Barbecue (oft auch BBQ) bezeichnet eine spezielle Garmethode, bei der das Fleisch in großen Stücken langsam und bei geringer Hitze im Rauch eines Holzfeuers gegart wird. Synonym dazu wird der Begriff Barbecue auch für die Grillveranstaltung oder das Grillgut selbst verwendet. Essenzieller Bestandteil eines BBQs sind die speziellen Soßen. Auch wenn hier die Rezepte oft „Familiengeheimnisse" sind, ist die Grundlage einer guten BBQ Soße meist jedoch eine Tomatensoße bzw. Ketchup.

Barbecue – nicht dasselbe wie Grillen

Mittlerweile wird gerade hierzulande Barbecue mit Grillen gleichgesetzt. Dabei unterscheidet sich die ursprüngliche Zubereitung eines Barbecues ganz wesentlich von unserer Vorstellung vom Grillen. Denn beim Barbecue wird nicht direkt über der Feuerstelle gegart, sondern in der Abluft einer Feuerstelle, bei 90 bis 160 Grad. So wird das Fleisch nicht nur schön zart, sondern erhält auch ein einzigartiges Rauch-Aroma.

Das Barbecue als Zubereitungsmethode brachten die spanischen Eroberer mit nach Amerika. Sie fand vor allem in der Karibik und entlang der Küste bis nach Brasilien Verbreitung, bevor sie besonders von North und South Carolina aus den restlichen Süden der späteren USA eroberte. Das Barbecue wurde schnell zum Grundstein von Familien- und Gemeindefesten sowie Nachbarschaftstreffen und beschränkte sich nicht nur auf die Südstaaten.

Barbecue – Rezepte für die Grillsaison

Barbecue schmeckt einfach wunderbar rauchig und würzig – noch besser wird die amerikanische Geschmackserfahrung mit passenden Saucen und anderen Rezepten. In unserer Rezeptstrecke findet ihr Köstlichkeiten wie Barbecue-Garnelen in Honig-Senf-Sauce, Spareribs nach Georgia-Art und Bacon Bombs. Besonders empfehlenswert ist auch die Rub-Trockengewürzmischung, die dank Gewürzen wie Paprika, Lorbeer, Koriander, Kreuzkümmel und Kardamom herrlich aromatisch ist und zu allen Fleischsorten passt. Oder wie wäre es mit Coca Cola-Sauce? Wir wünschen guten Appetit und viel Spaß beim Barbecue!

Gegrilltes Hähnchen

Zum Rezept

Mustard BBQ Spareribs

Zum Rezept

Beschwipste BBQ-Sauce

Zum Rezept

Kalorienarme BBQ-Soße

Zum Rezept

Rub-Trockengewürzmischung

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Würziger Flammlachs vom Feuer

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BBQ-Soße Smoky Spicy

Zum Rezept

Senf-Barbecuesauce

Zum Rezept

Spareribs mit amerikanischer BBQ-Sauce

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BBQ-Dipp süßlich

Zum Rezept

Coca-Cola-BBQ-Sauce aus den USA

Zum Rezept

BBQ-Chicken-Wings Hot Spicy

Zum Rezept

Spareribs nach Georgia-Art

Zum Rezept

BBQ-Bacon-Bomb

Zum Rezept

BBQ-Garnelen in Honig-Senf-Sauce

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BBQ-Steaks

Zum Rezept

BBQ-Ribeye-Steak

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BBQ-Sauce

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Albertos Hacksteaks BBQ

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Gegrilltes Hähnchen
Gegrilltes Hähnchen
Mustard BBQ Spareribs
Mustard BBQ Spareribs
Beschwipste BBQ-Sauce
Beschwipste BBQ-Sauce
Kalorienarme BBQ-Soße
Kalorienarme BBQ-Soße
Rub-Trockengewürzmischung
Rub-Trockengewürzmischung
Würziger Flammlachs vom Feuer
Würziger Flammlachs vom Feuer
BBQ-Soße Smoky Spicy
BBQ-Soße Smoky Spicy
Senf-Barbecuesauce
Senf-Barbecuesauce
Spareribs mit amerikanischer BBQ-Sauce
Spareribs mit amerikanischer BBQ…
BBQ-Dipp süßlich
BBQ-Dipp süßlich
Coca-Cola-BBQ-Sauce aus den USA
Coca-Cola-BBQ-Sauce aus den USA
BBQ-Chicken-Wings Hot Spicy
BBQ-Chicken-Wings Hot Spicy
Spareribs nach Georgia-Art
Spareribs nach Georgia-Art
BBQ-Bacon-Bomb
BBQ-Bacon-Bomb
BBQ-Garnelen in Honig-Senf-Sauce
BBQ-Garnelen in Honig-Senf-Sauce
BBQ-Steaks
BBQ-Steaks
BBQ-Ribeye-Steak
BBQ-Ribeye-Steak
BBQ-Sauce
BBQ-Sauce
Albertos Hacksteaks BBQ
Albertos Hacksteaks BBQ

Spare Ribs aus dem Smoker im Video erklärt

Wie euer Barbecue aussehen könnte, zeigt Marc Balduan am Beispiel von Spareribs im folgenden Video. Angefangen beim Entfernen der Silberhaut über die Marinade bis hin zum Auflegen in den vorgeheizten Smoker seht ihr jeden Arbeitsschritt für ein gelungenes Barbecue:

Baby Back Ribs bei Hack n Roll
Baby Back Ribs - Rippchen aus dem Smoker

Ich mache heute Ribs - Rippchen - und die knallen wir gleich auf den Smoker. Ihr seht da die Knochen, die Rippe läuft also hier quer am Schwein lang. Bevor wir sie jetzt marinieren, werden wir hinten die Membrane oder die sogenannte Silberhaut entfernen müssen, weil die sonst wie Papyrus schmeckt nach dem Räuchern. Und zwar mit einem Hilfsmittel, am besten einen Löffel nehmen, den Stiel und dann hier am Knochen leicht runtergehen. Hier seht ihr das schon, das hört man auch ganz gut, so eine kleine Tasche und dann einfach den Löffel zur Seite, Finger rein und hochziehen, die wollen wir nicht haben.

Jetzt werden wir sie marinieren. Marinade in Deutsch oder Trockenmarinade, im Englischen nennt man das Rub. Dazu hab ich hier ein bisschen Senf mitgebracht, ein bisschen Rohrzucker, eine geräucherte Paprika oder Chipotte auch genannt, ein bisschen Meersalz und eine Kräutermischung. Da hab ich ein bisschen Rosmarin, Thymian, ein bisschen Oregano mit reingegeben, ein bisschen Zwiebelgranulat, ein bisschen Knoblauchgranulat. Das Ganze geben wir in den Mörser. So sieht es aus. Ein richtig schöner Rub. Genial.

So unsere Ribs lagen jetzt 3 Stunden im Kühlschrank. Ich habe sie eine halbe Stunde vorher rausgenommen, damit sie sich akklimatisieren können. Der Smoker ist schon vorgeheizt. Jetzt kommen unsere Chips zum Einsatz. Apropos Chips, wo sind meine Räucherchips. Ah, danke. Die Räucherchips haben wir jetzt so circa 20 Minuten gewässert. Klappe aufmachen, unten haben wir eine schöne glühende Kohle. Die werden wir jetzt leicht abtropfen die Räucherchips, auf die glühende Kohle geben.

Das ist wichtig, am Anfang der Garzeit auch zu räuchern, weil die Fleischfasern jetzt geöffnet sind, der Rauch kann sich schön verteilen und wir kriegen das beste Ergebnis. Ein kleiner Tipp für eine gute BBQ-Sauce, ein bisschen Apfelsaft mit ein bisschen Apfelessig oder normalen Essig könnt ihr nehmen und Ketchup aufkochen einmal. Und dann einfach als Würze euren fertigen Rub dazu nehmen. Genial. Gucken wir mal, was unsere Ribs machen. Jetzt moppen wir die, das heißt schön einstreichen. Nicht soviel auftragen bitte. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, dann komme ich wieder und dann nehmen wir sie runter. Unsere BBQ-Sauce ist richtig schön angezogen, die hat ihren Glanz behalten. Wir nehmen die jetzt runter.

Und jetzt seht ihr hier bei den Ribs, wenn wir die so hochziehen, dass sie kaputt reißen und daran erkennt ihr richtig gut, dass sie fertig sind. Unsere Ribs sind runter vom Smoker. So sehen sie aus. Ich werde sie gleich mal anschneiden. Am besten einmal kurz umdrehen, dann seht ihr von hier unten schön die Knochen und könnt zwischen den Knochen so lang schneiden. Ganz butterweich. Schön den Rauch im Fleisch, schöne Färbung, so müssen sie aussehen. Und so sollte das Fleisch auch vom Knochen gehen. So geht das doch. Und schmeckt es dir. Davon kannst du ausgehen.

So isst man übrigens Ribs, mit den Händen. Immer mit den Händen essen. Ich wünsch euch was. Ich hab noch was zu tun. Auf Wiedersehen.
Von: Marc Balduan, Länge: 4:04 Minuten

Das Rezept zum Video:

Mit ihm Smoker gelingt echtes Barbecue

Wer die echte Garmethode beim Barbecue heute nachempfinden möchte, der sollte zu einem Smoker greifen. Diese speziellen Grill-Öfen verfügen über zwei Kammern. In der einen wird das Holzfeuer entzündet und in der anderen befindet sich das Fleisch. Durch die Fleisch-Kammer zieht die heiße Abluft des Feuers und gart es dabei. Profis verwenden für ihr Barbecue große Smoker, bei denen die Kammern nebeneinander positioniert sind. Es gibt auch kleinere aufrechte Smoker, bei denen Brennmaterial und Gargut übereinander liegen. Einige Smoker lassen sich auch als Holzkohlegrill verwenden, sodass Sie Ihr Barbecue um die direkte Grillmethode erweitern können.

Barbecue auf einem Holzkohlegrill

Ein Barbecue wie im Smoker ist auf einem Holzkohlegrill ebenfalls möglich. Wichtig ist, dass der Grill über einen Deckel verfügt. Damit entweichen Hitze und Rauch nicht sofort und das Fleisch kann langsam und bei niedrigen Temperaturen garen. Was ihr beim Barbecue mit einem Holzkohlegrill im Detail beachten müsst, haben wir in unserem Magazinartikel über Smoker zusammengefasst. Umfangreich beschrieben wird das typische Barbecue aus den Südstaaten auch in Jeff Phillips American Smoker. Der amerikanische Buchautor stellt sein Wissen über das perfekte Barbecue komprimiert vor und hält zahlreiche Rezepte für ein gelungenes Barbecue bereit.

Barbecue wie in den Südstaaten: Chicken Wings & Co.

In erster Hinsicht ist es Fleisch, das bei einem Barbecue wie in den Südstaaten im Smoker zart und rauchig gegart wird. Möglich ist die Zubereitung von jeder Fleischsorte und Fleischdicke. Je dicker das Fleischstück ist, desto länger wird jedoch die Garzeit beim Barbecue. Die Temperatur im Garraum des Smokers muss sich dementsprechend anpassen und sich im unteren Bereich von 90 bis 160 Grad bewegen. Mit Spareribs assoziieren wohl die meisten ein Barbecue wie in den Südstaaten Amerikas. Aber es steht noch weitaus mehr zur Wahl: Hohe Rippe, Pulled Pork, gesmoketes Geflügel und vieles mehr. Gemüse, Mais, Kartoffeln oder auch Käse können ebenso bei einem Barbecue im Smoker veredelt werden.

Hohe Rippe auf dem Grill
Hohe Rippe - Perfekt für ein BBQ

Das ist eine Hohe Rippe und ich glaube, jetzt versteht ihr mich, oder. Unsere Hohe Rippe kommt aus dem vorderen Teil des Rindes. Das heißt, wir haben hier den Anstoß zum Nacken, dann kommt hier das Fettauge vom Ribeye, das geht hier oben so lang und dann geht es über hier hinten ins Roastbeef.

Wir werden es im Ganzen heute smoken, dafür brauchen wir so circa 8 bis 9, vielleicht sogar 10 Stunden. Es kommt auch immer auf das Fleisch drauf an. Die Hohe Rippe, so wie sie hier liegt, bekommt ihr nur bei ausgewählten Fleischereien. Die müssen sich mit dem Dry-Aging-Verfahren erst mal speziell auskennen, so was kriegt ihr also nicht im Supermarkt. Für so ein Stück Fleisch brauchen wir nicht viel.

Wir werden das jetzt leicht einölen. Wir nehmen jetzt einfach nur ein bisschen Salz. Einreiben von allen Seiten. Ruhig mal hochstellen, die bleibt auch so stehen, deswegen Hohe Rippe. Hier haben wir die schöne Knochenpartie, die Rippen. Hier ist die Wirbelsäule, das sieht man ganz gut. Hier läuft das Knochenmark lang. Jetzt nehmen wir unseren Zucker, und zwar nehmen wir hier einen Rohrzucker. Der ist dafür da, wirklich nur eine Prise, damit wir den Fleischgeschmack noch weiter nach vorne heben, damit wir also noch mehr Geschmack bekommen.

Und das war's dann auch schon. Mehr machen wir nicht. Den Rest kriegen wir durch unseren Rauch draußen. So sieht es aus und so kommt er auf den Smoker. Wir haben jetzt unsere Hohe Rippe rausgeholt zum Smoker. Den Smoker habe ich vorbereitet, der ist auf Betriebstemperatur, so um die 110 bis 120 Grad.

Wir legen jetzt unsere Hohe Rippe rauf. Deckel bitte wieder sofort schließen. Und jetzt geben wir die Räucherchips rein. Klappe auf, unten die Kohle glüht. Räucherchips gut abtupfen und direkt in die Kohle geben, sodass hier Rauch entsteht. Darauf achten, dass ihr wirklich im ersten Drittel der Garzeit geräuchert. Wir brauchen jetzt so circa 2 Stunden mit dem Rauch. Jede 10 bis 15 Minuten mal gucken, ob der Rauch noch da ist. Ein bisschen Räucherchips wieder nachgeben. Nach den 2 Stunden einfach nur noch die Hohe Rippe bei 110 bis 120 Grad ziehen lassen, bis sie eine Kerntemperatur hat, so um die 55 bis 57, vielleicht 58 Grad, mehr aber auf keinen Fall.

Wir haben ein riesiges Stück Fleisch, das braucht auch wirklich Zeitpunkt. Am besten ihr fangt morgens an, wenn ihr abends essen wollt. Ich lass jetzt meine Perle circa 2 Stunden mal in Ruhe räuchern und guck später nach ihr. Ich wünsch dir was, meine Kleine. Wir werden jetzt einmal nachgucken, wie weit sie ist. So sieht sie aus bis jetzt, ganz leichte, rauchige Note. Geht natürlich noch mehr, die wird noch dunkler, wir sind gerade am Anfang, also Ruhe bewahren.

Wir haben jetzt so circa 7 Stunden Garzeit hinter uns gebracht. Bei so circa 115 Grad. Wir machen mal den Deckel vorsichtig auf, oh ja. Soll ich dazu noch was sagen. Guckt euch das an. Wir gucken mal nach der Kerntemperatur, ich messe die mal. Die Kerntemperatur ist erreicht, wir haben jetzt genau 58,9 Grad. Genau so muss es sein, ab zum Aufschneiden. Wir lösen das jetzt aus. Wir haben hier hinten die Rippen, hier ist der Fleischanteil, wir werden jetzt hier anfangen die Schnitte zu setzen.

Schön an den Rippen lang und hier schön weiter runter schneiden. Ein bisschen den Knochen ruhig weg drücken, mal kurz drehen. Dann sind wir unten angekommen, dann haben wir die Rippen komplett ausgelöst. Wir schneiden jetzt hier richtig schöne Stücke runter. Wir haben natürlich ein sehr durchwachsenes Stück, da muss man aufpassen, die Sehnen einfach wegschieben. So, und jetzt guckt euch mal die Färbung hier an. Absoluter Wahnsinn. Schöne rauchige Note. Richtig schön rosa gegart.

Hier haben wir ein schönes Fettauge. So könnt ihr euch jetzt, da zerfällt schon förmlich, so das Fleisch raus nehmen. Ein Gedicht. Absolut lecker.
Von: Marc Balduan, Länge: 5:28 Minuten

Das Rezept zum Video:

Für welches Fleisch ihr euch bei eurem Barbecue auch entscheidet, die Sauce und die Würze ist immer der wichtigste Bestandteil. Eine Sauce nach BBQ-Art der Südstaaten besteht zu ihrem großen Teil aus einer Tomatensoße. Gewürze und Zucker bilden die nächste Komponente. Wenn ihr eine rauchige Sauce anrühren und über die Chicken Wings oder einem anderen Fleisch streicht, könnt ihr euch den Flair der Südstaaten in euren eigenen Garten holen – mit oder ohne Smoker.

Ich sammle Pilze, koche am liebsten Pasta und lasse mich gerne inspirieren. Deshalb bin ich viel unterwegs, um die neusten Food-Themen aufzuspüren.

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