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Mittermeiers Trickkiste: Eintopf – deftig aber edel

Sternekoch-Tipps für die Zubereitung von Eintopf und sättigenden Suppen

Schon mal von der Rumfordsuppe gehört? Klingt englisch, ist aber eine urdeutsche Erfindung und nichts anderes, als einer der wohl einst meistgegessenen Eintöpfe in unserem Land. Denn: schon 1785 wurden sowohl Soldaten als auch Arme damit gespeist. Doch es gibt auch edle Eintöpfe – und deren Zubereitung will gekonnt sein

Ich selber liebe ja Eintöpfe, man könnte sogar sagen, dass ich sie als ganz besondere Herausforderung ansehe. Sowohl, was die Tüftelei an neuen, raffinierten Zutatenkombinationen angeht, als auch in Sachen Imagepflege. Denn zu Unrecht steht der Eintopf in dem Ruf, allein aus einem Sammelsurium an Resten zu bestehen. So behaupten böse Zungen etwa, die Rumfordsuppe verdanke ihren Namen der Tatsache, dass darin „alles was rumfliegt und fort muss“ verwertet würde. Tatsächlich aber ist sie einfach eine Erfindung des Reichsgrafen von Rumford und bestand immer aus denselben Basisprodukten, nämlich Graupen und getrockneten Erbsen.

Klar: man kann in einem Eintopf auch Lebensmittelreste verwenden, aber frisch sollten sie sein! Denn aus einem Topf kann man nur das an Gutem herausholen, was man vorher hineingegeben hat.

3 Spielregeln für richtig guten Eintopf

Überhaupt ist die Zubereitung einer kompletten Mahlzeit in nur einem einzigen Topf Chance und Herausforderung zugleich. Chance, weil man mit wenig Aufwand ein köstliches Gericht zubereiten kann, das fast jedem schmeckt. Herausforderung, weil es durchaus ein paar Spielregeln gibt, die es beim Kochen zu beherzigen gilt:

  1. Verschiedene Zutaten haben unter Umständen auch verschiedene Garzeiten. Deshalb wandern die Produkte mit den längsten Garzeiten als erstes in den Topf, dann werden nach und nach die weiteren Zutaten analog ihrer Garzeit zugegeben.
  2. Sehr feste Zutaten immer ein wenig kleiner oder dünner schneiden, als die zarten Lebensmittel. So wird sichergestellt, dass am Ende alles weich, aber nicht verkocht ist.
  3. Robuste Zutaten mit Speiseöl und bei etwas höherer Hitze anschwitzen, bevor Flüssigkeit hinzugegeben wird – das ergibt ganz wunderbare Aromen. Aber Achtung: Röststoffe sollten nicht entstehen, deshalb unbedingt rechtzeitig ablöschen!

Der Eintopf ist fertig, wenn alle Zutaten weich gekocht sind und das Ganze eine sämige Konsistenz aufweist.

Warum Eintöpfe nach dem Auftauen besser schmecken

Ich kann ja nur für mich sprechen: ich schätze Eintöpfe wegen ihrer Vielfalt und für den Platz an Kreativität, den sie selbst unerfahrenen Köchen einräumen. Und natürlich auch deswegen, weil man sie hervorragend aufheben und bevorraten kann. Ich koche daher in der Regel mehr, als auf einmal gegessen wird. Den Rest friere ich portionsweise ein.

Das geht besonders gut mit Gefriergeräten oder –fächern, die über eine sogenannte FROSTMATIC-Funktion verfügen, wie zum Beispiel dem AEG S83400CTM0 Denn mit FROSTMATIC wird das Gefriergut im Rekordtempo von +25 °C auf -18 °C herunter gefroren. So bleiben Qualität und Geschmack über Monate erhalten, Gefrierbrand wird vermieden und bereits eingelagerte Lebensmittel tauen nicht an.

Und weil sich sowohl beim Einfrieren als auch beim Aufwärmen ein Teil der Stärke im Eintopf in Zucker umwandelt, schmecken Eintöpfe „am Tag danach“ oft sogar noch besser als zum Zeitpunkt ihrer Herstellung!

Vorausgesetzt, es bleibt etwas davon übrig. Bei meinem Lieblingsrezept kann ich nicht dafür garantieren, einem Eintopf aus Hackfleisch und Kürbis mit unerwarteter orientalischer Note.

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Sternekoch Mittermeiers Lieblingsrezept für deftigen Eintopf mit Kürbis

Linseneintopf, Erbseneintopf, Bohneneintopf - Rezepte für deftige Eintöpfe gibt es viele. Wer eine überzeugende Variante auf den Tisch bringen will, kann alternativ auf überraschende Kombinationen setzen oder aber durch bekannte Aromen Erinnerungen wach rufen. Mit diesem Rezept gelingt beides, denn Kürbis und Rindfleisch bedienen die Erinnerungen, während die unerwartete orientalische Gewürzkomponente uns auf einem fliegenden Teppich in exotische Welten entführt.

Zutaten:

  • 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 20-25cm Durchmesser)
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 EL Speiseöl
  • 1 l Geflügelfond
  • 1 Päckchen Sushi Ingwer
  • 1 Teelöffel Curry
  • 1 Teelöffel Sambal Olek
  • 1 Teelöffel Cumin
  • 1 Becher Crème fraîche (200 g)
  • 2 Stengel Blattpetersilie
  • Pfeffer, Salz, Zucker

Und so geht’s:

Vorbereitung:

Den Kürbis waschen und halbieren, die Kerne und Fäden aus dem Inneren mit einem Esslöffel entfernen. Dann den Kürbis in Würfel von ca 1,5cm Kantenlänge schneiden.Hokkaido-Kürbis mitsamt Schale verwenden, die kann nämlich mitgegessen werden! Alternative: Muskat- oder Butternut-Kürbis, diese müssen jedoch geschält werden. Zwiebel schälen und würfeln. Ingwer etwas durchhacken, Saft aufheben.Blattpetersilie waschen und hacken.

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel in einem großen Topf im Speiseöl andünsten und den Kürbis zugeben, weiterdünsten, ohne dass Röststoffe entstehen.
  2. Brühe angießen und aufkochen. Dann mit Salz, Curry, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Zucker kräftig abschmecken, für ca 35min solange sanft köcheln bis der Kürbis weich ist.
  3. Zwiebel würfeln und andünsten, salzen, Kürbis dazugeben und Brühe angießen.
  4. Mit Curry, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Zucker und abschmecken.
  5. Den Eintopf ca. 35 Minuten leicht köcheln lassen. Den Ingwer mitsamt Saft zugeben und den Eintopf mit einem Stabmixer leicht anmixen.
  6. Das Hackfleisch mit Salz, Pfeffer und Sambal Olek würzen. In einer beschichteten Pfanne anbraten und zusammen mit der Creme fraiche in den Eintopf geben, einmal kurz aufkochen.
  7. Anrichten

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