GoodFood

Gurken sehen eigentlich immer gleich aus. Oder? Auch Möhren sind immer gerade gewachsen, ohne Dellen und krumme Stellen. Kartoffeln in Herzform und Kohlrabi mit Ecken und Kanten begegnen einem im Supermarkt nie.

Dennoch gibt es sie, die unperfekten Gemüse, die nicht normkonformen Kartoffeln. Ihnen droht leider oft ein trauriges Schicksal: Sie werden schlicht und ergreifend weggeworfen. Bleiben beim Bauern auf dem Feld liegen oder werden später aussortiert. Sie sind nicht schlecht, sondern genauso lecker und nahrhaft wie ihre gerade gewachsenen Geschwister.

In Köln finden die krummen Brüder jetzt ein Zuhause: Bei The Good Food gibt es Lebensmittel, die anderswo aussortiert wurden. Gründerin Nicole Klaski und ihre Mitstreiter sammeln bei kooperierenden Bauern, was die großen Supermärkte nicht nehmen.

Auch Backwaren vom Vortag und Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten haben, werden angeboten – von Bier über Müsli bis Kokosöl. Das MHD bedeutet schließlich nicht, dass Kuchen & Co. ab Überschreiten des Datums nicht mehr genießbar sind. Oft kann man die Lebensmittel auch Monate später noch essen.

Bei The Good Food gibt es keine festen Preise – ihr zahlt, was es euch wert ist. Das ist manchmal nicht ganz einfach, führt aber dazu, dass man noch einmal über den Wert der Lebensmittel nachdenkt. So kann jeder etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun.

In Deutschland werden jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Eine kaum vorstellbare Menge. Schön, dass es immer mehr Initiativen gibt, die dem etwas entgegensetzen. Was meint Ihr? Schreibt uns einen Kommentar!