Arbeitsplatte einölen ohne Abdunkeln - wie das gewünschte Resultat?

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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

Ich habe mir eine Küchenarbeitsplatte HAMMAP von Ikea zugelegt (Eiche) und muss sie ölen. Nun habe ich vieles gelesen und mir notiert, bin mir aber nicht sicher, ob die Arbeitsweise wirklich die für mich gewünschte is.

Ich würde gerne die Optik des Holzes beibehalten wollen, d.h. sie soll nicht dunkel werden, sondern am liebsten gleichbleiben.
Hierzu wurde schon einiges an Hartöl mit weisser Pigmentierung genannt. Heisst dass, dass ich folgende Schritte ausführen muss:

1) reinigen (mit Wasser?) - trocknen lassen
2) mit Schleifpapier 150-180 abschleifen
3) Mit z.B. Auro einölen und trocknen lassen
4) Schritt 4 wiederholen

Richtig?

Meine Fragen:
- Wie weiss ich denn, dass das Produkt mit den weissen Pigmenten nicht zu weiss ist?
- In ein paar Videos habe ich gesehen, dass sich das Öl in den kleinen Nischen einnistet. Ist das wirklich so gedacht? Weil eigentlich will ich nur, dass die Platte eingeolt ist und nicht dunkler wird.
-Irgendjemand meinte, mann müsse danach noch mit einem Lack rüber als Finish?
-Welches Produkt würdet ihr empfehlen?

Danke schonmal für die Infos.
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Mitglied seit 12.11.2011
11.005 Beiträge (ø3,77/Tag)

Wir ölen unseren täglich beanspruchten Esstisch zwei Mal im Jahr. Die Beanspruchung einer Arbeitsplatte ist viel höher. Der Vorteil der Ölschicht ist, dass man sie auch mal ganz runterrubbeln kann, wenn nicht abwischbare Flecken "auftauchen", bei uns meist verursacht durch die Kinder, aber es wird besser.

Das Öl testen kannst du vielleicht mit einem Holzrest aus dem Baumarkt, besser wären natürlich Reste vom Einbau.

Wir nehmen das normale Leinöl/Halböl und das Holz wird ein bisschen dunkler, ja. Aber nicht viel. Zu deinem "nicht-nachdunkeln"-Problem kann ich nichts sagen. Holz dunkelt auch ohne Öl immer etwas nach.

Ich würde nicht lackieren. Oder - wenn ich das vorhätte - nicht ölen. Es gibt auch die Möglichkeit, Wachs aufzutragen, aber ich weiß nicht, wie robust die Schicht dann ist.

Das Schleifpapier, das du nennst, erscheint mir zu grob. Aber ich habe keine Erfahrung mit Eiche. Auf jeden Fall musst du immer parallel zur Faser schleifen, nicht quer, weil du die Fasern sonst wieder aufreißt und nicht glattschleifen kannst.

Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du dich vielleicht von einem Tischler beraten lassen.

LG, ashala
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Mitglied seit 10.10.2019
199 Beiträge (ø6,22/Tag)

wenn du`s ganz glatt haben willst, auf jeden Fall nach dem ersten Ölanstrich nochmal nachschleifen- die Fasern stellen sich wieder auf...
zu hell pigmentierten Ölen kann ich nix sagen, weil ich dunkleres Holz bevorzuge- alternativ könnte man aber auch Leinöl mit entsprechenden Naturpigmenten auf Kalkbasis mischen- auf Lack würde ich in JEDEM Fall verzichten.
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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo ashala,

Danke für deine Antwort.

Ich habe glücklicherweise noch ein Stück der AP da, d.h. ja ich werde sicherlich vorher testen.
Ich finde das Wechselspiel der Platte sehr schön, da der Rest der Schränke in Schwarz gehalten sind. Fände es sehr schade, wenn es vor allem einheitlich abdunkelen würde.

Ölst du denn auch mit dem weiss pigmentierten Hartöl? Oder eher falblos? Weil: was ich leider nicht so verstehen tue ist, dass man auf machen Vorher- Nachher Bildern mit Weiss-Pigmentierung tatsächlich nicht sehr viel Unterschied erkennen tut. Dann aber auf anderen Photos erkennt man sozusagen, dass sich etwas in die Nischen einnistet und es bekommt so eine Art shabby Look, was ich jetzt nicht unbedingt möchte. Daher wollte ich mal hier rumfragen, ob es da vllt erkenntnisreiche Erfahrungen gibt.

Leider schaffe ich es nicht aus dem Fotoalbum mein Foto der Arbeitsplatte hier zu verlinken...
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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

Zitat von sinoca am 06.11.2019 um 19:39 Uhr

„Hallo ashala,

Danke für deine Antwort.

Ich habe glücklicherweise noch ein Stück der AP da, d.h. ja ich werde sicherlich vorher testen.
Ich finde das Wechselspiel der Platte sehr schön, da der Rest der Schränke in Schwarz gehalten sind. Fände es sehr schade, wenn es vor allem einheitlich abdunkelen würde.

Ölst du denn auch mit dem weiss-pigmentierten Hartöl? Oder eher farblos? Weil: was ich leider nicht so verstehen tue ist, dass man auf machen Vorher-Nachher-Bildern mit Weiss-Pigmentierung tatsächlich nicht sehr viel Unterschied erkennen tut. Dann aber auf anderen Photos erkennt man sozusagen, dass sich etwas in die Nischen einnistet und es bekommt so eine Art Shabby-Look, was ich jetzt nicht unbedingt möchte. Daher wollte ich mal hier rumfragen, ob es da vllt erkenntnisreiche Erfahrungen gibt.

Leider schaffe ich es nicht aus dem Fotoalbum mein Foto der Arbeitsplatte hier zu verlinken...“

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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

Sorry ich bin neu im Forum.

Mannmann,

ok, das hört sich gut an. Das werde ich mal in die Richtung weiter recherchieren. Testen kann ich das auf jeden Fall mal.
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Mitglied seit 10.10.2019
199 Beiträge (ø6,22/Tag)

Ja, Recherche tut auf jeden Fall Not...diese Kalkpigmente können eine ziemliche Sauerei hinterlassen- habe damit nur Schneidebretter behandelt und die färben definitiv ab...und ob der Farbton auch deinen Wünschen entspricht kann ich auch nicht sagen...
dieses Auro-Öl scheint jedenfalls nicht schlecht zu sein, wenn auch preislich rel. teuer..
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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

mannmann,

ja ich werde morgen mal in einen Laden gehen, wo sie das Auro-Öl verkaufen und hoffe mal, dass sie mir dort genaueres dazu sagen können. Irgendwie muss das ja gehen und ich bin bestimmt nicht die erste, die mit solchen Anfragen kommen tut.
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Mitglied seit 12.09.2016
1.548 Beiträge (ø1,34/Tag)

grias di,

Wässern sollte man solche Hölzer vor der Oberflächenbehandlung immer (auch 2x hintereinander), auch das Schleifpapier ist viel zu grobkörnig, den letzten Schleifgang mit 400er
Die Holz(maserung) wird durchs Ölen Immer etwas dunkler / intensiver werden, das nennt sich Anfeuern. Du kannst mit Wasser eine kleine Fläche befeuchten -so in etwa wird der Holzton / Farbe dann auch später durchs (unpigmentierten) Ölen aussehen.
.....wenn Du dir die Arbeit machen willst und Du eine ziemlich geschlossenporige Oberfläche erreichen willst - den Schleifstaub zum späteren Füllern aufheben

pfiati
wolfgang
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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Wolfgang,

Ok das hilf mir super weiter. Weiss ich schonmal was in den Einkaufswagen kommt.
Ich werde das mit dem Testwässern mal probieren. Wenn das so stimmt, dann kann ich damit leben. Eine kleine Testreihe wird es wohl zeigen.
Welches Öl würdest du denn benutzen?

Gruss, Sini
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Mitglied seit 24.02.2013
6 Beiträge (ø0/Tag)

Wir haben unsere Buchenholz Arbeitsplatten von Ikea immer mit Osmo Hartwachsöl, farblos bearbeitet. Das Öl ist eigentlich für Fußböden gedacht, wurde uns aber von einem Schreiner empfohlen. Es lässt sich sehr gut auftragen und versiegelt ganz hervorragend. Allerdings wird das Holz tatsächlich etwas dunkler als unbehandelt. Aber ich fürchte, das lässt sich nicht vermeiden.
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Mitglied seit 25.01.2006
9.196 Beiträge (ø1,82/Tag)

Holz wird unweigerlich immer dunkler, wenn man es ölt oder wachst. Pigmentiertes Öl ist Pfusch, um das zu kaschieren. Ich würde das nicht verwenden, schon gar nicht im Kontakt mit Lebensmitteln.

Akzeptiere einfach diese leichte Veränderung und auch das Nachdunkeln, das in den kommenden Jahren stattfinden wird. So ist das nun mal bei Holz.
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Mitglied seit 08.04.2014
8 Beiträge (ø0/Tag)

Ecossephile,

Ja Osmo wir jetzt auch empfohlen. Ich denke, dass ich es damit probieren werde. Anscheinend geht das ohne Farbverlust. Ich lass mich nochmal beraten. Danke für den Hinweis.
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Mitglied seit 12.11.2011
11.005 Beiträge (ø3,77/Tag)

sinoca, wie ich schrieb: Wir benutzen Leinöl/Halböl. Altmodisch, aber gut und nicht so teuer.

LG, ashala
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Mitglied seit 12.09.2016
1.548 Beiträge (ø1,34/Tag)

Leinöl(-firnis) / Halböle wären für Arbeitsplatten auch meine Wahl. Die Öle können / sollten heiss (50°C) aufgetragen werden, am besten nass in nass - solange ölen bis das Holz gesättigt ist und nichts mehr aufnimmt.
Arbeitslappen entfaltet(!) im Freien trocknen lassen, ansonsten können sie durch Selbstentzündung Feuer fangen.

pfiati
wolfgang
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