Wildes Grün – Diane Dittmer, Anke Schütz, Krisztina Zombori

Wildes Grün empfehlen wir für: Experimentierfreudige, Gesundheitsbewusste, Naturburschen, Literaten, Romantiker

Wildes Grün: Unsere Wertung

Wildes Grün: Darum gehtsWildes Grün

Der eigene Garten, die wilde Wiese nebenan oder der Wald am Rande der Stadt haben mehr zu bieten, als so manch einer vermuten mag. Tauchen Sie ein in die Welt der Wildkräuter und Wildbeeren und entdecken Sie, welche kulinarischen Köstlichkeiten sich aus Löwenzahn, Brennnessel, Brunnenkresse und Co alles zaubern lassen.

Das Buch von Diane Dittmer, Anke Schütz und Krisztina Zombori, erschienen im AT Verlag, ist eine liebevolle Zusammenstellung von persönlichen Geschichten aus der Natur, Kräuterkunde, Rezeptsammlung und naturnah inszenierten Fotos. Als Bestimmungsbuch kann Wildes Grün nicht dienen - das möchte es aber auch gar nicht. Verschiedene Kräuter werden zwar mit Bild vorgestellt, auch beliebte Standorte,

Sammelgut, Sammelzeit und typischer Geschmack werden beschrieben, allerdings liegt der Fokus auf der Verwendung der Kräuter und Beeren in der Küche und nicht auf deren Bestimmung.

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Wildes Grün: Das finden wir

Dieses Buch ist mehr als eine reine Rezeptsammlung. Bereits in den ausführlichen Vorworten der Autorinnen Diane Dittmer und Anke Schütz wird klar, dass hier zwei Frauen mit Herzblut und Liebe zum Detail am Werk sind. Die persönlichen Geschichten, die den Weg der Frauen zum Kochen, Food-Styling und vor allem zum Thema Wildkräuter erzählen, muten romantisch-privat an.

Auch die einzelnen Abschnitte werden jeweils mit ein bisschen Prosa eingeleitet. Das können auch hier Kindheitserinnerungen an das Leben in der Natur oder interessante Infos rund um die vorgestellten Wildkräuter sein.

Die Bilder der Gerichte sind sehr ansprechend und schlicht, eher rustikal-romantisch angelegt. Die bunten Wildkräuter sorgen auf den Bildern natürlich für einen tollen Effekt, ohne dass die Fotos übertrieben inszeniert wirken.

Wildes Grün: Pro und Contra

Pro Contra
Außergewöhnliche Rezepte Nur bedingt alltagstauglich, weil man für viele Zutaten eben erst sammeln muss
Gesunde, frische, knackige Gerichte Keine zusätzlichen Angaben über Nährwerte etc.
Schöne Fotos Keine Unterscheidung nach verschiedenen Gängen
Viele extra Infos für Natur-Fans   
Angaben zu Arbeits- und Garzeit   

Wildes Grün: Unsere WertungWildes Grün: Unsere Wertung

3,5 von 5 Mützen: Ein schönes Kochbuch für alle, die es nicht eilig haben und gerne in der Natur unterwegs sind.

Die Rezepte sind abwechslungsreich und außergewöhnlich und trauen sich auch an eher ungewöhnliche Geschmacks-Kombinationen. Die schönen Bilder machen Appetit und verführen zum Experimentieren.

Wir haben exemplarisch zwei Rezepte nachgekocht: „Bärlauch-Quark-Puffer" und „Brennnessel-Frittata". Beide gehören zu den nicht ganz so aufwendigen Gerichten, versprechen aber trotzdem ein besonderes Geschmackserlebnis. Gelingsicher waren die Rezepte, auch die Fotos im Buch halten dem Realitätstest stand. Hier und da hat uns der letzte Pfiff gefehlt, allerdings lässt sich hier mit der richtigen Betonung der Zutaten oder dem ein oder anderen Extra nach Wahl sicher schnell nachoptimieren.

Wildes Grün: Unser Testkochen

Diese zwei Rezepte hat die Redaktion von Chefkoch.de nachgekocht und sowohl geschmacklich als auch optisch für gut befunden. Wer neugierig auf das Buch Wildes Grün geworden ist, der bekommt hier zwei Rezepte als Appetizer zum Nachkochen:

Brennnessel-Frittata

Wildes Grün: Brennnessel-Frittata

Das Ergebnis zeigt, dass unsere nachgekochte Brennnessel-Frittata optisch schonmal mit dem abgebildeten Foto im Buch mithalten kann - auch wenn unsere Frittata etwas flacher ausfällt, weil wir für zwei statt vier Personen gekocht haben.

Zutaten (4 Personen)

750g Karotten (Möhren)
150g Brennnesselspitzen
100g Pecorino
1 unbehandelte Limette
8 Eier
4 EL Milch
1 gehäufter TL scharfer Curry
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Zubereitung

Die Karotten schälen und schräg in feine Scheiben schneiden. Die Brennnesselspitzen waschen (dabei Einmalhandschuhe tragen) und in einem Sieb abtropfen lassen oder mit einem Tuch trocken tupfen. Den Pecorino fein reiben. Die Limette waschen, abtrocknen und die Schale dünn abreiben.

Eier, Milch, Limettenschale, Curry, Salz und Pfeffer verquirlen. Den Pecorino unterrühren.

Das Olivenöl in einer bschichteten Pfanne erhitzen. Die Karotten darin etwa 5 Minuten braten. Die Brennnesseln hinzufügen und kurz unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier-Käse-Milch darübergießen und zugedeckt etwa 15 Minuten bei geringer Hitzezufuhr stocken lassen.

Bärlauch-Quark-Puffer

Wildes Grün: Bärlauch-Quark-Puffer

Zutaten (4 Personen)

150g Bärlauch
3 Eier
1 Prise Salz
1/2 TL gemahlenes Vanillepulver
250g Magerquark
70g Speisestärke
60g Butterschmalz

Zubereitung

Den Bärlauch waschen und in einem Sieb abtropfen lassen oder mit einem Tuch trocken tupfen. Zwei Drittel der Blätter fein schneiden. Die restlichen Blätter beiseitestellen.

Die Eier trennen. Die Eiweiße mit Salz und Vanille steif schlagen. Den Quark mit der Speisestärke und den Eigelben verrühren. Das steif geschlagene Eiweiß und den fein geschnittenen Bärlauch vorsichtig unterheben.

Das Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und nacheinander 12 kleine Küchlein rundherum 4-5 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun backen. zum Schluss die restlichen Bärlauchblätter kurz im Bratfett braten und zu den Küchlein servieren.

Dazu schmeckt ein grüner Salat und Sauerrahm.

Veröffentlichung der Rezepte "Brennnessel-Frittata" und "Bärlauch-Quark-Puffer" aus dem Buch Wildes Grün mit freundlicher Unterstützung des AT Verlags. Copyright der Rezeptbilder liegt bei Anne Bartel.

Wildes Grün Wildes Grün Wildes Grün: Unsere Wertung
 erschienen im AT Verlag

 von Diane Dittmer, Anke Schütz, Krisztina Zombori

 Verführerische Wildpflanzenrezepte durch das ganze Jahr

 Preis:26,90 €

Wildes Grün

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