Die meisten kennen Papaya als süßes Obst – erwischen die Frucht aber noch im unausgereiften Zustand. Auch wenn sie dann noch nicht süß ist, macht sie sich als Gemüse hervorragend in der Küche. Die Inhaltsstoffe der Papaya machen die Frucht zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines abwechslungsreichen Speiseplans. Weshalb das auf unreifes Fruchtfleisch noch eher zutrifft als auf das reife, süße Innere der Papaya und wie ihr das Fruchtfleisch und die Kerne verwenden könnt, haben wir für euch recherchiert.

Gelegentlich wird für die Papaya die Bezeichnung Baummelone verwendet, abgeleitet von Melonenbaum oder Papayabaum, wie die Papayapflanze auch heißt. Dabei ist sie aufgrund fehlender Charakteristika weder ein richtiger Baum, noch ein Strauch oder eine Staude – ein Exot auf ganzer Linie. Papayas, die auf dem europäischen Markt verkauft werden, stammen aus Brasilien oder Hawaii. Sie sind daher das ganze Jahr über in gut sortierten Märkten erhältlich und ganzjährig in der Küche einsatzbereit.

Die Papaya: Aussehen, Verwendung und Geschmack

Papayas haben eine ovale, gelegentlich birnenartige Form. Sind die Früchte außen grün, sind sie noch nicht ausgereift. Erst, wenn das Grün der Schale ins Gelbe übergeht, wird das Fruchtfleisch im Innern hellorange, rosa bis hin zu kirschrot und damit weich und süß. Der Geschmack der Papaya ist ungefähr mit dem einer Aprikose oder Melone vergleichbar. Die Fruchtmitte beherbergt schwarze Kerne, die vor dem Verzehr mit einem Löffel herausgenommen werden. Während Papayas nur etwas größer als Avocados sind, erreichen sogenannte Riesen-Papayas eine stattliche Größe, die die einer Honigmelone übersteigt.

Südfrüchte wie die Papaya werden in ihren Ursprungsländern stets reif geerntet. Den Geschmack von Bananen, Ananas und Papaya kann man dort am intensivsten erfassen. Je reifer die Frucht ist, desto süßer ist sie im Geschmack. Für den Export in entfernte Länder werden Südfrüchte wie die Papaya zumindest genussreif, wenn noch nicht ausgereift geerntet, damit sie den Transportweg unverdorben überstehen. Welchen Reifegrad ihr beim Kauf einer Papaya auch erwischt, verwenden könnt ihr die Frucht immer – für süße oder eher herzhafte Speisen.

 

Verwendung einer Papaya

Reife Papaya

Die Süße einer reifen Papaya macht das Fruchtfleisch zu einer perfekten Komponente von Nachspeisen oder einer fruchtigen Zwischenmahlzeit. Die Frucht wird dafür halbiert oder geviertelt, entkernt und von der Schale befreit. Halbierte oder geviertelte Schiffchen könnt ihr entweder aushöhlen und befüllen oder auch zu mundgerechten Stückchen in einem Obstsalat verarbeiten. Mit Zitronensaft, Limettensaft, Ingwer und gegebenenfalls zusätzlichem Zucker lässt sich der Geschmack noch weiter verstärken. Alternativ eignet sich das Fruchtfleisch der Papaya auch für die Zubereitung von Smoothiesoder Marmeladen.

Unreife Papaya

Auch für unreife Früchte gibt es eine Verwendung in der Küche. Ihrer unentwickelten Süße wegen kann das Fruchtfleisch der Papaya als Gemüse verwendet werden. Chutneys, Currys, Salsas und Salate bekommen so eine deutliche Aufwertung – geschmacklich wie auch in gesundheitlicher Hinsicht. In unreifen Früchten ist das Eiweiß Papain höher konzentriert als in reifen, süßen Papayas. Ihre Verarbeitung in leckeren Gerichten lohnt sich also sehr.

 

 

Eine Papaya nachreifen lassen

Einige Früchte reifen nach, andere altern nur. Papaya ist eine Südfrucht, die langsam nachreift. Allerdings wird eine grüne, unreife Papaya nach der Ernte nicht die Süße einer reifen Papaya erreichen. Wenn ihr eine unreife Frucht erwischt habt, vergeudet nicht eure Zeit, sie solange nachreifen zu lassen, bis sie für eine Nachspeise süß genug ist. Vorher wird euch die Papaya verderben. Verwendet sie lieber für ein fruchtiges Chutney, an Hähnchenspießen oder in einem Salat. Papayas, deren Schale schon gelb ist, können hingegen noch an Süße gewinnen. Bedenkt, dass angeschnittenes Obst nicht mehr nachreifen kann. Wenn ihr den Reifegrad anhand der Fruchtfleischfärbung bestimmen wollt, könnt ihr im Supermarkt halbierte Papayas begutachten und entscheiden.

Das Fruchtfleisch der Papaya und seine besonderen Inhaltsstoffe

Papain – so heißt das Enzym, das in der Frucht Papaya sowie der Papaya-Pflanze konzentriert vorkommt. In unserem Verdauungssystem fördert es die Spaltung von Proteinen, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Der Verzehr des Fruchtfleischs lindert Magen- und Darm-Beschwerden. Das eiweißspaltende Enzym Papain macht die Papaya als Frucht also besonders bekömmlich. Ernährungswissenschaftler sind von seiner gesundheitsfördernden Wirkung überzeugt und sprechen ihm eine Vielzahl positiver Einflüsse auf den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Körper allgemein zu, denn:

  • Papayas sind kalorienarm,
  • sie lindern Magen- und Darmbeschwerden und helfen der Verdauung, auch nach der Einnahme von Antibiotika,
  • der Verzehr von Papaya hilft, den Cholesterinspiegel zu senken,
  • in Papayas sind Antioxidantien enthalten, die die Faltenbildung hemmen,
  • die Inhaltsstoffe in der Papaya wirken entzündungshemmend und fördern die Wundheilung.

Noch höher als im Fruchtfleisch der unreifen Papaya ist das Enzym Papain in den schwarzen Kernen der Frucht enthalten. Die Kerne sind bedenkenlos essbar und erinnern geschmacklich an Kresse und Pfeffer. Im Reformhaus oder Bioladen kostet das Kilo etwa 30 Euro. Das solltet ihr wissen, bevor ihr die Kerne entsorgt. Man kann sie pur essen oder mitkochen. Zu einem Pulver zermahlt, eignen sie sich außerdem aufgrund ihrer eiweißzersetzenden Eigenschaften als Fleischzartmacher. Dazu könnet ihr das Fleisch aber auch in frischen Papayasaft einlegen.

Die Papaya weist neben Papain weitere verdauungsfördernde Enzyme auf, die zugleich entzündungshemmend wirken. Ein hoher Bestandteil an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen versorgt euch mit essentiellen Nährstoffen. Genaue Angaben zu den Nährwerten einer Papaya könnt ihr unserer Tabelle entnehmen.

Nährwerte Papaya EnergieKohlenhydrateBallaststoffeWasserVitamin AVitamin E
pro 100 g (Frucht wiegt etwa 500 g)32 kcal /134 kJ7,1 g1,9 g88 g9,2 µg0,7 mg

Quelle: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle

Früchte und Anti-Aging: Wie Papaya gegen Falten wirkt

Erneut ist es das Enzym Papain, aber auch andere Antioxidantien in der Papaya, die freie Radikale einfangen und die Hautalterung entschleunigen. Ferner trägt Papain dazu bei, abgestorbene Hautzellen zu lösen. Die Zellneubildung wird dadurch begünstigt, wie auch die Verbesserung der Hautelastizität. Falten und feine Linien werden reduziert bzw. in ihrer Entstehung gehemmt. Püriertes Fruchtfleisch der Papaya könnt ihr darum auch als Gesichtsmaske verwenden. Früchte mit antioxidativen Eigenschaften, welche den Kollagen-Aufbau fördern, eignen sich eben nicht nur zum Verzehr. Wenn ihr mit dem Schönheitsprogramm von Innen heraus beginnen wollt, haben wir auf der nächsten Seite Rezepte für süße Nachspeisen, Smoothies und herzhafte Gerichte mit Papaya für euch zusammengestellt.

Süß, herzhaft oder fruchtig – Rezepte mit Papaya

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Beim Kauf einer Papaya gibt die Farbe der Schale Aufschluss darüber, wie reif die Frucht ist. Eine grüne Schale bedeutet, dass die Papaya weder reif, noch süß ist. Je gelber das Äußere der Frucht wird, desto eher können Sie das Fruchtfleisch für eine süße Nachspeise oder Smoothie verwenden. Bei der Papaya können Sie sich jedoch nicht vergreifen. Selbst wenn das Obst unreif ist – als Gemüse lässt sich eine unreife Papaya sehr gut zu herzhaften Speisen verarbeiten. Zu Hähnchen, Avocado und Salat, Schinken und Kürbis gibt die Papaya neben ihrem leicht herben bis leicht melonigem Geschmack verdauungsfördernde Enzyme, Mineralstoffe und Balaststoffe ab. Es lohnt sich also gleich doppelt, die vielen kreativen Gerichte und Desserts mit Papaya nachzukochen – der Gesundheit und des Geschmacks wegen.