Vegan, regional, saisonal: Einfache Rezepte für jeden Tag

Vegan, regional, saisonal empfehlen wir für: Anfänger, Gesundheitsbewusste, Naturburschen, Vegetarier

Vegan, regional, saisonal

Vegan, regional, saisonal: Darum geht'sVegan, regional, saisonal

Bei Vegan, regional, saisonal ist der Titel Programm: In Lisa Pflegers Buch gibt es ausschließlich Rezepte, die sich mit regionalen, veganen Produkten zubereiten lassen – aufgeteilt ist das Buch nach Jahreszeiten. Lisa Pfleger ist bekannt als die eine Hälfte von "Experiment Selbstversorgung" - einem Blog, in dem Pfleger und ihr Partner über ihren bio-veganen Selbstversorgerhof berichten.

Vegan, regional, saisonal ist ansprechend gestaltet und liegt gut in der Hand – auf Hochglanzpapier und gestylte Foodfotografie wurde verzichtet, so entsteht ein harmonischer Gesamteindruck. Die Einteilung der Rezepte in Jahreszeiten ist sinnvoll und passt gut zum Konzept – außerdem gibt es einige Rezepte für Basics wie Nudelteig und Saucen und einige grundsätzliche Gedanken zu Nachhaltigkeit. Zusätzlich gibt es ein paar Tipps für Gemüseanbau und Einkauf, einen Saisonkalender und praktische Extras wie Kochzeiten für Getreide und weitere Tipps bei den Rezepten.

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Vegan, regional, saisonal: Das finden wir

Das Buch wirkt sympathisch – und dass das regionale und saisonale Konzept ganz im Sinne der Nachhaltigkeit ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Die Rezepte sind überaus unkompliziert – meist bestehen sie aus maximal fünf Zutaten, die es in jedem Supermarkt oder sogar im eigenen Garten gibt. Für Kochanfänger, die sich vegan, regional und saisonal ernähren möchten, ist das Buch einfach perfekt – allerdings ist diese Zielgruppe wohl eher klein. Wer schon einigermaßen fortgeschrittene Kochkünste sein Eigen nennt, wird sich vielleicht eher über die Schlichtheit der Rezepte wundern. Klar: Saisonal und regional steht einfach nicht die volle Bandbreite eines Supermarktes zur Verfügung, aber ein wenig mehr Auswahl an heimischen Kräutern und Pflanzen wäre schön gewesen. Dass zum Beispiel die Linzer Torte ohne unregionalen Zimt auskommen muss, ist klar – aber vielleicht hätte man ein regionales Gewürz als Ersatz anführen können, statt den Geschmacksgeber einfach wegzulassen. Bei manchen Rezepten stellt sich das Bedürfnis ein, nachzuwürzen und aufzupeppen – es lohnt sich allerdings, dem Drang zu widerstehen, und die Rezepte in ihrer Schlichtheit zu genießen. Wenn man Experiment Selbstversorgung verfolgt, weiß man, dass Pfleger durchaus auch mit selteneren Kräutern kocht – allerdings wurden diese im Buch wohl bewusst selten genutzt, um die Hemmschwelle und den Aufwand niedrig zu halten.

Eher weniger passend zum Konzept fand ich auch den Gebrauch von hellem Weizenmehl – die Vielfalt der lokalen Getreidesorten und das Potenzial von Nussmehl wird nicht ausgeschöpft, auch Vollkornmehl kommt nur zaghaft zum Einsatz. 

Für Veganer ist es schön, mal ein Kochbuch in den Händen zu halten, dass gänzlich ohne Soja und teure Produkte aus dem Bioladen auskommt. Pflegers Küche ist nicht nur regional und saisonal, sondern auch günstig – sowohl durch die Zutaten als auch durch den Verzicht auf den Einsatz von Küchengeräten. Die Verwendung von Tassenmaß statt Waage ist Geschmackssache - ich persönlich bevorzuge Grammangaben.

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Vegan, regional, saisonal: Pro und Contra

Pro Contra
Nachhaltige, regionale Rezepte Rezepte teilweise sehr schlicht
Ansprechendes Layout Viel Weißmehl-/Zuckereinsatz
Sympathisches Konzept   
Perfekt für Anfänger   
Vegan, regional, saisonalKeine teuren Ersatzprodukte   

Vegan, regional, saisonal: Unsere WertungVegan, regional, saisonal

Vegan, regional, saisonal ist für Anfänger, die auf der Suche nach günstigen veganen Rezepten sind, genau das Richtige – Fortgeschrittene werden wenige neue Ideen finden, können sich aber ruhig auch auf die schlichten Rezepte einlassen. Außerdem bekommt das Buch einen Bonus für seinen nachhaltigen Ansatz.

Vegan, regional, saisonal: Unser Testkochen

Fruchtkugeln

Die Fruchtkugeln waren schnell gemacht und schmeckten ein bisschen wie ein saftiger Müsliriegel mit Marzipan – also durchaus lecker. Ich habe auch den Apfel hinzugegeben und Mandeln verwendet.

Fruchtkugeln

Zutaten

½ Tasse Rosinen
Evtl. ¼ kleiner Apfel
¾ Tasse geriebene Nüsse plus 1 Handvoll zum Wälzen
⅓ Tasse feine Haferflocken

Zubereitung

Weiche die Rosinen in ¼ Tasse warmem Wasser ein, bis sie deutlich weicher geworden sind. Nun gießt du das Wasser ab – fange es auf, da du es eventuell später noch brauchst, falls die Fruchtkugelmasse zu fest wird. Jage die Rosinen zusammen mit dem Apfel durch den Fleischwolf. Die Masse mit Nüssen und Haferflocken verkneten und etwa mirabellengroße Kugeln daraus formen. Die Kugeln wälzt du in geriebenen Nüssen und lässt sie dann noch ein bisschen an der Luft trocknen.

Den Apfel kannst du auch weglassen, wenn es dein Fleischwolf oder Mixer schafft, die puren Trockenfrüchte zu zerkleinern. Diese Kugeln werden bei mir immer ein wenig anders – je nach Lust und Laune! Experimentiere doch auch mal mit anderen Trockenfrüchten oder wälze die Kugeln in Mohn oder getrockneter Minze.

Veröffentlichung des Rezeptes "Fruchtkugeln" aus dem Buch Vegan, regional, saisonal mit freundlicher Unterstützung von Ulmer Verlag. Copyright des Rezeptbildes liegt bei Sirid Ellermeyer.

Vegan, regional, saisonal Vegan, regional, saisonal  
 erschienen bei Ulmer

 Autor: Lisa Pfleger

 Preis: 19,90 €

 

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