Länderküche

Die Tajine – Funktion und Rezepte

Tajine - Funktion, Tipps und Rezepte

Marokkanische Rezepte wie aus 1000 und einer Nacht! Verwöhnt eure Lieben mit leckeren orientalischen Rezepten und holt euch mit der Tajine ordentlich Abwechslung nach Hause. 

Tajine – Dampfgarer aus 1000 und einer Nacht?

Der Begriff Tajine (die oder der, auch Tagine) beschreibt sowohl den marokkanischen Schmortopf als auch traditionelle marokkanische Rezepte, die in einer Tajine mit vielen orientalischen Gewürzen zubereitet wird. Die Tajine ist bereits vor Jahrtausenden von den nordafrikanischen Berbern eingesetzt worden.

Sie ist ein kegelförmiges Kochgefäß, damals aus Lehm oder Ton, heute meist aus Keramik oder auch Gusseisen. Sie besteht aus einem Boden in schalenform sowie einem darauf passenden Deckel in konischer Form, an dessen Spitze sich die sogenannte Dampfsperre befindet.

Lohnt sich eine Tajine für mich?

Eine Tajine zu kaufen lohnt sich für alle, die sich in der orientalischen bzw. marokkanischen Küche mit all ihrer Aromastärke und Geschmacksintensität der Gewürze zu Hause fühlen. Die Tajine bringt ein Stück arabische Kochkunst in unsere Küchen und lässt Genießerherzen höher schlagen. Wer gesunde, fettarme, aroma- und geschmacksschonende Rezepte kochen möchte und den langweiligen Kochtopf im Schrank lassen möchte, für den bietet eine Tajine ein abwechslungsreiches und neues Geschmackserlebnis. Denn Experimentierfreude und Abenteuerlust weckt die Tajine allemal. In der nachfolgenden Übersicht seht Ihr alle Vorzüge der Tajine auf einen Blick:

Warum eine Tajine meine Küche bereichert
 Geschmack und Aroma ist intensiv, da Zutaten im Eigensaft und nicht in Wasser garen
 Nährstoffe bleiben durch Dampfgaren erhalten
 Die Tajine ermöglicht fettfreies Garen von Zutaten
 Die Zubereitung ist einfach und erfordert weder Fachkenntnisse noch Aufsicht bei der Garzeit
 Die Tajine lädt dazu ein, neue Dinge auszuprobieren

Tajine – Keramik, Lehmerde, Gusseisen oder Edelstahl?

Setze ich bei einer Tajine voll auf optische und materielle Tradition und will mir wirklich ein Stück Orient nach Hause holen, sollte ich mich für eine Tajine aus Keramik oder Ton entscheiden. Bei der französischen Traditionsmarke Emile Henry erhalte ich sehr gute Qualität zu einem guten Preis. Nicht nur das dekorative Design des Produkts, sondern vor allem aromatische marokkanische Rezepte, die mit dieser Tajine hergestellt werden können, heben die Nutzer positiv hervor.

Möchte ich mir eine Tajine zulegen, die ich ein uneingeschränkt umtauschen kann, stylisch aussieht und zudem noch für meinen Induktionsherd geeignet ist, befinden wir uns wie bei der Tajine von Le Creuset preislich schon im dreistelligen Bereich. Sie ist aber zusätzlich ausreichend groß, um Speisen für sechs bis acht Personen zuzubereiten.

Modernes Design und neueste Technik in Verbindung mit gutem Geschmack aus traditioneller Form verspricht dagegen die Tajine Pfanne von Rösle aus Edelstahl. Sie ist ebenfalls für den Induktionsherd geeinet. Den Abwasch kann bei dieser Tajine die Spülmaschine übernehmen, da das Material entsprechend unempfindlich ist. Darüber hinaus ist sie nach dem Kauf sofort zum Einsatz bereit.

Bei der Tajine von Marrakesch Accessoires ist laut Herstellter alles original marokkanische Handarbeit. So könnt Ihr die Tajine-Gerichte ganz traditionell über glühender Kohle garen und die Tajine zum Beispiel auch im Garten benutzen. Lasst Ihr das Stövchen weg, kann sie bis auf Backofen oder Induktionsherd überall verwendet werden und liefert den Kundenrezensionen zufolge ordentliche Speisen ab. Vorsicht ist laut einzelnen Bewertungen jedoch bei der Temperatur geboten: Ist die Hitzeeinwirkung zu hoch, kann das Geschirr Risse bekommen.

Zur Anwendung einer Tajine

Zuallerst ist ganz wichtig: Die Tajine – sofern sie aus Keramik oder Ton besteht – muss vorbehandelt werden. Die Tajine ist dann von Haus aus noch recht porös und saugfähig. Und das ist auch gut so, denn vor der ersten Benutzung solltet ihr eure Tajine über ein bis zwei Stunden Wässern. Im Anschluss daran verpasst Ihr Eurem neuen Spezialgarer aus dem Orient eine ordentliche Patina, sprich eine spezielle Antihaftbeschichtung des Bodens, wie bei einer gebräuchlichen Pfanne. Hierfür bratet Ihr in der Tajine zum Beispiel Zwiebeln zusammen mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen in Öl scharf an, bis sich eine dunkle Schicht am Boden bildet. Die Poren der Tajine schließen sich so und werden durch die natürliche Bratschicht versiegelt. Das sorgt dafür, dass eure Tajine bessere Gar- und Aromaeigenschaften erhält. Hört sich nach viel Arbeit an, ist aber für einen sehr guten Geschmack unabdingbar. Gut Ding will also Weile haben.

Die Tajine ist im Prinzip ein Dampfgarer aus niedriggebrannter Keramik – Keramik oder Ton dann, wenn sie traditionell marokkanisch ist. Andere moderne Produkte können aber auch aus Gusseisen bestehen. Produkte wie die Tajine werden zum Teil auch an die Gegebenheiten der modernen Küche angepasst und für den Einsatz auf dem Induktionsherd aus Edelstahl gefertigt. Dies verfehlt in meinen Augen jedoch den besonderen traditionellen Flair, den eine Tajine mit sich bringt. Dem geschmacklichen Erlebnis des Traditionsproduktes tut dies laut Käuferrezension keinen Abbruch.

Tajine Dampfkreislauf

Ob Edelstahl oder Keramik – die Tajine hat immer das gleiche Garprinzip: Die Hitzequelle befindet sich unter dem Boden. Als Hitzequelle können dabei sowohl ein Gas-, Elektro oder Induktionsherd und sogar ein offenes Feuer dienen. Die Wärme steigt auf und bildet sich in Form von heißem Wasserdampf innerhalb der Tajine. Dabei sorgt die mit kaltem Wasser befüllbare Dampfsperre an der Spitze des konisch geformten Deckels dafür, dass der aufsteigende Dampf dort kondensiert, in den Behälter zurücktropft und so ein Garkreislauf entsteht.

Die Speisen liegen wie bei einem Dampfgarer auch nicht direkt im kochenden Wasser, sondern garen indirekt im Kreislauf des heißen Wasserdampfkreislaufs. Auf diesem Wege können sich auch die verwendeten marokkanischen Gewürze sehr gut verteilen. Das Besondere an einer Tajine: Trotz der ausschließlich von unten einwirkenden Hitzequelle nutzt die Tajine die Wärmeverteilung gleichmäßig und energieeffizient, um so eine Art Backofeneffekt zu erzielen, ohne die Energie eines Backofen zu beanspruchen.

Wie reinige ich meine Tajine?

Damit die natürlich Patina der Tajine als Antihaftbeschichtung bestehen bleibt, solltet Ihr die Tajine nicht mit aggressiven chemischen Reinigern säubern. Auch weichere Spülmittel sind nicht geeignet, da in beiden Fällen der Bodenbelag eingeweicht und abgetragen wird. Am besten ist es, ihr nehmt für die häufige Reinigung eine Bürste und klares warmes Wasser. So könnt Ihr grobe Essensreste entfernen, eine Schutzschicht am Bodern der Tajine bleibt aber vorhanden. Ab und an könnt ihr eure Tajine auch gründlicher reinigen und etwas Essig oder Zitrone verwenden – aber bitte nie chemische Zusätze.

Tajine – Rezepte aus 1000 und einer Nacht

Tajine heißt nicht nur das marokkanische Kochgeschirr, sondern auch die darin zubereiteten Rezepte, die einem Eintopf oder dem französischen Ratatouille ähnelt. In eine Tajine gehören jedoch neben Gemüse meist noch Fisch, Fleisch oder zusätzlich noch eine süße Note. Außerdem gibt es eine Vielzahl leckerer marokkanischer Gewürze.

Dabei solltet Ihr ein gewisses Zubereitungs- und Schichtprinzip einhalten, damit Eure Tajine das beste Garergebnis erzielt. Am besten ist, Ihr schneidet Euer Obst und Gemüse in mundgerechte Stücke. Reis und Couscous könnt Ihr im Vorhinein ein paar Minuten in Wasser einweichen lassen. Fleischstücke von Huhn, Pute, Lamm oder auch zarter Fisch werden mit Gewürzen verfeinert und roh auf die anderen Zutaten gelegt. Am Ende der Garzeit sollte sich das Fleisch mühelos vom Knochen abziehen lassen.

Besonders traditionell wird die Tajine mit typisch marokkanischen Gewürzen, wie zum Beispiel Kreuzkümmel oder Koriander. Mandeln, Sesam sowie etwas Honigsüße geben jedem Rezept zusätzlich einen orientalischen Touch. Marokkanische Tajine Rezepte: Schaut euch die Übersicht an und lass Euch inspirieren.

In diesem Sinne: Shahiya tayyeba! (arab. Guten Appetit!)

Hobbykoch mit einem Faible für Küchenequipment. Fleisch und Bier sind mein Lieblings Fast Food.

Leidenschaftlicher Hobbykoch, aber nur mit praktischem Küchenequipment. Soll es doch mal schnell gehen, dann am liebsten Fleisch und Bier.

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