Reinigung und Wartung von Vollautomaten - wie schlimm ist das?

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Mitglied seit 10.09.2003
424 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo ihr Lieben,

im Moment überlege ich ob ich eine Nespressomaschine oder einen Vollautomaten kaufen soll.
In unserem Haushalt gibt's ausser mir keine Kaffeetrinker. Im Schnitt trinke ich 2 Kaffee am Tag.
Mit der neuen Maschine will ich auch Milchschaum herstellen können zwecks Cappucino. Siebträger kommt nicht in Frage und eine Padmaschine auch nicht.

Bei Nespresso würde ich mich für eine Lattissima entscheiden, aber die Sache mit den Kapseln hat mich noch nicht sooo überzeugen können. Allerdings lese ich immer wieder, dass die Vollautomaten von der Reinigung und Wartung her so aufwändig sind. Wie "schlimm" ist das denn und was muss ich mir darunter vorstellen?

Viele Grüße,

Studentin
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 19.06.2009
4.615 Beiträge (ø1,49/Tag)

Here we are again. Na!

Maschine. Jeden Abend beim ausschalten spült sie selbstständig. Dernach Tassenabstellgitter, Tropfschale und Tresterbehälter leeren und ausspülen. Wahlweise neben der Maschine trocknen lassen oder abtrocknen und wieder zusammenbauen.
Entnehmbare Brühgruppe sollte alle paar Tage ausgebaut und gespült werden. 5-10 Minuten.
Micheinheit muss eigentlich nach jeder Nutzung (außer Dauerlauf im Büro) mit Wasser gespült werden, abends mit Reiniger (Kostenfaktor). Dazu jedes Ansteckteil, sonst sind sie binnen 3 Tagen grün. Dauer 10 Minuten etwa.

Je nach Auslastung alle paar Tage oder Wochen die Reinigungsprogramm mit der Tablette. Je nach Automat etwa 20 Minuten, Reinigungstablette, Wasser auffüllen, wegschütten, ausspülen. (Tabletten sind Kostenfaktor) Ebenso je nach Benutzung Entkalkungsvorgang mit Entkalkungstabletten, ebenfalls zusätzlicher Kostenfaktor. Die werden oft in den Wasserbehälter direkt gegeben. Ebenfalls 20-30 Minuten Procedere nach Handbuch, anschließend wieder alle losen Teile und den Tank spülen.
Wenn vorhanden alle 4-6 Wochen Wasserpatrone wechseln, Spülvorgang, etwa 10 Minuten.

ESCH
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Mitglied seit 07.01.2011
640 Beiträge (ø0,25/Tag)

Hallo,

ich benutze seit ca. 6 Jahren einen Vollautomaten. Die täglich Reinigung erfolgt wie von Esch beschrieben. Da ich keine entnehmbare Brüheinheit habe entfällt dieser Schritt bei mir. Die Entkalkung und Reinigung per Reinigungstablette führe ich alle 3-4 Monate durch. Zeit- und Kostenaufwand hält sich in Grenzen, da ich nebenher ja etwas anderes machen kann. Benutze allerdings zur Kaffeebereitung gefiltertes Wasser (Filter mit Kartusche). Kostenaufwand ca. 3 Euro/Monat. Milchschaumdüse benutze ich nicht, kann daher zu diesem Aufwand nichts sagen, aber es leuchtet ein, dass dieser nach jeder Benutzung aus hygienischen Gründen gespült werden sollte. Wir trinken persönlich so 4-5 Tassen pro Tag und unser Fazit: Nochmal würden wir die Maschiene nicht kaufen, weil bei dieser doch geringen Menge der finanzielle Aufwand (Anschaffung) recht hoch ist. Außerdem hatten wir auch schon einmal eine Reparatur, war auch nicht ganz billig. Die nächste Maschiene wird eine Nespresso, zumal hier die verschiedenen Kapsel recht viel verschiedenen Kaffeegenuss bieten.
Gruß
Kiki
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Mitglied seit 31.10.2010
49 Beiträge (ø0,02/Tag)

Huhu,

Wir haben uns auch für eine Nespresso Lattissima entschieden. Hatten vorher auch einen Vollautomat. Bei uns war das Problem dass wir nicht sehr viel Kaffee trinken und die Bohnen daher immer an Aroma verloren haben. Und ordentlich Milchaufschäumen war damit auch nicht möglich.
Bin mit der Nespresso total zufrieden und würd sie jederzeit wieder kaufen. Cappu und Latte sind total einfach zuzubereiten und schmecken weltklasse (jedenfalls für uns) . Und bei den Kapseln gibts auch ne riesenauswahl, da ist auch kein Problem wenn mal jemand kommt und nen koffeinfreien Kaffe möchte.
Die Kapsel kostet durchschnittlich 33 ct (wenn ich mich recht erinnere) und wenn man kein Kaffee-Vieltrinker ist wirds auch nicht zu teuer!

LG
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Mitglied seit 27.12.2009
94 Beiträge (ø0,03/Tag)

Ich glaube nicht, dass sich der Reinigungsaufwand zwischen Vollautomat und Kapsel-Maschine groß unterscheidet.

Entkalken muss man beide regelmäßig, die Intervalle sind vor allem von Häufigkeit der Nutzung und Wasserhärte abhängig. Allerdings kann man die Kapselmaschinen m.W. auch mit Zitronensäure entkalken, was man bei einem Vollautomaten niemals nicht tun sollte.

Bei meinem Vollautomaten (AEG) lasse ich noch einmal im Monat das Reinigungsprogramm durchlaufen, mit dem Kaffeereste ausgespült werden. Das ist aber auch von Modell zu Modell abhängig.

Sonstige Reinigung: alle 2 Tage den Trester-Behälter ausleeren abspülen (sonst schimmelt es). Auch die sonstigen beweglichen Teile (Tank, Tropfschalen) müssen regelmäßig (1x die Woche) abgespült werden. Aber das hat man bei einer Kapselmaschine auch.

Den Milchaufschäumer muss ich nicht spülen, da ich keinen Tank habe, sondern mit Heißdampf geschäumt wird. Einen Milchtank muss man natürlich täglich reinigen, auch da unterscheiden sich Vollautomat und Kapselmaschine nicht. Ich persönlich halte auch nicht viel von den integrierten Milchtanks, für 1-2 Capuccino oder Latte Macchiato am Tag ist der Reingungsaufwand bei den meisten Tanks einfach zu groß. Die Erfahrung aus dem Bekanntenkreis ist, dass die so gut wie nie genutzt werden.

Darf ich fragen, was du gegen Kapsel-Maschinen hast? Geschmacklich kommt m.E. nichts an Kaspeln heran. Allerdings ist auch die Tasse gut doppelt so teuer, wie beim Vollautomaten.

LG,
Flups
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Mitglied seit 10.11.2010
883 Beiträge (ø0,34/Tag)

Hallo Studentin,

bei dem wenigen Kaffee den du trinkst, lohnt sich ein Vollautomat nicht.
Nespresso ist eine sehr gute Wahl.
Eine Kapsel kostet so 35 Cent.
Dabei hast du nicht den
Reinigungsaufwand.

LG Kuchenlady Lächeln
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Mitglied seit 10.09.2003
424 Beiträge (ø0,08/Tag)

Danke für eure fixen Antworten Lächeln

Und danke @Esch Na!

Habe auch noch gelesen, dass Vollautomaten die so wenig genutzt werden (wie es bei mir der Fall wäre) schneller mal kaputt gehen. Falls mein Mann irgendwann doch anfängt Kaffee zu trinken, überlege ich es mir nochmal. Aber bis dahin werde ich hoffentlich mit Nespresso glücklich.

So, habe gerade das Maschienchen bestellt. Leider wird George nicht mitgeliefert Na!
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Mitglied seit 20.02.2004
3.721 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hi,

wie soll was, das weniger genutzt wird schneller kaputt gehen????

Wir trinken nur am Wochenende zu Hause Kaffee und wir haben die Maschine schon 11 Jahre.
Hätte sie nicht schon längst kaputt sein müssen?

Mich schreckt bei so Kapselmaschinenen der Müll ab der entsteht.

Grüße
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Mitglied seit 10.09.2003
424 Beiträge (ø0,08/Tag)

Biene,

das muss nicht der Fall sein, aber erfahrungstechnisch scheint das wohl öfters der Fall zu sein...

Wie haltet ihr denn die Bohnen frisch wenn ihr zuhause nur am Wochenende mal Kaffee trinkt?

Viele grüße,

Studentin
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 19.06.2009
4.615 Beiträge (ø1,49/Tag)

Nein. Sicher nicht!
Mein eigener Automat läuft auch nur sehr sporadisch.
Bei entsprechender Pflege und eben doch halbwegs regelmäßiger Nutzung ist das kein Gegenargument.
Das Gerät wird allerdings auch sehr gut gepflegt und trockengelegt, wenn es länger steht.

Bohnen halten beim Vollautomaten wesentlich länger als beim Siebträger.
Das, was ich zuhause nicht mehr trinken mag, weil es für den Siebträger zu alt ist, wandert zum Vollautomaten.
Da wird es dann gut und gerne 6 Monate alt, bis es getrunken wird. Allerdings geht dafür das Kilopackerl auch in etwa 4 Wochen weg. Nicht umgefüllt, mit einer Wäscheklammer möglichst luftarm und abseits von Licht gelagert hält das 4 Wochen offen ohne Probleme - ohne Probleme im Vollautomaten jedenfalls. Im Siebträger wäre es keine Freude mehr, aber der ist da eben weniger dankbar.

Wenns George dazu gäbe, hätte ich alle anderen Gerätschaften entsorgt und wäre begeisterter Nestlé-Kunde. Na!

ESCH
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Mitglied seit 27.12.2009
94 Beiträge (ø0,03/Tag)

Pfeil nach rechts wie soll was, das weniger genutzt wird schneller kaputt gehen???? Pfeil nach links

Weil z.B. Ablagerungen in der Maschine eintrocknen und dann vom normalen Reinigungsprogramm nicht mehr entfernt werden können.
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Mitglied seit 22.11.2010
1.626 Beiträge (ø0,63/Tag)

Hallo!

wegen all der oben beschriebenen Arbeitsgänge habe ich all Maschinen zur Kaffee-Bereitung wieder abgeschafft! Kaffeekanne, Filter mit F-Tüten, guter Kaffee und Wasserkocher ,(auch für andere Tätigkeiten) reichen völlig für absoluten Kaffeegenuss!



Viele liebe Grüße!

LuLi


Probieren geht über Studieren! Manchmal ist Kochen auch Glücksache.
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 19.06.2009
4.615 Beiträge (ø1,49/Tag)

Ablagerungen von Kaffeefett trocknen binnen Minuten an. Das betrifft jedes Gerät, ein selten wie ein viel genutztes. Spülst Du mit ordentlich Wasser durch, löst es sich wieder, auch nach Stunden oder am nächsten Tag. Gut zu beobachten am Siebträgerauslauf einer Siebträgermaschine.
Da du beim ausschalten spülst putzt es das wesentliche da schon raus.

Die Kaffeefettlöser verwendest Du bei normaler Nutzung alle 4 Wochen bis Monate - die sind so kräftig, dass die das alles rausholen. Wenn du da nicht schlampst und die Reinigung sehr regelmäßig machst. Schlampst Du, setzt sich der Auslauf zu. Kann man auch selbst mit einer Nadel beheben.
Am schlimmsten ist Kalk.
Wenn der in Bröckchen abgeht setzt er gern Leitungen zu. Extrem gern, nachdem die Maschine bewegt wurde. Insofern empfehlen sich die sehr teuren Filter, regelmäßig gewechselt, oder Brittakrüge, entsprechend gepflegt, plus trotzdem regelmäßiges entkalken. Auch wenn die Hersteller sagen, die Filter würden dies ersetzen. Wenn man doppelt fährt, keine Gefahr.

Maschine gut pflegen und mit den Reinigungszyklen nicht schlampen. Das gilt für alle Anwendungszenarien. Dann kann da bei geringem Gebrauch auch nichts passieren. Wenn die Maschine nicht ordentlich gepflegt wird, wird sie so oder so nicht super lange halten.

ESCH
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Mitglied seit 14.10.2011
352 Beiträge (ø0,16/Tag)

Hallo,

bitte nehmt mir das jetzt bloß nicht persönlich, aber erschreckt euch der Abfallaspekt bei den Kapselmaschinen denn gar nicht?
Ich glaube euch, dass der Kaffee genial schmeckt, doch zu welchem Preis. In unserer Wegwerf-Gesellschaft wird doch sowieso schon viel zu viel Müll produziert. Für mich ist das - hoffentlich - nur ein momentaner Trend, der vorüber geht. Das ist doch keine Kaffeekultur mehr, das grenzt ja schon an Fast-Food! Sorry, das musste ich jetzt loswerden.

Übrigens haben wir einen Vollautomaten inkl. Cappuccino-Funktion und ich halte den Reinigungs- und Wartungsaufwand für durchaus im akzeptablen Rahmen. Guten alten deutsch Filterkaffee vertrage ich leider überhaupt nicht.

LG
fernwehchen
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Mitglied seit 19.01.2005
1.260 Beiträge (ø0,27/Tag)

Hallo zusammen,

wir hatten bis vor ca. 3 Jahren einen Vollautomaten ohne herausnehmbare Brüheinheit (die gab`s zum Zeitpunkt der Anschaffung noch nicht).

Ich hab auch immer ganz artig gespült, den Tresterbehälter geleert und bei entsprechender Anzeige das Reinigungsprogramm durchlaufen lassen.
Dann hab ich im Netz gelesen, dass das nicht ausreicht und dass sich im feuchtwarmen Klima eines Vollautomaten ziemlich unappetitliche Dinge ereignen.

Dort zu finden - oder auf Anforderung erhältlich (ich weiss es nicht mehr genau)- war auch eine Anleitung zum Zerlegen von Vollautomaten ohne herausnehmbare Brüheinheit zwecks Reinigung.
Wir haben das dann gemacht (mit Reinigung und Zusammenbau eine langwierige Veranstaltung) und der Anblick des Vollautomaten von Innen war wirklich ekelerregend, so dass wir es fortan regelmäßig gemacht haben.
Also herausnehmbare Brüheinheit ist Pflicht und sollte auch unbedingt genutzt werden!!

Nachdem unser Vollautomat dann irgendwann kaputt war, haben wir über unterschiedliche Varianten nachgedacht.
Letzten Endes hat uns der Vollautomat, außer vom Komfort sich schnell mal einen Kaffee zu kochen, nicht überzeugt.
Pads kamen auch bei uns nicht in Frage; Kapseln gab`s -glaub ich- damals noch nicht.
Filterkaffe aus der Kaffeemaschine mögen wir beide nicht so sehr.
Jetzt haben wir eine Kaffeemühle und einen Bodum-Kaffeebereiter und sind damit sehr zufriedenLächeln

Eine Nespresso-Maschine finde ich auch nicht schlecht (die "Wege" innerhalb der Maschine sind auch nicht so lang, dass sich da soviel absetzen kann); und bei 2 Tassen am Tag ist das auch sowohl unter monetären Gesichtspunkten als auch ökologisch vertretbar.

LG die Zickentoni
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