Minimalismus in der Küche

Neulich sah ich es kommen: Entweder die Schränke krachen unter dem Gewicht meines Küchenequipments zusammen oder ich bekomme einen Nervenzusammenbruch in dem Versuch, diese eine Pfanne herauszukramen. Kurzerhand habe ich entschieden, unter die Minimalisten zu gehen. Was das heißt und auf welche Essentials ich seitdem setze, verrate ich euch.

Seit einigen Monaten begleitet mich ein Leitsatz: "Du brauchst mehr Platz? Dann reduziere deinen Besitzstand!" Reduzieren und Besinnen auf das Wesentliche. Darum geht es im ersten Schritt beim Minimalismus. Also sah ich mich mit einigen wichtigen Fragen konfrontiert: Wie viele Küchengeräte und Küchenhelfer braucht man eigentlich? Darf man sich als Minimalist bezeichnen, wenn man einen Spargelschäler und einen Spargelkochtopf besitzt? Oder jede erdenkliche Backform?

Und die Antwort lautet: Eindeutig ja, sofern man sich mit diesem verflucht sperrigen Spargeltopf in der Spargelsaison verheiratet und den Spargel förmlich inhaliert. Oder jede Woche seine Backformen zu neuen Kreationen herausfordert. Euer Küchenequipment hat eine Daseinsberechtigung, wenn ihr es benutzt, schätzt und es euch glücklich macht. So einfach nähern wir uns dem Minimalismus – und aufgeräumten Küchenschränken.

Nicht ohne: Das sind meine Must-Haves jenseits von Basic

Dass man Teller, Besteck, gute Messer usw. braucht, setze ich einmal als selbstverständlich voraus. Mir geht es vor allem darum, meine Erkenntnisse mit euch zu teilen: Was ist mir beim Ausmisten klar geworden und wofür schaffe ich gerne Platz?

KitchenAid

Artisan von KitchenAid

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Adieu, Handmixer & Co.! Dank meiner KitchenAid und einigen ausgewählten Zusatzteilen kann ich mir viele kleine Küchenhelfer sparen.

Wasserkocher

Eine richtige Schönheit, dieser Wasserkocher!

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Ich bin Teetrinker und deshalb brauche ich meinen Wasserkocher. Dieses Modell habe ich lange Zeit schon auf meiner Wunschliste, aber mein alter Wasserkocher will einfach nicht den Geist aufgeben!

Sanwichmaker

Der Sanwichmaker

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Ich bin immer wieder verwundert, wie oft ich meinen Sandwichmaker verwende. Mittlerweile hat er einen Wackelkontakt und sollte wirklich dringend gegen diesen Schatz ausgetauscht werden!

Mikrofasertuch

Mikrofasertücher in der Küche

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Meine Mikrofasertücher habe ich bereits seit Jahren in Gebrauch und sie helfen mir zuverlässig beim Abtrocknen und Polieren von Gläsern und Geschirr.

Reismeister

Der Reismeister von Tupper

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Dieses Teil ist bei mir mindestens ein Mal in der Woche im Einsatz!

Eine gute Gusseisenpfanne

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Ich hatte Sehnsucht nach krossen Bratkartoffeln, als ich diese Gusseisenpfanne gekauft habe. Jetzt nutze ich sie sogar auf den Grill!

Auflaufform

Eine Lieblings-Auflaufform

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Wenn ich nicht am Grill stehe, habe ich den Backofen in Beschlag genommen. Deshalb sind Auflaufformen für mich sehr wichtig!

Frischhaltedosen

Frischhaltedosen

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Kritisches Thema: Frischhaltedosen und ihre Deckel stiften nämlich gerne Chaos im Schrank. Ich empfehle einheitliche Modelle in zwei bis drei Größen für einen 2-Personen-Haushalt.

Wasserkrug

Wasserkrug und Vase

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Das ganze Jahr über nutze ich meinen Wasserkrug entweder als Wasserspender oder als Vase – definitiv ein Stück, das ich nicht missen möchte.

Vierkantreibe

Vierkantreibe

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Seit ihrem Einzug brauche ich nicht mehr zu suchen, wenn ich eine bestimmte Reibefläche brauche.

Artisan von KitchenAid
Artisan von KitchenAid
Eine richtige Schönheit, dieser Wasserkocher!
Eine richtige Schönheit, dieser …
Der Sanwichmaker
Der Sanwichmaker
Mikrofasertücher in der Küche
Mikrofasertücher in der Küche
Der Reismeister von Tupper
Der Reismeister von Tupper
Eine gute Gusseisenpfanne
Eine gute Gusseisenpfanne
Eine Lieblings-Auflaufform
Eine Lieblings-Auflaufform
Frischhaltedosen
Frischhaltedosen
Wasserkrug und Vase
Wasserkrug und Vase
Vierkantreibe
Vierkantreibe

Crashkurs: In 3 Schritten zur minimalistischen Küchenausrüstung

Ihr erwartet ebenfalls ein kleines Erdbeben in eurer Küche? Ihr könnt dem zuvorkommen – und mehr noch: Ihr könnt sogar das befreiende Gefühl von Platz und Ordnung in den Schränken wiedererlangen. Ein kleiner Frühjahrsputz ist inklusive!

1. Räumt alles aus den Schränken

Und zwar wirklich alles. Die Küchenschränke innen und außen feucht wischen. Und jetzt schaut euch den Berg hinter euch an: Zerkratzte Pfannen, nie verwendete Utensilien, platzraubende und ungeliebte Erbstücke dürfen gehen.

Und wovon habe ich mich getrennt? Das schönste Stück war eine zerkratzte Teflonpfanne, die noch nicht einmal eben auf der Herdplatte auflag – der Klassiker. Ich habe mich außerdem von einer Obstschale verabschiedet, in der mein Obst aufgrund der tiefen Form immer schlecht geworden ist. Jetzt hält mein Obst länger durch und ich muss mich nicht mehr ärgern.

2. Schränke wieder einräumen

Einziehen darf nur das, was wirklich gebraucht und geliebt wird. Und das kann für jeden von euch etwas anderes bedeuten: Viel Geschirr, weil ihr immer ein volles Haus habt, oder eine Auswahl an Grillzubehör wie im Baumarkt, weil ihr richtige Grill-Junkies seid – aber in diesem konkreten Fall spreche ich nur von mir!

3. Was fehlt? Es geht ans Shoppen!

Es klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht, wenn ihr euch auf die wesentlichen Dinge konzentriert. Vielleicht müssen einige Küchenhelfer dringend ersetzt oder nachgekauft werden. Vielleicht merkt ihr aber auch, was euch schon immer gefehlt hat. Bei mir war es ein Reiskocher. Und ich habe die Anzahl meiner Reiben von vier auf eine reduziert – eine Vierkantreibe!

Achtung, Spoiler-Alarm: Ich bin bereits seit einigen Monaten praktizierender Minimalist und muss der Euphorie, in Windeseile eine minimalistische Küchenausrüstung haben zu können, einen kleinen Dämpfer verleihen. Das erste Ausmisten ist der leichteste Schritt und das Ergebnis wird euch schnell Genugtuung verschaffen. Danach geht es aber erst richtig los. Gewohnheiten zu hinterfragen und sich selbst kennenzulernen – darum geht es auch beim Minimalismus.

Woher kommt der Minimalismus-Trend?

Vielen dürfte der Minimalismus als Kunstrichtung ein Begriff sein. Mittlerweile wird er zunehmend als Auslegung eines Lebensstils begriffen. Die Frage, warum weniger mehr ist, beschäftigt Menschen weltweit und immer geht es um Reduktion und die Besinnung auf das persönlich Essentielle: Zeit sparen, Raum gewinnen, die Umwelt weniger belasten, aus Zwängen herausbrechen und durch bewussten Verzicht die Lebensqualität steigern.

Nach den Bestsellern "The life changing magic of tidying up" und "Spark joy" der Japanerin Marie Kondo wird die Konmari-Methode in etlichen Haushalten praktiziert. Zunächst einmal führt man sich seinen Besitz vor Augen: Alle Töpfe, die man besitzt, kommen auf einen Haufen, um dann zu sichten: Was davon brauche ich? Was benutze ich tatsächlich und macht mich beim Kochen glücklich? Diese Küchenhelfer solltet ihr identifizieren und euch vom Rest verabschieden. Wer tiefer einsteigen möchte, ihre Bücher sind sehr zu empfehlen und auch in der deutschen Übersetzung erhältlich.

Die Idee, minimalistisch zu leben, lässt sich auf alle Lebensbereiche ausweiten. Minimalisten wenden die Frage, was sie eigentlich wirklich brauchen und ihnen gut tut, auch auf ihre Ernährung an. Sie beobachten ihre Essgewohnheiten genau, um anschließend ähnlich wie im Küchen- oder Kleiderschrank auszusieben und sich nur noch auf das Wichtige zu konzentrieren. Ich selber bin noch nicht soweit. Aber ich versichere euch, ihr hört von mir, wenn doch!

Wenn dir das Leben Apfelstrudel gibt, bestell Eis und Sahne dazu! #mangönntsichjasonstnichts

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