Selleriesalz selber machen - Eure Meinungen/Tipps bezüglich Mengen-Verhältnis und Zutaten

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Mitglied seit 10.08.2019
3 Beiträge (ø0,38/Tag)

Hallo Kochfreunde.

Auf der Suche nach Rezepten zur Herstellung von Selleriesalz bin ich auf diesenhttps://www.chefkoch.de/forum/2,52,357574/Selleriesalz-selber-herstellen.html Thread gestoßen:


Hieraus ergeben sich ein paar Fragen:


Was ist für das Selleriesalz am ehesten von Sellerie zu verwenden, und warum?
-die grünen Blätter
-die Stangen
-die Knollen-Schale
-die Knolle
-Sellerie-Saat

Mein bisheriger Gedankengang dazu:
Vermutlich sind Blätter und Schale das aromatischste am Sellerie. Zudem hat die Schale, wie bei den meisten Früchten/Gemüsen vermutlich den höchsten Nährstoffgehalt. Die Blätter geben zudem eine schöne Farbe-Nuance für das fertige Salz. Sellerie-Saat ist vermutlich sehr geschmacksintensiv (wie bspw. Koreandersaat), da in den Saaten generell ja immer das gesamte Nährstoffpaket "gespeichert" ist, um eine neue Generation der Pflanze heranwachsen zu lassen... Allerdings ist (zumindest in meiner Kochausrüstung) Sellerie-Saat nicht vorhanden, und noch nie gebraucht worden. Da ich nicht unnötig viel rum stehen haben möchte, frage ich mich, inwiefern ich die Saat wirklich brauche.
Also: Bis jetzt tendiere ich zu Blätter und Schale, wenn dann noch Sellerie fehlt, mit der Kolle "auffüllen".



Wie sollte das Salzverhältnis sein, welches Salz wird genommen?
-die vorgeschlagenen Mischungen reichen von ca. 1/4 Salz, bis zu 3/4 Salz.
-weißes "Industrie-Salz" oder eher ein natürliches Meer- oder Steinsalz

Mein bisheriger Gedankengang dazu:
Da ich bei Bedarf immer mit "normalem" Salz zu würzen kann, tendiere ich das Sellerie-Salz eher mit einem Großteil Sellerie zu machen, also bspw "nur 1/3 bis 1/4 Salz. Das Salz selber wird auf jedem Fall ein Stein- oder Meersalz sein, da ich den Mineralienanteil aus den natürlichen Salzen als essentiell erachte, und definitiv in meinem Sellerie-Salz, wie auch in allem Anderen keine Rieselhilfe oder Flourid haben möchte.



Wie sollte die Vorgehensweise bei der Herstellung sein?
-Sellerie (in roher/feuchter Form) mit Salz mischen und 2-3 Tage zeiehen lassen, danach trocknen und mahlen
-Sellerie zunächst trockenen, mahlen und dann mit Salz mischen

Mein bisheriger Gedankengang dazu:
Den ungetrockneten (rohen/feuchten) Sellerie mit dem Salz mischen und ziehen lassen erscheint mir für die Geschmacksentfaltung sinnvoll. Begründen kann ich das allerdings aktuell nicht weiter.


Was könnt Ihr dazu sagen?
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Mitglied seit 10.04.2006
50.646 Beiträge (ø10,38/Tag)

Hallo,

hilft dir dieses Rezept etwas? Das habe ich schon ausprobiert und finde es sehr gut.

https://www.chefkoch.de/rezepte/2656311417100487/Selleriesalz.html

Mit Sellerie grün mag ich es noch lieber als aus der Sellerie Knolle und ich benutze Meersalz.

katir
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Mitglied seit 06.11.2013
120 Beiträge (ø0,06/Tag)

Moin!

Das Rezept oben sieht, rein visuell, richtig gut aus und hat vermutlich ein diskretes Sellerie-Aroma.
Einen Nachteil erkenne ich: wenn es nicht ausreichend gut getrocknet ist, wird es vermutlich recht zeitnah verklumpen, insbesondere bei Verwendung von im Meer gewonnenem Salz (Restfeuchte). Also lieber etwas zu lang trocknen.

Persönlich ziehe ich kräftiges Selleriesalz vor. Dazu mische ich sehr trockenes Steinsalz mit Selleriesaat im Verhältnis 85 : 15. Das Produkt kommt in eine Keramikmühle (Schwedisches Möbelhaus), die ich auf den feinsten Mahlgrad einstelle um wirklich alle Saatkörnchen zu erwischen.

Mehr Ideen für aromatische Salze gibt es auch in meinem Blog (Profil)


So long!


So long!
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Ich bin ja wirklich begeistert.

Alleine schon über die Idee, Selleriesalz selber herzustellen. Zumal ich wirklich ein riesiger Fan von Sellerie bin und auch sehr viel verarbeite bei dem Kochen.

Habt Dank für die mega Anregung, bye eisbobby.
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Mitglied seit 20.09.2014
3.087 Beiträge (ø1,72/Tag)

Ich nehme für alle meine Salze 5 Teile Salz und 1 Teil Kräuter bzw. Grünzeug und bekomme damit sehr kräftige Salze. Die Kräuter hacke ich grob vor, dann kommen sie in einen Blitzhacker, in den dann auch das Salz kommt. Die feuchte, durch und durch grüne Masse trockne ich meistens nach dem Backen im sowieso noch heißen Backofen. Im Dörrgerät geht's auch. Hin und wieder mit den sauberen Fingern durchmischen, bis es trocken ist. Dann in Gläser füllen und dunkel aufbewahren (wegen der Farbe).

Für Selleriesalz nehme ich die gründlich gewaschenen Blätter der Sellerieknolle. Mein Salz ist Meersalz.
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Mitglied seit 10.08.2019
3 Beiträge (ø0,38/Tag)

Danke für Eure Tipps.

Wenn ich das richtig verstehe, dann meint Ihr mit "kräftigem" Selleriesalz eine verhältnissmäßig hohe Salzmenge, und keinen kräftigen Sellerie-Geschmack durch eine hohe Sellerie-Menge?
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Mitglied seit 20.09.2014
3.087 Beiträge (ø1,72/Tag)

Nein, ich meine einen kräftigen Selleriegeschmack. Bzw. eben einen Geschmack der Zutat, die ich mit dem Salz mische. Gekaufte Kräutersalze schmecken immer viele dezenter nach den Zutaten neben dem Salz.
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Ich muss mich doch noch einmal zu Worte melden in diesem Thread, denn:

Mein Selleriesalz ist fertig und dieses ist wirklich mega.
Dazu muss ich auch sagen, es schmeckt sowas von lecker und riechen tut es. Ja nicht nur das Salz, sondern das ganze Haus riecht wie eine Gewürzmühlenfirma.

Ich werde dieses auch mit frischem Dill machen.

Danke nochmal,

eisbobby
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Mitglied seit 10.04.2006
50.646 Beiträge (ø10,38/Tag)

eisbobby,

das Salz klappt auch sehr gut mit Bärlauch und jetzt zur Zeit mit Liebstöckel .

Ein gutes Rotwein Salz geht genau so...
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Ja ich merke, das man von dir auch noch so einiges abkupfern kann. Zumal ich ein sehr verrückter Gewürzjäger bin.
Auch mit 58 Jahren kann man noch sehr viel lernen.
Liebstöckel ist auch so eins, welches sehr intensiv ist, ob das Blatt, die dünnen Wurzeln, oder die eigentliche Saat.

eisbobby
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Ja ich merke, das man von dir auch noch so einiges abkupfern kann. Zumal ich ein sehr verrückter Gewürzjäger bin.
Auch mit 58 Jahren kann man noch sehr viel lernen.
Liebstöckel ist auch so eins, welches sehr intensiv ist, ob das Blatt, die dünnen Wurzeln, oder die eigentliche Saat.

eisbobby
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Mitglied seit 20.11.2001
6.473 Beiträge (ø1/Tag)

Liebstöckel ist auch so eins, welches sehr intensiv ist, ob das Blatt, die dünnen Wurzeln, oder die eigentliche Saat. 👈 was genau meinst du denn damit?
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Wenn du dich mit dieser Materie nicht auskennst, dann erkläre ich es dir auch sehr gerne.

Ich würze sehr gerne mit frisch gewiegtem Blattwerk der Liebstöckel, oder mit feingehackten Würzelchen, oder wenn ich es ganz besonders geschmackreich an Liebstöckel haben möchte, mörsere ich die leicht angerösteten Samen vom Liebstöckel.

eisbobby
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Mitglied seit 20.11.2001
6.473 Beiträge (ø1/Tag)

aha, Danke für die Erklärung, du siehst, ich habe keine Ahnung bzw. kenne mich damit nicht aus. Wenn du mir vielleicht auch noch erklären könntest wie ich an die Würzelchen des Liebstöckels komme, wäre ich dir erneut dankbar
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Mitglied seit 10.01.2015
1.478 Beiträge (ø0,88/Tag)

Indem du den längeren festen Zweig des Liebstöckels, der ist etwa so dick wie bei einem Sellerieblatt, samt Wurze aus der Erde ziehst.
Dann hast du ein schön dünnes weißes längliches Würzelchen samt Blattgrün in der Hand.

Bye eisbobby
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