höchste Geschwindigkeitsstufe der Handmixer verwendet.

Der Eischnee-Test: Kann man mit einem Messer einen bleibenden Schnitt erzeugen, ist der Eischnee fertig.

Die Ergebnisse haben sich im Bereich zwischen 20 und 30 Sekunden bewegt. Am längsten gebraucht hat das Gerät von Duronic, während der Handmixer von Siemens am schnellsten perfekten Eischnee produziert hat. Die anderen drei Testkandidaten haben jeweils 25 Sekunden gebraucht.

Die einzelnen Handmixer im Test

Jetzt habt ihr bereits einen groben Überblick über unsere Testkandidaten gewonnen. Zwei wichtige Testkriterien haben wir aber noch gar nicht besprochen, nämlich Bedienung und Reinigung. Über beide klären wir euch in den ausführlicheren Berichten zu den fünf getesteten Handmixern auf.

Duronic HM4 /SR Handmixer Test

Zubehör des Duronic Handmixers: Rühr- und Knethaken, Schneebesen, Aufbewahrungsbox.

Der Handmixer von Duronic* ist der günstigste im Test. Er ist uns ursprünglich aufgrund der praktischen Aufbewahrungsbox aufgefallen, die Platz für das mitgelieferte Zubehör bietet. Noch dazu lässt sich der Handrührer so auf der Box platzieren, dass das Kabel ebenfalls praktisch in ihr verstaut ist. Neben der Box sowie den üblichen Rühr- und Knethaken wird übrigens ein einzelner, großer Rührbesen mitgeliefert. Diesen könnt ihr zum Verrühren von recht flüssigem Kuchenteig verwenden. 

Im Betrieb ist uns aufgefallen, dass der Schalter für die Geschwindigkeitsstufen etwas schwergängig ist. Darüber hinaus haben wir uns stark an der Lautstärke des Handmixers gestört. Das Betriebsgeräusch beim normalen Gebrauch ist bereits etwas schrill. Setzt man den Handmixer dann jedoch für anspruchsvollere Aufgaben ein, kreischt der Motor auf. Das dürfte für alle geräuschempfindlichen Hobbyköche ein klassisches No Go sein. Noch dazu sind die Rühr- und Knethaken im Vergleich zu denen der anderen Testgeräte ziemlich kurz.

Die Länge der Rührhaken der Handmixer von Duronic und Siemens im Vergleich.

Wenn ihr ein günstiges Gerät sucht und euch die negativen Punkte nicht stören, könnte der Duronic Handmixer dennoch der richtige für euch sein. Generell empfehlen wir euch aber einen genaueren Blick auf den Handmixer von Siemens zu werfen, der uns im Praxistest deutlich mehr überzeugen konnten.

Vorteile

  • Praktische Aufbewahrungsbox
  • Günstiger Preis

Nachteile

  • Sehr laut
  • kurze Rühr- und Knethaken

Siemens Ergonomic Edition MQ96500 FQ.1 Test

Zubehör des Siemens Handmixers: Rühr- und Knethaken.

Kommen wir zum Test des Siemens Ergonomic Edition Handmixers*. Das mittelpreisige Gerät hat uns in vielerlei Hinsicht überzeugen können. Fangen wir mit dem Kabel an. Wie ihr auf dem Bild etwas weiter unten seht, handelt es sich um ein Spiralkabel, das ziemlich lang ist und sich nicht so leicht verheddert! Der Griff des Handmixers ist ergonomisch geformt und liegt durch die Soft-Touch-Oberfläche angenehm in der Hand.

Die Bedienung ist simpel und funktioniert tadellos, weswegen wir auch hier nichts zu beanstanden haben. Ebenfalls loben können wir die Lautstärke des Motors. Dieser wird selbst bei hoher Belastung nicht zu laut und klingt generell angenehm. Das Gerät ist selbst beim fünfminütigen Bearbeiten von extrem zähem Teig (äußerlich) nicht allzu warm geworden. Eine Geruchsentwicklung war (beispielsweise im Gegensatz zum KitchenAid Handmixer) nicht zu erkennen. Die Rühr- und Knethaken sind gemeinsam mit denen des Braun MultiMix HM 5137 die längsten im Test.

Für den Siemens Handmixer kann zusätzliches Zubehör erworben werden.

Schade ist nur, dass die Enden der Rühr- und Knethaken, die in das Gehäuse gesteckt werden, aus Plastik bestehen. Hier muss ein Langzeittest erst noch zeigen, dass das Plastik auch häufigem Gebrauch standhält. Für uns persönlich könnte der Handmixer außerdem ein etwas höheres Gewicht aufweisen – dadurch würde er sogar noch besser in der Hand liegen. Das ist allerdings letztlich Geschmackssache und Kritik auf hohem Niveau.

Beim Siemens Ergonomic Edition Handmixer wird keinerlei Schnickschnack mitgeliefert: Rührhaken, Knethaken, fertig. Ob man das als Vor- oder Nachteil ansieht, muss jeder für sich entscheiden. Das Handrührgerät bietet jedoch einen Anschluss für einen Pürierstab-Aufsatz, der dazugekauft werden kann.

Das lange Spiralkabel ist definitiv ein Highlight des Siemens Ergonomic Edition FQ.1 Handmixers

Insgesamt hat uns dieser Handmixer am meisten überzeugt, weswegen wir ihn als Testsieger unseres Handmixertests küren! Das Design ist zeitlos, Rühren und Kneten gehen leicht von der Hand und das Gerät ist noch dazu angenehm leise.

Vorteile

  • Sehr leise
  • Liegt gut in der Hand

Nachteile

  • Plastik an Rühr- und Knethaken

Braun MultiMix HM 5137 Test

(Teilweise optionales) Zubehör des Braun MultiMix: Rühr- und Knethaken, Mixfuß, Mixbecher, Zerkleinerer.

Der Braun MultiMix HM 5317* ist das Zubehör-Wunder in unserem Test – zumindest, wenn man möchte. Der Handmixer wird nämlich in drei unterschiedlichen Sets angeboten. Eins kommt neben mitgelieferten Rühr- und Knethaken ohne weiteres Zubehör aus. Darüber hinaus gibt es ein Set inklusive Pürierstab-Aufsatz und Mess- bzw. Mixbecher. Ein weiteres kommt zusätzlich mit einem Zerkleinerer für Kräuter und Co. daher. Wir haben das umfangreichste Set getestet.

Der Motor im Braun MultiMix ist vertikal verbaut, was zu einer besseren Gewichtverteilung beitragen soll. Der Mixer liegt mit seiner ergonomischen Form und der gummierten Soft-Oberfläche super in der Hand. Ob der vertikal verbaute Motor an sich aber dazu beiträgt, ist schwer zu sagen. Wir hatten zumindest nicht das Gefühl, dass das Gerät besser in der Hand liegt als die Mixer von Krups oder Siemens.

Der Braun MutliMix kommt mit kleineren Teigmengen schlechter zurecht als andere Mixer (beschleunigte Darstellung)

Das Auswählen der Leistungsstufen funktioniert über ein stufenloses Drehrad, das mit dem Daumen auch mitten im Betrieb gut erreichbar ist. Beim Kneten des Hefeteigs ist uns dann aufgefallen, dass die Knethaken des Geräts die Zutaten anfangs gut verkneten. Sobald ein gleichmäßiger Teig zustande gekommen ist, ist dieser dann jedoch nur noch zwischen den beiden Knethaken durchgerutscht. Dazu sei gesagt, dass wir den Hefeteig auf Basis von 300 g Mehl zubereitet haben. Das entspricht (im Fall des o. g. Pide-Rezepts) etwa einer Portion für zwei bis drei Personen. Ähnliche Probleme haben sich bei keinem der anderen Testgeräte feststellen lassen.

Der Braun MultiMix kommt mit ordentlich Zubehör daher – u.a. diesem Edelstahl-Mixfuß

Beim Zubehör, insbesondere dem Mixfuß, kam unweigerlich die Frage auf, wie nötig dieses ist. Kann der Mixfuß mit einem herkömmlichen Stabmixer mithalten? Wir können beruhigt sagen: Ja, eindeutig. Wir haben testweise einen Smoothie zubereitet. Die Konsistenz war am Ende schön gleichmäßig und auch bei härterem Obst wie Äpfeln scheint der Braun MultiMix nicht zu verzweifeln. Wer allerdings bereits einen Stab- oder Standmixer besitzt, für den dürfte der Mixfuß keinen allzu großen Reiz bieten. Die Bedienung ist bei einem herkömmlichen Stabmixer, der bestenfalls ergonomisch geformt ist, einfach noch ein wenig angenehmer. Der Zerkleinerer erfüllt ebenfalls seinen Zweck und dient beispielsweise zum schnellen Zerhacken von Mandeln und ähnlichem.

Vorteile

  • Viel (optionales) Zubehör
  • Angenehme Bedienung

Nachteile

  • Unangenehmes Betriebsgeräusch
  • Knethaken kommen mit kleineren Teigmengen nicht zurecht

Krups 3 Mix 9000 Deluxe Test

Zubehör des Krups 3 Mix 9000: Rühr- und Knethaken, Schneebesen, Mixbecher.

Der Krups 3 Mix 9000* vermittelt beim Auspacken bereits eins: Qualität. Das fängt bei der robusten Bauweise an und geht hin bis zum vergleichsweise hohen Gewicht des Handmixers. Durch dieses liegt er beim Gebrauch sicher in der Hand. Das Design ist edel, was jedoch für viele kein Kaufkriterium sein dürfte – unerwähnt lassen wollten wir es trotzdem nicht! An Zubehör gibt es neben den üblichen Rühr- und Knethaken einen Rührbesen sowie einen praktischen Mixbecher dazu. Diesen könnt ihr übrigens wunderbar zum Verstauen der anderen Zubehörteile verwenden.

Beim Aufschlagen von Eischnee und dem Verkneten der beiden zähen Teige hat er eine gute Figur gemacht. Besonders positiv herausgestochen haben hier neben der bereits erwähnten Handhabung auch die sogenannte Soft-Speed-Control. Dabei handelt es sich um eine Art manuelle Geschwindigkeitsstufe. Anstatt den Bedienschalter nach rechts zu drücken und damit auf einer der fünf Geschwindigkeitsstufen einrasten zu lassen, bewegt ihr ihn nach links. Dort rastet er nicht ein und die Quirle oder Knethaken drehen sich besonders langsam. Mit dieser Antispritzfunktion könnt ihr auch trockene Zutaten vermischen, ohne dass euch Mehl und Co. um die Ohren fliegen.

Die Verarbeitung des Krups 3 Mix 9000 lässt keine Wünsche offen.

Insgesamt hat der Handmixer von Krups im Test einen überaus positiven Eindruck hinterlassen. Warum er trotzdem nicht als Testsieger gekürt wird? Aus dem einfachen Grund, dass das Gerät von Siemens eine ebenso gute Figur gemacht hat, dabei aber nur fast die Hälfte kostet. Gegenüber dem Handmixer von Siemens bietet der Krups 3 Mix 9000 Deluxe lediglich den Vorteil des mitgelieferten Zubehörs. Wollt ihr auf dieses nicht verzichten, können wir euch den Handmixer definitiv ans Herz legen.

Vorteile

  • Robuste Bauweise
  • Hohes Gewicht sorgt für Stabilität

Nachteile

  • Vergleichsweise hoher Preis

KitchenAid 5KHM9212EER Test

Zubehör des KitchenAid Handmixers: Rühr- und Knethaken, Schneebesen, Milchaufschäumer, Aufbewahrungsbeutel.

Kommen wir also zum letzten und gleichzeitig teuersten Handmixer in unserem Praxistest, dem KitchenAid 5KHM9212EER*. Der Handrührer kommt mit einer knalligen Optik daher, die ganz auf den Retro-Zug aufspringt. Die Oberfläche wirkt fast schon emailliert, obwohl sie lediglich aus Kunststoff besteht. Schön finden wir, dass der Hersteller einen praktischen Beutel zum Verstauen des Zubehörs mitliefert.

Der Handmixer hebt sich durch seinen effizienten Gleichstrommotor von der Konkurrenz ab. Betrachtet ihr die Watt-Angaben der einzelnen Geräte in der Vergleichstabelle, fällt euch sicher auf, dass der Handmixer von KitchenAid weit unter den anderen liegt.

Der KitchenAid 5KHM6212EER im Praxistest.

Sparfüchse sollten die geringe Wattzahl in diesem Fall allerdings nicht als allzu wichtiges Kriterium werten. Gehen wir einmal davon aus, dass man den Handmixer an einem Tag in der Woche für zehn Minuten auf höchster Stufe verwendet. Wir nehmen außerdem an, dass der Handmixer auf dieser Stufe die maximale Leistung des Motors abruft. In diesem Szenario verbraucht der KitchenAid Handmixer 0,74 kWh im Jahr, der Braun MultiMix mit seinem 750-Watt-Motor hingegen 6,5 kWh. Das klingt nach einem großen Unterschied. In den tatsächlichen Stromkosten ergibt sich allerdings lediglich eine jährliche Differenz von 1,61 € (bei einem Strompreis von 0,28 € pro kWh).

Lasst euch von der Wattzahl nicht täuschen: Der Handmixer hat trotzdem ordentlich Leistung – gefühlt sogar mehr als die Konkurrenz. Als wir ihn zur Zubereitung des Hefeteigs benutzt haben, hat er auf der höchsten Stufe den Teig mehr herumgewirbelt als verknetet. Stufe 3 von 9 hat hier tatsächlich ausgereicht!

Die Leistung stimmt also, doch wie sieht es mit der Bedienung aus? Hier haben wir leider zwei gröbere Mängel festgestellt. Der erste ist letztlich auf eine simple Designentscheidung zurückzuführen. Im Gegensatz zu allen anderen Handmixern im Test setzt das Handrührgerät von KitchenAid auf Knöpfe zur Auswahl der Geschwindigkeitsstufen. Je ein Knopf mit einem Pfeil nach oben oder unten werden dazu benutzt, die Geschwindigkeit zu verändern. Schaltet ihr das Gerät ein, müsst ihr also ganze neun Mal auf denselben Knopf drücken, um zur höchsten Stufe zu gelangen. Pausiert ihr dann das Verrühren oder Verkneten, zum Beispiel um Zutaten hinzuzufügen, müsst ihr das Prozedere jedes Mal wiederholen.

(v. l. n. r.) Braun MultiMix mit praktischem Bedienrad, Siemens Ergonomic Edition mit klassischer Bedienung, KitchenAid Handmixer mit Knöpfen und An-Aus-Schalter.

Darüber hinaus haben uns die Knethaken Probleme bereitet. Wie bereits weiter oben im Test erwähnt, muss man darauf achten, den KitchenAid Handmixer beim Verkneten von Teig nicht still zu halten. Tut man dies doch, zieht sich der Teig schnell an den Haken bis zum Gehäuse hoch. Ähnliche Probleme hatten wir bei sonst keinem der Testkandidaten. Bei besonders zähem Teig hat das Gerät außerdem nach zwei Minuten begonnen unangenehm zu riechen.

Vorteile

  • Energieeffizienter, kraftvoller Motor
  • Beutel zur Aufbewahrung des Zubehörs

Nachteile

  • Unkomfortable Bedienung
  • Knethaken ziehen Teig zu schnell in Richtung Gehäuse

Fazit: Unser Handmixer Testsieger 2019

Häufig küren wir bei unseren Produkttests einen Testsieger sowie einen Preis-Leistungs-Sieger für kleinere Budgets. Im Fall des Handmixer Tests können wir allerdings beide Titel an ein Gerät geben, nämlich den Siemens Ergonomic Edition MW96500 FQ.1 Handrührer*.

Der Siemens Ergonomic Edition MW96599 FQ.1 Handrührer konnte uns nicht nur durch seine angenehme Bedienung sowie die ordentliche Leistung überzeugen, sondern ist darüber hinaus erstaunlich leise im Betrieb. Wir finden: ein wirklich tolles Gerät zum angemessenen Preis. 

Bonus: Einsatzgebiete von Handmixern

Wir wären nicht Chefkoch, wenn wir euch zu einer Geräteempfehlung nicht auch ein paar passende Rezepte liefern würden. In der folgenden Bildergalerie findet ihr deswegen von der Community wertgeschätzte Rezepte, bei denen euch ein Handmixer die Zubereitung erleichtert. Viel Spaß beim Stöbern und Nachmachen!

Rezepte für euren neuen Handmixer

(Foto: Mein-Dolcevita)Kuchen sind wohl eines der Einsatzgebiete eines Handmixer, an die jeder sofort denkt. Diesen cremigen Schmand-Kuchen können wir euch besonders ans Herz legen.
(Foto: Maria-12)Am Sonntagmorgen geht nichts über selbstgebackenes Brot und Brötchen. Auch hier ist ein Handrührgerät ein praktisches Helferlein, das das Verkneten von Teig erleichtert.
(Foto: Chefkoch-Video)Und hier noch eine Brot-Variante für Low Carb Fans. Bei diesem Brot könnt ihr die Quirle eures neuen Handmixers testen.
(Foto: Goerti)Was darf in dieser Liste noch nicht fehlen? Richtig, Hefeteig! Hierbei handelt es sich um eine süße Variante für Hefezopf.
(Foto: r3sa)Zum Abschluss legen wir euch noch einmal das Pide-Rezept an die Hand, welches wir selbst beim Praxistest benutzt haben. Absolute Empfehlung!

FAQ

Was ist ein Handmixer?
Ein Handrührgerät, auch Handrührer oder Handmixer genannt, ist ein Küchengerät zum Verrühren oder Verkneten von Teigen und ähnlichem. Das Gerät wird, wie der Name schon verrät, in der Hand gehalten.
Wie funktioniert ein Handmixer?
Ganz einfach: Ein Motor im Gehäuse treibt über einen Zahnantrieb unterschiedliche Aufsätze wie Rührbesen, Quirls oder Knethaken an. Diese drehen sich in der Regel gegeneinander.
Welcher Handmixer ist leise?
In unserem Test haben sich der Krups 3 Mix 9000 Deluxe* sowie der Siemens Ergonomic Edition* als besonders leise herausgestellt.
Wie viel Leistung braucht ein Handmixer?
Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Die Leistung wird meisten in Watt angegeben – diese Werte sind aber nicht zwingend vergleichbar. Der KitchenAid 5KHM9212EER Handmixer hat beispielsweise 85 Watt, während das Gerät von Braun mit 750 Watt aufwartet. In diesem Fall sind aber zwei unterschiedliche Arten von Motoren verbaut. Der Motor des KitchenAid Handmixers ist stromsparender, hat aber trotzdem eine äußerst hohe Leistung.
Wie finde ich den besten Handmixer?
Zunächst muss jeder für sich entscheiden, welche Anforderungen er an ein Gerät stellt. In der Regel dürfte der Testsieger aus unserem Handmixer Test der Richtige für euch sein. Wenn ihr euch unsere Erfahrungen zu den anderen Geräten sorgfältig durchlest, werdet ihr aber schnell merken, ob ein anderes Produkt womöglich eher euren Ansprüchen genügt.

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