Sous vide: Thermalisierer oder Einhängegerät ?

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Mitglied seit 21.08.2015
12 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo allerseits,
ich möchte gerne sous vide einsetzen, habe einen Vakuumierer und muss mich nun entscheiden zwischen einem Thermalisierer (separates Gerät mit Wärmebecken) oder einem Einhängethermostat (auch Sous Vide Stick genannt) - eigentlich ein besserer Tauchsieder - zum Einhängen in existierende Töpfe. Temperaturregelung mindestens auf 0,5 Grad genau und Temperaturbereich von 30 - 100 Grad. Preisspanne zwischen 150 - ca. 300 €. Steba bietet z.B. beide Varianten, Lavide hat Thermalisierer, Unold hat Stick, etc.

Wer hat mit einer oder sogar beiden Varianten Erfahrungen und kann mir Empfehlungen geben?
Außerdem interessiert mich, wie laut die Einhängethermostate durch die notwendige Umwälzpumpe sind? wenn man z.B. etwas auf Niedrigtemperatur gart, dann kann das ziemlich lange dauern und da möchte ich keine permanente Geräuschbelästigung haben. Andererseits nehmen diese weniger zusätzlichen Platz weg und bieten durch die freie Wahl der Topfgröße mehr Flexibilität.

Freue mich auf Eure Rückmeldungen ...

Liebe Grüße - Norbert
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Mitglied seit 10.11.2015
990 Beiträge (ø0,68/Tag)

Hallo Norbert,

vorab kannst du vielleicht aus dieser Diskussion schon erste Informationen bekommen

hier

Viele Grüße
Sofia
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Mitglied seit 15.03.2002
40.545 Beiträge (ø6,29/Tag)

Hi,

ich habe bei meinem Einhängethermostat, Vac-Star SV Chef I, 44 -46 dB gemessen. Entspricht also einer mittellauten Spülmaschine.

Wenn man keine Möglichkeit hat dass Teil so zu plazieren, dass man nicht zwangsläufig in der Nähe ist, wäre ein Wasserbad, das mit Konvektion arbeitet, besser.

Die sind allerdings, wenn es etwas vernünftiges sein soll, teurer.
Auch wenn es deutlich im Preis gefallen ist, liegt das Vac-Star mit 9 Litern doch über dem angedachten Budget.

Meines stelle ich, bei Gebrauch, auf einen kleinen Rollwagen. So kann ich es da plazieren wo ich mich nicht aufhalte.

VG
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Mitglied seit 25.10.2014
412 Beiträge (ø0,22/Tag)

die ersten Versuche habe ich mit einem Steba SV1 gesammelt.
Funktioniert gut, Platz ist aber beschränkt.
Bei mehreren Personen die es zu verköstigen gibt wirds schon sehr eng Na!

Hab mir dann das Steba Einhängegerät gekauft,
übriugens baugleich mit dem Allpax SV2.

Das hänge ich je nach Bedarf in einen 9 Liter Suppentopf für 2-3 Steaks, 1 Flank, Schweinebauch usw.
Oder eben in einem GN Behälter 1/1 20cm hoch, dann passen auch mehrere Entenbrüste rein Na!

Gerät ist leise, hält die Temperatur sehr zuverlässig und ist auch sehr gut verarbeitet.
Die Haltekonstruktion macht einen windigen Eindruck, hält wohl aber sehr gut, soll auch länger überleben laut einigen Foren
(hab das Gerät erst knapp 1 Jahr).

Großen Vorteil sehe ich im Verstauen. So ein Einhängegerät kann man für kleine Sachen in der Nähe aufbewahren.
GN Behälter irgendwo verstauen und nur bei Bedarf rausholen.
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Mitglied seit 21.08.2015
12 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo alllerseits,
es scheint, dass die Einhänge-"Tauchsieder" Lächeln Fraktion wohl in der Mehrzahl ist, auch in dem anderen Forum "Kaufberatung Sous vide ...". Ich habe mich noch nicht entschieden, war aber dieser Variante zugeneigt. Nachdem ich mir nun aber kürzlich das Steba SV 100 PROFESSIONAL in einem Fachgeschäft in Frankfurt anschauen und v.a. in der Hand halten konnte, war ich nicht mehr so überzeugt. Das ist ein ziemlich großer und nicht gerade leichter "Ziegelstein". Ich hatte mir das Teil irgendwie kompakter vorgestellt, wobei mich als Naturwissenschaftler das Labor-Image nicht stört. Die Maße (und das Aussehen) sind wohl auch ein Grund für das Aufkommen der vielen neuen eher wie Stabmixer aussehenden Einhängegeräte wie z.B. Unold sous vide stick, Vac-Star Sous-Vide Chef Home oder die kickstarter und crowd source funding Geräte aus den USA wie Anova, Nomiku, etc. Ein aktueller review (März 2016) dazu unter http://thesweethome.com/reviews/best-sous-vide-gear/. Damit wird es zum Lifestyle Product.

Bei meinen Recherchen fand ich als Gegenargument gegen Thermalisierer (Wannenbad) neben der fixen Größe und damit fehlenden Flexibilität v.a. auch das Fehlen einer Umwälzpumpe. Dadurch würde das Wasser nicht gleichmäßig genug erwärmt. Konvektion reiche nicht aus. Nun gibt es aber z.B. den Steba SV 200 Pro Sous-Vide Garer und anscheinend baugleich den ALLPAX SV 12 Sous vide, die auch eine Umwälzpumpe haben und (gemäß den Fotos) durch Düsen seitlich in der Wanne (ähnlich wie bei einer Whirlpoolbadewanne) das Wasser vermischen. Damit könnte ich mich gut anfreunden. Aber meine Frage: kennt jemand diese Geräte und/ oder hat Erfahrung mit diesem Typ von Thermalisierern mit Umwälzpumpe?

Vielen Dank und beste Grüße aus Frankfurt - Norbert
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Mitglied seit 06.01.2016
2 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Allerseits,

ich hab mir letzte Woche im Laden den Sous-Vide-Stick von Unold mitgenommen, weil es ein Aussteller war. Ich dachte mir, vielleicht ist es ein Schnäppchen und falls nicht, kann ich ihn immer noch zurück geben.
Ein Schnäppchen war es mit 140 € nicht unbedingt, aber günstiger kriegt man ihn im Netz wohl auch nicht.

Allerdings ist jetzt meine Frage, ob die Preisdifferenz zu anderen Geräten auf Amazon und co, die teilweise unter 100 € kosten, gerechtfertigt ist. Vom Datenblatt her sind sie eigentlich gleich, bzw. ist der Unold mit 0,5°C sogar eher schwach in puncto Einhaltung des Temperaturbereiches.

Was meint Ihr?
Soll ich mir lieber einen günstigeren Stick holen oder nicht und vor allem warum?

Für mich persönlich ist ein Stick das Mittel der Wahl, da das nicht so viel Platz in der Küche weg nimmt und somit der Frau gegenüber leichter zu rechtfertigen ist. Ein Kombigerät wäre sicherlich auch sinnvoll, sofern man es auch benutzt.

Danke
Gruß
Nickoh
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Mitglied seit 15.03.2002
40.545 Beiträge (ø6,29/Tag)

Hi,

ich habe keine Ahnung ob ein 99,- oder 129,- Euro Stick besser, schlechter oder genau so gut, wie der von Unold, ist.

Zumindestens hast du, nach m.M. bei Unold bessere Karten, falls ein Defekt auftreten sollte, als bei irgendeinem NoName Gerät.

VG
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Mitglied seit 21.08.2015
12 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo allerseits,
ich hatte dieses Thema ja im letzen Jahr eröffnet. Hier nun meine Erfahrungen. Ich hatte zunächst einen einfachen Thermalisierer/ Wasserbad. Allerdings gab es dort einige Probleme, z.B. die eingestellte Zeit läuft gleich nach Start los, schon bevor die Zieltemperatur erreicht war. Also musste man eine separate Uhr haben.
Nun habe ich seit einigen Monaten einen Stick (STEBA SV 50) und bin sehr begeistert. Neben den praktischen Vorteilen (benötigt weniger Platz zum Verstauen), ist er sehr, sehr leise, einfach in der Bedienung/ Einstellung. Die aktuelle Temperatur wird laufend angezeigt und die Zeit läuft erst, nachdem die eingestellte Zieltemperatur erreicht ist. Am Anfang hatte ich die Temperatur mit einem extenen Thermometer kontrolliert. Alles gut, war sehr zuverlässig. Ich kann das Gerät sehr empfehlen.

Mein Tipp aus der Praxis: Wenn ich kleinere Portionen habe, dann benutze ich als Gefäß einen hohen, schmalen Spargeltopf. Da kann man den Stick gut einhängen und man benötigt nicht soviel Wasser, um den Minimumwasserstand zu erreichen. Damit hat man weniger Wasser, das erwärmt werden muss, und spart Zeit. Außerdem fülle ich warmes Wasser aus dem Wasserhahn ein und habe dann meistens schon 40 °C. Dann dauert es nur einige Minuten, um z.B. 52 °C zu erreichen und los gehts.

Außerdem habe ich festgestellt, dass die in den verschiedenen Quellen angegebenen Temperatur- aber vor allem die Zeitangaben sehr stark schwanken. Man muss es selbst ausprobieren. Ich komme meistens mit kürzeren Zeiten aus, bevorzuge aber auch innen rosa. Hier einige Erfahrungswerte. Die Gewichtsangaben sollen nur dazu dienen, eine gewisse Größenordnung anzugeben.

Lachsfilet (ca. 200 g, ohne Haut) für 20 Minuten bei nur 42 °C => sog. "mi cuit" (ist fast noch roh, hat aber eine andere tolle Textur)
Skrei oder Kabeljau Loin/ Filet (ca. 300 g, ohne Haut) für 20 Minuten bei 52 °C (für innen glasig, leicht glänzend)
Kalbsfilet (ca. 300 g) für 50 Minuten bei 55 °C (für innen rosa)
Wildschweinfilet (ca. 250 g) für 50 Minuten bei 55 °C (für innen rosa)
2 Rehrückenfilets (jedes ca. 180 g) für 30 Minuten bei 54 °C (innen rosa und sehr zarte Konsistenz)
2 Entenbrustfilets (jedes ca. 180 g) ohne Haut für 40 Minuten bei 57 °C. (für innen rosa). Die vorher entfernte Haut habe ich in Streifen/ Würfel geschnitten und im Backofen getrocknet. Das ergibt sehr schöne Entenbrust-Croutons.
2 Lammlachse (jeder ca. 200 g) für 50 Minuten bei 58 °C (für innen rosa)

Bei allen Fleischsorten oben danach immer für die Röstaromen in der Pfanne mit Kräutern (z.B. Rosmarinzweige) noch kurz auf beiden Seiten anbraten.
Hinweis: Wild innen nur rosa zu braten, wird unterschiedlich diskutiert. Ich beziehe mein Wild von einem Jäger meines Vertrauens und habe deshalb mit rosa (also nicht durchgegart) kein Problem.

Ich hoffe, die Hinweise sind nützlich. Ich freue mich über feedback und Austausch von Ideen.
Liebe Grüße - Norbert
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Mitglied seit 06.01.2016
2 Beiträge (ø0/Tag)

als feedback kann ich mich erstmal nur bei euch beiden bedanken Lächeln
gruß
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Mitglied seit 06.03.2017
1 Beiträge (ø0/Tag)

HI... zu dem Thema findest hier auf Sous-Vide-Profi auch Interesantes wenn du noch Infos brauchst ;) Dort gibt es auch einen Garzeitrechner falls du schon ein Gerät haben solltest ;) LG
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Mitglied seit 15.03.2002
40.545 Beiträge (ø6,29/Tag)

Och - Arbeitet chefkoch.de neuerdings mit Affiliate-Rittern zusammen? BOOOIINNNGG....

Dass sie selbst solche Links zur Amazone im eigenen Magazin haben ist ja nix Neues, aber über die Foren?

VG
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Mitglied seit 15.04.2018
5 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo,

habe mir am WE einen Steba SV1 gekauft. Als erstes wollte ich Spargel probieren. Ein Rezept hier sagt 85 Grad und 50min. Der Steba hat jetzt ca. 1 Stunde 10min benötigt um auf Temperatur zu kommen - ich muss also ein weiteres Mal das Gerät auf 85 Grad und 50min einstellen - jetzt ist er bei 32min und die rote Lampe blinkt, welches laut Handbuch bedeutet, das Gerät hat die Temperatur erreicht.

Das ist wie ich meine völlig indiskutabel.

Könnte ihr mir ein Gerät empfehlen, bei dem ich die Temperatur einstellen kann, es heizt DANN auf und welches dann mir ein akustisches Signal gibt, das die Temperatur erreicht ist und ich das DANN das Gargut einlegen kann und die Zeit starten kann.

Oder ein Gerät welches wesentlich schneller aufheizt und somit die beispielsweise 50min Garzeit auch eingehalten werden?

Danke Euch!,

vG
Joe
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Mitglied seit 01.11.2005
16.493 Beiträge (ø3,22/Tag)

Hallo Joe,

wäre es theoretisch möglich, einfach heißes Wasser einzufüllen?

Gruß
Peter
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Mitglied seit 18.03.2014
8.816 Beiträge (ø4,27/Tag)

Zitat von Hungerundappetit am 15.04.2018 um 20:18 Uhr

„Könnte ihr mir ein Gerät empfehlen, bei dem ich die Temperatur einstellen kann, es heizt DANN auf und welches dann mir ein akustisches Signal gibt, das die Temperatur erreicht ist und ich das DANN das Gargut einlegen kann und die Zeit starten kann.“


Mein Vac*Star macht genau das und deutlich schneller ist er auch. Allerdings auch in einer anderen Preisklasse.


Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred

Ich koche gerne mit Alkohol. Manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen (Vincent Klink)
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Mitglied seit 15.04.2018
5 Beiträge (ø0,01/Tag)

@Peter - klar ist das möglich, aber ich würde gern den Komfort haben: Wasser rein, Temperatur einstellen und 10min später piept das Gerät „Temperatur erreicht, bitte Zeit einstellen und loslegen“.

@Manfred: um welchen Vac*Star handelt es sich?

Danke Euch!
Joe
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