Junk Food - Aber richtig! von Liselotte Forslin

Junk Food - Aber richtig! empfehlen wir für: Anfänger, Fleischfresser, kulinarische Weltenbummler

Junk Food - Aber richtig! Unsere Wertung

Junk Food - Aber richtig!Junk Food - Aber richtig!: Darum gehts

„Manchmal hat man eben Lust auf etwas richtig Fettiges, Salziges", schreibt Autorin Liselotte Forslin im Vorwort von Junk Food - Aber richtig! Und liefert für genau solche Momente Rezepte für Fastfood-Klassiker wie Burger, Pommes oder Pizza - natürlich alles selbst gemacht.

Der Leser begibt sich in Junk Food - Aber richtig! auf eine Reise quer durch die Imbissbuden der Welt, doch es überwiegen Rezepte aus der amerikanischen Küche. Dazu passt die Aufmachung des Buches im stimmigen American-Diner-Stil der 50er Jahre - das Schmökern macht auf jeden Fall Spaß.

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 Junk Food - Aber richtig!: Das finden wir

"Gar nicht so ungesund" kann Junk Food sein, wenn man es selbst zubereitet, kündigt die Autorin an. Und das stimmt, denn wer einen Burger komplett selbst macht - vom Brötchen über die Sauce bis zu den Beilagen wie Pommes oder Krautsalat - der weiß genau, was drin steckt und geht Geschmacksverstärkern, verstecktem Zucker & Co aus dem Weg. Aber gesund sind die Rezepte in Junk Food - Aber richtig! deshalb noch lange nicht. So kommen beispielsweise Pommes und Fischfilet für Fish'n'Chips trotzdem beide ins Fettbad. Aber Junk Food ist eben Junk Food - und selbst gemacht schmeckt trotzdem besser.

Die Zutaten für die Leckereien sind nicht schwer zu besorgen und die Rezepte auch für Anfänger machbar. Schön, dass internationale Rezepte, von Falafel in der Pita bis zum Focaccia-Sandwich, Einzug ins Buch gefunden haben. Zudem gibt es einige neue Ideen, zum Beispiel Lammburger mit Blauschimmelkäse oder selbst gemachte Wurst mit Sauerkraut und Zwiebeln. Auch Naschkatzen kommen auf ihre Kosten - mit Donuts, Banana Split oder Marshmallows.

Problematisch finde ich allerdings die fehlende Genauigkeit in den Rezepten. Ein gutes Beispiel dafür sind die Pommes. Man muss sie zunächst "ein paar Minuten" vorfrittieren und nach kurzem Abkühlen noch mal frittieren "bis sie goldbraun sind". Der Praxistest zeigt: Wer wartet, bis die Pommes genauso goldbraun sind wie auf dem Foto, erhält nach der langen Frittierzeit mit Fett vollgesaugte Pommes - das Rezept fällt damit für meinen Geschmack durch. Anderes Beispiel für die Ungenauigkeit: In der Zutatenliste für die BBQ-Sauce taucht die Zutat "1 Flasche Chilisauce" auf. Doch steckt auch tatsächlich in allen erhältlichen Chilisaucen die gleiche Menge? Nach einer Prüfung aller Chilisaucen, die es in meinem Supermarkt gibt, habe ich mich für 200 ml entschieden - scheinbar die richtige Entscheidung, denn die BBQ-Sauce schmeckte angenehm würzig.  

Die Rezepte sind liebevoll zusammengestellt und in ein optisch sehr ansprechendes und stimmiges Buch verpackt worden. Wer ab und zu ein wenig "Schrottessen" braucht, wie es die Autorin nennt, oder seine Lieben mit selbst gemachtem Fast Food vom Besuch im Schnellrestaurant abhalten will, wird hier auf jeden Fall fündig. Aber ein wenig mehr Koch-Know-how und ein stärkerer Fokus auf gesündere Varianten wäre schön gewesen. Leider fehlen mir bei den Rezepten außerdem die Zeitangaben, die hilfreich wären, wenn man Saucen, Burgerbrötchen, Salat & Co für ein Grillfest vorbereitet. Dass es keine Kalorienangaben gibt, ist vielleicht besser so. 

Junk Food Beispielseite


Junk Food - Aber richtig!: Pro und Contra

Pro Contra
Alle Klassiker der Junk Food Küche plus einige Neuentdeckungen Rezepte trotzdem mit viel Fett und daher nicht wirklich gesund
Auch Beilagen, Saucen & Co können selbst gemacht werden Fehlende und ungenaue Angaben zur Zeit und den Zutaten trüben das Vergnügen
Stimmungsvolle Aufmachung   

Junk Food - Aber richtig!: Unsere WertungJunk Food - Aber richtig! Unsere Wertung

Junk Food - Aber richtig! ist für Fans von Cheeseburger, frittierten Zwiebelringen, Kebab & Co ein schönes Kochbuch - hier gibt es alle Rezepte, die das Herz begehrt, allerdings auch klassisch fettig. Wer wirklich gesunde und fettarme Alternativen sucht, liegt mit dem Buch falsch. 

Junk Food - Aber richtig!: Unser Testkochen

Ich habe mehrere Rezepte ausprobiert. Die würzige BBQ-Sauce mit Zwiebelstücken kam beim Grillfest sehr gut an und schlug die zum Vergleich gekaufte Sauce um Längen. Die Focaccia war luftig, außen knusprig und schmeckte dank der versenkten Tomaten und Oliven wunderbar. Auch die Mayonnaise schmeckte, allerdings fehlte ihr der Kick. Die Pommes trieften dagegen leider vor Fett. Wer jetzt auf den Geschmack von leckerem Junk Food gekommen ist, findet hier das Rezept für den Klassiker aus Junk Food - Aber richtig!: den Cheeseburger. Dazu empfehle ich die BBQ-Sauce, das Rezept ist ebenfalls dabei.

Junk Food - Aber richtig! Rezept für Cheeseburger

Cheeseburger mit BBQ-Sauce und Bacon

Zutaten (4 Portionen)

800 g Rinderhack (Black Angus), grob durchgedreht
1 TL Salz
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 ml Holy-Smoke-BBQ-Sauce (Rezept im Buch)
4 dicke Scheiben kräftiger Tilsiter
8 Scheiben Bacon
Butter oder Öl zum Braten
4 Hamburger-Brötchen (Rezept im Buch)
8 Cocktailtomaten in verschiedenen Farben
2 Handvoll schöne Salatblätter, gewaschen
1 rote Zwiebel, in Scheiben geschnitten

Als Beilagen: Hamburger-Dressing, Pommes, selbst gemachtes Ketchup (diese Rezepte sind ebenfalls im Buch zu finden)

Zubereitung

Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer mischen und zu 4 schönen Burgern formen. Langsam bei mittlerer Hitze grillen oder braten, auf jeder Seite ca. 5-6 Minuten. Gegen Ende mit BBQ-Sauce bestreichen. Den Käse darauflegen und die Burger in der Pfanne oder an der Seite des Grillrosts liegen lassen. Den Bacon braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Brötchen aufschneiden und leicht rösten. Die Tomaten in Scheiben schneiden und mit Salatblättern und Zwiebelscheiben auf den unteren Brötchenhälften verteilen. Die Burger mit dem Käse darauflegen, mit Bacon und Dressing abschließen. Mit den oberen Brötchenhälften zuklappen und mit Ketchup und Pommes servieren.

BBQ-Sauce

Für 200 ml
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
2 Lorbeerblätter
¼ TL ganze schwarze Pfefferkörner
2 TL Kreuzkümmel
1 TL Oregano
2 EL Olivenöl
1 Flasche Chilisauce
100 ml Apfelessig
175 g Rohzucker
1 TL Salz
1 TL Worcestersauce

Zubereitung

Zwiebel, Knoblauch, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Kreuzkümmel, Oregano und Olivenöl in einem großen Topf anbraten, ohne dass sie Farbe bekommen. Den Rest der Zutaten hinzufügen und bei schwacher Hitze 20 Minuten sieden lassen. Ab und zu umrühren. Abkühlen lassen und in einen sauberen Glasbehälter füllen.

Veröffentlichung der Rezepte "Cheeseburger mit BBQ-Sauce und Bacon" sowie "BBQ-Sauce" aus dem Buch Junk Food - Aber richtig" mit freundlicher Unterstützung von Edel:Books. Copyright der Rezeptbilder liegt bei Ulrika Ekblom.

Junk Food - Aber richtig! Junk Food - Aber richtig! Junk Food - Aber richtig! Unsere Wertung
 erschienen bei Edel:Books

 von Liselotte Forslin mit Fotos von Ulrika Ekblom

 Preis: 12,95 €

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Spätzle, Knödel und so ziemlich alle Gerichte mit Kartoffeln machen mich froh – Bratkartoffeln machen mich glücklich!

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