Entscheidungshilfe Servierpfanne


Mitglied seit 04.04.2008
6 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo meine Lieben,
da mir das Forum schon so oft geholfen hat Versuche ich Mal mein Glück und Stelle selbst ein Frage.

Und zwar folgendes Problem: Ich habe bisher eine 28 cm Servierpfanne von WMF in Benutzung.
Leider löst sich mittlerweile die Beschichtung und ich brauche eine neue.

Nun habe ich generell keine Lust alle paar Jahre eine neue zu kaufen und würde mich freuen wenn ihr Tipps hätte welche langlebigen Alternativen es gäbe.

Ich benutze die Pfanne nahezu täglich und koche meistens Gerichte wie Gemüse anbraten evtl Soße daraus herstellen oder auch nicht, Nudeln o.Ä. abkochen in der Pfanne vermischen und mit Käse überbacken. (Nicht unbedingt im Backofen). Weiter möchte ich darin Bolognese herstellen, Eierspeisen und auch Kartoffeln braten können.
Ich koche für 4 Personen

Ich hoffe ihr habt Empfehlungen für mich,
Liebe Grüße
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.03.2002
40.306 Beiträge (ø6,27/Tag)

Hi,

für Dinge die gerne ansetzen ist eine Antihaftbeschichtung immer noch die erste Wahl.
Wenn sie sich löst, wie bei dir, muss die Pfanne deutlich über 250 Grad überhitzt worden sein, wenn es eine Teflonbschichtung ist.
Für Fehlbedienung kann die Pfanne nichts.

Vielleicht solltest du auf zwei Pfannen setzen-Eine mit Beschichtung für die Eierspeisen und Nudeln/Käse, und eine Edelstahlpfanne, ohne Beschichtung, fürs Gemüse, Soßen etc.
Mit ausreichend Fett und der richtigen Leistungseinstellung, kann man auch all diese Dinge in einer Edelstahlpfanne machen.

Es gibt auch Eisenpfannen in denen man eine Patina züchten kann, die einen leichten(!) Antihafteffekt hat.
Aber für Soßen, vor allem wenn Säure im Spiel ist, sind die ungeeignet, da sie die Patina auflösen. Entweder hat man Partikel davon in der Soße oder aufgelöste "Patinabrühe".

Es ist nicht verboten zwei Pfannen zu benutzen.Na!

VG
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.04.2008
6 Beiträge (ø0/Tag)

Ich dachte auch, dass ich die Schicht selbst kaputt gemacht habe. Allerdings habe ich wiederum nachgelesen, dass diese eh nur zwei Jahre brauchbar sind. Zur Erläuterung: ich habe bereits eine Antihaft von lecreuset bestellt, bin mir aber jetzt unsicher ob ich nicht lieber eine mit längerer Lebensdauer für das Geld hole. Gusseisen oder Emaille zB. Edelstahlpfannen und eine schmiedeeiserne habe ich bereits.
Ist halt einfach Faulheit ich will für das alltägliche Kochen was auf'm Herd stehen haben wo ich das Meiste drin machen kann.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.08.2007
180 Beiträge (ø0,04/Tag)

Guten Tag SarahP

Liebe meine Eisenpfannen welche ich für fast alles verwende. Und ich habe mit diesen unbeschichteten Pfannen ein raus flutschendes Ergebnis. Es pappt nix an, gute Anti-haft Eigenschaften.
Vielleicht liegt es daran, das ich Butterschmalz verwende und den Lebensmitteln die Zeit und Temperatur lasse, welche sie brauchen.
Und das ohne "Patina Züchtung". Ich spüle sie nämlich nach der Benutzung ohne Spüli mit heißem Wasser.
Sicherlich brauchen Eisenpfannen eine gewisse Zeit des heran tastens und übens.

Außerdem verfüge ich auch über eine Emailierte Gusseisene Pfanne. Welche für Soßen verwendet werden könnte, wenn ich weiß, das die Speiße ein paar Tage darin gelagert werden soll.

Aber meistens mache ich Soßen eh im Topf. Da lässt sich (für mich) später besser heraus schöpfen, als aus der Pfanne.
Ich verwende keine Pfannen mit Stiel. So das sie auch im Backofen passen. Lassen sich für mich besser tragen.

Und ich produziere somit auch kein "Pfannen-Schrott". Der immer wieder neu anfällt, wenn Beschichtungen hinüber sind.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.08.2007
180 Beiträge (ø0,04/Tag)

Wieder mal ein Wort "verschluckt". Ich meinte: "Ich liebe meine Eisenpfannen....."

Guten Tag SarahP
Für was für Speisen wären Eisenpfannen nix für Sie?

(Koche auch für mehrere Personen. )
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.04.2008
6 Beiträge (ø0/Tag)

Zitat von Körnervogel am 02.01.2019 um 15:05 Uhr



Guten Tag SarahP
Für was für Speisen wären Eisenpfannen nix für Sie?

(Koche auch für mehrere Personen. )“



Meinen Sie mit Eisenpfannen Schmiedeiserne? Ich mache darin nur Steaks. Sie ist sehr flach also für Kartoffeln oder mehr Volumen einfach nicht zu gebrauchen. Mit war auch nicht klar, dass man die für alles mögliche verwenden soll.

Gusseisen würde mich sehr interessieren da ich noch nie eine hatte. Da stellt sich nur wieder die Frage ob mit Emaille oder blank.
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.04.2008
6 Beiträge (ø0/Tag)

Zitat von eva.h am 02.01.2019 um 14:12 Uhr

„Hi,

für Dinge die gerne ansetzen ist eine Antihaftbeschichtung immer noch die erste Wahl.
Wenn sie sich löst, wie bei dir, muss die Pfanne deutlich über 250 Grad überhitzt worden sein, wenn es eine Teflonbschichtung ist.
Für Fehlbedienung kann die Pfanne nichts.


VG“



Das mit den 250 Grad hat mich auch stutzig gemacht. Ich habe sogar gelesen sie Beschichtung beginnt sich bei 200 Graf bereits zu lösen. Aber lecreuset behauptet ihre Antihaft-Pfanne wäre bis 260 Graf hitzebeständig. Ich habe deswegen Mal eine Anfrage gemacht woraus die Beschichtung denn besteht. Vielleicht ist das ja ein neues innovatives Material, was man nicht so leicht kaputt kriegt ;)
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 26.07.2004
2.210 Beiträge (ø0,4/Tag)

Hallo Sarah,

ich liebe meine Silargan Pfanne von Silit, sie hat zwei Griffe und einen Glasdeckel, also kann ich auch darin Schmorgerichte zubereiten. Sie ist zwar schon etwas älter, aber sieht immer noch top aus.
Zusätzlich habe ich eine Le Creuset und eine keramikbeschichtete Pfanne, welche aber brattechnisch nicht der Hit ist, da alles anklebt...
Vielleicht wäre das eine Option für dich?

LG Rosenblatt 🌹
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.03.2002
40.306 Beiträge (ø6,27/Tag)

Hi Sarah,

die antihaftbeschichteten Pfannen von Le Creuset haben eine Teflon-(PTFE)beschichtung und sind bis 260 Grad beständig.
Da ist nix innovatives-Auch LC brät auf PTFE (= Teflon)

Teflonbeschichtungen werden von den diversen Herstellern als resistent gegen Temperaturen von 250 - 300 Grad angegeben.
Hängt von der Art der jeweiligen Aufbringung der PTFE Beschichtung ab.
Das bezieht sich auf die Temperatur die der Boden auf einer Kochzone erreicht. Wird die überschritten, beginnt die Ablösung vom Untergrund.

Pfannen mit Keramikbeschichtung können, was die Ablösung angeht, deutlich mehr ab-locker 400 Grad.

ABER beschichtete Pfannen haben meist ein anderes Problem, nämlich dass die Antihaftwirkung nachlässt.
Das passiert wenn Fette darin über ihren Rauchpunkt hinaus erhitzt werden. Die bilden dann Rückstände, die sich durchs Spülen nicht komplett entfernen lassen. Je häufiger das passiert, umso mehr verliert die Beschichtung den Antihafteffekt.
Wie lange eine solche Beschichtung hält, bzw. flutschig bleibt, hängt also von der genutzten Temperatur und den benutzten Fetten ab.
Raffinierte Öle haben einen höheren Rauchpunkt als native Öle oder Butter(schmalz).
Ich habe hier eine Teflonpfanne, die mittlerweile locker 8 Jahre alt ist.
Der Antihafteffek ist nicht mehr wie im Neuzustand, aber immer noch besser als der einer Patina meiner früheren Eisenpfannen.

Das Verschwinden des Anthafteffektes passiert bei keramischen Beschichtungen deutlich schneller, weil die glatter sind, als Teflonbeschichtungen. Diesbezüglich hat die höhere, mögliche Temperatur was das Ablösen angeht keinen Vorteil.

Diese Rückstände sind quasi das, was bei Eisenpfannen, egal ob geschmiedet/gestanzt oder gegossen und egal ob sie emailliert sind oder nicht, mit der Zeit zu einer Patina wird.
Und diese Patina ist nicht sehr säurebeständig. Kann sich also partiell lösen wenn Säure darauf einwirkt.
OK-Man kann sich auch einreden die dunklen Punkte in der Soße sind Pfeffer.Na!
Und wer eine Eisenpfanne mit Patina mal kurz mit heissem Wasser ausgespült/eingeweicht hat, kann sehen, wie sich das Wasser verfärbt.
Auch das hat man dann in der Soße.mhmmmh hmmhmhmmmmhhh

Wenn du eine geschmiedete Eisenpfanne und eine aus Edelstahl schon hast, bräuchtest du die beschichtete doch nur noch für die Eierspeisen und stärkehaltigen Dinge, wie die Nudeln. Diese Dinge brauchen keine hohen Temperaturen.

Gemüse kann man doch gut in der Edelstahlpfanne braten.

Soßen in Töpfen zu bereiten ist gut und schön, aber suboptimal wenn man aus dem Bratensatz eines Steaks eine Soße ziehen will.
Das brate ich auch in der Edelstahlpfanne, genau wie z.B. Kalbsgeschnetzeltes etc.

Die Mühe, die Zweit- oder Drittpfanne aus dem Schrank zu holen sollte man sich schon machen.
Ich bin auch faul, aber das schaffe ich gerade noch. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

VG
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.04.2005
13.877 Beiträge (ø2,61/Tag)

Hi,

ich halte es wie einige andere auch - die beschichteten Pfannen nur für die Sachen, die gerne anhaften wie Eier usw. Egal, wie vorsichtig man ist, es kommen immer wieder kleine Kratzer rein und nach einigen Jahren muss man sie austauschen.Da kaufe ich inzwischen gerne auch die günstigen Modelle vom Kaffeeröster. Die haben dann halt leider einen Stiel.

lg
morgaine
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 04.04.2008
6 Beiträge (ø0/Tag)

Boah vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Meine beschichtete Pfanne ist auch schon fünf Jahre alt mittlerweile. Ich tausche sie vor allem deswegen da die Beschichtung oben am Rand in Fetzen hängt. Ich denke Mal von aufliegenden Löffelstielen. Und klar die Antihaftwirkung hat nachgelassen. Rauchiges Öl habe ich bisher nicht darin hergestellt 🤭

Aber du hast mich definitiv bestärkt eine neue Antifhaft-Ofanne zu besorgen und zu lernen mit der unbenutzten Edelstahlpfanne umzugehen 😁
Zitieren & Antworten

Mitglied seit 15.03.2002
40.306 Beiträge (ø6,27/Tag)

Pfeil nach rechts Rauchiges Öl habe ich bisher nicht darin hergestellt 🤭

Das passiert sehr schnell und das qualmt auch nicht sehr stark in der Anfangsphase.

Mir ist es kürzlich wieder beim Anbraten von, in Speck gewickeltem, Ziegenfrischkäse passiert.
Ich sah es nur weil ich seitlich im Schein des Halogenspots über dem Kochfeld etwas "wabern" sah. Gerochen habe ich nichts, was bestimmt auch dem riechenden Speck geschuldet war.

Auch wenn man aufpasst-Es passiert halt doch hin und wieder.
Vor allem wenn man wenig in einer großen Pfanne brät. Die Stellen wo nichts drauf liegt werden deutlich heißer.

5 Jahre ist doch schon mal gut. Vielleicht solltest du dir mal etwas in dieser Art zulegen:
https://www.amazon.de/Tomorrow%60s-Kitchen-bislang-46703606-Küchenutensilablage/dp/B01CPB3CK6/ref=sr_1_6?s=kitchen&ie=UTF8&qid=1546518180&sr=1-6&keywords=Löffelablage+Ablage


Man kann aber auch einen Teller oder eine kleine Schneidmatte nehmen.


Dann klappts auch mit der Pfannenranderhaltung .Lächeln


VG
Zitieren & Antworten
Antwort schreiben

Partnermagazine