Kochgeschirr Gusseisen


Mitglied seit 06.07.2007
159 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo,

ich hätte gern einmal ein paar Stimmen zu emailliertem Kochgeschirr. Hintergrund ist diese schon lange andauernde Diskussion bezüglich Aluminium, Edelstahl etc.! Irgendwie traut man dadurch leider keinem Material mehr.

Ich habe aktuell noch zwei Pfannen aus Edelstahl mit Keramikbeschichtung. Die möchte ich gern noch "verbrauchen", aber die Töpfe gern austauschen. Sets konnte ich so gut wie keine fnden, und wenn dann exorbitant teuer. Ich kann mich nicht daran erinnern dass das vor einigen Jahren auch schon so ein teurer Spaß war. Mir ist schon klar, dass ich für zwanzig Euro keinen Topf bekomme, aber doch sollte es irgendwo im Rahmen bleiben. Wer kann mir zum Thema weiterhelfen? Gern auch allgemeine Erfahrungen (nach Umstieg auf Gusseisen).
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Mitglied seit 01.11.2005
16.382 Beiträge (ø3,21/Tag)

Hallo Stewe,

ich habe emailliertes Gusseisengeschirr, nutze es aber wenig und hauptsächlich im Ofen. Es ist halt sehr schwer und braucht lange, bis es heiß ist. Die kleinen Griffe der Töpfe werden heiß.

Edelstahlkochgeschirr ist nicht gefährlich.

Gruß
Peter
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Mitglied seit 21.08.2007
12.797 Beiträge (ø2,88/Tag)

In Emaille können auch fiese Sachen drin sein. Früher war z.B. Blei recht verbreitet. Ich gehe davon aus, dass die Markenhersteller wie Le Creuset, Staub, Silit, Riess usw. da heute aufpassen.

Wenn man sucht, findet man sicher auch noch billige, leichte Emaille-Pötte, wie Oma sie früher hatte. Ob da die Emaille immer unbedenklich ist? Oder nur, solange sie intakt ist? Hängt vielleicht davon ab, wo sie herkommen. Abgesehen davon haben die früher schon keinen Spaß beim Kochen gemacht, es hat schon seinen Grund, warum die fast vollständig verschwunden sind. Dünnes Blech verteilt die Hitze schlecht, beult sich vielleicht auch mal, die Emaille verkratzt schnell und platzt auch schnell ab.

Edelstahl kann für Nickelallergiker ein Problem sein. Aber es ist eher ein Kontaktallergen - Edelstahlbesteck ist problematischer als ein Edelstahltopf, weil man letzteren seltener ableckt und i.d.R. auch weniger intensiv anfässt.
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Mitglied seit 30.12.2011
379 Beiträge (ø0,13/Tag)

Huhu,

wir haben emailliertes Gusseisen und kochen damit am liebsten - allerdings ist es wirklich teuer. Ich würde immer wieder glatte Emaille nehmen, die Patinasache ist nix für mich. Invicta zum Beispiel hat Gusseisen, die sind immer noch teuer, aber nicht so teuer wie z.B. Le Creuset wenn du so viel nicht ausgeben möchtest.

Allerdings mache ich mir über Edelstahl keine Sorgen und benutze es auch.
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Mitglied seit 15.01.2005
8.826 Beiträge (ø1,64/Tag)

Mein ganzes Kochgeschirr ist schon ein paar Jahre aus emailiiertem Gusseisen. Ich koche damit gerne und finde es auch nicht schwieriger darin zu kochen als in anderem Geschirr.

Vorher hatte ich Töpfe aus Silargan. Die waren genau so gut und schön fand ich sie auch. Nur hatte ich plötzlich einen Rappel und stellte alles auf Gusseisen um. Ich fand es so herrlich altmodisch, wie aus Großmutters Zeiten und darauf stehe ich total. Lachen

Mein Sohn kocht nun mit den Silargantöpfen und ist damit sehr glücklich. So sind wir beide zufrieden. Lachen

Ich glaube die Wahl des Kochgeschirrs ist reine Geschmackssache und eine Frage des Geldbeutels. Erhebliche Qualitätsunterschiede gibt es bei guter Markenware nicht.

Gruß Inge
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Mitglied seit 05.04.2015
162 Beiträge (ø0,1/Tag)

Staub und Le Creuset findest du auch in diversen Outlets. Es ist zwar immer noch kein Schnäppchen, aber zumindest spart man ein paar Euronen. Ich liebe meine LC Töpfe und Pfannen, sowohl die hell als auch die schwarz emaillierten. Schwer sind sie auf jeden Fall. Also besser im Laden mal hochheben, gefüllt sind sie ja nochmals schwerer.
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Mitglied seit 15.03.2002
40.319 Beiträge (ø6,27/Tag)

Hi,

welches Problem hast du mit Edelstahl?
Es ist hygienisch, nicht zu schwer, es kann keine Emaille abplatzen und es darf offiziell in die Spülmaschine was nicht bei allen Gußeisen Herstellern erlaubt ist.
Und die, die es erlauben tun es unter Vorbehalt.

Das "Anklebverhalten" von Edelstahl entspricht ungefähr dem von glatter Emaille ohne Patina. Da ist also auch kein Vorteil.

Zum Schmoren ist Gußeisen nett, aber auch das geht in entsprechenden Edelstahltöpfen genau so gut. Gußeisen hat da eher die klassischere Anmutung, wie Kupfertöpfe, aber keinen großartigen Vorteil was die Ergebnisse angeht.
Das spielt sich dann mehr im Kopf ab, als auf dem Gaumen.

VG
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Mitglied seit 14.11.2003
742 Beiträge (ø0,13/Tag)

Hallo,

meine Pfannen und Bräter von LC möchte ich nicht mehr missen. Mein Einstieg war ein Bräter vom schwedischen Möbelhaus vor einigen Jahren. Bei den Markenherstellern wie Staub oder LeCreuset o.ä. gehe ich davon aus, dass keine schädlichen Stoffe bei der Benutzung frei gesetzt werden. Bei Billigprodukten vom "Wühltisch" wäre ich da vorsichtiger. Ist aber ein persönliches Bauchgefühl.

Edelstahl finde ich zum Kochen robust und ideal und habe bisher nicht mitbekommen, dass das Material bedenklich ist. Meine Edelstahlpfannen stehen in der Zwischenzeit allerdings ganz unten im Auszug, da mir das Bratergebnis von obigen Pfannen besser gefällt.

Eine Pfanne von Silit(Silargan) ist auch nicht schlecht und sicherlich nicht bedenklicher, wenn überhaupt, als andere Materialien. Steht aber auch ganz unten (s. Edelstahl).

Bei reinem Alu (gibt es noch reine Alutöpfe, wie sie die Großmutter hatte?) wäre ich auch skeptisch. Ich persönlich nutze auch keine Alufolie, aber das ist ein anderes Thema.
Bei sämtlichen Antihaftbeschichtungen kommt bei mir in der Zwischenzeit ein ablehnendes Gefühl auf. Die Antihaftwirkung hat man auch im Gußeisengeschirr, wenn es gut eingearbeitet ist. Da man Pfannen (egal welches Material) nach meiner Information nicht in die Spülmaschine geben sollte, erscheint mir auch die Reinigung der Gußeisenpfannen recht bequem. Ein nachträgliches einreiben mit Fett ist bei gut eingearbeiteten Pfannen auch nicht erforderlich.

Zusammenfassend - zum Kochen würde ich mich wieder für Edelstahl und zum Braten für Gußeisen entscheiden.

Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung
mmecitron
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Mitglied seit 11.07.2011
275 Beiträge (ø0,09/Tag)

Das ist auch meine Meinung. Edelstahl und (nacktes) Gusseisen ergänzen sich perfekt. Edelstahl ist der Allrounder, hält ewig, wird von nichts angegriffen und kann in die Spülmaschine. Ich habe nicht nur Töpfe, sondern auch Pfannen aus Edelstahl. Für alles was nicht anbrennen soll (Omelettes, Pfannkuchen, Waffeln...) ist dann das Gusseisen genau richtig. Auch Fleisch mache ich meistens in der Gusseisenpfanne, weil sie einfach mehr Masse hat und dadurch auch mehr Wärme speichert.
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Mitglied seit 09.08.2015
9 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Steve1309,

es gibt natürlich gutes und schlechte Kochgeschirr, aber es gibt auch je nach Zweck besser oder schlechter geeignetes.

Hier meine Vorlieben:

- für Schmorgerichte dickwandige Gusstöpfe (auf Tropfrand im Deckel achten),

- mindestens zwei Eisenpfannen (eine ovale für Fisch und eine große) und eine beschichtete Edelstahlpfanne (Omelette, Rührei),

- bei den Kaserollen und Kesseln Kupfer oder Edelstahl (Kupfer ist schön schnell, Edelstahl ist robuster).

Bei Gusstöpfen auf den Tropfrand im Deckel achten. Und mein Lieblingsschmortopf ist einer, der auf dem Deckel noch außen einen hohen Rand hat, womit ich ihn auch runterkühlen kann (das Eisen hält die Hitze sehr lange).

Was das Braten anbelangt, kommt Edelstahl nicht an Eisen heran. Besser auf den Punkt ist man auch hier mit Kupfer. Finde ich zum Fischbraten klasse.

Aber Edelstahl ist natürlich pflegeleichter. Ich habe noch einiges verzinntes Kupfergeschirr. Das ist säureempfindlich, kann aber nachverzinnt werden. Man darf es nie leer erhitzen. Eisen muss eingebrannt und ab und an gefettet werden. Das sollte man wiederum nicht kalt befühlen (es sei denn, es ist emailliert). Wenn man nicht bereit ist, Eisen- oder Kupfergeschirre zu pflegen, ist Edelstahl mit gutem Kupferkern ein guter Kompromiss.

Viele Grüße
Alixa
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Mitglied seit 15.03.2002
40.319 Beiträge (ø6,27/Tag)

Hi,

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Was das Braten anbelangt, kommt Edelstahl nicht an Eisen heran. Besser auf den Punkt ist man auch hier mit Kupfer. 

Kann ich nicht unterschreiben. Zumal modernes Kupferkochgeschirr innen mit Edelstahl ausgekleidet ist. na dann...

Je nach Herdart, also z.B. bei Gas und Induktion, würde ich Gußeisen- oder Edelstahlpfannen, mit gutem(!) Boden, Kupfer definitiv vorziehen.

VG
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Mitglied seit 07.10.2014
943 Beiträge (ø0,51/Tag)

Ich habe sowohl Kupfer-Edelstahl (superschnell reguliert), Guss (nix simmert besser) und Edelstahl-Alu-sandwich (weil billig) Töpfe

Im Gusstopf kann ich keinen Zucker schmelzen. Ich muss am Schmelzpunkt die Wärmezufuhr stoppen um zu verhindern dass die Wärmekapazität des Topfes zur Karamelisierung führt. Braun soll der Zucker ja nicht werden, nur flüssig.
Wenn der Gusstopf nicht oder schwarz emailliert ist, kann man nix sehen und der Zucker brennt auch an.
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