Go Raw Be Alive – so schmeckt gesund

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Go Raw Be Alive:

Veganer, Fortgeschrittene, Experimentierfreudige, Gesundheitsbewusste

Buchtitel Go Raw Be Alive

Go Raw Be Alive: Darum gehts

Schlank, fit und happy mit Rohkost – nicht weniger verspricht Boris Lauser in seinem neuen Buch Go Raw Be Alive. Dabei geht es ihm besonders um Genuss und Spaß am Essen – Raw Food soll mehr Freude bereiten als traditionelle, verzichtbetonte Rohkost. In Go Raw Be Alive findet man neben Lausers eigenem Weg hin zur Rohkost viele Hintergrundinformationen für Einsteiger: Was kann ich essen und wie kann ich gewohnte Produkte ersetzen? Was benötige ich an Küchenausstattung? Welche Techniken sind besonders wichtig? Die Rezepte selbst reichen von Smoothies über Lasagne bis hin zu Cheesecake.

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Go Raw Be Alive: Das finden wir

Schön aufgemacht, mit professionellen und ansprechenden Fotos, vielen Hintergrundinfos und kreativen Rezepten macht Go Raw Be Alive einen guten Ersteindruck. Der Rezeptteil ist sinnvoll und übersichtlich aufgebaut – es gibt Rezepte für Basics, Frühstück, Suppen & Salate, Brote, Wraps & Dips, Hauptgerichte und Süßes & Desserts. Die Rezepte sind verständlich Schritt für Schritt erklärt – besonders positiv fand ich die zusätzlichen Tipps und Anregungen zu vielen Rezepten. Hier merkt man, dass Boris Lauser schon seit Jahren Kochkurse gibt und Interessierte mit Raw Food verwöhnt – er weiß, wovon er redet.

Beim Nachkochen aus Go Raw Be Alive stellen sich jedoch viele Gerichte als recht kompliziert heraus. So ist zum Beispiel das Rezept für Lasagne an sich schon anspruchsvoll, erfordert aber außerdem zwei weitere Rezepte, die man an anderen Stellen im Buch nachschlagen muss. Hinzu kommt, dass viele Zutaten weder einfach noch günstig erhältlich sind. Der größte Ausbremser sind allerdings die benötigten Geräte: Ohne einen Hochleistungsmixer und einen Dörrautomaten kann man viele der leckeren Gerichte nur bedingt umsetzen. Zwar kann man auch im Ofen dörren, doch die meisten Backöfen können niedrige Temperaturen wie 42 Grad nicht halten – und die Ergebnisse sind dann nicht vergleichbar. All das gesagt: Meine nachgekochten Gerichte waren durchweg köstlich! Mein Mittelklasse-Mixer hatte zwar ordentlich zu kämpfen und mein Ofen schwankte fröhlich zwischen 60 und 40 Grad – die Lasagne zum Beispiel war aber am Ende ein echtes Geschmackserlebnis.

Dank der vielen Informationen und den wirklich interessanten Rezepten ist Go Raw Be Alive perfekt für alle geeignet, die sich ernsthaft für Raw Food interessieren, auch bereit sind, etwas länger nach Zutaten zu suchen und die Anschaffung neuer Küchengeräte nicht scheuen. Wer hingegen nur mal bei Raw Food reinschnuppern will, könnte schnell überfordert sein. Auch findet man im Informationsteil viele Behauptungen, die subjektiv vielleicht so empfunden werden, medizinisch jedoch nicht bewiesen sind – so soll Raw Food den Körper flexibler machen, gegen Allergien helfen, das Sehvermögen verbessern und Schlafprobleme beheben. Ein wenig kritisches Hinterfragen schadet hier nicht. Positiv fand ich allerdings die Tipps für eine Ernährungsumstellung in kleinen Schritten.

Go Raw Be Alive – Pro und Contra

 Pro
 Fundiertes Hintergrundwissen
 Perfekt für ernsthaft Interessierte
 Zusatz-Tipps
 Schöne Fotos, ansprechendes Layout
 Kreative und ungewöhnliche Rezepte
 Contra
 Schwierig umsetzbar für absolute Einsteiger
 Rohkost als Allheilmittel
 Nährwerte fehlen und hätten gut gepasst

Go Raw Be Alive – Unsere Wertung

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Eigentlich bräuchte man für Go Raw Be Alive zwei Sternvergaben: 5 Sterne für diejenigen, die sich schon ein wenig auskennen und jetzt ernsthaft in Raw Food einsteigen wollen. 3 Sterne für absolute Anfänger, die ohne Dörrautomaten und Co. ein bisschen experimentieren wollen. So sind es am Ende 4 Sterne geworden – lassen Sie sich ruhig auf Raw Food ein und behelfen Sie sich zur Not mit den vorhandenen Küchengeräten. Wer weiß, vielleicht liebäugeln Sie schon morgen mit einem Hochleistungsmixer.

Go Raw Be Alive – Unser Testkochen

Der Couscous ist wirklich sehr lecker und dabei nicht allzu viel Arbeit – ein gutes Rezept, um in Go Raw Be Alive einzusteigen. Ich habe ihn, wie auch in den Tipps angeregt, mit TK-Erbsen und normalen Rosinen zubereitet, da ich beim besten Willen keine grünen Rosinen auftreiben konnte.

Couscous

Zutaten für 4 Portionen

50 g grüne Rosinen
300 g Pastinaken
80 g Cashewkerne (eingeweicht)
1–2 EL Würz-Hefeflocken
¼ TL Zimt
¼ TL Kurkuma
½ TL Kreuzkümmel
½ – 1 TL Meersalz
½ TL Pfeffer aus der Mühle
50 g Mandeln (eingeweicht)
½ rote Paprikaschote (ca. 80 g)
300 g frische Erbsenschoten
(geschält 150 g)
1 Handvoll frische Minze oder
Zitronenmelisse
2 EL Olivenöl oder Sesamöl

So geht’s

1. Die Rosinen in 2 EL Wasser einweichen. Die Pastinaken schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Cashewnüsse abspülen und zusammen mit den Pastinaken, den Würz-Hefeflocken und den Gewürzen in der Küchenmaschine gerade so lange mixen, bis die Pastinaken und Cashewkerne körnig und couscousähnlich sind. Dabei immer wieder den Deckel öffnen und die Masse mit einem Spatel nach unten schaben, damit die Konsistenz gleichmäßig wird. Nicht zu lange mixen, sonst wird die Masse zu breiig.
2. Die fertige Couscous-Masse in eine Schüssel geben. Die Mandeln abspülen und mit einem Messer klein hacken. Die Paprikaschote putzen, waschen und in ½ cm große Würfel schneiden. Die Erbsen aus den Schoten palen. Minze oder Melisse waschen, trocken schleudern und klein hacken. Mandeln, Paprikawürfel, Rosinen, Erbsen und Kräuter zusammen mit dem Öl zum Couscous geben und alles gut vermischen.
3. Den Couscous vor dem Anrichten am besten ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Gewürze gut entfalten können. Der fertige Couscous hält sich gekühlt 2 – 3 Tage.

Dazu passen gut ein paar grüne Salatblätter, Radicchio und Chicorée und/oder frischer Koriander.

So mag ichs auch: Anstelle von Pastinaken kann man auch Blumenkohl verwenden oder eine Kombination aus den beiden. Auch Brokkoli ist gut geeignet. Statt grünen Rosinen kann man Goji-Beeren, Korinthen, normale Rosinen oder Sultaninen nehmen. Frische Erbsen lassen sich durch tiefgekühlte ersetzen. Sehr fein schmecken auch Pistazien anstelle von Mandeln, zum Garnieren kann man dann etwas Pistazienöl verwenden.

Veröffentlichung des Rezeptes "Couscous" aus dem Buch "Go Raw Be Alive" mit freundlicher Unterstützung vom Kosmos Verlag. Copyright des Rezeptbildes liegt bei Sirid Ellermeyer.

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Go Raw Be Alive

erschienen bei Kosmos Verlag

Autor: Boris Lauser

Preis: 19,99 €

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Der schönste Ort im Haus ist noch immer die Küche. Am besten mit Auflauf im Ofen und Lieblingsmenschen am Küchentisch.

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