* Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Amazon. Was ist ein Affiliate-Link?
aktualisiert am

Beschichtete Pfannen im Test

Eine gute beschichtete Pfanne sollte in keiner Küche fehlen. Wir testen Pfannen mit Antihaftbeschichtung und verraten euch, welche Bratpfanne die beste ist.

Was würden wir nur ohne den Alleskönner unter den Küchenutensilien machen? Egal ob Fleisch anbraten, eine Gemüsepfanne zubereiten oder eine leckere Soße anrühren, eine Pfanne mit Beschichtung ist einfach ein Muss! Wir haben uns sechs Pfannen unterschiedlicher Preiskategorien angenommen und sie einem Praxistest unterzogen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen, Shoppen und Ausprobieren eurer neuen Antihaftpfanne.

Die Pfannen im direkten Vergleich

Produktbild Fazit Vorteile Nachteile Durchmesser Höhe Gewicht Beschichtung Eignung für Herdarten Backofenfest Schüttrand
Rösle Elegance Bratpfanne Preis prüfen Mit dieser Pfanne kann man nichts falsch machen – vor allem dann, wenn man Wert auf Langlebigkeit legt! Wir sind von der wertigen Qualität, 10 Jahren Garantie sowie dem zweiten Griff begeistert. Unbeschichtete Nieten stören die sonst gleichmäßige Oberfläche der Pfanne. 28 cm 6,4 cm 1,3 kg PTFE (Teflon) Alle Herdarten inkl. Induktion bis 260 ℃ ja
WMF Profi Resist Bratpfanne Preis prüfen Eine Pfanne mit Hingucker-Garantie, die mit einer einzigartigen Beschichtung aufwartet. Das Design und die Kratzfestigkeit der Beschichtung überzeugen auf ganzer Linie. Leider ist nicht der gesamte Innenraum der Pfanne beschichtet. 28 cm 5 cm 1,55 kg PTFE (Teflon) Alle Herdarten inkl. Induktion bis 250 ℃ ja
Le Creuset Aluminium-Pfanne Preis prüfen Hier stimmt nicht nur die Qualität, sondern auch der Preis! Die Pfanne ist der perfekt für Alltagsköche. Bei dieser Pfanne überzeugen uns der ergonomische Griff, die praktische Randhöhe sowie der unschlagbare Preis. Der Griff kann am unteren Rand nach einiger Zeit etwas zu warm zum Anfassen werden. 28 cm 6,6 cm 1,54 kg PTFE (Teflon) Alle Herdarten inkl. Induktion bis 260 ℃ nein
Schulte-Ufer Bratpfanne Wega Preis prüfen Eine insgesamt gute Pfanne, die tolle Ergebnisse liefert, aber nicht in allen Punkten überzeugen konnte. Im Test überzeugt haben die gleichmäßige Beschichtung sowie das generelle Handling der Bratpfanne. Der Griff wirkt nicht besonders stabil und ist nur mit einer Schraube befestigt. Durch den Silikongriff ist die Pfanne nur bis 180 °C ofengeeignet. 28 cm 6,5 cm 1,65 kg PTFE (Teflon) Alle Herdarten inkl. Induktion bis 180 ℃ ja
Tefal E43506 Jamie Oliver Pfanne Preis prüfen Ein insgesamt guter Allrounder, bei dem ihr im Fall eines Sonderangebots zuschlagen könnt. Die Pfanne ist häufig im Angebot für wirklich kleines Geld zu ergattern. Die Farbveränderung des Thermopunkts ist nicht nur schwierig zu erkennen, er löst sich auch zu leicht ab. 28 cm 5,5 cm 1,2 kg PTFE (Teflon) Alle Herdarten inkl. Induktion bis 260 ℃ ja
IKEA TROVÄRDIG Bratpfanne Preis prüfen Die Schnäppchen-Pfanne von IKEA kommt leider mit einigen Schwächen daher. Beim Kauf gibt’s fünf Jahre Garantie oben drauf. Das Material der Pfanne ist recht dünn und die Ränder ziemlich niedrig. 28 cm 4,8 cm 1,2 kg PTFE (Teflon) Alle Herdarten inkl. Induktion nicht bekannt ja

Zahlen zum Test

i
  • 20 Pfannen berücksichtigt
  • 68 Stunden Arbeit
  • 23 Steaks gebraten

Welche Pfanne ist die beste?

Genau dieser Frage haben wir uns in unserem Test zu Pfannen mit Beschichtung gewidmet. Wir kennen das schließlich alle: Einen Moment lang nicht aufgepasst und das Spiegelei oder der Fisch ist in der Pfanne angebrannt und sie lassen sich nur noch mit viel Mühe vom Pfannenboden lösen. Pfannen mit einer Antihaftbeschichtung sollen dem entgegen wirken und für gute Bratergebnisse sorgen, bei denen man trotzdem nicht auf Röstaromen bzw. Geschmack verzichten muss.

Wie immer haben wir eine Vorauswahl an Pfannen getroffen, die für uns als Testkandidaten in Frage kommen. Im Chefkoch Forum konnte sich die Community dann zur Auswahl äußern. Mit euch zusammen haben wir letztlich sechs Pfannen ausgewählt, die wir in puncto Preis, Handhabe, Bratergebnisse und Reinigung getestet haben. Den Testsieger des Pfannen Tests verraten wir euch schon oben in der Tabelle. Wer mehr Details sucht, findet sie im Testbericht.

Sechs Pfannen haben wir einem Praxistest unterzogen. Die Ergebnisse liefern wir euch in unserem Tesbericht.

Antihaftpfanne oder Eisenpfanne?

Bevor wir mit dem Test durchstarten, möchten wir euch noch eine kleine Kaufberatung mit an die Hand geben. Unserem Forum haben wir entnommen, dass sich viele Hobbyköche die Frage stellen, ob sie eher zu einer Eisenpfanne oder einer beschichteten Pfanne greifen sollen.

Eine Pfanne mit Beschichtung bietet den Vorteil, dass man beim Gebrauch wenig falsch machen kann und ihr sie zur Zubereitung so ziemlich jedes (Pfannen-)Gerichts verwenden könnt. Sie glänzt darüber hinaus mit einer einfachen Reinigung und sie bedarf wenig Pflege. Der Nachteil ist hingegen, dass sich irgendwann die Beschichtung löst. Das trifft ausnahmslos auf jede beschichtete Pfanne zu! Bei regelmäßigem Gebrauch hält sie schätzungsweise drei bis fünf Jahre.

Eine Eisenpfanne bietet den Vorteil, dass sie Röstaromen besser aus Zutaten herauskitzelt, als dies eine Antihaftpfanne kann. Sie hält noch dazu bei richtigem Gebrauch ein Leben lang. Sie bedarf allerdings der richtigen Pflege und muss vor dem ersten Gebrauch richtig eingebrannt werden. Tipps zur Pflege und dem Einbrennen von Eisenpfannen haben wir hier für euch zusammengefasst. Eisenpfannen haben wir übrigens auch schon getestet. Warum uns dort die günstigste Pfanne überzeugen konnte, erfahrt ihr im Chefkoch Eisenpfannen Test.

Perfekte Bratkartoffeln im Eisenpfannen Test

Pfannen Test: So haben wir getestet

Wie bei unseren anderen Produkttests haben wir auch hier versucht, die Produkte in Alltagsszenarien zu testen. Konkret bedeutet das, dass wir die Pfannen zunächst in Ruhe ausgepackt und miteinander verglichen haben. Hier haben wir beispielsweise ein Auge darauf geworfen, ob eine Pfanne ofenbeständig ist und wie gut sie in der Hand liegt. Dann haben wir alle Pfannen auf den Herd verfrachtet und in unterschiedlichen Disziplinen getestet.

Getestet haben wir in erster Linie wie Steaks und Spiegelei in den einzelnen Pfannen gelingen. Auf Öl haben wir dabei komplett verzichtet, um zu sehen, ob die Pfannen mit dem "Trocken-Braten" umgehen können und die Speisen dennoch nicht haften bleiben. Die Gewichtung der Testkriterien könnt ihr der Grafik entnehmen.

Wie ihr euch denken könnt, haben wir den Bratergebnissen das höchste Gewicht im Test zugesprochen. Jeweils gleich stark berücksichtigt haben dann noch die Handhabung, die Verarbeitung sowie den Preis. Zum Punkt Handhabung zählen neben dem Gewicht und der Bewertung des Griffs auch die Reinigung der Bratpfanne.

Sechs Bratpfannen im Praxistest

Die Spannung steigt: Die sechs Pfannen vor unserem Test in der Chefkoch-Küche.

Le Creuset Aluminium-Antihaft-Pfanne Test

Ziemlich schwer und ziemlich massiv. Zum Glück bietet die Pfanne von Le Creuset neben 10 Jahren Garantie auf die Beschichtung auch einen zweiten Griff.

Le Creuset steht im Allgemeinen für hochwertige und langlebige Küchenprodukte. Auch bei der Le Creuset Aluminium-Antihaft-Pfanne* fällt sofort die Wertigkeit und gute Verarbeitung auf. Mit 1,4 kg ist die Pfanne zwar kein Leichtgewicht, mit einer Randhöhe von 6,6 cm und einer etwas bauchigen Form ist sie dafür aber auch für flüssige Speisen gut geeignet. Der zusätzliche praktische Haltegriff vereinfacht das Handling dieser Pfanne ungemein.

Wirkt sie auch etwas wuchtig, passt sie dennoch in einen Backofen mit üblicher Größe. Die Nieten der Griffe sind innerhalb der Pfanne sichtbar und nicht beschichtet – dort könnten Speisen durchaus haften bleiben. Das hat uns vor allem deswegen enttäuscht, da die Bratpfanne mit einem Preis von über 100 Euro die teuerste in unserem Pfannen Test ist. Erfreulich ist aber, dass ihr beim Kauf 10 Jahre Herstellergarantie auf die Beschichtung bekommt. Darüber hinaus sind die unbeschichteten Nieten der einzige Kritikpunkt, den wir bei dieser Pfanne feststellen konnten.

Schon nach kurzer Zeit ist die Pfanne heiß. Was das kleine Steak sofort zu spüren bekommt, ist eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Das Fleisch ist beim Wenden einheitlich gebräunt und brät am Pfannenboden nicht an – auch ohne Öl wohlgemerkt. Eine Rauchentwicklung nehmen wir nicht wahr. Das Steak ist nach zwei Minuten von jeder Seite medium gebraten und bleibt saftig. Hauen wir das Spiegelei in die Pfanne, verläuft es gleichmäßig und gart super durch. Bei der Reinigung reicht heißes Wasser, etwas Spüli und die wenigen Bratreste sind weg. Insgesamt können wir also festhalten: Die Pfanne schlägt sich im Test hervorragend und wird daher von uns als Testsieger ausgezeichnet!

Vorteile

  • 10 Jahre Garantie auf Beschichtung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Zusätzlicher Griff

Nachteile

  • Hohes Gewicht
  • Unbeschichtete Nieten

Rösle 13212 Bratpfanne Elegance Test

Schlicht und elegant: Die Bratpfanne von Rösle liegt gut in der Hand.

Das Traditionsunternehmen Rösle liefert mit der Bratpfanne Elegance* eine Edelstahlpfanne ohne Kunststoffgriff mit Alukern und PTFE-Beschichtung. Die für rund 40 Euro verwendeten hochwertigen Materialien versprechen eine optimale Hitzeverteilung innerhalb der Pfanne. Mit 1,3 kg und einem oval geformten Griff aus Edelstahl liegt sie gut in der Hand. Mit einer Höhe von 6,4 cm, der bauchigen Form und der Beschichtung, die bis zum oberen Rand reicht, backen auch dort keine Speisereste an.

Geht immer: Spiegelei in der Testsieger-Bratpfanne

Hinzu kommt, dass der vernietete Griff nur von außen befestigt ist und innerhalb der Pfanne keine störenden Nieten durch die Beschichtung stoßen. Die Pfanne besteht innen nur aus einer einzigen Fläche, wie aus einem Guss – genauso wie man es sich von einer hochwertigen Pfanne wünscht. Die Pfanne kommt mit einem Schüttrand daher, den manche als praktisch empfinden werden, andere als unnötige Verbreiterung der Pfanne. Insgesamt erhalten wir aber einen sehr hochwertigen Eindruck der Rösle Elegance.

An der Hitzeverteilung gibt es nichts zu meckern – genauso wie an der Antihaftwirkung. Steak und Spiegelei bleiben nicht haften und wir bekommen bei beiden "Bratgütern" leckere Ergebnisse, die sich sehen lassen können. Auch hier gibt es keine nennenswerte Rauchentwicklung. Beim Pfannengriff ist – zumindest am vorderen Ende – etwas Vorsicht geboten, denn er wird ziemlich heiß und kühlt nur langsam ab. Betrachtet man die Pfanne im direkten Vergleich mit der Konkurrenz von Le Creuset, erstaunt es, wie wenige Abstriche man für den deutlich niedrigeren Preis in Kauf nehmen muss.

Vorteile

  • preis-leistungs-verhältnis
  • gleichmäßige oberfläche
  • hervorragende bratergebnisse

Nachteile

  • griff wird unten etwas zu warm

WMF Profi Resist Test

Echt stylisch! Hält die besondere Beschichtung, was sie verspricht?

Die WMF Profi Resist* ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern wartet mit einer andersartigen Bodenstruktur auf, die Einiges verspricht – und für rund 75 Euro darf man das auch erwarten. Die erhabene Wabenstruktur am Pfannenboden – und leider nur dort und nicht am oberen Rand – soll für Kratzfestigkeit und sauberes Anbraten sorgen. Wir kratzen mit einem Schlüssel und einem Pfannenwender aus Metall darin herum – nichts passiert und insofern hält das Werbeversprechen von WMF stand.

Diese Mehrschicht-Pfanne aus dem von WMF patentierten Material Cromargan® mit Aluminiumkern (für eine besserer Wärmeleitfähigkeit) ist jedoch mit 1,55 kg eine der schwereren und mit 5 cm Höhe dennoch eine recht flache Pfanne in unserem Test. Durch den relativ schmalen Griff liegt sie nicht ganz so gut in der Hand wie die Konkurrenz von Rösle und Le Creuset. Er ist allerdings von außen genietet, was wir begrüßen. 5 Jahre Herstellergarantie auf die Bodenstruktur sind auch nicht selbstverständlich und die Materialen wirken wertig und machen Lust darauf, endlich etwas darin anzubraten.

Kratztest: Was hält die Antihaftbeschichtung aus?

Die Pfanne wird schnell heiß und das Stück Fleisch brät ordentlich an. Dabei entsteht merklich etwas Rauch und beim Wenden des Steaks fällt auf, dass erstaunlich viel haften bleibt. Geschmacklich ist es aber wirklich top! Bei der Reinigung müssen wir dann auch etwas mehr Kraft mit dem Spültuch aufwenden, um die leicht eingetrocknete Schicht abzuwaschen – aber alles im Rahmen eines vertretbaren Spülaufwands. Mit dem Spülen sollte man jedoch einige Zeit warten, wenn man sich nicht die Finger am heißen Pfannengriff verbrennen will.

Beim perfekt gebratenen Spiegelei bleiben in der Pfanne keinerlei Bratrückstände zurück. Worauf wir allerdings hinweisen müssen: Nur der Boden der Pfanne und ein minimaler Teil des Rands sind beschichtet. Der Großteil des Rands besteht aus unbeschichtetem, rostfreiem Edelstahl. Bratet ihr beispielsweise Bratkartoffeln in der Pfanne, kann es beim Wenden passieren, dass Kartoffelstücke am Rand der Pfanne anbrennen.

Vorteile

  • Kratzfeste Beschichtung
  • 5 Jahre Garantie auf die Beschichtung

Nachteile

  • Nur Teile der Pfanne beschichtet
  • Niedriger Rand
  • Hohes Gewicht

Schulte-Ufer Wega Test

Schlicht mit angenehmem Griff: Die Bratpfanne von Schulte Ufer.

Die Schulte-Ufer Bratpfanne Wega* kommt mit ca. 60 Euro ebenfalls aus einem höheren Preissegment für eine PTFE-beschichtete Pfanne. Mit 1,65 kg ist sie nicht gerade ein Leichtgewicht. Durch den mit Silikon überzogenen Griff, der mit einem Daumen-Druckpunkt versehen ist, liegt sie gut in der Hand und ist für den Ofen geeignet (bis max. 180 °C). Der außen mit einer Schraube fixierte Griff macht nicht den stabilsten Eindruck. Generell muss man damit rechnen, dass man die Schraube irgendwann selbst nachziehen muss. Immerhin besteht der Innenraum aus einer einzigen beschichteten Fläche, die weder von lästigen Schrauben noch Nieten unterbrochen wird.

Beim Braten von Steak und Ei macht die Pfanne nach kurzer Aufheizphase im Prinzip das, was man von ihr erwartet: Sie liefert auch ohne den Einsatz von Fett sehr gute Bratergebnisse, ohne dass das Bratgut anbrennt – nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär. Bei der Reinigung hat man es bei dieser Pfanne mit heißem Wasser, etwas Spüli und einem Lappen leicht.

Vorteile

  • Gleichmäßige Oberfläche
  • Ergonomischer Griff

Nachteile

  • Nur bedingt ogengeeignet
  • Griff nur mit Schraube befestigt

Tefal E43506 Jamie Oliver Pfanne Test

Was hat der Bratpfannen-Bestseller drauf?

Die Tefal E43506 Jamie Oliver Pfanne* gilt als Bestseller auf Amazon – sicherlich getrieben durch die Vermarktung des namentlich genannten Star-Kochs. Gerade deshalb lohnt ein detaillierterer Blick auf diese PTFE-beschichtete Pfanne, die mit einem Preis von knapp 50 Euro daherkommt. Können 2.500 Amazon-Kundenrezensionen mit durchschnittlich mehr als 4 Sternen lügen? Nun, wir glauben in diesem Fall lieber das, was wir sehen: Die Pfanne kommt mit rund 1,4 kg durchschnittlich schwer daher. Sie besitzt wie die Rösle Elegance Bratpfanne einen Schüttrand, sodass die Pfanne fast 30 cm am oberen Rand misst.

Angekratzter Thermopunkt der Tefal Jamie Oliver Pfanne

Sie macht einen hochwertigen Eindruck trotz des weniger wertig wirkenden Edelstahlgriffs mit Silikonüberzug. Dieser liegt okay in der Hand, das Silikon mit der "Jamie-Oliver-Tefal-Gravur" wirkt dennoch wie ein Marketing-Gag. Durch dieses ist die beschichtete Bratpfanne auch leider nicht mehr ofengeeignet ist. Geringe Temperaturen dürften dem Silikongriff nichts anhaben, auf der Herstellerseite finden sich dazu allerdings keine Angaben. Deswegen gilt: lieber vorsichtig sein!

Die beiden Nieten zur Befestigung des Griffes innerhalb der Pfanne sind nicht beschichtet, wodurch Speisereste durchaus haften bleiben könnten. Am auffälligsten ist jedoch der gemusterte Pfannenboden mit einem roten Thermo-Spot in der Mitte. Erhitzt man die Pfanne, soll sich dieser Punkt verfärben und die Einsatzbereitschaft der Pfanne anzeigen. Weniger erfreulich ist, dass sich dieser Punkt bei einem kurzen Kratztest mit Metallbesteck als weniger widerstandsfähig erweist und bereits zerstört wird (s. Abbildung oben).

Braten kann diese Pfanne, das muss man sagen. Sowohl Steak als auch Ei gelingen sehr gut und sind geschmacklich einwandfrei. Zum Thermo-Spot: Für geübte Köche ist der Wärmepunkt sicherlich nicht notwendig, zumal die Farbveränderung recht schwierig zu sehen ist. Bei der Reinigung kommt man ebenfalls mit wenig Aufwand aus, da nichts anbrennt.

Vorteile

  • Gute Bratergebnisse
  • Angenehmes Gewicht

Nachteile

  • Thermopunkt löst sich bei leichtem Kratzen ab
  • Farbveränderungen des Thermopunkts schwierig zu erkennen
  • Nieten im Innenraum der Pfanne

IKEA TROVÄRDIG Pfanne Test

Die richtige Pfanne für Sparfüchse?

Die IKEA Pfanne TROVÄRDIG* ist die Low-Budget-Pfanne in unserem Test. Mit 29,99 Euro direkt bei IKEA geht diese Pfanne mit einem großen Preisvorteil in unseren Pfannenvergleich. Sie ist wie alle anderen Pfannen im Test für alle gängigen Herdarten geeignet. Mit etwa 1,2 kg und 4,8 cm Randhöhe ist sie die leichteste und niedrigste Pfanne unseres Tests. Der Griff der Pfanne wirkt sehr hart, fast einschneidend. Eine angenehme Handhabung sieht definitiv anders aus. Da im Griff kein Kunststoff verarbeitet ist, ist das Produkt für den Ofen geeignet. Die Griff-Nieten innerhalb der Pfanne sind nicht beschichtet und stören somit ein wenig. Ansonsten wirkt das Produkt stabil und hochwertig. 5 Jahre Garantie sind bei einer Pfanne aus dem unteren Preissegment ebenfalls nicht zu verachten.

Bei der Verwendung der Pfanne wackelt sie ein wenig hin und her, was dem schnellen Aufheizen und der gleichmäßigen Hitzeverteilung aber keinen Abbruch tut. Was uns beim Braten des Steaks allerdings auffällt ist die vermehrte Rauchentwicklung und das Haftenbleiben des Bratguts. Geschmacklich kann uns das Steak zwar überzeugen, es wirkt jedoch etwas trocken. Beim Reinigen müssen wir nicht nur heißes Wasser und Spüli, sondern statt eines Tuches auch die weiche Seite eines Küchenschwamms zur Hilfe nehmen, um alle Speisereste zu entfernen. Schlagen wir das Spiegelei in die Pfanne, macht der leicht gewölbte Pfannenboden es unmöglich, dass das Ei in der Mitte wohlgeformt vor sich hin gart – für Spiegelei-Ästheten sicherlich ein Punktabzug. Die Antihaftwirkung der Pfanne kann sich beim Spiegelei-Test immerhin sehen lassen, auch ohne Fett in der Pfanne.

Vorteile

  • Reizvoller Preis
  • Gleichmäßig verarbeitet

Nachteile

  • Geringe Randhöhe
  • Dünnes Material
  • Unergonomischer Griff

Fazit: Testsieger im Pfannen Test

Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass die sechs Pfannen in unserem Test nicht allzu weit auseinander liegen. Keine Pfanne mit Beschichtung hat versagt, was nicht heißt, dass wir nicht trotzdem einen Testsieger sowie einen Preis-Leistungs-Sieger küren können.

Testsieger Antihaftpfanne

Insgesamt hat uns die Aluminium-Pfanne von Le Creuset* am meisten überzeugt! Sie ist enorm wertig verarbeitet und durch den hohen Rand vielseitig einsetzbar. Noch dazu ist sie durch den zweiten Griff besonders einfach in der Handhabung. Das Highlight ist hier aber die zehnjährige Garantie auf die Beschichtung der Bratpfanne!

Preis-Leistungs-Sieger Antihaftpfanne

Ebenfalls begeistert sind wir von der Rösle Elegance Bratpfanne*. Sie kommt nicht nur mit einem äußerst attraktiven Preis daher, sondern liegt auch perfekt in der Hand und liefert tolle Ergebnisse. Noch dazu stimmt die Verarbeitung und die Pfanne ist praktischerweise Ofenfest bis 260 °C!

FAQ

Was ist eine Antihaftbeschichtung?
Die Antihaftbeschichtung der Pfannen in unserem Test besteht aus sogenanntem Polytetrafluorethylen (kurz: PTFE). Dieser Stoff hat auch bei relativ hohen Temperaturen die Eigenschaft, dass er mit keinem anderen Stoff eine Verbindung eingeht: Speisen bleiben also nicht am Pfannenboden haften.

Die Temperatur spielt bei Pfannen mit Antihaftbeschichtung eine große Rolle. Denn eine Antihaftbeschichtung ist schön und gut, doch ist die o.g. Beschichtung zu lange zu hoher Hitze ausgesetzt, verliert sie ihre Antihaft-Eigenschaften, die Schicht wird zerstört, die Speisen brennen an und sie kann ins Essen gelangen. Beschichtungen von Pfannen sind in der Regel bis 260°C hitzebeständig.
Wie reinigt man eine Pfanne mit Antihaftbeschichtung?
Reinigt die Pfanne lediglich mit der weichen Seite eines Schwamms. Antihaftpfannen sind laut Herstellerangaben häufig als spülmaschinenfest deklariert. Wir empfehlen dennoch, auf die Reinigung in der Spülmaschine zu verzichten, um die Langlebigkeit der Beschichtung zu gewährleisten. Spüli könnt ihr bedenkenlos verwenden.

Achtet beim Gebrauch darauf, nur Pfannenwender aus Holz oder Kunststoff zu verwenden, um die Beschichtung nicht zu beschädigen.
Was kostet eine Bratpfanne?
Die Bratpfannen in unserem Test bewegen sich in einer Preisspanne von rund 20 bis 130 Euro. Wenn ihr euch fragt, was eine gute Bratpfanne kostet, können wir euch einen Blick auf unseren Testsieger empfehlen. Dieser bewegt sich in einer Preisspanne von 40 bis 50 Euro (Onlinepreise unterliegen ständigen Schwankungen).
Was brät man in welcher Pfanne?
Wir unterscheiden zwischen Antihaftpfannen und Eisenpfannen. In einer beschichteten Pfanne könnt ihr tatsächlich alles braten – die Betonung liegt dabei auf „könnt“. Steaks und Bratkartoffeln, bei denen Röstaromen besonders wichtig sind, lassen sich in einer Eisenpfanne noch besser zubereiten.

Dafür sind Eisenpfannen weniger geeignet, um Gerichte mit Soßen darin köcheln zu lassen. Bereitet ihr also eure Lieblings-Gemüsepfanne mit passierten Tomaten in eurer Eisenpfanne zu, kann das die Patina beschädigen. Die meisten Alltagsköche dürften daher mit einer Antihaftpfanne bestens bedient sein.
Was tun mit einer Pfanne, wenn sich die Beschichtung löst?
Es gibt unterschiedliche Anbieter, die Pfannen neu beschichten. Dazu eignet sich allerdings nicht jede Pfanne. Noch dazu müsst ihr schauen, ob sich die Neubeschichtung lohnt. Unter Umständen könnt ihr für weniger Geld eine gute neue Pfanne kaufen.
Wie entsorgt man eine Pfanne?
Wollt ihr eine Pfanne bequem entsorgen, könnt ihr sie einfach in die gelbe Tonne geben. Alternativ könnt ihr sie ebenfalls auf einem Wertstoffhof abgeben. Einige Pfannenhersteller bieten allerdings auch an, eine Gutschrift für das Abgeben der alten Pfanne zu bekommen, wenn man eine neue kauft.

Darüber hinaus besteht natürlich immer die Möglichkeit, die Pfanne einer sozialen Einrichtung zu spenden, sofern die Bratpfanne noch gut genug in Schuss ist.
Wie viele und welche Pfannen braucht man?
Diese Frage kann im Grunde nur jeder für sich beantworten. Ich persönlich nutze in meinem Zwei-Personen-Haushalt eine kleine sowie eine größere (28 cm) Antihaftpfanne sowie eine ebenfalls beschichtete Wokpfanne. Letztere kommt für asiatische Gerichte sowie Gemüsepfannen zum Einsatz. Die kleine Pfanne verwende ich meistens bei der Zubereitung von Spiegeleiern. Die größere Bratpfanne ist der Allrounder, der am häufigsten zum Einsatz kommt.
Welche Pfanne benutzt man für Steak?
Das beste Steak gelingt eindeutig in einer Eisenpfanne. Hier werden Röstaromen einfach besser aus dem Fleisch herausgekitzelt. Wenn ihr keine absoluten Steakenthusiasten seid, die nur mit absolut perfekten Ergebnisse zufrieden sind, werdet ihr aber sicher auch mit Steaks aus einer beschichteten Bratpfanne glücklich!
Welches Öl kann man in einer Pfanne benutzen?
Greift zum Braten am besten auf Öle mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren sowie einem hohen Rauchpunkt (über 200 °C) zurück. Dazu zählen Avocadoöl, Kokosfett, Sonnenblumenöl, Rapsöl und Butterschmalz. Bei mittleren Temperaturen (bis 180 °C) könnt ihr auch natives Olivenöl extra verwenden.

Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

Was sagst du zum Thema? Hast du noch weitere Tipps? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar.

Um selbst Kommentare abgeben zu können, musst du dich bei Chefkoch.de registrieren oder mit deinem Benutzernamen und Passwort anmelden.