Jetzt aber ran an die Schüsseln!

Jetzt aber ran an die Schüsseln! (Foto: getty images)

Fit durchstarten

Willkommen zur Super-Bowl!

Ein zurzeit total angesagter Ernährungstrend sind Bowl-Gerichte. Welche Erfahrungen sie mit den farbenfrohen Kreationen gemacht hat und was sie auch noch gerne löffelt, erzählt unsere Kolumnistin Andrea Hildebrand.

Es gibt in unserem Zuhause einen Esstisch. Aber genutzt wird er nur sonntags zum späten Frühstück oder für ein geselliges Essen mit Freunden. Denn – pst, jetzt kommt das Geheimnis – wir lümmeln uns beim Abendessen am liebsten aufs Sofa. Wenn es keine Schnittchen, sondern ein „richtiges“ Essen gibt, balanciere ich den Teller auf den Knien und hantiere mit Messer und Gabel. Klaus dagegen isst am liebsten aus einer Müsli-Schüssel. Es versteht sich fast von selbst, dass es bei uns nur Gerichte gibt, die man löffeln oder (auf-)gabeln kann. Ich bin old-school und mein Liebster ist ein Trendsetter. Denn wer kulinarisch hip sein möchte, hat in seiner Küche nur noch Bowls – früher nannte man das Schüsseln – und Löffel oder Gabeln. Messer? Völlig out! Vor angesagten Restaurants stehen die Leute Schlange, um den ersehnten Platz zu bekommen, der sie berechtigt, zwischen Buddha-Bowl, Veggie-Bowl, Chicken-Bowl oder Super-Bowl zu wählen. Ja, aber was ist denn nun drin in der kulinarischen Halbkugel? Das ist ganz klar Geschmackssache. Es gibt nur eine Regel: Alle wichtigen Ernährungsbausteine sollten enthalten sein – also Eiweiß, Vitamine, Kohlenhydrate und gesunde Fette. Die in mundgerechte Happen zerteilten, möglichst frischen Zutaten sind wahlweise roh oder gekocht und werden durch eine Soße vereint. Passionierte Bowler achten zudem darauf, dass der Inhalt ihrer Schüssel ein Augenschmaus ist, bevor der Löffel der schönen Optik ein Ende macht. Aus Paprika, Karotten, Reis und Garnelen lässt sich beispielsweise ein farbenfrohes Bild kreieren, das sicher seinen Weg in die sozialen Netzwerke findet. So weit wollte ich nicht gehen. Aber unser soziales Umfeld sollte schon mal trendy mit uns speisen. Vier Gäste wurden zur Super-Bowl eingeladen. Klaus rückte seine Schüsseln raus, ich beschäftigte mich mit der Zusammenstellung der Buddha-Bowl. Ich entschied mich für Hirse, marinierten Tofu, glasierte Möhren und marinierte Rote-Bete-Würfel, Hummus mit Öl als Dip und rote Sprossen als Topping. Für die Farbigkeit und den Trend-Faktor bekam ich von unseren Gästen die volle Punktzahl. Aber die Gaumenfreude schien sich bei allen in Grenzen zu halten. Okay, die Runde hatte ich verloren. Doch das Turnier konnte ich noch gewinnen.

Eine leckere Gemüsesuppe kommt immer gut an

Eine leckere Gemüsesuppe kommt immer gut an (Foto: Knorr Natürlich Lecker!)

Ich zog mich kurz in die Küche zurück, rührte drei Tüten KNORR Natürlich Lecker! Tomaten Suppe Toscana  in anderthalb Liter kaltes Wasser und ließ das Ganze aufkochen. Alle Sorten der KNORR Natürlich Lecker!-Suppen enthalten zu 100% natürliche Zutaten, die so schonend getrocknet sind, dass sie die gleiche Menge guter Nährstoffe enthalten wie selbst gemachte Suppen. Während meine Tomaten-Version 5 Minuten köchelte, röstete ich Pinienkerne und toastete Baguette. Dann die Zielgerade: Suppe in 6 Bowls verteilen, einen Klecks Schmand und Pinienkerne obendrauf und mit Brot servieren. Und da war es: „Mmh, lecker!“ Ich hatte es geschafft, in kurzer Zeit etwas Schmackhaftes auf den Tisch zu bringen, das gelöffelt werden kann. Trotzdem bleiben Bowls bei uns, was sie sind: Schüsseln. Entscheidend ist, dass schmeckt, was drin ist!

Zur Person
Andrea Hildebrand

 

Andrea Hildebrand schreibt seit vielen Jahren als freie Journalistin für verschiedene Magazine. Sie hat zahlreiche Kolumnen, Porträts und Reportagen veröffentlicht und lebt mit Terrier-Rentnerin Jette und Herrchen Klaus in Hamburg.

 

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