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Die besten Eisenpfannen im Test

Eisenpfannen sind bereits seit etlichen Jahrhunderten im Einsatz und auch heute noch ein beliebtes Kochutensil. In unserem Test erfahrt ihr, welche Eisenpfanne ihr bedenkenlos kaufen könnt.

Ihr fragt euch vielleicht, warum man heute noch auf Eisenpfannen zurückgreift, wenn Pfannen mit Antihaftbeschichtung das Leben doch so leicht machen. Ganz einfach: Beschichtete Pfannen sind praktisch und wahre Allrounder für Hobbyköchinnen und Hobbyköche, verlieren mit der Zeit jedoch ihre Antihaftfähigkeit. Eisenpfannen hingegen halten bei richtiger Handhabe und Pflege etliche Jahrzehnte. Mehr Infos dazu findet ihr in unserem Rundum-Artikel zur Eisenpfanne.

Eisenpfannen im Vergleich

Produktbild Fazit Vorteile Nachteile Durchmesser Höhe Gewicht Pfannentyp Eignung für Herdarten Back­ofen­geeignet Spül­maschinen­geeignet Schüttrand Griffbesfestigung Garantie
Rösle Eisenbratpfanne Preis prüfen Eine Eisenpfanne, die perfekte Ergebnisse bei fairem Preis liefert – klare Kaufempfehlung! Bereits nach dem Einbrennen gute Antihaftwirkung der Patina bei hervorragenden Bratergebnissen. Bei Reinigung mit Wasser kann sich dieses am Rand des Griffs sammeln. 28 cm 3 cm 1,6 kg Carbonstahlpfanne Alle Herdarten inkl. Induktion Ja Nein Nein Vernietet 10 Jahre
De Buyer Mineral B Element Preis prüfen Insgesamt zieht die Carbonstahlpfanne nur in Sachen Preis und Einbrennen den Kürzeren gegenüber dem Tesieger unseres Eisenpfannen Tests. Die Pfanne punktet durch eine gleichmäßige Verarbeitung und sehr gute Bratergebnisse. Aufwendigeres Einbrennen als bei der Konkurrenz von Rösle. 28 cm 3,8 cm 2,15 kg Carbonstahlpfanne Alle Herdarten inkl. Induktion Ja Nein Nein Vernietet 3 Jahre
GRÄWE Bratpfanne Preis prüfen Die richtige Schmiedeeisenpfanne für alle, die Wert auf Handwerk legen und die Pfanne vorwiegend auf Herdplatten verwenden möchten. Die Pfanne ist leicht, wirkt aber trotzdem hochwertig verarbeitet. Die geometrischen Muster im Inneren der Pfanne sind ein Hingucker. Die Bratergebnisse konnten überzeugen. Der Griff der Schmiedeeisenpfanne liegt nicht gut in der Hand und ist lediglich angeschweist. Die Bratpfanne von Turk hingegen wird aus einem Stück Eisen geschmiedet. 28 cm 3 cm 1,5 kg Schmiedeeisenpfanne Alle Herdarten inkl. Induktion Ja Nein Nein Geschweißt 10 Jahre
Turk Eisenpfanne Preis prüfen Aus einem Stück handgeschmiedete Pfanne, die ideal für den Gebrauch über offenem Feuer ist. Die Schmiedeeisenpfanne ist ein tolles Stück Handwerk, das einen rustikalen, charamanten Eindruck hinterlässt. Durch den langen Griff ist sie perfekt für den Verwendung über offenem Feuer. Boden ist nicht gleichmäßig, wodurch die Pfanne nicht nicht perfekt auf dem Herd aufliegt. Es kann zu Kratzern kommen! 28 cm 3 cm 1,7 kg Schmiedeeisenpfanne Alle Herdarten inkl. Induktion Ja Nein Nein Aus einem Stück geschmiedet 10 Jahre
Lodge Bratpfanne Preis prüfen Aus einem Stück handgeschmiedete Pfanne, die ideal für den Gebrauch über offenem Feuer ist. Die Gusseisenpfanne ist durch den kurzen Griff besonders platzsparend. Boden ist nicht gleichmäßig, wodurch die Pfanne nicht nicht perfekt auf dem Herd aufliegt. Es kann zu Kratzern kommen! 26 cm 5,1 cm 2,57 kg Gusseisenpfanne Alle Herdarten inkl. Induktion Ja Nein Ja Aus einem Guss unbekannt
Carl Victor Servierpfanne Preis prüfen Massive Pfanne aus Gusseisen, die durch hohes Gewicht schwierig in der Handhabung ist. Das dicke Material braucht zwar länger zum Erhitzen, hält Speisen dafür aber besonders lange warm. Die Gusseisenpfanne kommt bereits eingebrannt an, hat aber noch keine ausreichende Patina zum Gebrauch. Darüber hinaus ist sie durch das extrem hohe Gewicht schwierig zu handhaben. 28 cm 6 cm 3,2 kg Gusseisenpfanne Alle Herdarten inkl. Induktion Ja Nein Ja Verschraubt 25 Jahre

Zahlen zum Test

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  • 21 Pfannen berücksichtigt
  • 71 Stunden Arbeit
  • 24 Einbrenn-Durchgänge

Sechs Eisenpfannen im Test

Warum wir ausgerechnet diese sechs Pfannen getestet haben, fragt ihr euch? Ganz einfach: Wir haben eine Vorauswahl getroffen und diese unserer Community im Forum präsentiert. Nun hatte jeder die Chance, Verbesserungsvorschläge oder allgemeine Anmerkungen einzukippen, woraufhin wir die Auswahl leicht angepasst haben. Von unseren Nutzern kam der Wunsch, ebenfalls emaillierte Eisenpfannen zu testen. Für Hinweise wie diese sind wir dankbar! Emaillierte Eisenpfannen werden wir zu gegebener Zeit ebenfalls testen und so unseren Test zu Pfannen mit Antihaftbeschichtung erweitern. Dieser Test soll sich jedoch explizit um Eisenpfannen ohne Beschichtung drehen.

Unsere Erstauswahl sollte zum einen unterschiedliche Preissegmente abbilden und zum anderen verschiedene Typen unbeschichteter Eisenpfannen beinhalten. So haben sich die sechs Eisenpfannen aus je zwei schmiede- und gusseisernen Pfannen sowie zwei Eisenstahlpfannen (Kohlenstoffstahl/Carbonstahl) zusammengesetzt.

Alle Pfannen sollen laut Herstellerangaben ideal zum scharfen Anbraten von Fleisch geeignet sein und für besonders knusprige Bratkartoffeln sorgen. Die Unterschiede liegen in der Art und Dicke des Materials, was sich in erster Linie auf die Handhabe auswirkt. Wir klären in diesem Test also nicht nur, welche der sechs Eisenpfannen unserer Meinung nach die beste ist, sondern auch, welchen Typ von Eisenpfanne wir euch empfehlen können.

Die Testvorbereitung: Eisenpfannen einbrennen

Wer sich ein wenig mit Eisenpfannen auskennt, weiß, dass sie vor dem ersten Gebrauch eingebrannt werden müssen. Beim Einbrennen bildet sich eine Patina – eine Art Film auf der Oberfläche mit Antihaftwirkung. Diese wird beim Gebrauch immer besser, sodass das Braten von Zeit zu Zeit mehr Freude bereitet. Sollte die Patina einmal durch eine falsche Reinigung (zum Beispiel mit Spülmittel) beschädigt sein, könnt ihr sie einfach wieder von vorne "aufbauen".

Zwei der Eisenpfannen in unserem Test, die beiden Gusseisenpfannen von Lodge und Carl Victor, kamen bereits vom Hersteller eingebrannt bei uns an. Bei den anderen vier Testkandidaten haben wir uns lange informiert, welche Methode die beste ist. Manche Hersteller empfehlen die altbekannte "Kartoffelmethode", bei der Kartoffelschalen mit Salz in Öl erhitzt werden, bis sie dunkel werden. Wieder andere Hersteller weisen darauf hin, dass es ein Irrglaube sei, dass diese Methode die beste wäre. Nachdem wir uns etliche Meinungen eingeholt haben, ist die Wahl auf eine Grillmethode gefallen:

Vergleich: Links eine Pfanne vor dem Einbrennen, rechts danach. Eine gleichmäßige Patina baut sich erst nach mehrmaligem Gebrauch auf.

Hierfür haben wir die Pfannen nach dem Auspacken gründlich gereinigt, um sie vom Korrosionsschutz zu befreien. Anschließend haben wir sie mit Öl eingerieben und bei 300 °C für 10 Minuten auf den geschlossenen, vorgeheizten Gasgrill gelegt. Nach dem Abkühlen haben wir den Vorgang insgesamt drei Mal mit jeder Pfanne wiederholt. Der Vorteil der Methode? Eure Wohnung stinkt nicht tagelang!

Die Ergebnisse können sich sehen lassen – oder auch nicht. Wirklich schön anzusehen sind frisch eingebrannte Eisenpfannen nämlich nicht. Sie wirken schmierig, sind es beim Anfassen aber gar nicht! Mit der Zeit wird die Patina übrigens immer dunkler und gleichmäßiger. Um euch ein Bild zu verschaffen, wie eine auf dem Grill eingebrannte Eisenpfanne aussehen darf, könnt ihr einen Blick auf unseren Vorher-Nachher-Vergleich werfen.

So haben wir getestet

Wir wollten die Eisenpfannen genau in den Disziplinen auf die Probe stellen, für die sie laut Herstellern ideal geeignet sind: Bratkartoffeln und Steak! Neben der Praxiserfahrung, die wir unter dem Punkt Braten zusammenfassen, fließen das Handling, die Verarbeitung sowie der Preis in die Bewertung ein. Zum Braten zählt auch die Vorbereitung – das Einbrennen vor der ersten Benutzung – sowie die Reinigung nach dem Braten.

Gewichtung der Testkriterien des Eisenpfannentests

Die Fragen, denen wir im Praxistest nachgegangen sind, lauten konkret: Wie gut gelingt das Bratgut? Wie ist das Handling der Pfanne? Wie einfach lässt sich die Pfanne nach dem Braten reinigen? Wie gut ist die Antihaftwirkung der Patina?

Dazu kommen die harten Fakten wie der Preis, die Größe der Pfannen und ähnliches. In den einzelnen Kategorien haben wir Punkte von 1 bis 5 vergeben, wobei 5 die Bestpunktzahl darstellt. Die Gewichtung der einzelnen Kategorien könnt ihr der Grafik entnehmen. Nach einigem Hin- und Herrechnen haben wir dann einen klaren Sieger bestimmen können, den wir euch in den Testergebnissen neben allen anderen Pfannen vorstellen.

Die 6 Eisenpfannen im Praxistest

Bevor es bei den einzelnen Eisenpfannen ins Detail geht, wollen wir einige Punkte vorab klären, die auf alle Pfannen zutreffen:

Ofeneignung: Das Schöne an Eisenpfannen ist, dass sie ofengeeignet sind, sofern der Griff aus Metall besteht. Das war bei allen Kandidaten aus unserem Pfannentest der Fall! Die Pfannen von GRÄWE, Turk und Carl Victor haben allerdings lange Griffe, sodass sie in unseren Ofen (ca. 87 x 38 cm) gerade so hereingepasst haben. Ist euer Ofen kleiner, solltet ihr davon ausgehen, dass sie nicht hinein passen!

Reinigung: Hier waren wir wirklich baff! Bereits nach dem ersten richtigen Bratgang nach dem Einbrennen ließen sich fast alle Pfannen mit etwas Wasser und einem Schwamm ohne Probleme reinigen. Lediglich bei der Gusseisenpfanne von Carl Victor hatten wir Probleme, Reste vom Braten abzulösen.

GRÄWE Schmiedeeisenpfanne Test

Die schmiedeeiserne Pfanne von GRÄWE* hat uns anfangs besonders neugierig gemacht. Ihre Oberfläche weist geometrische Muster auf und ist damit ein echter Hingucker. Die Pfanne ist allerdings (im Gegensatz zur Konkurrenz von Turk) nicht aus einem Stück geschmiedet. Der äußerst lange Griff ist lediglich angeschweißt, wirkt aber stabil. Die Eisenpfanne von GRÄWE ist mit 1.582 g die leichteste Pfanne in unserem Test.

Dass die Pfanne ein Leichtgewicht ist, passt gut, da der Griff kein bisschen ergonomisch geformt ist und damit schlecht in der Hand liegt. Das untere Drittel wird nach etwa 15 Minuten braten zu heiß, um den Griff dort noch ohne Schutz anzufassen. Da der Griff allerdings besonders lang ist, kann man ihn problemlos während des Wendens von Bratkartoffeln oder Steak weiter hinten anfassen.

Die Schmiedeeisenpfanne von Gräwe ist ein echter Hingucker, aber überzeugt sie auch in der Praxis?

Bratergebnisse: Beim Braten macht die Eisenpfanne eine gute Figur! Durch ihre abgeflachten, niedrigen Ränder ist sie allerdings besser für Steak als für Bratkartoffeln geeignet. Selbst die leichteste Pfanne in unserem Test dürfte für viele Menschen zu schwer sein, um Bratkartoffeln durch Schwenken der Pfanne locker aus dem Handgelenk zu wenden. Nimmt man einen Pfannenwender oder ähnliches hinzu, schiebt man die Kartoffelstücke schnell über den flachen Rand.

Steak und Bratkartoffeln waren im Endeffekt aber genau so, wie wir sie uns vorgestellt haben: innen saftig und weich, außen gleichmäßig gebräunt und (im Fall der Bratkartoffeln) knusprig. Wir hatten uns insgeheim erhofft, dass sich die Muster der Pfanne nach dem Braten auf dem Steak wiederfinden, was allerdings nicht der Fall war. Punktabzug gibt es hierfür allerdings nicht! Positiv aufgefallen ist uns außerdem, dass der Boden plan ist (sprich er liegt flach auf dem Herd auf) und sich auch beim Erhitzen nicht verzieht. Die Pfanne wird außerdem schnell heiß, weshalb ihr stets darauf achten solltet, die Temperatur langsam zu steigern. Bei zu extremer Hitzezufuhr in zu kurzer Zeit lauft ihr Gefahr, dass sich eure Pfanne verzieht.

Vorteile

  • Gute Hitzeverteilung
  • Pfannenboden ist plan

Nachteile

  • Niedriger Rand
  • Griff nur angeschweißt

Turk Schmiedeeisenpfanne Test

Die Eisenpfanne von Turk* ist ein eindrucksvolles Werk: aus einem Stück Eisen handgeschmiedet, made in Germany. Böse Zungen würden sagen, die Pfanne ist an jeder Ecke schief und krumm. Das stimmt auch, macht aber in gewisser Weise ihren Charme aus. Sie wirkt urig und könnte auf den ersten Blick als Antiquität durchgehen. Mit 1.780 g zählt sie zu den leichteren der sechs Pfannen, ist mit einem Preis von über 80 Euro allerdings die zweitteuerste.

Beim Griff gilt das gleiche wie bei der Eisenpfanne von GRÄWE: Er wird unten heiß, ist aber lang genug, um die Pfanne weiter oben zu greifen. Durch seine schmale und dünne Form liegt er leider ebenfalls schlecht in der Hand. Stellt man die Pfanne auf den Herd, merkt man schnell, dass der Pfannenboden nicht plan ist. Die Pfanne kippelt bei leichtem Druck auf den Griff. Probleme bei der Hitzeverteilung hat sie zwar nicht aufgewiesen, sie neigt aber dazu, sich auf dem von uns verwendeten Induktionsherd zu drehen. Alle Kandidaten aus unserem Eisenpfannentest können auch über offenem Feuer verwendet werden. Die Pfanne von Turk dürfte hierfür besser als für den Herd geeignet sein.

Die handgeschmiedete Eisenpfanne von Turk ist ein beeindruckendes Stück Handwerk.

Bratergebnisse: Wie bereits erwähnt, ist die Hitzeverteilung wirklich gut! Bratkartoffeln und Steak sind uns hervorragend gelungen. Beim Probieren haben unsere Kollegen übrigens liebend gern unterstützt! Wir waren uns einig, dass die Bratkartoffeln hier noch einen Hauch knuspriger gewesen sind als bei den anderen fünf getesteten Pfannen. Ähnlich zur Pfanne von GRÄWE kann der stark abgeflachte Rand aber schnell dazu führen, dass man Kartoffelstücke über diesen hinausschiebt. Das Steak war ein Traum: außen mit gleichmäßig gebräunter Kruste, innen medium und so herrrlich saftig!

Vorteile

  • Aus einem Stück geschmiedet
  • Gute Wärmeverteilung

Nachteile

  • Unebener Pfannenboden
  • Kann Ceran- und Induktionskochfelder verkratzen

De Buyer Mineral B Element Test

Auf diese Pfanne waren wir besonders gespannt: Die De Buyer Mineral B Element* sahnt in anderen Tests regelmäßig die Spitzenposition ab. Beim auspacken wirkt die mittelpreisige Pfanne hochwertig. Der Griff weist einen kleinen Kunststoff-Knopf mit Logo auf, der Liebe zum Detail erkennen lässt, beim Einbrennen aber entfernt werden muss (was problemlos funktioniert). Enttäuscht waren wir auch hier vom Griff: Der zwar recht breite, an den Rändern aber leicht nach oben gebogene, dünne Griff liegt gar nicht gut in der Hand. Dass die Pfanne 2.164 g wiegt, sorgt zusätzlich dafür, dass die Hand beim Hochheben der Pfanne schnell schmerzt. Positiv erwähnt werden muss allerdings noch, wie hochwertig und gleichmäßig verarbeitet die Pfanne wirkt

Was kann die Pfanne aus Carbonstahl? Ziemlich viel, finden wir!

Bratergebnisse: Hier zeigt die Pfanne, was in ihr steckt – dachten wir! Versteht uns nicht falsch, insgesamt war das Braten wie schon bei den anderen Pfannen eine feine Sache. Auch die Ergebnisse ließen keine Wünsche offen. Aufgefallen ist uns aber, dass wir beim Zubereiten der Bratkartoffeln deutlich mehr Öl verwenden mussten, als bei den anderen Eisenpfannen, die wir auf die gleiche Weise eingebrannt haben. Die Kartoffelstücke haben (bei mittlerer Wärmezufuhr) anfangs stärker angeklebt als bei der Konkurrenz, sodass wir recht viel Öl hinzugegeben haben. Beim anschließenden Braten des Steaks hat es dagegen genügt, den Boden mit wenig Öl einzureiben.

Über die Wärmeverteilung, die Ebenheit des Bodens, den hohen Rand und die Schnelligkeit, mit der die Pfanne heiß wird, lässt sich kein schlechtes Wort verlieren – ganz im Gegenteil! Hier waren wir restlos begeistert und sind uns sicher, dass die Pfanne nach mehrfacher Benutzung zu Höchstform auffährt. Im Rahmen dieses Pfannentests müssen wir allerdings festhalten, dass andere Pfannen unter gleichen Bedingungen etwas besser abgeschnitten haben.

Vorteile

  • Angenehm hohe Ränder
  • Spitzen Bratergebnisse
  • Generell einfache Handhabung

Nachteile

  • Griff liegt nicht gut in der Hand

Rösle Eisenbratpfanne Test

Mit Rösle verbinden wir in erster Linie hochwertige, aber auch hochpreisige Küchenutensilien. Umso erstaunlicher, dass die Eisenbratpfanne von Rösle* ganz knapp die günstigste im Test ist. Die Pfanne selbst ist aus Eisenstahl gefertigt. Der Griff besteht dagegen aus Gusseisen und ist im Test, neben dem der Gusseisenpfanne von Carl Victor, der einzige, der uns wirklich überzeugt hat. Er ist oben flach und unten abgerundet und liegt damit wirklich gut in der Hand. Beim Braten wird er ganz unten zwar wie bei den anderen Pfannen recht heiß, hat nach oben hin aber genügend Spiel, um auch ohne Ofenhandschuh angefasst werden zu können. Einen kleinen Nachteil bietet der Gusseisengriff jedoch: Er ist angenietet, nicht angeschweißt. An der Stelle, an der Griff und Pfanne aufeinandertreffen, kann beim Abtrocknen leicht Wasser in einem dünnen Spalt übersehen werden, das zu Rostbildung führen kann. Hier muss man beim Abtrocknen der Pfanne einfach etwas aufmerksamer sein.

Insgesamt hat uns die Eisenpfanne von Rösle am meisten überzeugt, weswegen wir sie als Testsieger küren.

Die Pfanne ist mit 1.684 g die zweitleichteste im Test, was in Kombination mit dem hervorragenden Griff ein Segen für die Handhabung ist. Es bedeutet aber auch, dass das Material im Vergleich zu anderen Pfannen recht dünn ist. Das ist solange kein Problem, wie ihr die Pfanne vorsichtig erhitzt (was allerdings bei jeder Eisenpfanne ratsam ist). Je dünner das Material, desto schneller kann sich die Pfanne verziehen. Die Betonung liegt hier allerdings auf "kann"! In unserem Praxistest haben wir nichts dergleichen beobachtet.

Bratergebnisse: Auch bei dieser Pfanne ist das eigentliche Braten ein wahrer Genuss! Schon bei der ersten Zubereitung der Bratkartoffeln nach dem Einbrennen haben wir erstaunlich wenig Öl gebraucht. Die Antihaftwirkung ist damit die beste im Test, aber wirklich nur um Haaresbreite. Uns und unsere Kollegen hat das Steak aus dieser Pfanne am meisten überzeugt. Auch hier sind die Unterschiede zur Konkurrenz minimal, aber doch bemerkbar. Röstaromen sind optimal freigesetzt worden und das Steak ist außen schön knusprig geworden, während es innen saftig geblieben ist.

Vorteile

  • Fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Beste Antihaftwirkung nach Einbrennen
  • Hervorragende Bratergebnisse
  • Angenehm geformter Griff

Nachteile

  • Unter dem Griff kann sich Wasser sammeln

Carl Victor Servierpfanne Test

Eine Pfanne* so mächtig wir der Name des Herstellers – Carl Victor. Es handelt sich um eine Servierpfanne, die neben dem Griff auf der einen Seite noch einen kurzen, zweiten Griff auf der anderen Seite aufweist. Dadurch lässt sie sich mit zwei Händen tragen, was bei diesem Monstrum bitter nötig ist: Die Pfanne wiegt immerhin stolze 3.266 g. Zum Glück liegt der Griff durch seine runde Form hervorragend in der Hand und wird als einziger fast gar nicht warm. Wie das Gewicht bereits vermuten lässt, ist die Gusseisenpfanne aus Schweden massiv, also mit dicken Wänden und robustem Boden versehen. Das verhindert, dass sich die Pfanne schnell verzieht. Es bedeutet allerdings gleichzeitig, dass sie länger braucht, um auf Temperatur zu kommen.

Die Servierpfanne von Carl Victor ist nicht nur massiv – sondern auch massiv schwer!

Bratergebnisse: Beim Steak macht die Pfanne eine gute Figur: Das Fleisch klebt auch mit wenig Öl in der Pfanne kaum an und wird gleichmäßig gebräunt. Mit den Bratkartoffeln hatte die Gusseisenpfanne allerdings so ihre Probleme. Dabei ist sie mit ihrer bauchigen Form und dem hohen Rand eigentlich perfekt für Bratkartoffeln geeignet. Sie haben allerdings zunächst massiv angeklebt und sind dann in 35 Minuten Bratzeit weder braun noch knusprig geworden. Nun lässt sich argumentieren, dass wir die Pfanne nicht auf die gleiche Weise eingebrannt haben wie die anderen. Der Hersteller wirbt allerdings damit, dass die Pfanne bereits eingebrannt geliefert wird und dann direkt einsatzbereit ist.

Die Pfanne mit einer Hand hochzuheben und zu kippen, während man mit einem Kochlöffel die Bratkartoffeln auf Teller verteilt, ist ohne vorangegangenes Muskeltraining annähernd unmöglich. Das gilt zumindest für unsere untrainierten Redakteursarme. Das Fazit hier ist, dass die Pfanne zwar hervorragend verarbeitet wirkt, allerdings schwierig zu nutzen ist. Noch dazu ist sie mit einem Kaufpreis von 88 Euro der teuerste Kandidat unseres Pfannentests.

Vorteile

  • Griff wird nicht heiß
  • Hoher Rand
  • Massive Verarbeitung

Nachteile

  • Hohes Gewicht
  • Braucht lange, um heiß zu werden

Lodge Gusseisenpfanne Test

Last but not least: eine Gusseisenpfanne made in USA*. Sie kommt etwas kleiner daher als die direkte Konkurrenz aus Schweden und ist dadurch um einiges leichter. Auffällig ist hier der extrem kurze Griff. Dieser lässt die Pfanne zwar insgesamt kompakt erscheinen, wird beim Einsatz der Pfanne auf dem Herd jedoch schnell heiß. So heiß sogar, dass ihr unbedingt einen Ofenhandschuh benutzen solltet!

Der von uns verwendete Induktionsherd hatte dann so seine Probleme mit der Pfanne. Bei jeder Benutzung haben wir sie mehrfach anheben und den Herd häufiger an- und ausschalten müssen. Erst dann hat er die Pfanne "erkannt" und erhitzt. Laut Herstellerangabe ist sie (wie jede andere Eisenpfanne) für alle Herdarten geeignet – zumal wir ähnliche Probleme bei sonst keiner Pfanne beobachtet haben.

Die amerikanische Pfanne aus Gusseisen ist klein aber fein. Ein so kurzer Griff bringt jedoch einige Vor- und Nachteile mit sich.

Schade ist außerdem, dass keine Herstelleranleitung mit Gebrauchs- und Pflegehinweisen mitgeliefert wird. Da hat die Konkurrenz meist die Nase vorn! Ein ähnliches Versäumnis haben wir nur bei der Eisenpfanne von Carl Victor festgestellt, bei der lediglich eine allgemeine Anleitung vom Shop (nicht vom Hersteller!) beigelegt gewesen ist. Bei der Pfanne von Lodge ist auch nicht direkt ersichtlich gewesen, dass sie bereits eingebrannt geliefert wird. Das haben wir erst durch Recherche auf der Homepage des Herstellers erfahren.

Bratkartoffeln links aus der Eisenpfanne von GRÄWE, rechts aus der Gusseisenpfanne von Lodge.

Bratergebnisse: Wenn die Pfanne dann heiß ist – was aufgrund des dicken Materials etwas länger dauert – ist die Leistung beim Steak absolut zufriedenstellend. Große Unterschiede beim Bratergebnis haben wir im Vergleich zu den anderen Pfannen des Tests nicht feststellen können. Bei den Bratkartoffeln ist es allerdings ähnlich wie bei der Gusseisenpfanne von Carl Victor gelaufen: Wir haben viel Öl benutzen müssen, um ein Anbrennen zu verhindern. Am Ende sind die Bratkartoffeln dann einfach nicht braun geworden.

Vorteile

  • Passt durch kompakte Form in jeden Backofen

Nachteile

  • Kurzer Griff kann im Betrieb nur mit Schutz angefasst werden
  • Bratkartoffeln wurden nicht knusprig
  • Pfanne kommt zwar eingebrannt an, muss aber erneut eingebrannt werden

Eine Sache gilt es noch abzuhandeln, bevor wir zum Fazit kommen: Wir haben euch den ganzen Testbericht hindurch von traumhaft gebratenen Steaks erzählt. Ihr könnt es bestimmt nicht mehr abwarten zu sehen, wie ein ordentliches Steak aus einer Eisenpfanne aussieht. Na gut, überredet: Das ist das Steak aus der Gewinnerpfanne: außen kross, innen saftig und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer serviert. Ein Traum!

Ein schmackhaftes Steak aus dem Testsieger unseres Eisenpfannentests, der Bratpfanne von Rösle.

Fazit: Die beste Eisenpfanne

In unserem Produkttest zu Pfannen mit Antihaftbeschichtung haben wir am Ende einen Testsieger sowie einen Preis-Leistungs-Sieger küren können. Hier hingegen hat sich eine Pfanne in fast jedem Kriterium vor die Konkurrenz gesetzt: Die Eisenpfanne von Rösle*. Sie ist nicht nur günstiger als die anderen Eisenpfannen aus unserem Test, sondern hat alles in allem die besten Ergebnisse erzielt. Mit ihr am Herd zu stehen hat Spaß gemacht! Das liegt einerseits an der bereits früh gebildeten Patina, andererseits am Steak, das uns in sonst keiner Pfanne so gut gelungen ist.

Die Pfanne ist ein echtes Allround-Talent, ist im Vergleich zur Konkurrenz nicht zu schwer und hat einen angenehmen Griff, der nicht zu heiß wird. Sie ist für alle Herdarten geeignet und passt ohne Probleme in jeden Standard-Ofen.

FAQ

Was ist das besondere an Eisenpfannen?
Eisenpfannen können besonders hohen Temperaturen standhalten und sind günstig in der Anschaffung. Bei der richtigen Pflege halten sie ein Leben lang! Noch dazu entwickeln sie beim Einbrennen und dem regelmäßigen Gebrauch eine eigene Schutzschicht, die sich Patina nennt. Diese Schutzschicht hat gleichzeitig eine Antihaftwirkung, wodurch ihr irgendwann nur noch wenig Öl beim Braten verwenden müsst.
Die richtige Eisenpfanne: Carbonstahl, Gusseisen oder Schmiedeeisen?
Man unterscheidet zwischen den drei genannten Eisenpfannentypen. Wir haben jeweils zwei Bratpfannen pro Typ getestet. Dabei haben uns die beiden Carbonstahlpfannen am meisten überzeugt! Diese sind in der Regel gleichmäßig verarbeitet und werden am schnellsten heiß. Bratpfannen aus Schmiedeeisen können Unebenheiten aufweisen, wodurch die Verwendung auf herkömmlichen Herdplatten und Induktionsplatten schwierig wird. Pfannen aus Gusseisen sind am robustesten. Ihr könnt sie durch zu schnelles Erhitzen nicht so leicht zerstören wie Pfannen aus Carbonstahl. Der Nachteil: Sie sind ziemlich schwer!
Warum sollte man eine Eisenpfanne einbrennen?
Einer neue gekauften Eisenpfanne fehlt jede Art einer Beschichtung. Würdet ihr jetzt einfach drauflosbraten, hättet ihr keinen Spaß – glaubt uns! Durch das einbrennen legt ihr die Grundlage für eine Patina, eine Art Schutzschicht, die sich im Laufe der Zeit immer weiter aufbaut. Diese Schutzschicht entwickelt eine immer besser werdende Antihaftwirkung.
Kann man eine Eisenpfanne im Backofen einbrennen?
Das geht! Dazu müsst ihr zunächst den Korrosionsschutz durch Einweichen und Schrubben entfernen. Dann gebt ihr die Pfanne mit Öl eingerieben für eine Stunde in den Backofen bei 250 °C. Lasst sie danach kurz abkühlen, wischt sie vorsichtig ab und wiederholt den Vorgang drei bis vier Mal. Effizienter ist jedoch die Methode, die Eisenpfanne auf dem Grill einzubrennen.
Kann man eine Eisenpfanne auf dem Grill einbrennen?
Ja, das geht und es ist die von uns bevorzugte Methode. Entfernt den Korrosionsschutz der Pfanne und reibt sie mit hocherhitzbarem Öl (wie Rapsöl oder spezielles Bratöl) ein. Legt sie auf einen möglichst heißen Grill mit Deckel. Dort lasst ihr die Eisenpfanne für zehn Minuten. Holt sie heraus und lasst sie auskühlen. Wiederholt das Prozedere dann drei bis vier Mal.
Welches Öl verwendet man für das Einbrennen von Eisenpfannen?
Das Öl muss auf jeden Fall hoch erhitzbar sein. Wir haben ein Bratöl genommen, das ihr in jedem gut sortierten Supermarkt bekommt. Eine Alternative dazu ist Rapsöl.
Wie reinige ich eine Eisenpfanne?
In der Regel genügt es, eure Eisenpfanne mit einem trockenen Tuch auszuwischen. Wenn nicht, könnt ihr die weiche Seite eines Küchenschwamms und etwas klares Wasser hinzuziehen. Trocknet die Bratpfanne in diesem Fall besonders gründlich ab, wenn ihr mit dem Spülen fertig seid!
Wie pflege ich eine Eisenpfanne?
Die richtige Pflege einer Eisenpfanne ist enorm wichtig, da ihr ohne diese Gefahr lauft, dass Rost entsteht. Achtet darauf, dass eure Eisenpfanne immer trocken und innen mit etwas Öl eingerieben in euren Küchenschrank wandert. Verwendet beim Reinigen der Pfanne niemals Spüli und gebt sie auf keinen Fall in die Spülmaschine. Dies kann die Patina eurer Pfanne zerstören, die ihr dann wieder von vorne aufbauen müsst.
Die Eisenpfanne rostet – was tun?
Wenn sich Rost gebildet hat, ist das kein Problem! Ihr könnt eure Pfanne weiterhin verwenden, wenn ihr den Rost vorher entfernt. Dazu müsst ihr eventuell Spüli oder noch härtere Mittel ranziehen. Das kann zur Folge haben, dass ihr eure Pfanne erneut einbrennen müsst, da die Schutzschicht (Patina) eurer Pfanne beschädigt sein kann. Das bedeutet zwar etwas Arbeit, aber immerhin könnt ihr so eine gerostete Eisenpfanne retten.

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