21.11.2014 - Rezept auswählen, kochen und ein Bild machen – und schwupps – ist die neue Ausgabe von der CHEFKOCH fertig. Ganz so einfach ist die Zeitschrift dann doch nicht gemacht. Es steckt viel Arbeit, Zeit und Liebe in dem Heft. Davon habe ich mich bei meinem Besuch in der Hamburger Printredaktion (auf dem Foto von hinten links: Grafiker Thorsten Lange, Artdirektorin Anna Bertermann, Chefredakteur Jan Spielhagen, Redakteurin Kathrin Nolte, Redaktionsassistentin Laura Huwyler, Redaktionsleiterin Sandra Prill, Anne Lucas & Anika Santjer) überzeugt.

Alles fängt an mit einem Plan: Worauf legen wir in dieser Ausgabe den Fokus? Das Thema muss zur Saison passen, es muss etwas Neues dabei sein, Appetit machen und die Mischung muss stimmen – sind diese Kriterien erfüllt, geht es an die Rezeptsuche. “Das Hauptthema der Januarausgabe sind herrlich wärmende Suppen und auch ein paar leichtere Rezepte als sonst, weil sich jetzt viele gesund und kalorienbewusst ernähren möchten”, erklärt Sandra Prill aus der Redaktion. Stehen die Themen, beginnt Redaktionsköchin Sophie Leyendecker mit dem Herzstück der Zeitschrift: Sie sucht nach den Rezepten. Zu jedem der sechs Themen durchforstet sie auf Chefkoch.de die Rezepte und wählt die aus, die den Usern am besten schmecken, die gut gelingen und die ihrem professionellen Blick gerecht werden. Aus ihrer langen Erfahrung erkennt sie, ob die Zutaten gut zusammen harmonieren, ob die Mengenangaben passen und ob das Rezept das gewisse Etwas hat. Wenn das geschafft ist und die rund 50 Rezepte ausgewählt sind, geht es ab in die Küche.

Alle Rezepte werden von Profis nachgekocht

In den kommenden Tagen arbeiten mehrere Profis auf Hochtouren: Sie kochen jedes Rezept nach, präsentieren ihr Ergebnis auf Tellern, Schüsseln oder Platten und fotografieren das Gericht. Und was Sie dann später auf den Fotos sehen, ist alles echt: Kein Haarspray, um die Speisen zum Glänzen zu bringen, kein Kleister, der die Soße andickt, damit sie nicht verläuft. Nein, hier sind nur echte Zutaten ohne Schummeleien drauf. Zur großen Freude der anderen Mitarbeiter, denn sie können die Gerichte probieren, wenn alles abfotografiert ist. Auch die Bilder für “Annes Kochschule” entstehen jetzt: Anne Lucas lässt sich bei ausgewählten Rezepten über die Schulter schauen und gibt so in Wort und Bild eine Anleitung, wie das Rezept zu Hause gelingen kann. Entdecken Anne Lucas oder Sophie Leyendecker während des Kochens noch einen Kniff, mit dem Sie das Rezept abwandeln oder verfeinern können, schreiben die beiden das als Tipp zu den Rezepten auf.

Sind die Rezepte fotografiert, landen die Bilder in der Grafikabteilung. Dort wird das Heft designt: Welche Rezepte kommen auf eine Seite, in welcher Größe werden die Bilder gezeigt, wo können noch Grafiken eingebaut werden, in welcher Farbwelt werden die Bilder präsentiert? Gleichzeitig schauen sich die Oecotrophologin Marianne Zunner oder Anne Lucas nochmal alle Rezepte an und schreiben die Kochanleitung der Rezepte. Sie schreiben Schritt-für-Schritt auf, was wann wie zu tun ist.  Auch die Zutaten werden vereinheitlicht und auch mal detaillierter: Aus einem Stück Schokolade werden dann 60 g Vollmilchschokolade und zu der Zutat 1 Möhre ergänzen sie die genaue Grammzahl. So gelingen auch Kochanfängern komplizierte Gerichte, mit denen sie ihre Gäste beeindrucken können.

So sieht die Redaktionsküche in Hamburg aus

Anne Lucas kocht die Rezepte der Chefkoch.de-User nach

Auch Sophie Leyendecker kocht für CHEFKOCH

Auch die Kochschule wird von der Köchin Anne Lucas gemacht

Für die Fotos muss alles perfekt sein – dafür sorgt auch Fotograf Jan-Peter Westermann

Dekoration darf natürlich auch nicht fehlen

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Wenn Texte und Fotos zusammengefügt sind, bekommt die Redaktion die Seiten der neusten CHEFKOCH. Auch die Redakteure lesen die Rezepte noch einmal und prüfen, ob sie verständlich genug sind. Sie suchen auch nach hilfreichen Kommentaren von anderen Chefkoch-Usern, die sie noch ergänzen möchten. Außerdem schreiben sie die Überschriften, Tipps und interessante Infos wie zum Beispiel Warenkunde zu den Rezepten dazu.

Ist das geschafft, ist das Heft fast fertig. Es wird ein erster Entwurf gedruckt, nochmal überprüft und erst dann endgültig produziert. Bis das alles geschafft ist, braucht es natürlich seine Zeit. Deswegen ist die Printredaktion der Zeit meist ein paar Monate voraus. Schon im Oktober duftet es in der Redaktion nach Weihnachtsgans, Plätzchen und Bratäpfeln und im Januar geht bei ihnen die Planung für die Osterzeit los.

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Als Ernährungswissenschaftlerin schaue ich genau auf mein Essen – und lasse es mir schmecken!

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