Der Foodfotografie-Workshop bei Chefkoch.de - Schön wars!

Am Samstag den 28. November lud Chefkoch.de zum Foodfotografie-Workshop in die Zentrale in Bonn ein. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, ob jung oder alt – für alle war etwas dabei. Eindrücke von dem gelungenen Workshop-Tag findet ihr im Folgenden.

Foodfotografie will gelernt sein. Daher haben wir den Foodblogger und leidenschaftlichen Fotografen Uwe von Highfoodality.com als Workshopleiter eingeladen. Er ist extra aus Nürnberg angereist, um unseren 12 Teilnehmern sein Wissen über das Fotografieren und das Anrichten von Essen zu vermitteln. Punkt 8 Uhr stand Uwe am Herd in unserer Chefkoch-Eventküche um das Schmorgulasch mit Kartoffelpüree vorzubereiten und die Fotostationen aufzubauen; denn solch ein Workshop will gut vorbereitet und geplant sein.

Ab 10 Uhr trafen bereits die ersten Teilnehmer ein. Eine Teilnehmerin reiste extra mit dem Nachtbus aus Berlin an. Und auch aus Bremen, Göttingen und Heidelberg waren Teilnehmer vertreten. Um 11 Uhr startete der Workshop mit einer kurzen Begrüßungsrunde und einer Führung durch die Chefkoch-Büros, bei der die Teilnehmer einen kurzen Einblick hinter die Kulissen unseres mittlerweile rund 100-köpfigen Teams bekommen konnten.

Teil 1: Ein paar Grundlagen – ISO, Blende und Verschlusszeit

Im ersten Teil des Workshops stellte Uwe die Grundprinzipien eines Foodfotos vor. Das Ziel ist: das Foto soll Lust auf Essen machen! Und um das zu erreichen, gibt es viele kleine Tipps und Kniffe: Angefangen vom geschmackvollen Anrichten, dem Verzieren mit Aktivkohle, bis hin zum richtigen Bildausschnitt und Winkel, aus dem man fotografiert (45° oder Topview ist für Foodfotos zu empfehlen), und nicht zu vergessen der richtigen Kameraausrüstung.

Nachdem Uwe uns eine kurze Einführung in das Zusammenspiel von ISO, Blende und Verschlusszeit gegeben hatte, ging es dann auch schon los an die Praxis. Das morgens vorbereitete Schmorgulasch mit Kartoffelpüree, eigentlich eher ein unkonventionelles Essen für die Foodfotografie, wurde zunächst von Uwe appetitlich angerichtet.

Danach durfte jeder Teilnehmer seinen eigenen Teller ebenso anrichten und natürlich auch im Team fotografieren. Aufgabe war es, die Blende, ISO und Verschlusszeit so einzustellen, bis die Belichtung passt. Dies war bei den Lichtverhältnissen, die wir an dem Tag hatten, gar nicht so einfach. An vier verschiedenen Stationen konnten die dreier Teams üben, sich gegenseitig über die Schulter schauen und Tipps geben.

Teil 2: Wie man die Schärfe kontrolliert

Im zweiten Theorieteil ging es um das Thema Bildschärfe versus Tiefenschärfe. Dabei rückte die Blende in den Mittelpunkt, ISO und Verschlusszeit wurden angepasst. Mit einem kleinen Blendenwert konnten so ganz bestimmte Bereiche eines Fotos scharf gestellt werden und in den Fokus des Betrachters gerückt werden. Versuchsobjekte waren nun verschiedene Obstsorten, die aus unterschiedlichen Perspektiven scharf gestellt werden sollten. Die Teilnehmer zeigten für diese Übung auch größten Einsatz ;)

Teil 3: Die Sache mit dem Licht

Zum Schluss widmeten wir uns der „Sache mit dem Licht“, was besonders im Winter eine Herausforderung sein kann. Deshalb haben wir auf Tageslichtlampen, Reflektoren und Diffusoren zurückgegriffen. Auch ein entfesselter Blitz kann gut eingesetzt werden. Vom integrierten Blitz sollte man jedoch lieber die Finger lassen.

Ein Tipp von Uwe: Es muss nicht immer alles für teures Geld gekauft werden. Als Diffusor kann Brotpapier verwendet werden, als Reflektor dienen Alufolie oder Styroporplatten.

Nun ging es wieder ans Werk. Fotoobjekt war dieses mal Ceviche mit einer Soße aus Zitronen, Akazienhonig und Essig-Charlotten. Das Rezept dazu findet ihr auf Uwes Blog. Uwe gab wieder Tipps zum Anrichten und jeder durfte wieder seinen eigenen Teller anrichten. Um das Fotografieren bei richtigen Lichtverhältnissen zu üben, hatte Uwe Tageslichtlampen aufgebaut und mit Hilfe von Reflektoren und Diffusoren konnten die Lichtverhältnisse angepasst werden.

Nach sechs Stunden Workshop waren alle um viele neue Eindrücke und Kenntnisse reicher und zeigten sich gegenseitig stolz ihre schönen Fotos. Als krönenden Abschluss gab es für alle das Chefkoch Goodie-Bag mit nach Hause, dieses Mal in Form eines Chefkoch-Jutebeutels, gefüllt mit vielen tollen Kleinigkeiten.

Das haben wir im Foodfotografie-Workshop gelernt:

Foodfotografie will gekonnt sein. Aber mit den richtigen Tipps und ein wenig Übung ist dies gar nicht so schwierig. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Uwe von Highfoodality.com, der uns mit seinem Fachwissen bereichert hat und auch Anfängern das Fotografieren leicht gemacht hat. Und Uwe kann nicht nur tolle Fotos machen, sondern auch toll kochen. Das Gulasch und auch das Ceviche waren vorzüglich.

Und natürlich möchten wir uns auch bei allen Teilnehmern bedanken. Wir haben uns sehr gefreut, dass ihr dabei wart und würden uns freuen, euch bei unseren zukünftigen Workshops wieder zu sehen.

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