Standmixervergleich_vorMix

Smoothies könnt ihr euch ganz leicht selbst mixen. Welcher Mixer Blattspinat, Ingwer, Ananas und Co. wirklich in eine cremige Vitaminbombe verwandelt, zeigen wir euch in unserem Standmixer Test.

In unserem Standmixer Test geht's ans Eingemachte, denn wir werfen Ingwer, Blattspinat, Möhrengrün und Co. in den Standmixer und wollen herausfinden: Was taugen Standmixer wirklich? Welches Gerät an seine Grenzen kommt, worauf ihr beim Kauf achten solltet und welcher Standmixer deswegen unser Favorit ist, zeigt unser Produkttest.

Standmixer im Test

Für unseren Standmixer Test haben wir vier Standmixer aus verschiedenen Preissegmenten – bei Artikel-Veröffentlichung ca. 26 bis 76 Euro – und von vier verschiedenen Herstellern getestet (Reihenfolge wie auf Titelbild von links nach rechts):

Standmixer Test: Ziel & Zielgruppe

Das Ziel in unserem Standmixer Test ist: Wer mixt die Zutaten nach 2x30 Sekunden am cremigsten, ohne dass wir mit einem Stößel die Zutaten zwischendurch "nachdrücken" müssen, damit die rotierenden Messer die Zutaten besser ansaugen und kleinhechseln können?

Eine gewissen Vorarbeit in Form von Schälen und Vorschneiden einzelner Zutaten lässt sich dabei nicht vermeiden (es wäre an dieser Stelle nicht ratsam, eine ganze Möhre oder Ananas in den Standmixer zu geben).  

Unsere Bewertungskriterien im Standmixer Test reichen von der recht oberflächlichen Optik sowie der Verarbeitung der Standmixer über das Gewicht, die Leistung und die Handhabe während des Mixens bis hin zur Sicherheit, der Reinigung und natürlich den Mixergebnissen.

Zutaten_Standmixer
Um das Schnippeln bzw. Schälen von Kiwi, Ananas und Co. kommt man leider nicht drumherum.

Standmixer – was kann man damit machen?

  • Herstellung von Smoothies aus frischem Obst und Salat
  • Zerkleinern von Nüssen 
  • Zerkleinern von gefrorenem Obst
  • Teilweise mixen von faserigem Obst und Gemüse

Um einen sämigen Smoothie hinzubekommen, sind Standmixer im Prinzip am bequemsten. Alle Zutaten rein, Knopf drücken, fertig! Ein Stabmixer dagegen ist eher für Suppen geeignet, die sich schlecht umfüllen lassen. Das hat uns der Chefkoch Stabmixer Test gelehrt. 

Rezepte für den grünen Smoothie 

Die Standmixer werden mit folgenden Zutaten gefüttert, wobei wir darauf geachtet haben, dass sie im Test ordentlich etwas zu tun bekommen: 

Grüner Smoothie
Rezept Grüner Smoothie
  • 1/4 Ananas
  • Eine Kiwi
  • Eine Banane
  • Eine handvoll Blattspinat
  • 2 cm Ingwer
  • 100 ml Orangensaft

Weitere Zutatenkombis für einen grünen Smoothie:

  • Babyspinat, Banane, Apfel und Ingwer
  • Mangold, Banane, Datteln
  • Grünkohl, Birne und Himbeeren
  • Feldsalat, Erdbeeren und Kiwi
  • Möhrengrün, Avocado und Orange
  • Kohlrabiblätter, Mango und Banane

Insgesamt haben wir uns weitestgehend an dieses Grüne Smoothie Rezept gehalten, es aber etwas abgewandelt. Zusätzlich haben wir noch einen Smoothie aus Möhren, Möhrengrün, Blattspinat und Orangensaft gezaubert, um wirklich an die Grenze der Belastbarkeit des Philips HR2195/08 Standmixers zu kommen. Dabei kamen folgende Zutaten zum Einsatz:

  • 2 Möhren geschält und geteilt
  • 2 klein gehackte Möhren
  • Eine Handvoll Möhrengrün
  • Eine Handvoll Blattspinat
  • 200 ml Orangensaft

Das Ergebnis dieses Tests könnt ihr euch am Ende des Artikels anschauen.

Unser Standmixer Test

Standmixer ist nicht gleich Standmixer. Entscheidend ist die Leistung, sprich eine hohe Wattzahl sowie schnell rotierende, scharfe Messer. Eine hochwertige Verarbeitung garantiert eine gewisse Langlebigkeit und die ist unter 30 Euro nicht zu haben – so viel sei vorab gesagt. Ähnlich wie bei unserem Stabmixer Test und anderen Haushaltsgeräten hat Qualität ihren Preis. Wir haben für euch Standmixer aus dem unteren Preissegment zwischen 26 und 76 Euro getestet. Unteres Preissegment deshalb, weil man für Hochleistungsmixer wie dem Vitamix Pro 750 aktuell (09.11.2017) mehrere hundert Euro hinblättern muss – dies bedeutet dann aber auch zumeist jahr(zehnt)elanges einwandfreies Mixen von allen nur denkbaren Zutaten.

Aber zurück zu unserem Standmixer-Test: Wir testen keine Hochleistungsmixer, sondern alltagstaugliche Küchenhelfer, die für den kleinen Geldbeutel gemacht sind. Gehen wir nun aber ins Detail des Tests:

Haehne HN3366 Standmixer

Schaut man sich den Haehne HN3366 Standmixer einmal von außen an, wirkt das Gerät mit seinen Plastik-Bauteilen nicht sehr hochwertig. Will man den Deckel abnehmen, fällt als erstes auf, dass er am Behältnis als Klappdeckel angebracht ist. Per se nicht schlecht, jedoch fehlt ein Schutzgummi zwischen Deckel und Behälter, was im Hinblick auf den Mixvorgang weniger gut ist. Positiv hervorzuheben ist dagegen die Mühle als mitgeliefertes Zubehör.

Befüllt man den Mixbehälter und setzt ihn auf den Mixfuß, der im Übrigen mit Saugnäpfen zur Stabilisation ausgestattet ist, rastet der Mixbehälter sehr leicht ein. Ebenso leicht löst er sich auch wieder, was nicht gerade für ein beruhigendes Gefühl bei uns sorgt, als wir mit dem Mixen beginnen.

v.l. Haehne HN3366, Russell Hobbs Essentials, Philips HR2195/08, Severin SM 3738 2-in-1

Mix-Test: Aufgrund des losen Deckels und Mixfußes nehmen wir beim Haehne HN3366 Standmixer vorsichtshalber beide Hände zum Einsatz – eine am Mixknopf, eine am Deckel des Standmixers. Nach dem Einschalten tut sich erst einmal nicht viel. Selbst auf Stufe 2 gibt es nur eine geringe Sogwirkung und die Zutaten bleiben größtenteils unberührt durch die Mix-Messer. Mehrfach ist es notwendig, die Zutaten mit einem Löffel durchzumischen, bis der Standmixer es von alleine schafft, eine leider noch recht stückige Flüssigkeit herzustellen. Die 300 Watt Leistung reichen bei diesem Standmixer nicht aus. 

Pluspunkt: Der Eingießer am Deckel hält einige Stücke auf – da wusste wohl jemand, dass Obst-Stückchen nach dem Mixvorgang zurückbleiben.

Russell Hobbs Essentials Standmixer

Optisch sticht der Russell Hobbs Essentials Standmixer mit seiner ferrariroten Außenhaut natürlich schon einmal hervor. Auch was die Standfestigkeit angeht, macht dieser Standmixer einen guten Eindruck – vier stabile Saugnäpfe sorgen bei einer Leistung von ordentlichen 600 Watt für einen festen Stand. Zudem fällt der Glasbehälter im wahrsten Sinne des Wortes ins Gewicht. Er ist schwer und lässt sich mit einer soliden Einrastfunktion auf dem Mixfuß fixieren.

Mix-Test: Schalten wir den Russell Hobbs Essentials Standmixer an, fällt sofort auf, dass dieser Standmixer eine Liga über dem Standmixer von Haehne mixt. Wir müssen die kantigen Stücke der Ananas nur einmal nachdrücken, den Rest schafft der Mixer von allein. Ein Knopfdruck auf die sogenannte Schubfunktion lässt die Messer noch schneller kreisen und bereits nach kurzer Zeit haben wir eine ordentliche Smoothie-Konsistenz im Glas.

Philips HR2195/08 

Der Philips HR2195/08 ist innerhalb unseres Standmixer Test preislich bereits vor dem Mixen unser "Highclass-Modell". Und auch was die Standfestigkeit sowie das Fassungsvermögen angeht, hat dieser Standmixer die Nase vorn: Er kommt mit einem schweren Behälter aus Glas mit üppigen 2 Litern Fassungsvermögen daher. An dem breiten Mixfuß mit Gummifüßen gibt es nichts zu wackeln.

Philipps_Standmixer

Unser Testsieger:

Philipps HR2195/08 Standmixer

Die stufenlose Mix-Geschwindigkeit verspricht eine optimale Bedienung und die 900 Watt und 21.000 Umdrehungen pro Minute sollen für ein optimales Mixergebnis sorgen. Nach dem Einfüllen "hieven" wir den Behälter auf den Mixfuß und setzen den Deckel oben auf, der ziemlich fest sitzt. Funfact: den mitgelieferten Stößel zum Nachdrücken der Zutaten werden wir beim Philips Standmixer nicht brauchen, nur bei allen anderen Standmixern aus unserem Test.

Mix-Test: Wir erlauben uns, das Vertrauen in die Technik zu haben und lassen den Deckel los. Wir schalten den Standmixer ein und bereits nach wenigen Sekunden wird klar: Der Philips HR2195/08 hat so viel Power, dass er eigenständig alle Zutaten zu den Messern ansaugt und kleinhechselt. Wir drehen den Geschwindigkeitsregler ganz nach links und siehe da: nach der Mix-Zeit von etwas mehr als einer Minute kommt ein sehr sämiger Smoothie zum Vorschein, der in unserem Standmixer Test bislang seinesgleichen sucht.

Zusatz Test: Wie oben schon erwähnt haben wir diesen Standmixer einem weiteren Mix-Test unterzogen. Mit den Zutaten Möhren, Möhrengrün, Blattspinat und Orangensaft wollen wir den stärksten Mixer an seine Grenzen bringen. Doch wir müssen sagen: diese Zutaten sind nicht die Grenzen. Der Mixer braucht zwar etwas länger, doch sobald er den ersten "Durchbruch" bei den Zutaten schafft, läuft auch hier alles von alleine und heraus kommt ein Smoothie, der ziemlich sämig ist, jedoch nur so semi-gut schmeckt. Das Rezept ist also verbesserungswürdig, der Mixleistung zollen wir jedoch unseren Respekt.

Severin SM 3738 2-in-1 Multimixer

Der Severin SM 3738 2-in-1 Multimixer ist der kleinste Standmixer in unserem Test. Das spricht erst einmal für ein platzsparendes Gerät. Und auch 500 Watt sind im Hinblick auf unsere bisherigen Test-Geräte recht ordentlich. Die mitgelieferte Mühle testen wir zwar nicht, aber immerhin gibt es Zubehör. Trotzdem muss man sagen, dieser Standmixer wirkt auch mit gummierten Füßen nicht sehr stabil. Ein schmaler Mixfuß und ein vergleichsweise geringes Gewicht verleihen ihm einen recht hohen Schwerpunkt und tun ihr Übriges, um eine gewisse Instabilität während des Mixens vermuten zu lassen. Zusätzlich rastet der Behälter auf dem Mixfuß nicht wirklich ein – ein Fall für die "Zwei-Hand-Technik". Wir sind gespannt auf den Test.

Mix-Test: Nach dem Anschalten des Severin SM 3738 2-in-1 Multimixer fällt zunächst auf, dass dieser Standmixer lauter ist, als die anderen Test-Objekte. Den Deckel auf dem Behälter halten wir fest, was auch besser ist, denn gerade im Turbo-Modus spritzt das "Mixgut" heftig von innen gegen den Deckel. 

Standmixer_gemixt

Dieser Standmixer schafft es trotz Turbo-Taste auch nicht, von alleine alle Zutaten zu zerkleinern. Erst zweimaliges Nachdrücken sorgt für eine ordentliches Ansaugen der Zutaten. Die Konsistenz ist letztendlich doch ordentlich – was lange währt,...

Standmixer Test – Fazit

Kurz gesagt: Der Philips HR2195/08 ist mit Abstand unser Testsieger. Dahinter belegen der Severin SM 3738 2-in-1 Multimixer mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und der Russell Hobbs Essentials Standmixer mit Vorteilen bei Bedienung und Optik die weiteren Plätze. Abgeschlagen auf Platz 4 landet der Haehne HN3366 Standmixer. Er konnte uns weder bei der Qualität der Verarbeitung des Gerätes noch bei der Konsistenz des grünen Smoothies überzeugen.

Kommen wir abschließend noch einmal zum wichtigsten Ergebnis des Standmixer Tests: Die Konsistenz des grünen Smoothies. Der Philips-Standmixer sorgt für die sämigste Konsistenz in unserem Test – Stückchen Fehlanzeige. So sollte ein Smoothie aussehen. Severin und Russel Hobbs stellen ordentliche Smoothies her, sie haben allerdings Startschwierigkeiten und brauchen zu Anfang des Mixvorgangs teilweise viel Unterstützung durch einen Stößel oder Holzlöffel.

Haehne kommt so gar nicht klar mit der ihm gestellten Aufgabe einen Smoothie stückchenfrei herzustellen. Einzig und allein der "vergitterte" Ausgießer, der Stücke am Hineinschwappen ins Smoothie-Glas hindert, ist positiv zu bewerten.

Standmixer Vergleich
 LeistungTestdatenZubehör Ranking
Philips HR2195/08 Standmixer

76 Euro

Philips HR2195/08 Standmixer
max. 21.000 U/Minute
  • Bestes Mixergebnis
  • Einwandfreie Verarbeitung
  • Verschiedene Mix-Modi
Stößel1

 

Severin SM 3738 2-in-1 Multimixer

30 Euro

Severin SM 3738 2-in-1 Multimixer
max. 22.000 U/Minute
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Einsteigermodell
  • Abzüge bei der Stabilität
Mühle2

 

Russell Hobbs Essentials Standmixer

38 Euro

Russell Hobbs Essentials Standmixer
max. ca. 20.000 U/Minute
  • Optischer Test-Sieger
  • Schubfunktion sorgt für gutes Mixergebnis
  • Stabiler Stand
3
Haehne HN3366 Standmixer

26 Euro

Haehne HN3366 Standmixer
k.A. / 300 Watt
  • Fehlender Schutzgummi am Deckel
  • Eingießer hält Stückchen auf
  • Gutes Mixergebnis erst nach mehrfachem "Nachdrücken"
Mühle4

 

Für unseren Produkttest wurden uns die Geräte durch Amazon.de zur Verfügung gestellt.