19.02.2015 - Live-Cooking, neue Produkte und Ideen, Trends und spannende Vorträge: Auf der BioFach, der Weltleitmesse für Bio-Produkte wird den Besuchern jede Menge geboten!  Während ich mich auf der Messe umschaue, ist mir eines schnell klar: Bio ist modern, Bio ist innovativ und Bio ist lecker.

Rohkost, Urgetreide, Vegan – meine Trends auf der BioFach

Die Masse und Vielfalt an Produkten und Ideen, die dort von nationalen und internationalen Herstellern präsentiert werden, überfordert mich fast ein bisschen: von Fleischwaren über Getreide, Superfoods und Fertigprodukten, Haushaltsgeräten bis hin zu Proteinpulvern. Das sind wahnsinnig viele Eindrücke auf einmal. Aber ein paar Trendthemen kann ich schnell für mich ausmachen, während ich durch die Hallen schlendere: Rohkost, Urgetreide und vegane Produkte – das sind für mich die drei großen Themen. Überraschend ist das nicht wirklich, begegnen einem diese Trends auch außerhalb der Bio-Welt immer häufiger in Blogs, Kochbüchern und Supermärkten. Besonders im Bereich der Rohkost-Produkte hat sich meines Erachtens nach viel getan: Chips, Schokolade, Fruchtriegel, Pralinen, grüne Smoothies, Cracker und Kokosöl – unerhitzte Lebensmittel findet man mehr und mehr, in immer größerer Vielfalt. Auch die passenden Dörrgeräte und Smoothie-Maker werden auf der BioFach präsentiert – beides Produkte, die sich auch für Rohkost-Fans eignen.

Urgetreide – Emmer, Einkorn und Kamut

Weizen und Roggen war scheinbar einmal: Stattdessen gibt es zukünftig immer mehr Produkte aus Urgetreide. Also dem Getreide, das schon vor 10.000 Jahren angebaut wurde. Zwar sind Weizen und Co. ertragreicher, aber für den ökologischen Anbau eignen sich Urgetreide bestens, denn sie sind unempfindlicher gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Und auch wir Konsumenten können von dem neuen alten Angebot profitieren: Sie bieten wieder neue Geschmäcker. So schmeckt Einkorn wie auch Kamut schön mild und eignet sich gut für feines Gebäck wie Kuchen und Plätzchen. Emmer schmeckt hingegen kräftiger und würziger und passt gut zu herzhaftem wie Brot, Flammkuchen oder Spätzle.

Stöberecke in der veganen Erlebniswelt

Die neusten Produkte der Biobranche: Hier sind sie versammelt und die Besten können gewählt werden.

Ein Trend auf der BioFach: Rohkost. Hier: Stapelchips.

Süßkartoffelchips mit Avocado-Mayo-Dip habe ich beim Foodtruck erstanden.

Urgetreide zum Verkosten: Kamut

Baobab ist nur eines der “neuen” Superfoods

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Baobab ist nur eines der “neuen” Superfoods
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Vegane Erlebniswelt – mein Highlight

Sich vegan zu ernähren, also auf alle tierischen Produkte zu verzichten, ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Nicht zuletzt deswegen gab es dieses Jahr zum ersten Mal eine vegane Erlebniswelt auf der BioFach – und ja, Erlebniswelt trifft es ziemlich gut: Außer veganen Wurst- und Fleischwaren, Smoothies, Convenience-Produkten, Aufstrichen, Eigelbersatz und veganer Mayonnaise (um nur einige Beispiele zu nennen) findet man hier auch vegane Kochbücher für Einsteiger und Fortgeschrittene, Podiumsdiskussionen und den Food-Truck der Supermarktkette Veganz, Live-Cooking Events und Gesprächspartner. Hier konnte man also wirklich etwas erleben.

Mein zweites Highlight

Eigentlich kann ich mich gar nicht richtig entscheiden, denn gleich zwei Dinge haben mich bei der diesjährigen BioFach gleichermaßen beeindruckt und sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Außer der veganen Erlebniswelt war es auch der Vortrag der Trendforscherin Lola Güldenberg. In nur 45 Minuten erklärte sie auf frische Art und Weise, wie das neue Bio aussieht bzw. aussehen könnte. Der Tenor: Bio und Technik – das passt sehr gut zusammen. Mehrere Beispiele hatte sie dafür parat: Etwa ein Designer-Duo, das dank getrockneter, pulverisierter Algen Kleidungsstücken je nach Sonneneinstrahlung eine wechselnde Farbe verleiht (http://blondandbieber.com/) oder ein Salat, der aus der Flasche wächst als Beispiel für Urban-Farming (http://www.bottlecrop.com/). Für mich bleibt es also auf jeden Fall spannend, wie sich “Bio” weiter entwickelt.

Als Ernährungswissenschaftlerin schaue ich genau auf mein Essen – und lasse es mir schmecken!

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