Hat jemand Erfahrungen mit dem Kochmesser Wakoli Edib


Mitglied seit 31.07.2014
11 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo,

kennt einer das Messer (Wakoli Edib) ich überlege es mir zu kaufen, da ich total gerne mal ein Damstmesser hätte. Vielleicht hat es ja zufällig einer von euch.

Vielen Dank
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Mitglied seit 15.03.2002
46.770 Beiträge (ø6,7/Tag)

Hi,

das ist eines der vielen Messer mit Damasttapete und VG10 Schneidlage die derzeit den Markt überschwemmen.

Schau mal bei der Amazone. Dort findest du einige Rezensionen.

VG
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Mitglied seit 31.07.2014
11 Beiträge (ø0/Tag)

Ich habe jetzt dort mal gelesen http://www.kochmessertest.net/test/wakoli-edib , aber ich würde lieber einen Langtzeittest lesen. Dort wird das Produkt nur kurz beleuchtet.
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Mitglied seit 15.03.2002
46.770 Beiträge (ø6,7/Tag)

Tja,
und wenn ich so etwas lese:
Pfeil nach rechts Zu einem wahrlich sehr günstigen Preis kann man mit dem Santoku Damastmesser – Wakoli Edib ein Kochmesser kaufen, das praktisch alles schneidet und trotz täglichem Einsatz nicht stumpf wird. Pfeil nach links

weiß ich direkt was von dieser Webseite zu halten ist. JEDES Messer wird stumpf.

Der VG 10 Stahl ist gut, wenn er richtig verarbeitet und, vor Allem, gut geschliffen wurde.
Daran hakt es schon einmal bei den günstigeren Varianten. Selbst Aldi hat ab und zu solche Messer mit Metallgriff im Programm.

Vielleicht meldet sich ja noch ein Besitzer.

VG
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Mitglied seit 31.07.2014
11 Beiträge (ø0/Tag)

aber ist es nocht schon so, je besser und härter ein Stahl ist, desto länger bleibt das Messer scharf?
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Mitglied seit 15.03.2002
46.770 Beiträge (ø6,7/Tag)

Ja,
je härter der Stahl ist( wird meist in HRC angegeben, desto länger bleibt die Schneidfähigkeit erhalten.
Voraussetzung ist natürlich, dass man nicht auf harten Untergründen schneidet.

Der VG10 liegt um die 60 HRC. Das härteste was es aktuell an Stahlmessern gibt sind 66 HRC.
Aber je härter das Material, umso länger aufwändiger ist logischerweise das Schleifen.
Und je härter, umso empfindlicher sind die Messer was Querbelastungen etc. angeht. Die Nähe von Knochen und harte Kürbisschalen etc. sollte man meiden sonst bricht die Schneide schnell aus.

Deshalb haben Keramikmesser, deren Härte noch höher ist, immer eine relativ dicke Klinge. So brechen sie nicht so leicht, aber die dicke Klinge ergibt wiederum einen höheren Widerstand beim Schneiden.

Ein Messer stellt immer einen gewissen Kompromiss dar. Deshalb sollte man für verschiedene Aufgaben unterschiedliche Messer haben.

VG
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Mitglied seit 07.06.2014
114 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo,

ein japanisch aussehendes Messer mit Kropf, halt ich für keine vorteilhafte Kombination, da der Kropf beim Nachschleifen sehr hinderlich werden kann.

Ansonsten ist dem von Eva Gesagten nicht viel hinzuzufügen, der "Damast" ist eben nur eine Verzierung, die keinen positiven Einfluss auf die Schneidleistung hat.


MfG Jürgen
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Mitglied seit 21.08.2007
14.634 Beiträge (ø2,93/Tag)

Pfeil nach rechts Selbst Aldi hat ab und zu solche Messer mit Metallgriff im Programm.
Pfeil nach links

Ja. Gibt es immer mal wieder. Damit sind viele auch sehr zufrieden - ich habe mein Aldi-Messer ziemlich schnell entsorgen müssen. Vermutlich ist da was beim Härten schief gegangen, trotz schonenster Benutzung gab es sehr schnell ziemlich große Ausbrüche. Woran man sieht, dass nicht nur der Stahl, sondern die Bearbeitung desselben mindestens genauso wichtig ist. Mit anderen Worten:
Man kann Glück mit haben oder auch nicht. Ich vermute, dass bei solchen Messern im unteren Preissegment die Serienstreuung größer oder anders herum die Qualitätskontrolle kleiner ist.

Wie Jürgen würde mich der Bart (den meint Jürgen wohl, der Kropf ist m.W.n. nur die verdickte Stelle am Übergang Griff-Klinge), also der bis zur Klinge runtergezogene Fingerschutz am Ende der Klinge stören. Andererseits baut man in Solingen so schon ewig Messer.

Da kam doch grad ein Messer ganz gut weg:

http://www.chefkoch.de/forum/2,8,679701/Profi-Japan-Messer.html
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Mitglied seit 31.07.2014
11 Beiträge (ø0/Tag)

vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Ich dachte immer dass "Damast" schon eine Art Auszeichnung für gute Messer ist !quasi. Aber das es eigentlich nur die verzierung später ausamchen war mir so nicht klar
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Mitglied seit 30.04.2014
107 Beiträge (ø0,04/Tag)

Ich hab einen Artikel zu Damast und seiner Verwendung für Schneidwaren geschrieben, der die Unterschiede erklärt und die einzelnen Damastarten diskutiert. Du findest ihn, wenn Du nach "look alive wootz damast" googlest. Die Kurzfassung wurde dir aber schon gegeben: Bei dem Messer handelt es sich nur um Damasttapeten um eine Schneidlage aus VG10; der Stahl reagiert zickig auf unsaubere Wärmebehandlung, damit würde ich keinem No-Name-Hersteller vertrauen. Es gibt Messer aus s.g. Leistungsdamast, wo der Damast auch die Schneide bildet, für die musst Du aber das fünfzehn- bis zwanzigfache anlegen. Wieviel man davon dann hat, lasse ich mal dahin gestellt, ich bin der Meinung, dass es selbst bei einer gewissen Mehrleistung nicht im Verhältnis zum Aufwand steht.

In aller erster Linie macht eine Damasttapete, dass das Messer nicht so dünn geschliffen werden kann, wie wir das gern hätten, da das Walzmaterial der Stahlhersteller zu dick ist und daher bei angemessenem Dünnschliff die Damastflanken recht weit verschwinden würden.
Ohne einen Preisrahmen zu kennen, ist es schwierig, dir Empfehlungen zu machen. Wenn Du unbedingt eine Damasttapete haben willst, dann würde ich auf die Kochmesser von Eden (Knife & Tool, Kato Group) abstellen, die haben eine durchgehend gute Verarbeitung. Ich persönlich würde zum Herder Santoku in Carbonstahl greifen, das Du für unter 50€ bekommst, die Messer sind super. Es gibt die auch in rostfrei, aber der Stahl ist dem rostenden Pendant doch ein bisschen unterlegen. In rostfrei würde ich mich mal in Richtung Tojiro DP HQ (87€) orientieren, oder wenn Bestellungen aus dem Ausland für dich kein Problem sind: Fujiwara FKM, das man völlig problemlos über JCK beziehen kann (70€ mit MwSt und Versand).
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Mitglied seit 12.05.2010
9 Beiträge (ø0/Tag)

habe mir ein "Wakoli" Messer aus einer Überproduktion bei Rossmann für 30,-- € ( Originalpreis ca. 50-60,-- € )gekauft.
Sehr gute Qualität und das Preis- leistungsverhältnis ist unschlagbar.
Stahl hat einen sehr hohen und an an allen Stellen gleichmäßigen Klang.

Wichtig ist, dass das Messer min. einmal professionell angeschliffen wird.
JPN schleifen das Messer mit einem Schärfwinkel von 15 Grad an, ich empfehle jedoch einen konvexen ( Ballenschliff ) Schliff, der ist langlebiger.
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Mitglied seit 17.10.2019
1 Beiträge (ø0/Tag)

Falsch
Also Damastzener Stahl zeichnet sich dadurch aus das er bei der Herstellung mehrfach gefaltet wird, das heißt es werden verschiedene Arten von Stahl genommen und dann übereinander gelegt, dann erhitzt, mit dem Hammer platt geklopft, wieder erhitzt dann gefaltet und wieder platt geklopft... Je öfter man diesen Vorgang macht, desto härter und besser, aber auch teurer wird das Messer, billig Messer haben nur 36 lagen, gute 144. Das Muster entsteht halt durch das Falten des Stahl, das Messer wird zum Schluß noch in Säure gelegt um das Muster hervorzuheben, aber es ist nicht der Hauptgrund warum es ein Damastzener Messer ist, der Hauptgrund ist das Falten.
Zitat von Strahlski am 04.08.2014 um 16:08 Uhr

„vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Ich dachte immer dass "Damast" schon eine Art Auszeichnung für gute Messer ist !quasi. Aber das es eigentlich nur die verzierung später ausamchen war mir so nicht klar“

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Mitglied seit 15.03.2002
46.770 Beiträge (ø6,7/Tag)

Nö elat,

nix ist falsch. Es ging um ein Messer mit Damasttapete. Die Damastschichten dienen der reinen Dekoration -man könnte auch einen Monostahl nehmen- und sind immer weicher als die mittige Schneidlage.

Falsch ist eher deine Aussage dass gute Damastmesser 144 Lagen hätten.
Es geht eher bei 300 Lagen los, bis über 600....

VG
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Mitglied seit 21.08.2007
14.634 Beiträge (ø2,93/Tag)

Den ganz echten Damaszener Stahl der alten Sarrazenen gibt es sowieso nicht mehr. Neben dem Falten hatten die damals wohl eine spezielle Wärmebehandlung, die eine besondere Mikrostruktur ergab. Wie genau das gemacht wurde, weiß heute keiner mehr.

Davon abgesehen wurde das mit dem Funktionsdamast und der Damasttapete ja schon erklärt.
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