Die Drachenfrucht oder Pitahaya gibt ein Rätsel auf: Wie isst man diese Frucht?

Die Drachenfrucht: Wie isst man die exotische Frucht?

Ihr eigentlicher Name ist Pitahaya oder Pitaya. Aufgrund ihrer Schale, die mit großen Schuppen versetzt ist, wird die exotische Frucht umgangssprachlich zur Drachenfrucht ernannt. Das Fruchtfleisch der bekanntesten Sorte ist weiß und mit kleinen schwarzen Kernen durchzogen. Beim bloßen Anblick erklärt es sich jedoch nicht von selbst, wie man die Pitahaya oder Drachenfrucht isst – oder? Berührungsängsten treten wir mit einer Recherche über den Geschmack, der Herkunft und Verwendung des Exoten entgegen, der Abwechslung auf den Obstteller bringt.

Oval und circa doppelt so groß wie eine Kiwi ist die ausgewachsene Frucht Pitahaya eines Kakteengewächses. Das kletternde Strauchgewächs kommt ursprünglich aus Mittelamerika, wird aber inzwischen insbesondere in Nicaragua, China, Vietnam und Israel kultiviert. Vornehmlich drei Sorten werden nach Europa exportiert:

  • Die pinkfarbene Pitahaya mit weißem Fruchtfleisch (Hylocereus undatus),
  • die ebenfalls pinkfarbene Pitahaya mit rotem Fruchtfleisch (Hylocereus monacanthus),
  • die gelbe Pitahaya mit weißem Fruchtfleisch (Selenicereus megalanthus).

 

Die Drachenfrucht: Unterschiede einzelner Sorten

Eine gelbe Drachenfrucht hat stärker ausgeprägte Schuppen als die pinkfarbene Pitahaya. Im Grunde ähnelt sie einer Kaktusfeige. Ihre Dornen werden jedoch vor dem Export entfernt. Das weiße Fruchtfleisch der pinkfarbenen Pitahaya schmeckt süß-säuerlich. Aromatischer schmecken die gelbschaligen Früchte – am intensivsten jene Früchte, deren Fruchtfleisch rot verfärbt ist. Das Fruchtfleisch der verschiedenen Arten unterscheidet sich in der Farbe und im Geschmack – die Konsistenz hingegen ist einheitlich: nicht faserig, sondern geleeartig. Am ehesten lassen sich die Konsistenz und der Geschmack mit dem Fruchtfleisch einer Kiwi oder Stachelbeere vergleichen.

Die Drachenfrucht besteht zu etwa 90 % aus Wasser. Die Süße der Früchte wie auch das Aroma entwickeln sich mit steigendem Reifegrad. Egal, um welche Sorte es sich handelt – aus einer unreifen Pitahaya schmeckst du nicht mehr als den Wassergehalt der Frucht heraus. Und dennoch lässt sie sich in der Küche verarbeiten.

Die Drachenfrucht: Unreife Früchte als Gemüse verwenden

Unreife Früchte erkennst du an der grünen Färbung der Schale. Solchen Drachenfrüchten fehlt zwar die Süße, das Fruchtfleisch kannst du dennoch verwerten: als Gemüse. Ähnlich wie unreife Papaya, kannst du mit der Pitahaya kreativ werden. Gekocht schmeckt sie ähnlich wie Kartoffeln, macht sich aber auch gut neben anderem Gemüse im Wok.

Wenn du den Kauf unreifer Früchte vermeiden willst, gibt das Äußere der Frucht Aufschluss über den Reifegrad der Pitahaya: Die Schale gibt leicht nach, wenn du mit dem Finger dagegen drückst. Ein kräftiges Pink der Schale schreit außerdem förmlich danach, aufgeschnitten und aufgegessen zu werden.

Ein Smoothie aus dem pinkfarbenem Fruchtfleisch einer Drachenfrucht oder Pitahaya

Die Drachenfrucht: Reife Früchte pur oder püriert

Ist die Drachenfrucht ausreichend reif, sodass sie druckempfindlich und pink verfärbt ist, schneidet man sie in der Mitte durch und löffelt das Fruchtfleisch samt Kerne aus. Dadurch schmeckst du das Aroma der Südfrucht am intensivsten heraus. Das Aroma geht allerdings verloren, wenn du eine reife Frucht Hitze aussetzt. Daher solltest du reife Früchte pur essen oder zu kalten Speisen verarbeiten. Das Fruchtfleisch reifer Früchte lässt sich andererseits auch leicht von der Schale, die in jedem Fall ungenießbar ist, ablösen. Das Fruchtinnere kannst du anschließend zu kleinen Würfeln schneiden und mit ihnen einen einfachen Obstsalat krönen.

Aufgrund seines hohen Wassergehalts eignet sich das Fruchtfleisch der Drachenfrucht besonders dazu, zu Getränken verarbeitet zu werden. Pur zu fruchtig-saftigen Smoothies verarbeitet oder in Kombination mit anderen exotischen Früchten wäre dabei eine antialkoholische und alltagstaugliche Variante. Wer Gäste erwartet, kann mit dem Fruchtfleisch einer Drachenfrucht einen Rumtopf ansetzen oder einen Cocktail, etwa den Pangalatischen Donnergurgler, zaubern. In jedem Fall aber sorgt die exotische Zutat für ausreichend Gesprächsstoff.

Nährwerte: Was steckt in der Drachenfrucht?

Hauptbestandteil der Pitahaya ist Wasser. Daher kommen auf 100 g Fruchtfleisch gerade einmal 50 kcal bzw. 210 kJ. In der Drachenfrucht sind aber auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Dazu zählen Vitamin B, C und E sowie Eisen, Calcium und Phosphor. Eiweißspaltende Enzyme im Fruchtfleisch und in den Samen der Drachenfrucht fördern zudem die Verdauung.

Auch wenn die Drachenfrucht kein einheimisches Obst ist – für einen gelegentlichen Genuss ist die Pitahaya eine gesunde Exotfrucht, die vor allem in den Wintermonaten den Bestand an vitaminreichem Obst aufwertet. Die Zahl der Verkaufsstellen wächst aufgrund eines regen Warenaustauschs immer stärker an.

Die Drachenfrucht: Wo kann man die exotische Frucht kaufen?

Die Pitahaya ist eine seltene Frucht – nicht nur in unseren Breitengraden. Das Kakteengewächs blüht nämlich nur eine Nacht, in der die Bestäubung stattfinden muss. Aus den Blüten der Kaktuspflanze wächst anschließend die Frucht Pitahaya heran. Bis es soweit ist, vergehen schon einmal 20 Jahre. Dann erst kann mit der ersten Ernte begonnen werden.

Gut sortierte Supermärkte und Märkte, die auf Feinkost ausgerichtet sind, führen exotische Südfrüchte in ihrem Sortiment. Solltest du einmal vergeblich nach ihnen gesucht haben, lohnt es sich, die Verkäufer nach einer Bestellung zu fragen. Meistens ist es ihnen nämlich möglich, auf Kundenanfrage eine Bestellung aufzugeben. Im Zweifelsfall wirst du in der Obst- und Gemüse-Abteilung großer Supermärkte beraten, wo alternative Verkaufsstellen zu finden sind.

Wenn dir das Leben Apfelstrudel gibt, bestell Eis und Sahne dazu! #mangönntsichjasonstnichts

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