In Marmelade, Konfitüre und Gelee finden wir in der kalten Jahreszeit einen Hauch vom Sommer wieder. Wer glaubt, Einmachen sei grundsätzlich schwierig und sehr zeitaufwendig, könnte überrascht werden. Denn mit ein paar Tricks ist es auch für Anfänger in Sachen Einmachen ganz einfach, leckere klassische, aber auch ausgefallene Marmelade, Konfitüre und Gelee zu kreieren.

Einmachen oder Einkochen – wo liegt der Unterschied?

Einkochen und Einmachen sorgen dafür, dass Obst und Gemüse für lange Zeit haltbar ist, allerdings in unterschiedlicher Konsistenz. Auch die Methode unterscheidet sich bei beiden und je nachdem, was man konservieren möchte, muss man die Lebensmittel entweder einmachen oder einkochen. Wer Konfitüre, Gelee und Marmelade herstellen möchte, muss diese einmachen. Wer Pfirsiche, Birnen und Co. in Stücken im Glas überwintern lassen möchte, muss diese einkochen. Einmachen und einkochen unterscheiden sich also wie folgt:

Einkochen:
Obst und Gemüse aus dem Glas

Einmachen:
Konfitüre, Marmelade und Gelee

  • Beim Einkochen werden Obst und Gemüse stark erhitzt und sterilisiert.
  • Beim Einkochen werden die Zutaten direkt ins Einmachglas gegeben. Das Glas wird samt Inhalt in einem geschlossenen Topf erhitzt.
  • Durch das Einkochen werden die verwendeten Lebensmittel von allen Keimen befreit.
  • Beim anschließenden Abkühlen bildet sich im Einmachglas mit Deckel und Gummiring ein Vakuum, wodurch die Lebensmittel konserviert werden.
  • Beim Einmachen wird Konfitüre, Marmelade und Gelee gemacht.
  • Dabei werden alle Zutaten zunächst zu einer dickflüssigen Masse gekocht und dann in saubere Gläser abgefüllt. Im Gegensatz dazu werden die Lebensmittel beim Einmachen pasteurisiert, also auf bis zu 100 Grad Celsius erhitzt um so Mikroorganismen abzutöten.
  • Einmachen wird für Konfitüre, Marmelade und Gelee verwendet. Hierbei werden alle Zutaten direkt in einem Topf gekocht und diese Mischung in saubere Einmachgläser gefüllt.

Einmachen – so geht's

Warum macht man ein? Damit das saisonale Obst länger haltbar ist und man den Geschmack von Erdbeeren auch im noch so verschneiteten Winter beim Frühstücken genießen kann. Nämlich dann, wenn man die eingemachte Erdbeer-Konfitüte öffnet und auf sein Brötchen oder Croissant schmiert. Damit Marmelade, Gelee und Konfitüre konservieren, sind drei Dinge notwendig:

  1. Zucker (oder das im Gelierzucker ab einem Verhältnis von 2:1 enthaltene Konservierungsmittel)
  2. das Kochen der Früchte und
  3. das kochend heiße Einfüllen in die Gläser.

Damit das gelingt, hier einige Tipps zum Einmachen

 

Achtet auf frisches, vollreifes Obst und Gemüse: Auch nur leicht überreifes Obst und Gemüse sollten nicht mehr den Weg in euer Einmachglas finden. Das gleiche gilt, wenn sich bereits Fruchtfliegen an den Früchten und Beeren zu schaffen machen.

 

Obst und Gemüse vor dem Zerkleinern waschen; jedoch und nur kurz – es verliert sonst sein Aroma.

 

Verwendet unbedingt Gläser, die luftdicht abschließen. Die Gläser müssen einwandfrei und absolut sauber sein. So sterilisiert ihr Gläser, Deckel und Gummi

 

Wenn ihr euer Einmachgut einfüllt, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Verklebte Glasränder können verkeimen oder haben zur Folge, dass der Deckel nicht richtig schließt. Am besten wischt ihr eventuelle Patzer mit einem feuchten Tuch ab. Wenn ihr einen Trichter zum Einfüllen verwendet, ist es leichter und es geht nichts daneben.

 

Damit alles gut konserviert, füllt ihr das Einmachgut immer heiß und randvoll in die Gläser ein und verschließt die Gläser sofort fest. Zutaten wie Sultaninen oder Nüsse verteilen sich im Glas besser, wenn die frisch abgefüllten und verschlossenen Gläser während des Erkaltens mehrfach gewendet werden

5 Rezepte zum Einmachen

Rote Bete nach 'Uromas Art' einmachen

Zum Rezept

Zucchini süß - sauer

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Grundlage für Tomatensuppe, haltbar gemacht

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Gewürzgurken

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Dampfzwetschgen

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Dampfzwetschgen
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Woran erkenne ich, dass die Marmelade & Co. fertig sind?

Die Gelierprobe zeigt an, wann der Kochvorgang abgeschlossen ist und ihr die gekochte Marmelade & Co. in die Einmachgläser füllen könnt.

Küchentrick: Wie funktioniert die Gelierprobe?

1-2 Teelöffel des heißen Einmachguts auf eine kalte Untertasse geben. Die Probe sollte jetzt sofort fest werden. Geliert sie nicht, lasst das Einmachgut noch etwas kochen oder fügt ein wenig Zitronensäure hinzu. Diese sorgt für eine festere Konsistenz, beeinträchtigt jedoch nicht den Geschmack eurer Marmelade, Gelees oder Konfitüre.

Beim Kochen der Früchte mit dem Gelierzucker unbedingt die Angaben in den Rezepten sowie die Hinweise der Hersteller auf der Gelierzuckerverpackung beachten. Wird das Einmachgut zu lange gekocht, verliert der Gelierzucker seine gelierende Wirkung.

Worauf sollte man beim Aromatisieren achten?

Alkohol konserviert und verfeinert, sollte allerdings nur hinzugefügt werden, wenn keine Kinder diese Konfitüre essen. Hochprozentiges wird immer erst am Ende der Kochzeit hinzugegeben. Essen Kinder mit, lässt sich der Alkohol durch Saft ersetzen oder wird einfach weggelassen. Der "Kick" für Konfitüre & Co.: Gewürze, Nüsse und Kräuter sorgen für ausgefallenes Aroma: Vanille, Zimt, Koriander, Kurkuma, Ingwer, Sultaninen, Walnüsse, Pinienkerne, Pfefferminze. Lavendelblüten oder oder oder ... - da sind der eigenen Fantasie und dem Geschmack keine Grenzen gesetzt.

Im Video seht ihr, wie euch mit Vanille aromatisierte Erdbeermarmelade gelingt:

Erdbeermarmelade mit Vanille
Von: Eliane Neubert, Länge: 1:28 Minuten

Das Rezept zum Video:

Die Produkte zum Video

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Das Einmachglas steht Kopf – Muss das sein?

Ob es zwingend notwendig ist, die Gläser nach dem Einfüllen des kochendheißen Einmachguts für einige Zeit auf den Kopf zu stellen, ist nicht ganz klar. Die Befürworter betonen, dass so ein Vakuum entstünde und außerdem die Innenseite des Deckels durch den Kontakt mit dem heißen Einmachgut nochmals von möglichen Keimen befreit wird, da diese durch die Hitze abgetötet werden.

Gegner des Umdrehens möchten vor allem das Verschmutzen der Deckelinnenseite vermeiden, da dies beim Öffnen des Glases zu einem späteren Zeitpunkt natürlich etwas unschön aussieht. Das Auge isst ja bekanntlich mit.

Hygiene ist ein Muss

Beim Einmachen ist Hygiene ein unbedingtes Muss. Durch Verunreinigungen am Einmachglas oder am Deckel können Konfitüre und Co. verderben. Deswegen ist es wichtig, dass Deckel und Gläser vor der Verwendung sterilisiert werden. Das funktioniert, indem man Deckel und Gläser in Wasser für etwa 8 Minuten auskocht, mit einem sauberen Geschirrtuch abtrocknet und sie anschließend nochmals für einige Zeit bei 80 Grad im Ofen trocknet.

Noch einfacher geht die Sterilisation, wenn man Gläser und Deckel direkt bei 120 Grad für etwa 10 Minuten in den Backofen stellt. Keime haben so keine Chance mehr. Im Idealfall verwendet ihr die zu den Einmachgläsern gehörenden Gummiringe immer nur einmal. Bereits verwendete Gummiringe können porös geworden sein, den Rand folglich nicht mehr richtig abdichten und so dazu führen, dass Luft eindringt. Wenn ihr die Gummiringe erneut verwenden wollt, kocht sie in Essigwasser ab. Wer ganz sicher sein möchte, nutzt auch die Einmachdeckel nur einmal. Alternativ kann man die Deckel regemäßig auf Mängel, wie beispielsweise Rost überprüfen.

Als Ernährungswissenschaftlerin schaue ich genau auf mein Essen – und lasse es mir schmecken!

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