Elektrogrill: Rauchfrei Grillen auf dem Balkon

Kaum steigen die Temperaturen, werden die Lüfte von aromatischen Grill-Aromen erfüllt und die Abende in geselliger Runde bei Bratwurst, Steak und einem Bierchen verbracht. Da wollen auch Nicht-Gartenbesitzer ungern außen vor bleiben und nutzen deshalb ihren Balkon zum Grillen. Unkompliziert und rauchfrei geht das mit einem Elektrogrill.

Ein kleines Grillvorhaben auf dem Balkon endet nicht selten in einem handfesten Nachbarschaftsstreit. Mit einem Elektrogrill könnt ihr einer Auseinandersetzung aus dem Weg gehen und trotzdem grillen. Wir stellen euch interessante Modelle vor und klären die ewige Streitfrage: Was darf man mit einem Grill auf dem Balkon tun und was nicht?

Elektrogrill: Bestseller und Favoriten

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Grillen auf dem Balkon mit dem Elektrogrill

Wenn es euch einfach nur um ein Würstchen und drei Gemüsespieße geht, die ihr auf Balkonien grillen wollt, kann euch ein Elektrogrill bereits ausreichen. Super schnell und einfach habt ihr ihn ans Laufen gebracht – ohne mit Spiritus oder Holzkohle hantieren zu müssen. Weitere Vorteile haben wir euch kurz und knapp zusammengefasst.

Warum ist ein Elektrogrill super?
 Basis-Modelle sind sehr günstig.
 Egal, wie klein der Balkon ist – Grillen ist möglich. Natürlich rauchfrei.
 Keine Wartezeit – das Grillen kann sofort losgehen.
 Kein Zoff mit den Nachbarn – und auch keine Brandgefahr.

Fairerweise müssen wir den größten Konkurrenten des Elektrogrills ansprechen: den Gasgrill. Er hat nämlich einen klaren Vorteil gegenüber dem Elektrogrill: eine Flamme. Und die führt uns zumindest etwas näher an das Abenteuer Grillen heran. Ob ein Gasgrill auf dem Balkon erlaubt ist, welche Rechte und Pflichten Verfechter von Holzkohle auf dem Balkon haben und wie ihr Ärger mit den Nachbarn beim Grillen vermeidet, lest ihr im Folgenden.

Grillen auf dem Balkon – eine Frage des Rechts?

Darf man auf dem Balkon grillen? Klar festgelegte Vorschriften, die in ganz Deutschland gelten, gibt es bei diesem Thema leider nicht. Grundsätzlich ist das Grillen im Garten und auch auf dem Balkon erlaubt. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen, wie der Deutsche Mieterbund weiß. Erlaubt ist das Grillen dann nicht, wenn es im Mietvertrag ausdrücklich verboten wurde. Gerade in eng bebauten Stadtteilen wird manchmal ein solcher Zusatz von Vermietern in den Mietvertrag aufgenommen. Ein Blick in den Mietvertrag kann also nicht schaden, bevor ihr den Grill anwerft. Auch wenn es in eurem Haus eine Hausordnung gibt, ist dort eventuell eine Regelung fürs Grillen getroffen.

 

Außerdem ist das Grillen nicht gestattet, wenn ein anderer dadurch unzumutbar beeinträchtigt wird – wenn also zum Beispiel Rauch und Qualm in die Nachbarwohnung ziehen. Dies gilt übrigens immer, ob im Garten oder auf dem Balkon gegrillt wird. Während man im Garten oft die Möglichkeit hat, weit genug vom Haus und damit dem Nachbarn abzurücken, sieht es beim Balkon schon schwieriger aus. Der Grund für dieses Verbot ist nachvollziehbar: Beim Grillen mit Holzkohle wird Kohlenmonoxid freigesetzt, was in geschlossenen Räumen zu Vergiftungen führen kann. Achtet also beim Grillen darauf, wohin der Qualm abzieht – so bleibt ihr nicht nur rechtlich auf der sicheren Seite. Ihr gefährdet auch niemanden.

Grillen: Brennmaterialien und wie man sie richtig anzündet

Rechtsprechung beim Thema Grillen auf dem Balkon

Viele der Regelungen, die bei Nachbarschaftsstreitigkeiten rund um das Grillen zum Tragen kommen, sind Ländersache. Somit sind bereits gesprochene Urteile nicht bundesweit gültig, können jedoch bei der Orientierung helfen.

So hat das Landgericht Aachen etwa festgelegt, dass zweimal im Monat an der Stelle des Gartens, die am weitesten vom Nachbarn entfernt ist, gegrillt werden darf und zwar von 17 bis 22:30 Uhr. Das Bonner Gericht hat entschieden, dass von April bis September einmal im Monat auf Balkon oder Terrasse gegrillt werden darf, sofern die Nachbarn frühzeitig (48 Stunden vorher) darüber informiert werden. In Oldenburg hat das Oberlandesgericht entschieden, dass Grillen im Garten viermal im Jahr erlaubt ist und zwar bis 24 Uhr.

Grillen auf dem Balkon – Absprachen helfen

Diese Rechtssprüche helfen im Einzelfall natürlich nur bedingt weiter. Oberster Grundsatz unter Nachbarn sollte, beim Grillen so wie bei vielen anderen Dingen auch, die Rücksichtnahme sein. Denn wer seine Nachbarn nicht übermäßig belästigt, der wird auch keine Beschwerden bekommen. Wer also wirklich nur einen kleinen Balkon zur Verfügung hat und über sich direkt den nächsten Balkon weiß, der sollte sich gut überlegen, ob es wirklich der Holzkohlegrill sein muss oder ob es nicht vielleicht auch ein Elektrogrill tut. Für wen eine solche Alternative nicht in Frage kommt, der sollte zumindest versuchen, die Qualmentwicklung unter Kontrolle zu halten. Hilfreich können hier zum Beispiel Alufolie oder Grillschalen sein, die ein Tropfen des Fetts auf die Kohle verhindern.

 Grillen: So vermeidet ihr Ärger mit Nachbarn
 

Im Mietvertrag und in der Hausordnung prüfen, ob es Verbote oder Vorschriften gibt

 

Beim Grillen darauf achten, dass der Qualm nicht durch Fenster in Innenräume zieht oder andere Balkone einräuchert

 

Statt Holzkohlegrill lieber einen Elektrogrill verwenden

 

Das Grillgut in Grillschalen oder auf Alufolie grillen, damit kein tropfendes Fett Qualm verursacht

 

Größere Grillfeste bei den Nachbarn ankündigen

 

Nach 22 Uhr auch die Regelungen zur Nachtruhe beachten

Generell hilfreich ist natürlich auch immer das Gespräch mit den Nachbarn. Denn egal, ob ihr diejenigen seid, die regelmäßig eingeräuchert werden, oder der Grillfan, der einfach nicht auf seine Holzkohle verzichten möchte: Ein offenes Gespräch mit den Nachbarn ist meist hilfreicher als das Beharren auf seinem Recht. Und vielleicht schafft eine gemeinsame Grillparty mit dem Nachbarn ja die Probleme auch auf die angenehme Art aus der Welt.

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