Getreidemühle – Kornkraft aus Komo, Hawos & Co.

Wissen, was drin ist. Darum geht es doch, wenn man beginnt, sein Brot selber zu backen. Der nächste Schritt ist das Mahlen von frischem Getreide – und dem Kauf einer Getreidemühle. Was sich hinter Komo, Hawos, Schnitzer, Fidibus und Waldner verbirgt, zeigen wir euch im Folgenden.

Mit einer Getreidemühle habt ihr immer frisches Vollkornmehl vorrätig – und dieses ist besonders gesund und reichhaltig. Im vollen Korn sind mehr Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe enthalten, denn die hochwertigen Inhaltsstoffe stecken vor allem in den Randschichten des Getreides. Bei Weißmehl werden die Randschichten vor der Verarbeitung entfernt. Das Mehl hat nicht mehrere Monate im Supermarkt verbracht, sondern kann nach Bedarf frisch gemahlen werden. Darüber hinaus ist Getreide länger haltbar als Mehl und kann vorrätig gelagert werden.

Getreidemühlen: Hochwertige Mühlen von Komo und Hawos

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Getreidemühle Hawos Easy

Getreidemühle Hawos Easy

  • Mahlwerk: Keramik / Korund
  • Leistung: 360 Watt
  • Mahlleistung: etwa 100 g/min Vollkornmehl
  • Mahlgrad verstellbar: ja

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Getreidemühle KoMo FidFloc Medium

Getreidemühle KoMo FidFloc Medium

  • Mahlwerk: Keramik / Korund
  • Leistung: 360 Watt
  • Mahlleistung: mind. 100 g/min Vollkornmehl
  • Mahlgrad verstellbar: ja

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Getreidemühle KoMo Fidibus 21

Getreidemühle KoMo Fidibus 21

  • Mahlwerk: Keramik /Korund
  • Leistung: 250 Watt
  • Mahlleistung: mind. 100 g/min Vollkornmehl
  • Mahlgrad verstellbar: ja

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Getreidemühlen: Warum sich der Kauf lohnt

Wenn ihr regelmäßig euer eigenes Brot oder andere Backwaren backen möchtet, lohnt sich die Ausstattung mit einer Getreidemühle. Vollwertkost wird euch dann einfach gemacht: Getreidemühlen stellen immer Vollkornmehl her. Darüber hinaus lässt sich glutenfreies Mehl aus Amaranth, Reis, Hirse, Buchweizen und Co. jederzeit fertigen. Ganz nebenbei könnt ihr Schrot für euer Müsli oder Frischkornbrei mahlen.

Warum sind Getreidemühlen super?
 Ihr wisst, was in eurem Mehl drin ist – ohne einen geringen Zweifel.
 Vollwertkost wird zu einem festen Bestandteil eurer Ernährung.
 Glutenfreies Mehl aus eigener Herstellung machen Getreidemühlen möglich.
 Ihr seid unabhängig vom glutenfreien Angebot eurer Bäckereien.
 Frisch ist frisch – und das schmeckt man!

Hawos oder Komo Fidibus – welche Getreidemühle soll es sein?

Wer sich eine elektrische Getreidemühle aus Holz anschaffen möchte, landet meist bei zwei besonders beliebten Marken: Hawos und Komo. Weitere Getreidemühlen aus Holz gibt es von Elsässer, Waldner, Salzburger, Schnitzer und einigen anderen. Auch diese Getreidemühlen haben viele Anhänger.

Der besondere Vorteil einer Getreidemühle von Hawos ist die lange Garantiegewährleistung. 10 Jahre sichert euch der Hersteller zu. Die günstigste Getreidemühle von Hawos ist die Easy – sie ist besonders kompakt und mit einem 360 Watt-Motor ausgestattet. Diese Getreidemühle kann 100 Gramm Getreide pro Minute fein mahlen. Eine teurere Getreidemühle von Hawos ist die Oktagon 2 – sie hat einen 600 Watt-Motor und mahlt 220 g/min. Von Hawos gibt es auch eine Getreidemühle aus Kunststoff – die Novum mahlt 125 g feines Mehl pro Minute.

Auch bei Komo findet man eine Getreidemühle aus jeder Preisklasse. Eine besonders beliebte Getreidemühle ist die Komo Fidibus. Die Komo Fidibus ist mit ca. 250€ recht günstig und schafft 100g/min Vollkornmehl. Wer einen größeren Haushalt hat und auch größere Mengen Mehl herstellen möchte, kann zur Komo Fidibus XL greifen – diese Getreidemühle von Komo kann 200 g feines Mehl pro Minute herstellen.

Die verglichenen Getreidemühlen sind alle als qualitativ hochwertige Einsteigermühlen geeignet. Wer keine großen Mengen Mais oder Reis mahlen will und es nicht besonders eilig hat, wird mit jeder aufgeführten Getreidemühle glücklich werden. Falls ihr eure Getreidemühle täglich benutzen wollt und oft große Mengen Getreide schroten möchtet, solltet ihr zu einer Getreidemühle mit einer hohen Motorleistung und Mahlleistung greifen.

Welche Motorleistung und Mahlleistung müssen Getreidemühlen haben?

Von der Motorleistung hängt vor allem die Geschwindigkeit eurer Getreidemühle ab. So können mit 300 Watt ca. 100 g feines Mehl hergestellt werden, mit 600 Watt ca. doppelt so viel. Für Privathaushalte ist diese Mahlleistung vollkommen ausreichend. Auf eine hohe Wattleistung solltet ihr auch achten, wenn ihr mit eurer Getreidemühle Reis und Mais zerkleinern möchtet. Durch deren Härte dauert das Mahlen mit einer eher schwachen Getreidemühle sehr lange.

Mühlen mit einem Motor zwischen 250 und 360 Watt gelten als Einsteigermodelle. Es handelt sich auch hierbei um vollwertige Mühlen, sie sind nur verhältnismäßig langsam und weniger für harte Körner wie Mais geeignet. Getreidemühlen mit einer Wattleistung zwischen 360 und 550 Watt sind Standard und werden am häufigsten verkauft. Diese Art Getreidemühle kann Mais mahlen – wenn auch recht langsam. Wer große Mengen mahlen möchte und schnell ungeduldig wird, sollte zu einer Getreidemühle mit mindestens 550 Watt greifen – diese mahlt auch Mais schnell und ist perfekt für alle, bei denen die Getreidemühle jeden Tag im Einsatz ist.

Getreidemühlen stellen immer Vollkornmehl her

Getreidemühlen verarbeiten immer das ganze Korn. Daher bekommt ihr immer Vollkornmehl gemahlen. Das gilt es zu beachten. Denn feines Gebäck und helle Kuchen und Brote werden euch damit nicht gelingen. Ein bestimmtes Typenmehl lässt sich auch nicht herstellen. Eine gute Lösung ist es, Typenmehle zu kaufen und das Vollkornmehl selbst mit der Getreidemühle zu mahlen.

Es ist möglich, aus Vollkornmehl und Mehl vom Type 405 Mischmehle herzustellen. Vollkornmehl aus der Getreidemühle entspricht in etwa einem Type 1800 – wenn man also zwei Teile Type 405 mit einem Teil Vollkornmehl mischt, erhält man Mehl, das in der Helligkeit in etwa Type 812 entspricht. Dieses Mehl ist zwar nicht dasselbe wie gekauftes Mehl des Type 812, da es auch Schalenbestandteile enthält und sich beim Backen leicht anders verhält, aber für die meisten Zwecke ist dieses Mehl ausreichend.

Getreidemühlen bei Glutenunverträglichkeit und Zöliakie

Besonders praktisch ist eine Getreidemühle auch für all diejenigen, die unter Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leiden oder Gluten aus anderen Gründen meiden möchten. Glutenfreie Backwaren sind meist teuer und werden durch die begrenzte Auswahl schnell einseitig. Dank einer Getreidemühle könnt ihr euch euer eigenes glutenfreies Brot backen, indem ihr Hirse, Buchweizen, Reis, Amaranth, Quinoa, Bohnen und andere glutenfreie Lebensmittel mahlt. Wer sich eine Getreidemühle kauft, kann diese meist auch glutenfrei eingemahlen bestellen. Alle Getreidemühlen werden eingemahlen, um zu testen, ob die Getreidemühle einwandfrei funktioniert. Dieser Testdurchlauf wird normalerweise mit Weizen durchgeführt – ein Problem für alle, die hochempfindlich sind. Getreidemühlen mit Stahlmahlwerk werden nicht eingemahlen und sind daher immer glutenfrei, sie sind allerdings weniger für Reis und Mais geeignet.

Welches Mahlwerk für meine Getreidemühle?

Getreidemühle

Getreidemühlen: Handmahlwerk oder Elektromotor?

Wer nur sehr selten Mehl mahlen möchte, kann auch eine günstige handbetriebene Getreidemühle in Erwägung ziehen. Auch alle, die nicht regelmäßig backen und nur kleine Portionen fürs Müsli benötigen, können sich eine hübsche handbetriebene Getreidemühle zulegen. Sobald größere Mengen Mehl benötigt werden, lohnt sich die Anschaffung einer elektrischen Getreidemühle, denn das Mahlen von Mehl in einer Handmühle ist mühselig und zeitintensiv.

Getreidemühle: Steinmahlwerk oder Stahlmahlwerk?

Eine der wichtigsten Fragen beim Kauf einer Getreidemühle ist: Soll es ein Mahlwerk aus Stein oder Stahl sein? Mit einem Steinmahlwerk lässt sich feineres Mehl herstellen – wer also Kuchen und Kleingebäck backen möchte, kann von einer Steinmühle ein feineres Ergebnis erwarten. Während eine Steinmühle das Getreide wirklich mahlt, werden die Körner in einem Stahlmahlwerk eher geschnitten und das Ergebnis erinnert teilweise an Grieß. Für Vollkornbrot und Pizza reicht diese Feinheit jedoch meist aus.

Der große Vorteil einer Getreidemühle mit Stahlmahlwerk ist, dass man damit auch ölhaltige Saaten einzeln zerkleinern kann. Wer also große Mengen Leinsamen, Sesam, Mohn und Co mahlen möchte, kann dies besser mit einer Getreidemühle mit Stahlmahlwerk machen. In einer Steinmühle kann man ölhaltige Saaten immer nur gemeinsam mit Getreide schroten, da die Saaten sonst die offenen Poren der Mahlsteine verstopfen und das Mahlwerk verschmieren. Hier ist eine Getreidemühle mit Stahlmahlwerk praktischer, da sie sich einfacher reinigen lässt.

Pro Stein Pro Stahl
Feineres Ergebnis – Mehl wird wirklich gemahlen und nicht "geschnitten" Besser für ölhaltige Saaten geeignet
Höhere Mahlleistung Günstiger
   Leichter zu reinigen
   Muss nicht nachgeraut/nachjustiert werden

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob die Getreidemühle mit Stahlmahlwerk die bessere Wahl sei, doch wer Wert auf ein wirklich feines Ergebnis legt, muss zu einer Getreidemühle mit Steinmahlwerk greifen.

Getreidemühlen mit Steinmahlwerk – aus welchem Material?

Die meisten Getreidemühlen werden nicht mehr mit Naturstein angeboten – einzige Ausnahme sind Mühlen der Marke Salzburger Getreidemühlen, die aus Granit sind. Der Nachteil eines Mahlsteines aus Granit ist, dass sich dieser schneller abnutzt als ein "Kunststein" – sobald der Stein abgenutzt ist, kann die Getreidemühle nicht mehr so fein mahlen. Die meisten anderen Marken verwenden Mahlsteine aus Keramik und Edelkorund. Korund ist nach dem Diamant das zweithärteste Mineral. In Getreidemühlen wird es als Korund-Keramik verwendet. Auch Naxos-Basalt in Magnesit-Bindung kommt in der ein oder anderen Getreidemühle vor – vor allem in den 70er Jahren wurde es gerne genutzt. Auch dieses Material nutzt sich ab, bleibt allerdings immer rau und muss daher nicht nachgeschliffen werden.

Die Korund-Keramik-Mahlsteine gibt es seit den 80ern – sie sind wesentlich härter als Granit und Naxos-Basalt und müssen nicht nachgeraut werden. Korund-Keramik ist in so gut wie jeder neuen elektrischen Getreidemühle verbaut. Allerdings haben auch diese Steine leichte Abnutzungserscheinungen und die Getreidemühle muss alle 5-10 Jahre nachjustiert werden, da die Steine dünner werden.

Getreidemühlen aus Kunststoff oder Holz?

Eine Getreidemühle kann aus Kunststoff hergestellt werden, die meisten hochwertigen Getreidemühlen bestehen aber aus Holz. Welches Holz verwendet wird, ist vor allem eine Geschmackssache. Harthölzer wie Buche und Ahorn, auch Linde und Zirbenholz kommen gerne zum Einsatz. Die Mahlkammer der Getreidemühle ist meist aus Kunststoff.

Brot

Getreidemühlen als Aufsatz für Küchenmaschinen und andere Alternativen

Auch für manche Küchenmaschinen gibt es Aufsätze, die als Getreidemühle dienen können – zum Beispiel für einige Maschinen der Bosch MUM-Serie, für die Artisan Kitchen Aid und für alle Kenwood Maschinen der Reihen Major und Chef. Die Getreidemühle für die Kenwood wird meist mit einem Stahlmahlwerk angeboten – dies ist ausreichend für geschrotetes Getreide, aber nicht für feines Mehl. Es gibt aber auch Aufsätze mit Steinmahlwerk. Die Getreidemühle für die Bosch ist aus Stahl. Wer also bereits eine dieser Küchenmaschinen besitzt oder mit einer Anschaffung liebäugelt, kann durchaus auch einen Aufsatz in Erwägung ziehen. Dieser ist wesentlich günstiger als eine einzelne Getreidemühle – so kostet die Getreidemühle für die Bosch zurzeit ca. 70 € und die Getreidemühle für die Kenwood mit Steinmahlwerk ca. 90 €. Die Getreidemühle für die KitchenAid kostet ca. 200 €. Mit dem Thermomix kann man Getreide „zerhacken“ – es wird nicht gemahlen, aber dennoch recht fein. Dasselbe gilt für Hochleistungsmixer wie den Vitamix – man kann damit Getreide recht fein häckseln, aber das Resultat wird nie so fein sein, wie Mehl aus einer Getreidemühle mit Steinmahlwerk.

Flockenquetsche oder Getreidemühle

Eine Flockenquetsche tut genau das, was ihr Name verspricht: Sie quetscht Flocken. Auch Flocker oder Geteidequetsche genannt, kann man in ihr zum Beispiel Haferflocken selbst machen. Eine Flockenquetsche ist meist günstiger als eine Getreidemühle und es gibt sie handbetrieben und elektronisch. Mit einer Flockenquetsche kann man aber natürlich nicht Getreide mahlen – und mit einer Geteidemühle kann man keine Flocken machen. Manche Hersteller bieten Getreidemühle und Flockenquetsche in einem Gerät an. Sehr praktisch und meist günstiger, als beide Geräte einzeln zu kaufen.