Fruchtleder

Kennt ihr das auch? Man sitzt abends gemütlich auf der Couch, schaut eine spannende Serie und plötzlich überkommt einen der unumgängliche Hunger auf etwas Süßes. Mir geht es jedenfalls regelmäßig so, deswegen habe ich nach einer Alternative zu dem ganzen Süßkram gesucht und mit Fruchtleder die perfekte Lösung gefunden! 

Mit maximal 2 Zutaten, wenigen Minuten Arbeitszeit und etwas Geduld (das Fruchtleder braucht ca. 4 - 6 Stunden im Ofen) könnt ihr die gesunde Nascherei auch ganz einfach selbst machen! Ich zeige euch, wie es geht!

Fruchtleder? Was ist das überhaupt?

Fruchtleder besteht aus pürierten Früchten, die im Dörrautomaten oder Backofen über längere Zeit getrocknet werden und dann eine gummiartige Konsistenz bekommen. Der Name kommt also nur vom Aussehen des getrockneten Fruchtpürees, denn wenn ihr zum Süßen Agavendicksaft oder Datteln hinzugebt, ist Fruchtleder sogar vegan

Was brauche ich dafür?

  • 400 bis 500 g Obst nach Wahl
  • Agavendicksaft zum Süßen
  • Mixer

Das Schöne am leckeren Fruchtleder ist ja, dass es eigentlich aus nur einer Zutat, nämlich den Früchten, besteht und so ganz einfach selbst hergestellt werden kann. Grundsätzlich eignet sich jede Obstsorte zur Verarbeitung, je höher der Wassergehalt der Frucht ist, desto länger braucht das Leder jedoch später zum Trocknen. Außerdem müsst ihr bei sauren Obstsorten eventuell etwas mehr süßen, als bei solchen mit einem hohen Fruchtzuckergehalt. Zum Süßen könnt ihr je nach Geschmack Agavendicksaft, Honig (dann ist das Leder jedoch nicht mehr vegan) oder pürierte Datteln verwenden. 

Außerdem braucht ihr zur Herstellung natürlich einen leistungsstarken Mixer, der die Obstmasse besonders fein püriert. Zum Trocknen eignet sich ein Dörrautomat besonders gut, mit diesem lassen sich zum Beispiel auch Wirsingchips zubereiten.

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Wenn ihr euch kein zusätzliches Gerät anschaffen wollt, könnt ihr das Fruchtleder auch einfach im Backofen zubereiten. Dabei müsst ihr jedoch beachten, dass euer Ofen eine Umfluftfunktion hat und sich auch auf niedrige Temperaturen einstellen lässt. Bei Temperaturen über 90° wird das Fruchtleder hart und verliert seine schön weiche Konsistenz.

Wie mache ich Fruchtleder selbst?

 

 

1.Wascht und entkernt euer Obst nach Wahl.

2. Schneidet es in etwa gleich große Stücke und püriert es nun im Mixer. Wenn ihr Datteln zum Süßen verwendet, fügt diese ebenfalls vor dem Mixen hinzu. 

3. Püriert die Fruchtmasse nun, bis sie eine gleichmäßige, leicht flüssige Konsistenz hat.

4. Verteilt das pürierte Obst nun auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und streicht es gegebenenfalls glatt. Wichtig ist bei diesem Schritt, dass die Masse überall gleichmäßig dick ist.

5. Schiebt das Backblech in den Ofen und lasst das Ganze bei 50° für ca. 4 - 6 Stunden trocknen. Je nach Wassergehalt der Früchte kann die Backzeit jedoch variieren. Deswegen zwischendurch immer mal wieder nachsehen.

6. Das Fruchtleder ist fertig, wenn es sich einfach vom Backpapier abziehen lässt und nicht mehr feucht ist.

Wenn das Fruchtleder abgekühlt ist, könnt ihr es mit einem Pizzaschneider oder einer Schere in Streifen schneiden und aufrollen. In einem luftdichten Gefäß untergebracht, halten sich die Fruchtrollen so sogar für mehrere Monate! Außerdem könnt ihr euer Fruchtleder so auch wunderbar zu Picknicks oder Gartenpartys mitnehmen. Über den süßen Snack freut sich mit Sicherheit jeder!

Die Kollegen bei Chefkoch.de waren jedenfalls begeistert, nachdem die erste Skepsis aufgrund der Optik ("Ist das Salami?" "Nee, danke ich mag kein Bifi") abgelegt war. 

Fruchtleder mit Nüssen oder Joghurt

Wer Lust auf etwas Abwechslung hat, kann zum Fruchtmus auch noch Joghurt, Leinsamen oder Nüsse hinzufügen. Auch Gemüsesorten wie Spinat oder Süßkartoffeln können im richtigen Verhältnis eine tolle Ergänzung zu dem pürierten Obst sein. Wie wäre es zum Beispiel mal mit Apfel-Zimt- oder Wassermelonen-Fruchtleder? 

Wie ihr seht, könnt ihr Fruchtleder wirklich ganz einfach mit wenigen Zutaten zu Hause herstellen. Und wer diese herrlich fruchtige Nascherei einmal gekostet hat, wird sie ganz sicher nicht nur einmal machen. Ich bin auf jeden Fall angefixt und habe mir nun einen Dörrautomaten bestellt, mit dem ich größere Mengen auf einmal herstellen kann. Und ihr? Würdet ihr Fruchtleder ausprobieren?