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Mittermeiers Trickkiste: Kochen für Kinder

Wie Kids den Schritt zum Erwachsenen-Essen schaffen

Pommes, Nudeln, Kloß mit Soß – wenn die Kinder aus dem Gröbsten heraus und längst schon auf feste Nahrung umgestiegen sind, beginnt für die Eltern eine schwere Zeit. Die Herausforderung: gesunde Nahrung an den Nachwuchs zu bringen – und zu verhindern, dass diese zu Fast Food Junkies mutieren. Mit ein paar Tricks klappt der Wechsel zum Elternessen ganz gut!

Ich weiß es noch genau, im Alter zwischen drei und sechs Jahren ernährten sich meine Kids mit Wonne von Würstchen, Pizza und anderen, kindertypischen Gerichten. Kalorienreich, kohlenhydratreich und kein bisschen gesund. Was musste Überzeugungsarbeit geleistet werden, um die erste Portion Salat – womöglich noch Chicorée - erfolgreich an das Kind zu bringen!

Kein Wunder, denn die Geschmacksorgane von Kindern sind zwar ab einem Alter von rund drei Jahren voll entwickelt. Aber: ihr Geschmacksempfinden ist ein ganz anderes, als das von uns Erwachsenen. So wird Süßes schwächer, Bitteres und Scharfes dagegen stärker empfunden. Anders zu schmecken, bedeutet demzufolge auch, andere Vorlieben und Abneigungen zu haben. Weshalb es uns bei manchem Süßkram, den unsere Sprösslinge vertilgen, eiskalt den Rücken herunterläuft – und umgekehrt, wenn wir uns unseren Matjes zu Gemüte führen.

Kindergerichte nein – Übergangsgerichte ja

Dennoch bin ich der Meinung, dass man irgendwann einmal den Übergang in die erwachsene Ernährungswelt angehen muss. Besonders gut geeignet sind dafür Gerichte aus der italienischen Küche, ebenso Gegrilltes, Eintöpfe oder Gerichte mit Sauce wie zum Beispiel Gulasch.

Auch können einzelne Komponenten einer Mahlzeit ausgetauscht oder im wahrsten Sinne des Wortes entschärft werden. Hier meine Tipps dazu:

  1. Nachträglich würzen
    Speisen generell erst nach der Zubereitung auf Erwachsenen-Niveau würzen – für Kids vorher einfach abschöpfen. So kann man trotzdem feuriges Chili con Carne oder essig-sauren Linseneintopf genießen.
  2. Alles getrennt servieren
    Viele Kinder wollen sehen, was auf ihrem Teller liegt. Deshalb sind Aufläufe auch nicht jederkinds Sache. Auch werden undefinierbare Gemüsestückchen, die in der Sauce schwimmen, häufig gnadenlos aussortiert. Besser: die Sauce separat zubereiten und alles sichtbar getrennt auf den Tisch stellen – zum Beispiel Fleisch, Kloß und Gemüse. Die Sauce erst am Schluss darüber geben, am besten selber machen lassen!
  3. Curry entschärfen
    Im Klartext bedeutet das: Currypaste oder –pulver erst am Schluss hinzugeben – nachdem man vorher eine Kinderportion abgeschöpft hat. Stattdessen für die Kids nur mit einigen Komponenten des Currypulvers würzen: Zimt, Kardamon, Nelke und Knoblauchpulver gehen auch ohne Schärfe bereits in die orientalische Richtung.
  4. Salat separieren, Dressing ohne Essig
    Kinder tun sich oft schwer mit Blattsalat und rohen Tomaten. Den Einstieg erleichtert ein Salat aus Gurke, Paprika und geraspelter Karotte. Überhaupt: die Bestandteile des Salats sollten sehr fein gehackt oder gerieben sein.
    Auch ein Essigdressing mag nicht jedes Kind. Stattdessen eine Alternative aus frisch gepresstem Orangensaft, Joghurt oder sauer Sahne zubereiten. Sogar ein süßes Dressing aus Joghurt, Zitronensaft und Zucker ist erlaubt und macht aus dem Eisbergsalat den perfekten Blattsalateinsteiger.
    Darf es partout noch kein Salat sein, kann dieser für die Kleinen auch durch eine Folienkartoffel ersetzt werden. Gibt’s dazu noch Ketchup herrscht garantiert Friede am Tisch.
  5. Bittere Lebensmittel mildern oder ersetzen
    Bitter mögen Kinder am allerwenigsten. Rosenkohl, Raddicchio, Blumenkohl, Endivie und Chicorée sind also eher No-Gos auf dem Kinderteller. Wer dennoch aufs Probieren besteht: ein Klacks Sahne, eine Flocke Butter oder eine Prise Zucker machen das Ganze deutlich milder. Besser aber: eine Alternative finden. Statt Blumenkohl einfach Broccoli reichen, Rosenkohl durch Erbsen ersetzen und Spargel durch Mais. Kinderlieblinge unter den Gemüsesorten: Hokkaido, Zucchini, Paprika und Kohlrabi.

Als Faustregel gilt: Süßes geht immer, Saures meist auch, bitter oder zu salzig und zu scharf ist eher schwierig. Dafür sollten wir Verständnis haben!

Übrigens: ich bin ein großer Freund gemeinsamer Mahlzeiten. Und das heißt nicht nur, dass alle gemeinsam am Tisch sitzen und essen. Nein, im Idealfall wird schon zusammen eingekauft und gekocht. Denn glauben Sie mir: Die Freude und der Stolz der Kinder über selbstgemachte Fischstäbchen ist riesig – und sogar die Gemüsepfanne wird auf einmal mit Begeisterung gegessen.

Auf der nächsten Seite gleich mal ein Rezept, bei dem Kinder hervorragend helfen können – noch dazu für die eigene Party: Pizza- Party-Schnecken nach Pippo!

Linktipps:

Einfaches Party-Rezept für Kinder

Der nächste Kindergeburtstag steht an und es fehlt noch ein passendes Rezept dafür? Sternekoch Christian Mittermeier präsentiert eines, bei dem die Kids hervorragend helfen können!

Pizza-Party-Schnecken nach Pippo

ZUTATEN (für 4 Portionen)

Teig:

  • 40 g frische Hefe
  • 250 ml kaltes Wasser
  • 500 g Mehl, Typ 405
  • 4 g Zucker
  • 7 g Meersalz
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe

Füllung:

  • 2 Msp. Zucker
  • 2 Msp. Meersalz
  • 2 EL + 140 ml fruchtiges Olivenöl
  • 40 g Tomatenmark
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 50 g Salami
  • 50 g Parmaschinken
  • 120 g halbgetrocknete Tomaten in Öl
  • 10 Kirschtomaten
  • 40 g kleine schwarze Oliven, kernlos
  • 1 Bund Basilikum
  • 2 Zweige Oregano
  • 80 g Büffel-Mozzarella
  • 50 g Parmesan

Und so geht’s:

  1. Hefe und das kalte Wasser zusammen mit dem Schneebesen in der Knetschüssel auflösen. Knoblauchzehe schälen, in das Olivenöl pressen und damit vermengen.
  2. Die restlichen Zutaten für den Teig zugeben und den Pizzateig auf kleiner Stufe mind. 5 Minuten lang mit dem Rührgerät oder Mixer kneten.
  3. Teig mit einem Tuch abgedeckt 3 Stunden zugfrei bzw. an einem warmen Ort gehen lassen. Tipp: Manche Backöfen verfügen über ein spezielles Hefe-Gär-Programm - zum Beispiel der AEG Dampfgarer ProCombi Plus
  4. Salami und den Parmaschinken in Würfel mit ca. 0,5 cm Kantenlänge schneiden. Die halbgetrockneten Tomaten abseihen und das Öl ablaufen lassen. Parmesankäse grob raspeln. Mozzarella würfeln, Oliven je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Kirschtomaten sechsteln, Basilikum- und Oreganoblätter zupfen.
  5. Die halbgetrockneten Tomaten und die Kirschtomaten mit Tomatenmark, etwas Meersalz, Zucker und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und den weißen Balsamicoessig unterrühren.
  6. Pizzateig auf eine Länge von ca. 50 cm Länge und 20 cm breit ausrollen.
  7. Tomatenmasse auf der Teigfläche gleichmäßig verstreichen. Darauf achten, dass an einer Längsseite vom Teig ein 2 cm breiter Streifen frei bleibt.
  8. Übrige Zutaten (Salamiwürfel, Schinkenwürfel, Olivenstücke, gewürfelter Mozzarella) auf der Tomatenmasse verteilen. Oregano-Blätter und die Hälfte der Basilikumblätter abzupfen und ebenfalls auf der Füllung verteilen.
  9. Nun die belegten Teigfladen zu einer länglichen Schnecke einrollen
  10. Das Backblech mit Olivenöl benetzen und aus der Teigrolle mit einem scharfen Messer 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand nebeneinander auflegen. Es müssten sich ca. 20 Scheiben ergeben…
  11. Scheiben mit dem gehobelten Parmesankäse bestreuen und ev. nochmals 10 Minuten gehen lassen.
  12. In den AEG ProCombi Dampfgarer schieben und backen. Einstellungen: Einschubebene 2 // Programm „Intervall Dampf“ // 180°C // 25 Minuten.
  13. Währenddessen aus den 60ml Öl und den restlichen Basilikumblättern sowie etwas Meersalz ein Basilikumöl mixen. Dieses beim Servieren über die Pizzaschnecken träufeln.

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