CBD ÖL aus der Hanfpflanze

(Foto: Elroi / Adobe Stock)

Es soll schöner machen, entspannen und Schmerzen lindern, davon berichten zumindest einige Promis wie Jennifer Aniston, Gwyneth Paltrow und Kim Kardashian. Doch was ist dran am vermeintlichen Wundermittel CBD?

CBD-Öl und -Kaugummis - von einigen Promis werden sie zur Zeit gehyped. Warum? Diese Produkte enthalten einen Bestandteil der Hanfpflanze: Cannabidiol (kurz: CBD). CBD soll vielfältige Wirkungen haben, sagen die Hersteller. So soll er zum Beispiel bei Schlafstörungen oder Depressionen helfen. Die Verbraucherzentrale warnt hingegen, dass CBD Schläfrigkeit und Benommenheit auslösen kann. Es gebe zwar Hinweise, dass CBD entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt, diese Hinweise seien aber noch nicht ausreichend im Rahmen klinischer Studien gesichert. Auch seien Dosierung, Sicherheit, Neben- und Wechselwirkungen noch nicht geklärt.

Was genau ist CBD?

CBD ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze, das aus der Blüte oder den Blättern gewonnen wird. Obwohl es aus Hanf gewonnen wird, wirkt CBD nicht psychoaktiv (also berauschend) und gilt daher als legal. Für die berauschende Wirkung sorgt der Wirkstoff THC - der darf aber höchstens zu 0,2 % in CBD-haltigen Produkten vorhanden sein. 

Ist CBD-Öl also sicher?

Bislang fehlt CBD-haltigen Produkten die Zulassung, daher dürfen sie eigentlich nicht verkauft werden. Eigentlich müssten die Hersteller entweder einen Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels oder eines neuartiges Lebensmittel (Novel Food) stellen, sagt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Da diese Zulassungen bisher nicht vorliegen, dürfen die Produkte gar nicht verkauft werden. 

Sind Hanfprodukte generell kritisch zu sehen?

Nein. Hanfsamen und daraus hergestellte Produkte sind frei verkäuflich und bedürfen keiner gesonderten Zulassung. Der Grund: Hanf ist eine Kulturpflanze mit langer Tradition UND in den Samen sind weder CBD noch THC enthalten - THC und CBD befinden sich nur in Blüten und Blättern der Hanfpflanze. Das Bundeszentrum für Ernährung informiert jedoch, dass bei der Ernte die Samen mit Blüten, Blättern oder Stängel in Berührung kommen können, so dass sich THC in nachweisbaren Mengen in Hanfsamen finden lassen können. 

Hanfsamen erinnern geschmacklich an Nüsse und werden auch so verwendet: Als Topping auf Salat oder Suppe. Gemahlen als Mehl ist Hanf eine herb-würzige Zutat in Brot. Gepresst als Öl könnt ihr Salate damit anrichten.

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Sind Hanfsamen gesund?

Nicht nur den CBD-haltigen Lebensmitteln werden gesundheitliche Nutzen nachgesagt. Auch die erlaubten Hanfprodukte sollen Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck vorbeugen, Cholesterin senken und vor Krebs schützen können. Doch bislang gibt es zu wenige Studien dazu, um die Wirkung bestätigen zu können. Sicher ist, dass Hanf aber einige wertvolle Inhaltsstoffe enthält, wie hochwertige Fettsäuren, Vitamine und leicht verdauliches und gut verwertbares Eiweiß, weswegen es bei Vegetariern und Veganern besonders beliebt ist.   

Als Ernährungswissenschaftlerin schaue ich genau auf mein Essen – und lasse es mir schmecken!

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