Pulled Pork

Pulled Pork

Ihr liebt saftiges Fleisch mit kräftigem Raucharoma? Dann solltet ihr euch die Zeit nehmen und selber Pulled Pork machen.

Pulled Pork gilt als die Königsklasse beim Barbecue-Grillen. Zusammen mit den Rippchen und dem Brisket gehört das Pulled Pork zur Heiligen Dreifaltigkeit des Barbecue-Grillen. 

Fleisch einölen und mit Trocken-Rub marinieren

Als erstes das Fleisch – am besten Schweinenacken – mit Sonnenblumenöl gut einölen. Danach das Fleisch mit einer Marinade aus verschiedensten trockenen Gewürzen (Trocken-Rub) einreiben und für drei Stunden, oder sogar über Nacht, in den Kühlschrank legen. 

Dann kommt das Fleisch auf den Smoker. Ihr braucht dafür eine Kerntemperatur um die 90 Grad. Um das zu erreichen, heizt ihr den Grill auf 100 bis 110 Grad ein und legt den Deckel drauf. Nach knapp 16 bis 18 Stunden könnt ihr gucken, wie hoch die Kerntemperatur ist. Gegebenenfalls muss das Fleisch noch weiter smoken.

Pulled Pork - BBQ-Grillen für Könner
Pulled Pork - Die Königsklasse beim BBQ

Hallo bei Hack'n'Roll. Das hier ist die Königsklasse im Barbecue, Pulled Pork. Wie das funktioniert, zeige ich euch gleich. Für Pulled Pork nehme ich am liebsten Schweinenacken, wie der aussieht, seht ihr hier. Ich zeige es euch aber noch mal. Und zwar der sitzt genau hier im Schwein und den werde ich jetzt marinieren. Sonnenblumenöl nehmen, gleichmäßig einölen, dabei denkt ihr an was Schönes. Wichtig ist es, immer vorsichtig marinieren. Immer dran denken, es war mal ein Lebewesen, also mit Respekt behandeln.

Ich hab hier schon mal eine Marinade vorbereitet ein Trocken-Rub. Das Rezept findet ihr auch auf unserer Seite. Ihr könnt auch ruhig ein bisschen mehr dran machen, weil wir es im Nachhinein, wenn wir es raus nehmen sowieso zerfleddern, dann geht der Geschmack richtig, verteilt sich richtig schön. Also keine Panik vor der Menge der Marinade. Der kommt jetzt so für circa 2 bis 3 Stunden erst mal in den Kühlschrank, ihr könnt es auch über Nacht machen.

Dann kommt er auf den Smoker. Deckel auf. Ich hab schon mal ein bisschen Rauch entstehen lassen, den setzen wir jetzt schön auf. Ihr seht jetzt, wir haben hier sehr viel Fleisch drauf, das sind sehr große Stücke. Wir haben jetzt hier circa sechs Kilo Nacken, das braucht sehr viel Zeit. Wir brauchen nämlich eine Kerntemperatur so um die 90 Grad. Wir machen jetzt den Deckel drauf und dann lassen wir es so bei 100 bis 110 Grad, knapp 16 bis 18 Stunden erst mal draufliegen. Gucken dann mal nach, wie weit es ist, was wir für eine Kerntemperatur haben. Gegebenenfalls müssen wir noch ein bisschen Zeit nach hinten dranhängen. Und dann nehmen wir es runter und dann fangen wir an es zu zerfleddern. Jetzt gebe ich gleich ein paar Räucherchips dazu. Jetzt entsteht der Rauch wieder schön. Es ist wichtig dann auch, dass ihr im ersten Drittel der Garzeit geräuchert, sodass der Rauch richtig schön ins Fleisch eindringen kann.

Weil die Fleischfasern sind ja jetzt noch geöffnet, verteilt sich schön, wir kriegen so einen schönen Smoke Ring, das macht er so in den ersten 1 1/2 bis 2 Stunden und danach könnt ihr es unbehelligt auch über Nacht gerne stehen lassen. Ihr könnt dann schlafen gehen, Fernsehen gucken, was auch immer. Mahlzeit. So, wir kommen jetzt zur Ernte von unserem Pulled Pork. Wir haben jetzt 16 Stunden erreicht, sollte reichen. Wir haben eine Kerntemperatur um die 90 bis 92 Grad.

Wir gucken mal nach. Oh Gott, das sieht doch herrlich aus. Es muss so aussehen. Ihr braucht davor keine Angst zu haben, dass er so dunkel ist, das ist ganz normal, das kommt durch den Rauch. Wir haben jetzt hier, wenn man jetzt hier so reindrückt, seht ihr, wie weich das ist. Genau so muss es sein. Wender und Zange nehmen, und zwar aus folgendem Grund. Es wird euch sonst direkt auf dem Rost kaputtgehen und das wollen wir natürlich verhindern. Vorsichtig mit dem Wender runter gehen, lösen und mit der Zange festhalten. Jetzt seht ihr schon, wie instabil das ist, wie das wackelt. Damit aus dem Nacken hier ein Pulled Pork wird, muss ich es erst mal zerfleddern. Und zwar ihr nehmt eine Gabel einfach so, wie hier, schön nach außen ziehen.

Das ist Pulled Pork. Das macht sich mit einer Gabel am besten, Messer dazu, ansonsten gibt es auch so Thermohandschuhe. Ich mach das aber immer mit der Gabel, das macht sich eigentlich so am besten. Guck mal, jetzt seht ihr auch richtig schön, wie die Fleischfasern sich voneinander lösen, das ist wie zerkocht, bloß dass wir einen richtig schönen rauchigen Geschmack natürlich noch mit drin haben. Damit wir den noch ein bisschen verfeinern und noch ein bisschen mehr Kraft ran bekommen, nehmen wir eine schöne BBQ-Sauce, geben die oben drüber, natürlich ein bisschen vorsichtig. Weil wir haben natürlich schon durch den Rauch eine sehr kräftige Note.

Aber jetzt noch was Süßes, und zwar nehme ich da ganz gerne ein Malzbier. Vorsichtig hier rübergeben. Einen guten Schluck für mich. Malzbier geht immer. Und jetzt einfach mit den Händen zermanschen. Richtig schön matschig, das ist fertiges Pulled Pork. Ihr könnt es auch noch dunkler machen mit einer dunkleren BBQ-Sauce, aber so soll das aussehen. Hiermit mache ich mir ein schönes Sandwich. Ich hab vorher schon mal ein paar Brötchen auf dem Grill mir angeröstet. Kommt jetzt eine richtig schöne Menge rauf. Kein Tinnef hier, sondern wirklich schön, ein bisschen Krautsalat mit Mayonnaise oben rauf, zusammenbauen und jetzt Kosten wir mal die Sache. Lecker.

Die Vorbereitungszeit und auch die Smoker-Zeit von 20 Stunden haben sich so was von gelohnt. Probiert es aus, macht das. Das ist so lecker, da kann man so viel draus machen. Ich muss das jetzt erst mal genießen. Ich wünsch euch einen guten Appetit, ich muss erst mal weitermachen. Bis bald. Greift mal zu, mal gucken, ob es euch schmeckt. Das ist ein typisch amerikanisches Rezept. Hat auch jeder Staat so seine eigene Würze. Manche mögen es sehr süß, manche mögen es sehr sauer, manche eher herb oder so kraftvoll.

Das kommt immer drauf an, wenn du da jetzt rote Zwiebeln noch ran machst oder so Oder du kannst auch mit Käse machen. Du kannst da so viel dran machen.
Von: Marc Balduan, Länge: 5:51 Minuten

Das Rezept zum Video:

Pulled Pork zerfällt fast von selbst

Nach einer so langen Garzeit ist das Pulled Pork von außen natürlich sehr dunkel. Aber das gehört dazu und ist kein Grund zur Beunruhigung. Genau so muss es sein. Am besten benutzt ihr zum Wenden und Anheben immer nur Wender und Zange, sonst zerfällt das Fleisch direkt auf dem Rost. Das wollen wir natürlich verhindern.

So wird aus einem Schweinenacken Pulled Pork

Damit aus dem gegrillten Schweinenacken ein Pulled Pork wird, müsst ihr zerfleddern. Dafür nehmt ihr eine Fleischgabel und ziehen das Fleisch schön nach außen. Nach dem Zerfleddern wird das Pulled Pork verfeinert. Dafür nehmen wir eine BBQ-Sauce. Und dann einfach alles mit den Händen durchmischen. 

Pulled Pork Rezepte

Spicy Pulled Pork vom Grill

zum Rezept

Beef Burger meets Pulled Pork

zum Rezept

Pulled Beef

zum Rezept

Pulled Chicken

zum Rezept
Spicy Pulled Pork vom Grill
Spicy Pulled Pork vom Grill
Beef Burger meets Pulled Pork
Beef Burger meets Pulled Pork
Pulled Beef
Pulled Beef
Pulled Chicken
Pulled Chicken

Es gibt viele Varianten vom Pulled Pork: Manche mögen es sehr süß, manche Rezepte sind sehr sauer, manche Rezepte eher herb oder kraftvoll. Auch beim Fleisch wird varriert. So könnt ihr das Schulter- oder Nackenstück vom Schwein verwenden, aber auch aus Rind und Huhn lässt sich das saftige, rauchige BBQ-Fleisch herstellen, das nennt man dann entsprechend Pulled Beef oder Pulled Chicken. Wer keinen Smoker hat, muss trotzdem nicht auf Pulled Pork verzichten. Unsere User haben auch tolle Rezepte für den Ofen eingestellt.

Coleslaw zum Pulled Pork

Als ideale Ergänzung zum Pulled Pork gilt Coleslaw – also amerikanischer Krautsalat. Wie der gelingt, verrät euch Fabio im Video.

Kohl im Allgemeinen und Coleslaw im Speziellen
Kohl im Allgemeinen und Coleslaw im Speziellen

Früher als Arme-Leute-Essen verpönt, findet man den Kohl heute längst in allen guten Küchen dieser Welt. Heute wollen wir uns einmal die verschiedenen Kohlsorten und Zubereitungsarten anschauen. Der Spitzkohl ist der bekömmlichste von allen Kohlsorten, schmeckt ein bisschen süßlich und hat einen hohen Gehalt an Vitamin C.

Rotkohl hingegen enthält viel Eisen und Ballaststoffe, dafür wenig Kalorien. Auch der Weißkohl hat einen hohen Gehalt an Vitamin C und hat im Herbst und in den Wintermonaten Saison. Und als vierte Kohlsorte habe ich den filigranen Rosenkohl mitgebracht. Gerade nach dem ersten Frost schmeckt der besonders süßlich.

Beim Einkaufen achtet ihr darauf, dass die Kohlköpfe keine Druckstellen haben und dass die Blätter eng am Körper anliegen. Beginnen wir mit dem Rosenkohl, was können wir daraus eigentlich alles machen? Kurz blanchiert, ganz normal anschwitzen in Zwiebeln, ein bisschen Butterschmalz, Salz, Pfeffer und Zucker als Beilage.

Mein persönlicher Tipp: blanchieren, Strunk entfernen, die Blätter voneinander lösen und als lauwarmen Salat servieren. Rotkohl, wer kennt das nicht? In der Winterzeit zur Ente, zu Klößen, braucht einen süßen Gegenpart, es eignet sich für mich Quitte, Birne und Apfel ganz hervorragend. Spitzkohl ist weit am vielseitigsten, wir können ihn als Salat zubereiten, wir können daraus Auflaufe oder Suppen machen.

Ganz hervorragend finde ich, klein geschnitten, angeschwitzt mit ein paar Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Muskat, mit Weißweinsahne ablöschen, als Spitzkohl á la Creme. Und als letzten Kohl haben wir Weißkohl da, eignet sich natürlich hervorragend als Sauerkraut, der absolute Klassiker. Außerdem als Weißkohlsuppe, die Blätter könnt ihr super für Kohlrouladen verwenden, da gibt es einfach keine Grenze.

Wir schnappen uns heute mal den Weißkohl und machen daraus den leckeren amerikanischen Krautsalat Coleslaw. Dafür brauchen wir Essig, Milch und Öl für unsere hausgemachte Mayonnaise, Salz und Zucker, Joghurt, Karotten, Zitrone und natürlich unseren Weißkohl. Ihr müsst beim Weißkohl zuerst den Strunk entfernen, der ist fest und schmeckt ganz bitter, den wollen wir natürlich nicht in unserem Salat haben.

Dann halbieren wir den, ihr könnt ihn entweder über die Küchenreibe reiben oder ihr nehmt ein Messer und schneidet ihn ganz fein runter. Gut aufdrücken das Ganze, damit die Streifen nicht mehr aneinanderhängen und jeder gleich viel von der Marinade abbekommt. Das Ganze marinieren wir großzügig, mit wirklich einer guten Prise Salz, habt da keine Angst, dass es zu viel wird. Wir brauchen Salz und Zucker, ich persönlich verwende braunen Rohrzucker, weil es so eine malzige Note mitbringt.

Wir reiben das Ganze jetzt gut ein und das zieht gleich Wasser, das Ganze wird weicher und das lassen wir jetzt für eine gute Viertelstunde, 20 Minuten einfach stehen. Für die Soße, für unseren Coleslaw benötigen wir erst mal eine hausgemachte Mayonnaise. Dazu nehme ich Milch, circa 75 Milliliter, eine Prise Salz, dann meinen Pürierstab.

So, einmal kurz durchmixen und jetzt kommt nur noch Öl dazu. Einfach tröpfchenweise unter die Milch schlagen, ruhig auch auf höherer Stufe. Dann nehmen wir zwei gute Esslöffel von unserem mageren Joghurt, noch eine Prise Salz, ein Schluck Essig, das Ganze noch mal durchpürieren. Bevor die Mayo jetzt in unseren Krautsalat kommt, geben wir noch eine ganze Karotte und den Saft von einer Zitrone dazu.

Und jetzt können wir auch unsere Mayo dazugeben. Eine Prise Pfeffer noch dazu und fertig ist er unser amerikanischer Krautsalat Coleslaw. Klassisch serviert zu Spareribs und Hamburgern.

Ich persönlich mag es am liebsten mit schönem Roggenbrot, Senfbutter und Pastrami. Guten Appetit.
Von: Fabio Haebel, Länge: 5:21 Minuten

Video ist sein Ding. Essen auch. Beides zusammen verbindet Philipp, um euch das Nachkochen zu vereinfachen!

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