Lecker: ein Steak und jede Menge Grillgemüse vom Kontaktgrill

Egal ob zu Weihnachten, zum Geburtstag, zum Muttertag oder einfach so zwischendurch: Kochbücher sind immer ein feines Geschenk.

Da wir es bei unseren Lesern jedoch mit Chefköchen zu tun haben, die den Kochlöffel in der Küche nicht erst seit gestern schwingen, wollten wir euch eine besonders erlesene Auswahl an Rezeptsammlungen kredenzen.

Nachfolgend haben wir eine große Auswahl origineller Kochbücher zusammengestellt, die allesamt etwas Besonderes haben: Sei es thematisch oder weil die Bücher so schön gestaltet sind, dass man manchmal gar nicht weiß, ob man es mit einer Rezeptsammlung oder einem Bildband zu tun hat.

Kochbücher international

Skandinavische Leckereien, New Asia-Cuisine & die Multikulturalität Jerusalems


     

 

“Dots Cooking” – Martin Ho und Thomas Schauer

Asiatisch essen? Immer gern. Aber die asiatische Küche ist weitaus mehr als Sushi und gebratener Reis – Martin Ho, Gastronom und Kunstsammler, schuf mit seiner unkonventionellen Herangehensweise an die asiatische Gastronomie eine Art Nouvelle Asia-Cuisine.

Hong Kong Style Sandwich, Apfelstrudel Maki & Marilyn Monroll sind da nur einige Gerichte, die Ho in seinen diversen Restaurants und so nun auch in seinem Werk „Dots Cooking“ kredenzt.

Was hinter diesen kuriosen Namen steckt, erklärt der Meister einfach selbst: „Wir lieben Sushi und Maki, essen aber auch alles andere gerne, und mein persönlicher Geschmack prägt nach wie vor unser Angebot“.

Essen ist für den Vietnamesen Genuss und Kunstwerk zugleich. Und genau so wirkt auch „Dots Cooking“: Wie ein Kunstband, der sich als Kochbuch verkleidet hat. Oder Umgekehrt. Wir finden beides grandios.

“Jerusalem: Das Kochbuch” – Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi

Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi, ein Israeli und ein Palästinenser, stellen uns die Küche ihres Heimatlandes vor: Jerusalem, Zentrum der drei großen Weltreligionen, Pilgerstätte und nicht nur kulturell ein Schmelztiegel.

Jerusalem vereint die Esskulturen Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens. Das Ergebnis ist ein Feuerwerk an Eindrücken und Aromen, wie man es selten erlebt. Traditionelle Gerichte treffen hier auf moderne Küche.

Wunderbare Bilder von Land und Leuten sowie kleine Anekdoten aus den Haushalten und Straßen Jerusalems lassen ein authentisches Porträt der vielgestaltigen Metropole entstehen. Eine kulinarische Weltreise, wie sie besser nicht sein könnte.

“Scandinavisch Backen” – Trine Hahnemann

Für viele ist Backen das perfekte Chill-Out Programm. Balsam für die Seele quasi. Der Duft von frischem Brot und Kuchen entspannt uns, entschleunigt uns, lässt uns im hektischen Alltag innehalten. Die Weite der skandinavischen Landschaft ist der Spiegel dieses Empfindens.

100 Backrezepte für die Seele – nicht nur die skandinavische – liefert dazu passend Trine Hahnemanns Kompendium „Scandinavisch Backen“: Rezepte für Torten, Kuchen, Brote, herzhaftes Gebäck, Konfitüren und ebenso für festliche Gelegenheiten wie Mittsommer oder Weihnachten.

Denn Backen – sowohl von Brot als auch von Kuchen – ist ein wahrer Liebesdienst, findet Trine Hahnemann. Wer würde ihr widersprechen?

Deutsche Küche par excellence

Kochbücher mit neuen Rezepten aus der deutschen Heimat
 

 

 

„Heimat“ – Tim Mälzer

Was ist für euch Heimat? Für Fernsehkoch Tim Mälzer ist zu Hause überall dort, wo das Herz ist. Der Küchenbulle hat deswegen eine kulinarische Reise durch Deutschland unternommen.

Er kostete seltene Käsesorten, entdeckte eine neue Brotkultur, fuhr mit Fischern aufs Meer und sah zum ersten Mal in seinem Leben Schweine in freier Wildbahn vor Glück rennen.

In „Heimat“ kredenzt Mälzer nun über 120 Rezepte: er modernisiert Klassiker und kreiert neue Gerichte aus altbekannten Zutaten. Home is where the heart is und Liebe (auch die zum Heimatland) geht durch den Magen.

„Kiezküche St. Pauli - You'll never cook alone“ – Sandra Vartan und Sebastian Meissner

Der tätowierte Fisch, der das preisgekrönte Cover von „Kiezküche St. Pauli - You'll never cook alone“ ziert, steht für all das, was St. Pauli ausmacht: Rotlicht, Hafenromantik, Party und unzählige kulinarische Highlights.

Kiezklassiker wie Fischbrötchen oder Currywurst sind ebenso vertreten, wie asiatische, türkische und afrikanische Gerichte, ausgefallene Desserts, Cocktails und das obligatorische Katerfrühstück.

St. Paulis Speisen sind so vielfältig wie die Charaktere, die das Viertel beheimatet. Und auch die kommen in „Kiezküche St. Pauli“ mit ganz viel Lokalkolorit zu Wort, um St. Paulis Geschichte zu erzählen.

„Deutschland vegetarisch“ – Katharina Seiser und Stevan Paul

Rund 10 % der Deutschen sind Vegetarier. Was derzeit wie ein Trend erscheint, hat gerade in Deutschland lange Tradition. Seit Jahrhunderten wurde die regionale Gemüseküche in Deutschland kultiviert.

Rezepte wie Feldsalat mit Kartoffeldressing, Rosenkohl mit Maronen oder Wirsingrouladen mit Meerettichsoße wissen zu begeistern, denn hierbei handelt es sich um grundsolide und leckere deutsche Hausmannskost – nur ohne Fleisch! Und eben jenes vermisst hier auch niemand. Versprochen!

Kochbücher zu deinen Lieblingsserien

Kochen wie Chewbakka, Walter White und die Lannisters
 

 

   

 

„Das STAR WARS Kochbuch“ – Robin Davis und Frankie Frankeny

Wie „authentisch” die Rezepte aus dem Star Wars Kochbuch sind, wollen wir nicht hinterfragen. Fest steht: Die Macht ist stark in diesem Kochbuch. Wer also vor dem Kinostart von Episode VII im Dezember 2015 noch mal alle Teile der Sci-Fi Saga genießen möchte, kommt um die entsprechenden Snacks kaum herum.

Über 50 galaktische Rezepte sorgen dafür, dass sowohl gestandenen Jedi-Rittern als auch jungen Padawanen das Wasser im Mund zusammenläuft. Wookiee-Cookies, Yoda-Soda, Han-Burger? Das probieren ihr müsst!

„A Game of Thrones - Das offizielle Kochbuch“ – Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer

Saftige Braten aus Winterfell, die deftigen Suppen der Nachtwache und die exquisiten Süßspeisen aus King’s Landing: kein Problem, mit dem offiziellen Game of Thrones Kochbuch.

Die zwei Bloggerinnen Chelsea Monroe-Cassel und Sariann Lehrer sind große Fans von George R. R. Martins Fantasy Ebos und haben sich bereits vor Jahren aufgemacht, um Westeros und die Küche der sieben Königreiche zu erforschen. Festgehalten wurde diese zunächst in einem Blog, und weil der Autor selbst so begeistert war, wurde schließlich aus der Webseite ein ganzes Kochbuch. Bei der Recherche wurden keine Mühen gescheut.

Mittelalterliche Kochbücher wurden gewälzt und nur wenn nötig, zeitgenössische Entsprechungen kreiert. Herausgekommen ist dabei eine prachtvolle Mischung bei der die Häuser Baratheon, Targaryen, Lannister und Stark (und damit auch wir), voll und ganz auf unsere Kosten kommen.

„Baking Bad“ – Walter Wheat

Breaking Bad ist vorbei, aber ihr seid immer noch drauf. Die Serie macht süchtig! Der Entzug ist unerträglich und ihr braucht die nächste Dosis. Die Rettung naht in Form dieses nicht ganz ernst gemeinten Kochbuchs mit dem treffenden Titel „Baking Bad“.

Die 'Meth Muffins' auf dem Cover, inklusive blauen Zucker Kristallsplittern sind da nur der Anfang. Rand voll mit zuckrigen Insiderwitzen wie Ricin Crispie Treat, Apple & Banana Hank-cakes oder Heisen-batten-Burg Cake, lädt Baking Bad dazu ein, Walter Whites Abenteuer noch mal von vorn zu erleben. Aber diesmal mit den passenden Süßspeisen.

„Let's Cook. B*tch“, würde Jesse sagen.

Das Augen kocht mit

Zack, bumm, fertig – schwarzweiß Malerei in der Küche und Pizza aus dem Bilderbuch
 

Chop, Sizzle, Wow: The Silver Spoon Comic Cookbook von  Adriano Rampazzo    

 

"Chop, Sizzle, Wow: The Silver Spoon Comic Cookbook" – Adriano Rampazzo

Rezepte für Pizza, Tiramisu und Spaghetti Carbonara gibt es viele, aber in Comic Form wurden der Kochprozess für diese italienischen Klassiker noch nicht dargestellt. Autor Adriano Rampazzo hat sich der Sache angenommen und bringt mit "Chop, Sizzle, Wow" nun das erste Comic-Kochbuch auf den Markt.

Zielgruppe sind hier vor allem Kinder und junge Erwachsene ebenso wie Kochanfänger – oder aber alle, die einen Faible für originelle Kochbücher haben. Allein der Titel des englischsprachigen Werks, der sich lautmalerisch-frei mit "schnippel, zisch, toll" übersetzen lässt, sorgt direkt für das passende Comic-Flair.

Entsprechend sind die schnellen und einfach nachzukochenden Gerichte auch zack bumm fertig und werden mit mmhampf verdrückt.

"Black & White: Design auf dem Teller" –Rainer Schillings, Manuel Weyer, Ansgar Pudenz

Black & White – Design auf dem Teller“ ist ein Buch für Menschen, die bewußt in der Küche das Besondere suchen.

Edle Küche (mit Rezepten von Manuel Weyer), pointierte Texte (von Rainer Schillings) und ästhetisch klare Fotos (von Ansgar Pudenz) machen das Buch in jeder Hinsicht zu einem einmaligen Erlebnis: Die Welt der Küche wird hier in edlem Schwarz und Weiß gemalt, einzige Ausnahme sind Nuancen von grau. Schwarzes Schwein, schwarze Ravioli und Mousse von schwarzem Tee treffen auf Kalbsfilet mit weißer Sesamkruste und Wodka-Kardamon-Soufflee.

Dieses hochgradig stylische Kochbuch ist ein erfrischender Kontrast zu der inzwischen vertrauten, farbenfrohen Foodfotografie. Edel, edler, black & white.

"Augenschmaus: Sehen. Kochen. Essen."– Katie Shelly

Kochbuch oder Bilderbuch? Beides. Jedoch ist Katie Shellys "Augenschmaus" ein Kochbuch für Menschen, die eigentlich keine Kochbücher mögen. Oder solche, die eh schon zu viele Kochbücher haben.

Denn anstelle komplizierter Anleitungen und langer Zutatenlisten findet ihr hier einfache Rezepte in Form von bunten Infografiken, die leicht zu verstehen und nachzukochen sind. Pfeile und eindeutige Skizzen erklären spielend, wann welcher Schritt in der Küche stattfinden muss, oder wie die Zutaten geschnitten werden sollten.

Die Auswahl der Rezepte reicht von Suppen, Aufläufen und Salaten bis hin zu exotischen Currys. Bei Augenschmaus kommen Küchenmuffel, Designfanatiker und sogar Kinder auf ihre Kosten. Schritt-für-Schritt Anleitungen waren nie hübscher.

Kochbücher zum Nachdenken

Rezepte aus deiner Stadt, Rezepte für die Seele, Rezepte für die Zukunft
 

 

   

 

„Essbare Stadt“ – Maurice Maggi

In „Essbare Stadt“ entführt uns Maurice Maggi, Guerillagärtner und Koch, auf eine kulinarische Reise durch den Großstadt-Dschungel.

Sein Anliegen ist es, urbane Wildpflanzen und vergessene Gemüsesorten, die in unseren Städten beheimatet sind, aufzuspüren, wiederzuentdecken und in köstliche Gerichte zu verwandeln.

Rezepte wie Löwenzahnsalat und Hagebuttensoße sind da noch naheliegend. Honigkuchen mit Schwarzdornkompott oder Isländisches Moos in würziger Gurkenkaltschale sind da schon origineller. Klingt spannend. Ist es auch. Und lecker. Und nachhaltig.

„Rezepte für die Zukunft“ – Susanne Pretterebner

Susanne Pretterebner hat ihre Masterarbeit kurzerhand in ein Kochbuch verwandelt: In „Rezepte für die Zukunft“ erläutert sie die Folgen, die unsere Ernährung auf die Umwelt haben kann.

Dass es auch nachhaltig und klimaschonend geht, beweisen anschließend 48 Rezepte, zusammengestellt im Einklang mit den passenden saisonalen und regionalen Ausrichtungen.

„Dieses Buch ist definitiv die schönste Art, das eigene gesammelte Halbwissen über eine gesunde Ernährung in fundierte Erkenntnisse über die globalen Zusammenhänge in der Ernährung zu tauschen.“ Heißt es im Pressetext zu „Rezepte für die Zukunft“. Wir stimmen dem zu.

„Spirituell kochen: Nahrung, die unsere Seele heilt“ – Denise Linn und Meadow Linn

Was passiert, wenn eine Heilerin, die zugleich als Traum-Coach arbeitet und Menschen weltweit als Lehrerin auf dem Gebiet der spirituellen Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, mit ihrer Tochter ein Kochbuch schreibt?

Wir verraten es euch: Es wird nicht nur sehr spirituell, sondern auch sehr lecker. Denn die Autorinnen verwöhnen unsere Sinne und liefern 45 köstliche Rezepte aus allen Teilen der Welt.

Dazu gibt es Exkurse wie „Die Küche als geweihter Raum“, „Speisen im Lebenskreislauf“ und „Essen für Zeitreisen“. Ziel des Ganzen: „Die glanzvolle Lebensenergie des Universums in unser Essen mit einfließen zu lassen“. Dagegen ist wohl kaum etwas einzuwenden. Hauptsache es schmeckt. Ommmm…

Kochbücher in "Grün"

Veggie-Blogger, erotisch & roh und vegane Einsteiger
 

    

 

„Krautkopf: Vegetarisch kochen und genießen“ – Yannic Schon und Susann Probst

Susann und Yannic lieben einander und kochen gemeinsam seit 2006. Beide sind Vegetarier, beide lieben es frisch, saisonal und regional. Beide sind zudem als Fotografen tätig.

An dieser vielversprechenden Mischung dürfen wir seit einigen Jahren bereits in Blog-Form teilhaben: dort erzählt das Paar regelmäßig, was es kocht, liebt und tut. Eine beachtliche Leserschaft hat Krautkopf, und so erblickte „Krautkopf: Vegetarisch kochen und genießen“ in 2015 das Licht der Buchwelt: Susann und Yannic haben ihre kulinarischen Geschichten fotografisch festgehalten.

Heraus kam ein saisonales Werk mit wunderschönen Bildern und 65 Gerichten. Rezepte mit Einflüssen aus der ganzen Welt. Mehr als die Hälfte der Rezepte sind vegan, laktose- und glutenfrei. Gute Sache.

“Sexy Raw Food” – Steffen Lehmker

Gesund und sexy. Wollen wir alle sein, oder? Dieses hehre Ziel verspricht „Sexy Raw Food“ von Steffen Lehmker. Lehmker ist „Rawfood Coach“ und Spezialist für die Zubereitung von Rohkostgerichten und Grünen Smoothies.

Lange Zeit selbst von Allergien geplagt, hat der Leistungssportler seine Ernährung komplett umgestellt – und sich scheinbar selbst geheilt. In diesem »Crashkurs« Ernährung möchte er seine Erfahrungen und Kenntnisse teilen.

Das Buch liefert Rezepte für die Leber und die Nieren, für Haut und Haar oder auch Shakes, die das Abnehmen erleichtern sollen. Weniger ein Buch für Genießer, als eines für alle die, die ihre Ernährungsweise umstellen möchten.

“Vegan for Starters” – Attila Hildmann

Dieses Kochuch ist für alle, die einfach einmal ausprobieren wollen, wie vegan schmeckt. Oder für Menschen, die vegane Rezepte dem Familien- und Freundeskreis zugänglich machen, aber dafür nicht so tief in die Tasche greifen möchten.

Und wen könnte man da besser nach passenden Rezepten fragen, als Autor und Veganismuskoryphäe Attila Hildmann. Viele seiner Rezepte haben längst Kultcharakter. Bei „Vegan for Starters“ wird es nun Interessierten noch leichter gemacht, den Zugang zur veganen Ernährung zu finden. Lecker, günstig und simpel, lautet die Devise.

Ein wenig Hintergrundinformation liefert Hildmann obendrauf: er erklärt, wieso sich schon eine vegane Mahlzeit pro Tag positiv auf unsere Gesundheit und unsere Umwelt auswirkt, und was es mit Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen auf sich hat. Das perfekte Buch für alle, die mit Veganismus sympathisieren, aber den Sprung noch nicht wagen wollten.

Kochbücher von Profis

Grundlagenforschung, die Wildnis Nordschwedens und das innovativste Restaurant der Welt
 

     

 

„Fäviken“ – Magnus Nilsson

Der junge Schwede Magnus Nilsson leitet das Restaurant Fäviken, in der gleichnamigen Gemeinde in Schweden. Das Fäviken zählte 2014 zu den besten Restaurants der Welt. Da die örtliche Vegetationsperiode nur ein halbes Jahr andauert, sind frische Produkt in Fäviken rar.

Von Anfang an war der Meisterkoch daher bemüht, lokale Bestandteile für seine Speisen zu verwenden, da die weit importierten Zutaten teuer und durch die lange Transportdauer qualitativ minderwertig waren. Stattdessen wird getrocknet, gesalzen, geliert, gepökelt und eingekocht.

In Fäviken stehen konservierte Lebensmittel und Pflanzen wie Flechten, Moose und Baumrinde in Fäviken auf der Speisekarte. Nilssons Buch Fäviken enthält einige seiner speziellen Rezepte: vor einem Nachkochen warnt Nilsson jedoch ausdrücklich.

Entsprechend handelt es sich bei Fäviken weniger um ein Kochbuch, als um die Geschichte eines Restaurants, die Umsetzung eines bahnbrechenden Konzeptes und den Appell an alle Köche, die Möglichkeiten, die sie umgeben, in der Küche zu nutzen. Saisonaler und regionaler Kochen geht nicht. Tolles Buch.

elBulli 2005--2011 – Albert Adrià, El Bulli, Cillero & deMotta (englisch)

Der Koch und Gastronom Ferran Adrià Acosta gilt als Vorreiter der Molekularküche. Sein Restaurant elBulli galt jahrelang als das innovativste Restaurant der Welt. Das kleine Lokal an der Costa Brava bot 50 Plätze. Jede Saison war in kürzester Zeit komplett ausgebucht.

Pro Jahr gingen hunderttausende Reservierungswünsche ein. Für Acosta war das elBulli kein Restaurant, es war seine Bühne. Diese Bühne gibt es in ihrer damaligen Form seit 2014 nicht mehr. Das Restaurant wurde in eine Stiftung umgewandelt. Von dem Renommee des elBulli lebt der passionierte Küchenkünstler jedoch bis heute. Und die Gerichte, die im elBulli kredenzt wurden, gibt es nun in mehreren Bänden zum Nachkochen.

„These volumes are not about who you are or what you cook - this is about understanding a new theory of cooking and cuisine.“ Ein spannender Einblick in die Philosophie des legendären elBulli.

“Modernist Cuisine at Home” – Nathan Myhrvold, Chris Young und Maxime Bilet

“Modernist Cuisine at Home“ ist der Nachfolger von Modernist Cuisine, der ultimativen, 2500 Seiten starken Enzyklopädie der zeitgenössischen Küche.

Mit „Modernist Cuisine at Home“ legen die Autoren Nathan Myhrvold, Chris Young und Maxime Bilet nun den Nachfolger vor, bei dem die Rezepte speziell für die Küche zu Hause entwickelt wurden.

Ein Handbuch für alle, die zu Hause kulinarische Techniken von Weltklasseniveau umsetzen wollen. „Das Nonplusultra für alle Köche, die es ganz genau wissen wollen, vom Hobbykoch bis zum Profi.

Alle werden Unmengen an Material, Ideen und vor allem Denkanstößen finden“ begeisterte sich die FAZ, und behält Recht: Das Werk setzt auf knapp 500 Seiten neue Standards, an denen sich künftig alle Kochbücher messen müssen.

Kochbücher für Trendbewußte

Snacks mit Street Credibility, Gegensätze, die sich anziehen und faire Langsamkeit
 

   

 

„Auf die Hand“ – Stevan Paul

Gesundes Fastfood ist cool und liegt im Trend. Und weil coole und trendige Dinge auch coole und trendige Namen brauchen, nennt sich der schnelle Snack unterwegs jetzt Streetfood.

Dass Streetfood mittlerweile regelrecht zelebriert wird, in Form von Streetfood Festivals, ist da naheliegend. Und das sich die „Generation Streetfood“ (ja, auch die gibt‘s) diesen Trend in die heimische Küche holen möchte, ist ebenso nachvollziehbar – denn Streetfood hat mit lieblosem Fastfood nichts mehr gemein.

Im Gegenteil. Streetfood weiß in der Regel zu begeistern: Liebevoll ausgewählte Rezepte, nachhaltig, saisonal, hochwertige Zutaten, sorgfältig zubereitet und vor allem ungewöhnlich, neu, anders und lecker. Kochbücher zu Themen wie Sandwich, Burger, Toast und Fingerfood sprießen wie Pilze aus dem Boden.

Eines der schönsten ist Stevan Pauls „Auf die Hand“. Paul liefert nicht nur zahlreiche, köstliche Rezepte für die schnelle, flexible Take-Away Küche, er portraitiert auch die Menschen, die Köche hinter diesen Gerichten. Das ist nicht nur spannend und modern, sondern auch sehr genussvoll.

„Markt des Guten Geschmacks“ – Slow Food Deutschland e. V.

Bei diesem Buch handelt es sich um die erste Rezeptsammlung von Slow Food Deutschland! Slow Food ist Bewegung und Vereinigung zugleich: Ihr Ziel ist, ist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.

12 Slow-Food-Köche entwickelten Rezepte, die nicht nur schmecken und authentisch unverfälschten Geschmack garantieren, sondern vor allem auf biologisch einwandfreien Produkten beruhen. Die Gerichte sind dabei leicht nachzukochen. Wer sofort draufloskochen mag, findet im Anhang Bezugsquellen für die verwendeten Lebensmittel.

„Foodpairing“ – Rolf Caviezel und Thomas A. Vilgis

Süß, sauer, salzig, bitter, umami und ggf. fettig: Das sind die Geschmacksrichtungen, die wir schmecken können.

Wenn es um Geschmack geht, kombinieren wir jedoch meistens, was wir kennen. Oder aber, wir kreuzen Aromen, wie wir es seit jeher gewöhnt sich. Wirklich spannend wird es jedoch erst, wenn man den Blick über den Tellerrand wagt, und Aromen auf unvorhersehbare Art und Weise miteinander kombiniert.

Foodpairing nennt sich dieser kulinarische Trend. Und wer jetzt ehrfürchtig an Molekularküche denkt, liegt gar nicht so falsch. Eingeschüchtert zu sein, ist bei „Foodpairing: Harmonie und Kontrast“ jedoch unnötig. Hobbyköche und Profis werden locker und unprätentiöse an das spannende Thema Foodpairing herangeführt.

Also: Aromenbaukasten raus und los geht’s!

Nichts bringt Menschen besser zusammen, als gutes Essen.

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