Getreidemühle blockiert - Sind es die Mahlsteine?


Mitglied seit 03.03.2014
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo allerseits!

Die Überschrift sagt schon fast alles, hier etwas Hintergrund: Seit rund 16 Monaten backe ich unser Brot selbst. Dafür habe ich netterweise eine nicht mehr benötigte Schnitzer "Clou" Getreidemühle aus der Bekanntschaft geschenkt bekommen. Bei der Vorbesitzerin dürfte die so rund 50 kg Getreide (hauptsächlich Roggen) gemahlen haben, bei mir bisher geschätzte 30 kg Roggen (und sonst kaum etwas anderes).

Seit kurzem steckt sie leider immer mal wieder fest. Nicht nur, wenn ich sie falsch benutze (also erst befülle und dann einschalte), wie ich es mir leider angewöhnt hatte, sondern manchmal auch mitten im Mahlvorgang. Einen gröberen Mahlgrad einzustellen nutzt dann meist auch nicht mehr, sondern nur Ausleeren, Rappeln, Stochern, Fluchen, Drehen mit der Hand (über den Trichter ist eine Schraube zu erreichen, mit der man den unteren Mahlstein drehen kann) und manchmal gar nur Aufschrauben des Mahlwerks. Das Problem begann aus heiterem Himmel aufzutreten. Ich habe zuvor nichts Ungewöhnliches mit der Mühle angestellt.

Jetzt frage ich mich, ob es wohl am Mahlwerk liegt. Das ist ja prinzipiell ein Verschleißteil. Aber kann es bereits durch sein? Und würde sich das Problem so äußern? Wie erkenne ich, wenn die Mahlsteine hinüber sind? Einfach auf gut Glück möchte ich ungern die 50 bis 70 Euro ausgeben, die ein Satz Mahlsteine wohl kosten würde...

Danke für Eure Hilfe!
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Mitglied seit 22.06.2011
3.563 Beiträge (ø1,03/Tag)

Kannst du das Teil denn nicht aufschrauben?
Ich kenne die Mühle nicht, es könnten aber ein paar grundsätzliche Dinge als Fehlerquelle in Frage kommen:
Führungen/Lager verstopft oder blockiert?
Muss vielleicht irgend ein Bauteil gefettet werden?
Ausgeschlagene oder zugesetzte Mahlsteine/Unwucht?
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Mitglied seit 03.03.2014
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Glücklichesser!

Man kann die Mühle von oben öffnen, dann kommt man an die Mahlsteine. Oder von unten, dann kommt man an den Motor. Letzterer sieht durchaus recht mehlig aus, es kann also gut sein, dass das Problem auf dieser Seite liegt. Vielleicht sollte ich wirklich als Erstes dort alles sauber machen und nachfetten.

Die Mahlsteine sind nicht zugesetzt. Unwucht ist - glaube ich - auch nicht das Problem (im Leerlauf ist alles schön ruhig). Wie würde ich ausgeschlagene Mahlsteine erkennen? So ganz glatt sind meine durchaus nicht. Aber ist das dann schon das Zeichen zum Wechseln, oder würde ich da deutlichere Beschädigungen sehen?

Danke!
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Mitglied seit 22.06.2011
3.563 Beiträge (ø1,03/Tag)

Mit "ausgeschlagen" meinte ich, dass sich Teile vom Stein lösen und sich entsprechend verkeilen. Wenn man einmal eine Macke in einem Stein hat, kann das schnell passieren.
Möglich ist alles, aber das ist zugegebenermaßen eher selten der Fall.

Nachtrag: Wenn ein zugesetztes oder schleifendes Lager bzw. Führung die Leistung wegnimmt, müsste das Gerät auch warm werden.
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Mitglied seit 03.03.2014
4 Beiträge (ø0/Tag)

Ok. Also so kaputt sind die Steine jedenfalls nicht, dass sie sich verkeilen würden, oder erkennbar Teile abgebrochen wären. Im Leerlauf ist ja auch alles ruhig. Und solange sie eben mahlt, mahlt die Mühle auch immernoch so, wie ich mir das wünsche - nur dass sie eben immer mal wieder blockiert (im Schnitt so einmal pro Pfund Roggen).

Warm wird die Mühle durchaus. Ob wärmer als früher, kann ich nicht sagen, so genau habe ich darauf nie geachtet.

Nun ja, dann werde ich das Problem also erst einmal auf der Antriebsseite suchen. Danke für den Rat!
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Mitglied seit 03.03.2014
4 Beiträge (ø0/Tag)

So: Nach rund drei Wochen und rund drei Kilo Roggen kann ich wohl mit einiger Gewissheit sagen: Reparatur geglückt!

Ich habe die Mühle komplett zerlegt, den gröbsten Teil Mehl aus dem Motor gesaugt und den Motorlagern eine ordentliche Portion Fett gegönnt. Dabei fielen mir keine offenkundigen Probleme auf, bei denen ich gedacht hätte, "ach so, _daran_ hat's gelegen". Aber wie gesagt, es hat offenbar geholfen. Die Mühle hat seither nicht mehr blockiert und ja, sie wird auf der Motorseite deutlich weniger warm (dass das Mehl warm aus dem Mahlwerk kommt, dürfte normal sein).

Danke nochmal an Glücklichesser! Ohne den Zuspruch hätte ich wohl vorzeitig aufgegeben und gedacht "also am Motor kann's eigentlich nicht liegen".
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Mitglied seit 11.12.2005
30.242 Beiträge (ø5,53/Tag)

Hallo zusammen!


Gratuliere! Dann hat sich die Mühe gelohnt.

Übrigens, Roggen ist ja recht hart, ich mische meist verschiedene Körnersorten. Dann hat die Mühle es nicht so schwer.


Liebe Grüße Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
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Mitglied seit 27.08.2014
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo zusammen!
Ich habe kürzlich eine Schnitzer Clou gebraucht gekauft. Sie ist wohl an die 10-12 Jahre alt und würde vor 5 Jahren zuletzt benutzt, v.a. zum Schroten für Frischkornmüsli.

Ich wollte sie nun ausprobieren und stelle fest, dass das Getreide (in meinem Fall Dinkel) in der feinsten Einstellung nur ganz grob herauskommt.
Zum Reinigen habe ich die Trichterplatte abgeschraubt, kann aber nicht weiter hineindrücken und einen Blick auf die Mahlsteine werfen.

Eine Bedienungsanleitung habe ich natürlich nicht und online finde ich nur einen Scan, der kaum lesbar ist.

Kann mir von euch jemand weiterhelfen?
Besten Dank!
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Mitglied seit 07.01.2015
594 Beiträge (ø0,28/Tag)

Wieso rufst du nicht bei Schnitzer an und bittest darum, dass sie dir eine Anleitung als PDF zuschicken? Da kannst du vielleicht auch gleich erfahren, ob deine Mühle richtig mahlt oder ne Revision braucht...
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