PfannenGuide

Der Testsieger aus unserem Pfannentest vor und nach dem Einbrennen

Eine Eisenpfanne ist ein kleines Wunder: Sie liefert perfekte Bratergebnisse und hält ein Leben lang – zumindest dann, wenn ihr richtig mit ihr umgeht. Wir helfen mit zahlreichen Tipps aus! 

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Was macht eine Eisenpfanne besonders?

Eisen leitet Temperaturen besonders gut und gibt diese demnach problemlos an das Bratgut weiter. Schon bei geringerer Wärmezufuhr als bei einer beschichteten Pfanne lassen sich somit besonders krosse Bratkartoffeln, Steaks mit einer schönen, gleichmäßigen Kruste und viele weitere Leckereien in ihnen zaubern. Eisenpfannen sind noch dazu günstig zu erstehen und bilden beim Gebrauch automatisch eine natürliche Antihaftbeschichtung.

Eisenpfanne richtig einbrennen

Im Zuge unseres Eisenpfannen-Tests haben wir an unterschiedlichsten Stellen recherchiert, um die beste Einbrennmethode zu finden. Häufig wird die "Kartoffelschalenmethode" empfohlen. Bei dieser gibt man Kartoffelschalen mit einer ordentlichen Menge Öl und Salz in die Pfanne und brät sie, bis sie fast schwarz sind. Der Nachteil dieser Methode: die starke Geruchs- und Rauchbildung. Ich kann euch versprechen, dass eure Küche trotz guter Dunstabzugshaube tagelang unangenehm riechen wird. Das könnt ihr mit einer mobilen Herdplatte natürlich verhindern, mithilfe derer ihr das Einbrennen im Garten oder auf der Terrasse erledigen könnt. Achtet in diesem Fall aber darauf, dass die Herdplatte wirklich den gesamten Pfannenboden erhitzt.

Viel angenehmer ist da doch die "Grillmethode", die wir letztlich zum Einbrennen verwendet haben. Für diese reibt ihr die Eisenpfanne rundum mit hocherhitzbarem Öl ein (zum Beispiel Rapsöl oder spezielles Bratöl) und legt sie auf einen möglichst heißen Grill. Wir haben einen Gasgrill verwendet, der sich zuklappen lässt und den wir auf knapp 300 °C aufgeheizt haben. Lasst eure Eisenpfanne etwa 10 Minuten auf dem Grill. Nehmt sie dann herunter, lasst sie auskühlen, reibt sie erneut mit Öl ein und gebt sie wieder für 10 Minuten auf den Grill. Den Vorgang solltet ihr mindestens drei Mal wiederholen. 

Schon nach dem ersten Einbrennvorgang sind eindeutige Ergebnisse zu sehen. Die Pfanne hat eine Patina gebildet, die wie eine Antihaftbeschichtung wirkt. Die Patina wird mit jedem Bratvorgang weiter aufgebaut und damit besser. Anfangs braucht ihr noch relativ viel Öl, ihr könnt die Menge aber nach und nach reduzieren. Bei einer wirklich gut eingebrannten Eisenpfanne ist kaum noch Öl zum Braten notwendig.

Tipps zum Einsatz am Herd

Eisenpfannen sind für alle Herdarten geeignet. Besonders bei Induktionsherden müsst ihr allerdings darauf achten, sie nicht zu schnell zu hoch zu erhitzen. Generell gilt, dass ihr bei Eisenpfannen weniger Hitze zuführen müsst als bei beschichteten Pfannen. Stellt ihr den Herd direkt auf höchste Stufe, kann es unter Umständen passieren, dass sich eure Pfanne verzieht und dann nicht mehr flach auf dem Herd aufliegt – ärgerlich und vermeidbar! 

Jeder Herd hat bekanntlich seine Eigenheiten, weswegen ihr selbst ein Gespür für die richtige Einstellung bekommen müsst. Zur Orientierung können wir euch aber sagen, dass unser Induktionsherd in der Chefkoch Küche 15 Stufen hat, wobei wir während unseres Eisenpfannentests nie über Stufe 12 gegangen sind. Bei dünnen Eisenstahlpfannen, wie dem Testsieger, der Eisenbratpfanne von Rösle*, genügt Stufe 11 für perfekte Bratergebnisse bei Bratkartoffeln und Steak.

Rösle

Unser Testsieger macht auf dem Herd eine gute Figur.

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Wusstet ihr, dass Eisenpfannen sogar für offenes Feuer geeignet sind? Auch hier solltet ihr darauf achten, dass eure Eisenpfanne gleichmäßig und nicht zu schnell erhitzt wird. Dann steht Bratkartoffeln vom Lagerfeuer nichts mehr im Weg! 

Die optimale Pflege

Reinigung

Die Reinigung einer Eisenpfanne ist im Grunde schnell erklärt: In der Regel genügt Küchenpapier zum Durchwischen. Bei hartnäckigeren Rückständen könnt ihr klares Wasser und eine Spülbürste oder einen Schwamm verwenden. Vermeidet es, Spülmittel zur Reinigung hinzuzuziehen. Mit diesem zerstört ihr im Nu die Patina, die ihr dann neu aufbauen müsst (z.B. durch erneutes Einbrennen). Auch dürft ihr eine Eisenpfanne niemals in die Spülmaschine geben. 

Nach dem Spülen solltet ihr darauf achten, die Pfanne sehr gründlich zu trocknen. Bevor sie dann wieder in den Küchenschrank wandert, reibt ihr sie (innen) noch mit einer sehr dünnen Schicht Öl ein (zum Beispiel Rapsöl). Wenn ihr mehrere Pfannen übereinander stapelt, solltet ihr immer ein Küchenpapier zwischen zwei Pfannen legen.

Sollte sich doch Rost an eurer Pfanne gebildet haben, könnt ihr diesen einfach entfernen und die Pfanne weiterhin verwenden. Zum Entfernen von Rost könnt ihr handelsübliche Spül- oder Scheuermittel verwenden. Je nachdem, wie mitgenommen die Patina nun ist, solltet ihr die Pfanne eventuell erneut einbrennen. Reibt die Pfanne danach wieder mit Öl ein und dem nächsten Einsatz steht nichts im Weg. 

Habt ihr noch Fragen zum richtigen Umgang mit Eisenpfannen? Dann stellt sie uns als Kommentar unter diesem Artikel!

Kochbegeistert trotz Miniküche und weiterhin verwundert, warum Soße nie so gut schmeckt wie früher bei Oma.

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