Neues Jahr, neue Foodblogger. Weiter geht's in unserer neuen Reihe. Diesmal stellen wir euch Christian und seinen Foodblog Küchenjunge vor. 

Neben seinem Blog betreibt Christian außerdem bereits seit 2013 den Podcast Küchen-Funk, in dem er regelmäßig mit seinem Podcast-Partner Martin, aber auch wechselnden Gästen aus der Foodwelt, über kulinarische Erfahrungen und aktuelle Trends spricht. Ein fester Bestandteil im Programm ist auch das "Chefkoch Bingo", bei dem jeder ein Zufallsrezept aus der Chefkoch App zugelost bekommt und dies dann beurteilt wird. ;-)

5 Fragen an Christian

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Christian Lersch und ihr werdet mich vielleicht unter meinem Pseudonym „Küchenjunge“ kennen. Ich koche schon seit vielen Jahren leidenschaftlich gerne und stelle meine Rezepte auf meinem Blog online. Beim Kochen interessiert mich wirklich alles und ich bin immer auf der Suche nach Sachen, die ich noch nie gegessen und gekocht habe. So habe ich z.B. schon dreimal auf einem Bauernhof Schweine aufziehen lassen, war bei der Schlachtung dabei und habe danach die ganzen Tiere verarbeitet. Neben dem Blog betreibe ich zusätzlich mit einem Freund zusammen schon seit 2013 den Podcast „Küchen-Funk“. In diesem tauschen wir uns über kulinarische Erlebnisse aus und interviewen interessante Menschen. Beruflich arbeite ich in einer Werbeagentur und hier kümmere ich mich mit meinen Azubis auch jeden Mittag um das Mittagessen für die knapp 20 Mitarbeiter. Kochen ist für mich eine besondere Art meinen Kopf freizubekommen und es macht mir jede Menge Spaß.

Seit wann bloggst du und wie ist es dazu gekommen?

2006 habe ich mit dem Bloggen angefangen. Meine Anfänge waren eher ein klassisches Tagebuch, in dem ich Erlebtes niedergeschrieben oder mich über Netzfundstücke ausgelassen habe. Nach und nach wandelte es sich immer mehr zu einem kulinarischen Tagebuch, in dem ich Fotos von meinem gekochten Essen veröffentlichte. 2009 habe ich dann auf einen reinen Foodblog umgesattelt und auch angefangen Rezepte zu schreiben. Dies kam besonders daher, dass die Leute für die ich gekocht habe, immer wissen wollten wie man es zubereitet. So konnte ich sie dann einfach auf meinen Blog schicken. Seither ist er stetig gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Über das Thema Essen habe ich so viele besondere und interessante Menschen kennengelernt und mit vielen pflege ich nun auch eine Freundschaft. Das Schöne ist, dass man mit diesen Menschen einfach sein verrücktes Hobby ausleben kann, ohne dass jemand nach einer gewissen Zeit sagt: „Jetzt ist aber mal gut, können wir nicht über was anderes reden?“. Zu dem Bloggen kam wie gesagt das Podcasten dazu und danach die sozialen Medien wie Instagram, Facebook und Twitter.

Welche Zutat darf in deiner Küche nie fehlen und warum?

Salz! Für mich ist dies die wichtigste Zutat. Egal welches Lebensmittel man nimmt, perfekt zubereitet und mit Salz gewürzt ist es ein Geschmackserlebnis. Wichtig ist, dass die Qualität der Lebensmittel stimmt. So habe ich zum Beispiel einmal einen Schweinebauch von einem Schwäbisch-Hällischen Schwein sous-vide zubereitet und danach einfach nur mit Salz Leuten zum Verkosten gegeben. Sie waren überwältigt von dem Aroma. Es hat wunderbar nach Schwein geschmeckt und hat nichts anderes benötigt. Natürlich gibt es für jedes Rezept wichtige Zutaten, auf die man nicht verzichten mag, aber auf Salz könnte ich nicht verzichten. Ob es nun eine einfache Kartoffel oder eine reife Tomate ist, einfach nur mit Salz bestreut ist sie ein Gedicht. Am liebsten finalisiere ich meine Gerichte mit Fleur de Sel. Das besondere neben der Salzigkeit, die sehr punktuell auf der Zunge auftrifft, ist auch noch der Crunch-Faktor.

Woher holst du deine Inspirationen für deine Rezepte?

Ich lasse mich unheimlich gerne von dem inspirieren was da ist. Sei es in meinem Kühlschrank oder beim Einkaufen. Ich gehe super gerne zu meinem Gemüsehändler und schaue welche Besonderheiten er gerade im Angebot hat und dann fange ich an die Aromen im Kopf zu kombinieren. Genauso mache ich das dann auch beim Fischhändler oder beim Metzger. Mich lacht was an und dann nehme ich es mit. So kommt es dann auch schon mal vor, dass ich vom Einkaufen komme und anstatt Zutaten für nur ein Gericht habe ich direkt Lebensmittel für drei verschiedene Gerichte gekauft. Hinzu kommen dann noch Dinge, die ich in meinem Kühlschrank finde. So habe ich zum Beispiel einmal Austern mit Avocado & Maracuja zubereitet. So kommen manchmal sehr verrückte, aber auch sehr spannende Kombinationen zustande.

Wenn du nur noch ein Gericht für den Rest deines Lebens kochen könntest, welches wäre es?

Das ist natürlich eine sehr sehr schwierige Frage. Ich könnte mir nicht vorstellen nur ein Gericht zu kochen. Als Lösung könnte ich jetzt anbieten, dass ich einfach nur noch ganze Schweine zubereiten würde. Aus ihnen kann man so viele verschiedene Sachen machen, dass ich mich darauf einlassen würde. Aber da ich euch auch eine direkte Antwort auf eure Frage geben möchte wäre meine zweite Antwort Caesar Salad. Das ist nämlich meine absolute Leibspeise. Vielleicht wäre ein Kompromiss, dass ich diesen dann wahlweise mit Bacon, Maishähnchen, Steak oder Scampi zubereiten könnte. Wobei, ich habe auch schon eine Variante mit Blutwurst gemacht. Ich glaube ich versuche mich dennoch wieder rauszureden… :-)

Hier geht's zu Christians Blog: Küchenjunge

Christian's Rezepte auf Chefkoch

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Leidenschaftlicher Hobbykoch mit einem Hang zu gutem Essen, Riesling und Gin. Gerne unterwegs in China oder deutschen Weinregionen. Veranstaltet eigene Supper Clubs und betreibt den Foodblog Colors of Food.

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