Gewusst wie

Fermentierte Getränke selber machen

Fermentierte Erdbeerlimonade

(Foto: CK_Print-Magazin / Thomas Neckermann)

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Fermentierte Getränke schmecken nicht nur erfrischend und lecker, sie sind auch gesund. So macht ihr Kombucha und Co. selber.

Fermentieren wird immer beliebter. Vor allem Gemüse wie Kohl (Sauerkraut und Kimchi), Gurken, Tomaten und Suppengemüse werden gerne milchsauer vergoren. Aber wusstet ihr, dass ihr auch Getränke fermentieren könnt? Kombucha und Kefir sind wohl die bekanntesten fermentierten Getränke, aber es gibt noch mehr zu entdecken. Alles, was ihr dafür braucht, sind »Starterkulturen«, also Hefen oder Bakterien, Zucker und eine Getränkebasis, wie Wasser, Milch oder Tee. 

Warum fermentieren?

Fermentieren bringt viele Vorteile mit sich. So wird das Lebensmittel durch das Fermentieren (Gären) länger haltbar. Die nützlichen (Milchsäure-)Bakterien oder Hefen vermehren sich während der Fermentation, bauen Kohlenhydrate (Zucker) ab und verändern so den pH-Wert. In dieser veränderten Umgebung fühlen sich schädliche Bakterien unwohl. Gleichzeitig entstehen beim Abbau von Kohlenhydraten Milchsäuren, Essigsäure, Aromastoffe, Kohlensäure und Alkohol. Die Aromastoffe und Säuren sorgen dafür, dass die fermentierten Produkte frisch-säuerlich schmecken

Rezepte für fermentierte Getränke

Wasserkefir-Eistee

Wasserkefir-Eistee

(Foto: Knuddelkoch)
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Honig, fermentiert

Honig, fermentiert

(Foto: Klaumix)
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Kwas - ein prickelndes, erfrischendes Getränk für die heißen Sommertage

Kwas - ein prickelndes, erfrischendes Getränk für die heißen Sommertage

(Foto: Bentson)
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Milchkefir

Milchkefir

(Foto: Superkoch-kathimaus)
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Sima

Sima

(Foto: schneemaennchen)
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Sorrel drink

Sorrel drink

(Foto: hefide)
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Waldhonig-Met

Waldhonig-Met

(Foto: schwobamädle)
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Wasserkefir

Wasserkefir

(Foto: SantaFee65)
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Wasserkefir-Eistee
Wasserkefir-Eistee
Honig, fermentiert
Honig, fermentiert
Kwas - ein prickelndes, erfrischendes Getränk für die heißen Sommertage
Kwas - ein prickelndes, erfrisch…
Milchkefir
Milchkefir
Sima
Sima
Sorrel drink
Sorrel drink
Waldhonig-Met
Waldhonig-Met
Wasserkefir
Wasserkefir

Sind fermentierte Getränke gesund?

Während der Fermentation entstehen lebende Milchsäurebakterien. Siedeln diese sich im Darm an, kann das für eine gesunde Darmflora sorgen und dadurch das Immunsystem stärken. Das gelingt aber nur, wenn sie regelmäßig gegessen und getrunken werden – und möglichst roh verzehrt werden. 

Mit fermentierten Getränken kochen und backen

Wasserkefir, Kombucha und Co. könnt ihr auch zum Kochen und Backen benutzen. Besonders beliebt sind Brot-Rezepte mit den fermentierten Getränken: So bekommen sie einen fein-säuerlichen Geschmack. Noch mehr Ideen findet ihr in der Rezeptstrecke. 

Kokosnuss-Dinkel-Brot mit Wasserkefir

Kokosnuss-Dinkel-Brot mit Wasserkefir

(Foto: Wasserkefir-Brot-Bäckerin)
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Baguette-Brot mit Wasserkefir

Baguette-Brot mit Wasserkefir

(Foto: Wasserkefir-Brot-Bäckerin)
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Chili con Wasserkefir

Chili con Wasserkefir

(Foto: patty89)
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Frikadellen aus Wasserkefir

Frikadellen aus Wasserkefir

(Foto: Leberkassemmel)
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Chilisalat mit Sauerkrautsaft

Chilisalat mit Sauerkrautsaft

(Foto: Klaumix)
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Sauerkrautbrot

Sauerkrautbrot

(Foto: LissyBack)
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Delfinas Kefir-Kruste

Delfinas Kefir-Kruste

(Foto: trekneb)
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Kefir-Hafer Krüstchen

Kefir-Hafer Krüstchen

(Foto: Juulee)
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Milchkefir - Powerdrink

Milchkefir - Powerdrink

(Foto: CK_Print-Magazin / Jorma Gottwald)
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Frischkornbrei mit Kombucha

Frischkornbrei mit Kombucha

(Foto: gloryous)
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Kombucha-Apfelmus

Kombucha-Apfelmus

(Foto: patty89)
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Kokosnuss-Dinkel-Brot mit Wasserkefir
Kokosnuss-Dinkel-Brot mit Wasser…
Baguette-Brot mit Wasserkefir
Baguette-Brot mit Wasserkefir
Chili con Wasserkefir
Chili con Wasserkefir
Frikadellen aus Wasserkefir
Frikadellen aus Wasserkefir
Chilisalat mit Sauerkrautsaft
Chilisalat mit Sauerkrautsaft
Sauerkrautbrot
Sauerkrautbrot
Delfinas Kefir-Kruste
Delfinas Kefir-Kruste
Kefir-Hafer Krüstchen
Kefir-Hafer Krüstchen
Milchkefir - Powerdrink
Milchkefir - Powerdrink
Frischkornbrei mit Kombucha
Frischkornbrei mit Kombucha
Kombucha-Apfelmus
Kombucha-Apfelmus
 

Fermentierte Getränke – ein Überblick

Kefir ist ein Sauermilchgetränk. Hier setzt ihr Milch so genannte Kefirknollen bei. Die enthaltenen Bakterien und Hefen zersetzen den Milchzucker und bilden Milchsäure, ein wenig Alkohol und Kohlensäure. Daher prickelt Kefir auf der Zunge. Wasserkefir ist ebenfalls ein fermentiertes Getränk, bei dem Wasser mithilfe von Wasserkefirkristallen und Zucker oder Trockenobst gärt. So erhaltet ihr eine erfrischende Limonade, die weniger Zucker enthält als normale Limonade.

Auch bei Kombucha sind Bakterien und Hefen für die Fermentation notwendig – sogenannte SCOBY (»symbiotic culture of bacteria and yeast«, also symbiotische Bakterien- und Hefekultur) oder Kombucha-Mutter genannt. Statt Milch ist gesüßter Tee die Grundlage. Dafür könnt ihr grünen, schwarzen Tee oder eine Mischung der beiden benutzen. Auch Kombucha schmeckt erfrischend säuerlich und perlt ein wenig durch die entstandene Kohlensäure, Essig-, Milch- und Gluconsäure sowie den Alkohol. Während der Fermentation entsteht zudem eine gallertartige Schicht, die vor dem Trinken abgeschöpft werden sollte. 

Met, also Honigwein, ist ein Getränk aus Honig und Wasser. Um Met zu gären, braucht es außer Honig und Wasser nur noch Reinzuchthefen und Zeit. Je nach Hefe, Zucker und Gärdauer können bis zu 20 Volumenprozent Alkohol entstehen.  

Kwas, auch Brottrunk genannt, ist ein fermentiertes Getränk, das aus Brot oder Zwieback hergestellt wird. Es ist vor allem in slawischen Raum bekannt.  

Was ist bei der Fermentation zu beachten?

Wenn ihr zu Hause selbst fermentieren möchtet, solltet ihr besonders sauber und hygienisch arbeiten. Am besten verwendet ihr Glasgefäße, die ihr gründlich in heißem Spülwasser reinigt. Danach die Spülmittelreste mit heißem Wasser auswaschen.  

Während der Fermentation deckt ihr das Gefäß am besten mit einem Tuch ab. So verhindert ihr zum einen Verunreinigungen durch außen, aber es kommt trotzdem noch Sauerstoff an die Gärflüssigkeit. Falls es zu Verunreinigungen kommt – oder ihr euch unsicher seid – entsorgt ihr euer Getränk besser. 

Achtung: Während der Fermentation entsteht Alkohol: Die Menge ist abhängig von der Kultur, der Fermentationsdauer, der Temperatur und den Zutaten. 

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