Wie anders ist das Kochen auf dem Holzofen?

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Mitglied seit 16.11.2006
202 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo,

mein Mann und ich fangen in unseren jungen Jahren an von einem eigenen Haus zu träumen. Er erinnert sich, dass seine Großmutter immer auf einem Holzofen gekocht hat und ich fände das auch schön.
Aber ich denke mir das ist wohl sicher ganz anders mit solch einem Herd umzugehen als mit einem Elektro oder Gas?
Ist der scheller oder langsamer? Verschiedene Temperaturen kann ich da wohl nicht machen?
Kocht man da auf der Eisenplatte oder stellt man den Topf auf die Öffnungen direkt über die Flamme? kann man dafür jeden Topf verwenden?
Kann man einen Ofen machen, wo das Feuer direkt z.B. über die Pizza züngelt?
Kann ich sowas selber bauen / bauen lassen oder wo finde ich die Vorschriften dazu?

Mich würde sehr interessieren was ihr so für Erfahrungen habt mit den Holzherden.

Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende.
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Mitglied seit 21.08.2007
12.411 Beiträge (ø2,87/Tag)

Nicht dass ich jemals selbst auf so einem Herd gekocht hätte (meine Oma hatte sowas - da wurden immer Ringe raus- und reingehebelt, Töpfe hin- und hergeschoben), aber ich stelle mir die punktgenaue Regelung schwierig vor. Mit Glühplatte sollte das funktionieren, aber direktes Feuer unter dem Topf...huijuijui. Kürzlich habe ich Kesselgulasch über offenem Feuer gemacht - ging auch (Kette hoch, Kette runter, Schwenk rechts, Schwenk links). Das macht mal Spaß, zur Not kann man damit leben, aber im Alltag wäre mir das zu aufwendig. Zumal man ja auch erstmal Feuer machen muss.

Was ich mir vorstellen kann: Einen dieser Holzöfen, die man eigentlich zum Heizen nimmt, aber AUCH zum Kochen nehmen kann (an Stelle eines Kamins)- als Ergänzung zu einem klassischen Gas- oder Induktionskochfeld.
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Mitglied seit 15.11.2005
10.697 Beiträge (ø2,15/Tag)

Nabend,

Du kannst nix genau regulieren, aber nach einer Eingewöhnungzeit findest Du es nicht schwierig, die unterschiedlich heißen Stellen auf der Herdplatte zu nutzen. Ich erinnere mich daran, dass wir z. B. immer einen Kessel mit heißen Wasser hatten.
Heute - als Eränzung ja, als alleinige Kochstelle nein.

Grüße von Brigitte
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Mitglied seit 27.12.2005
5.410 Beiträge (ø1,1/Tag)

Hallo,
meine Tante hat bis vor ein paar Jahren im Winter noch auf so einem Ofen gekocht.
Bei ihr war es so, dass sie auf der Eisenplatte gekocht hat.

Die Platte musste auch saubergehalten werden, die wurde mit Herdschmirgel geschmirgelt.

Er wurde mit Holz befeuert, für Nachts wurden Briketts reingeschoben um die Glut zu halten.

Sie hat immer viel gefeuert, die Platte war sehr heiß, heißer als eine Platte vom E-Herd. Ich würde sogar sagen viel heißer.
Temperaturregelung geht nur, indem man die Töpfe hin und her schiebt, am Rand der Platte war es weniger heiß als in der Mitte.
Sie sagte auch immer zu mir, um da zu kochen braucht man Übung und Erfahrung.

Aber: man riecht den Ofen und das Feuer, da ist öfter Küche streichen angesagt als bei einem E-Herd. Um Holz nachzulegen muss halt die Klappe aufgemacht werden.

Der Ofen brannte den ganzen Winter und hat Küche und Wohnzimmer beheizt. Das bedeutet auch, wenn es nicht so kalt war hatte sie beim Kochen 30° C in der Küche. Und Morgens musste erst mal wieder Holz auf die Glut gelegt werden.
So ein Ofen muss auch saubergemacht werden. Asche raus und so....macht Dreck.

Gebacken hat sie nie drin, da war ihr der genauer regelbare Elektrobackofen lieber.

Meines wäre es nicht, mir wäre es vor dem Ofen einfach zu warm. Sie war auch oft schweißgebadet.

LG Piri
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Mitglied seit 31.10.2010
495 Beiträge (ø0,16/Tag)

Hallo,

ich kenne Holzofen von meiner Oma und meiner Mutter.
Sie haben - soweit ich das mitbekommen habe - nie oder selten Ringe rausgeholt zum kochen. Töpfe und Pfannen kamen auf die Eisenplatte. Bei Töpfen kann es Probleme geben mit nicht hitzebeständigen (Plastik-) Griffen. Edelstahl oder Emaille ging problemlos.

Die Hitze kann man regulieren - es gibt die heißeren Zonen - direkt über dem Feuer. Auf die seitlichen Bereiche der Platte schiebt man die Töpfe, wenn etwas "schmurgeln" soll. Wenn man für viele Personen kocht ist das ganz praktisch, weil viel Platz für Töpfe.
Hitze kann man auch regulieren, indem man mehr kleingehacktes Holz einheizt - wenn man viel Hitze braucht. Um das Feuer am brennen zu halten sind größere Stücke von Balken oder Baumstämmen geeigneter. Mit zunehmender Erfahrung/Übung kriegt man bald der Dreh raus.
Der Backofen dabei wurde selten genutzt - außer zum Tellerwärmen. Lächeln

Wenn ich bauen würde und hätte eine große Küche, dann hätte ich auch wieder gerne einen Holzofen. Vielleicht ist es Einbildung - das Essen schmeckt anders (besser) als auf einem normalem Herd gekocht. Einen Elektroherd zusätzlich halte ich persönlich aber auch für unverzichtbar - wenn's schnell gehen soll oder man nur für 1/2 Personen kocht.
Es gibt auch auch Kombis aus Öfen zum Kochen und man heizt gleichzeitig einen Kachelofen (z.B. im Wohnzimmer) mit.
LG!
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Mitglied seit 01.03.2010
13.092 Beiträge (ø3,85/Tag)

Hallo,

ich koche täglich auf meinem Holzherd und dass schon seit fast 20 Jahren. Darauf verzichten würde ich nie mehr! Sicher macht es Dreck und man muss öfter mal die Wände streichen, aber wenn es mal kühler ist, freut man sich über die Wärme - auch im Sommer. Die Kochzeiten sind allerdings sehr flexibel zu sehen, manchmal brennt der Ofen nicht so gut, oder man passt nicht auf, weil die Platte zu heiss ist, etc.. Das ist aber alles Übungssache. Ich habe auch einen Gasherd, der wird aber nur benutzt, wenn es mal sehr schnell gehen muss oder es im Sommer einfach zu heiss ist. Man muss es einfach lieben!

Kochen Holzofen 2622486911

LG Ute


Das Leben kann so schön sein, wenn man es schafft, mindestens einmal am Tag zu lachen!
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Mitglied seit 27.06.2009
3.903 Beiträge (ø1,07/Tag)

WOW UTE - dein Herd sieht TOLL aus.

Bei Freunden in Berghütten habe ich auch schon auf Holzherden gekocht, unter Anleitung - und das Einfeuern und Ausräumen war auch nicht meine Aufgabe. Dann geht es schon - wenn auch die Hitze vor dem Herd gewöhnungsbedürftig ist. Ich würde den Aufwand nicht haben wollen, als Zweitherd zum Indu-Kochfeld und Elektro-BO ok. Aber als Hauptkochgelegenheit.. neee, wäre mir zu aufwändig.


beste Grüsse
Nice Nofret
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Mitglied seit 14.05.2007
4.280 Beiträge (ø0,97/Tag)

Besser und komfortabler geht es so, wie meine Frau früher gekocht hat. Eine Betonarbeitsfläche oder den gstampften Fußboden und darauf Dreibeine für die Töpfe, aus Ton oder aus Armierungsstahlstäben hergestellt. Unter dem Dreibein offenes Feuer. Schnell entzündet, gut regulierbar mit wegnehmen und zufügen von Glut. Das mit dem öfter streichen hat sich damit auch erledigt. Die Küche ist schwarz und fertig.

Sowas wie den Holzofen hatte sie nur als Hauswirtschaftslehrerin in der Schule.

Braucht natürlich gute Lüftung. Na!

Mein Schwager kocht heute noch am liebsten so, seine Frau ist über den Gasherd aber glücklich.

Heute zieht meine Frau ihr Induktionskochfeld aber deutlich vor.

Gruß

Lechon
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Mitglied seit 29.09.2009
2.647 Beiträge (ø0,75/Tag)

Hallo,

@Ute: Um deinen Küchenofen beneide ich dich.

Ich hab bis vor 10 Jahren auch auf nem Holzofen gekocht(der war aber nicht so schön), dann haben wir ne Ölheizung eingebaut und den zweiten Schornstein abgerissen. Heute ärgere ich mich darüber. Ich will wieder nen Ofen haben Welt zusammengebrochen Welt zusammengebrochen Welt zusammengebrochen .
Ich hab immer gern auf dem Ofen gekocht.

LG Elderberry
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Mitglied seit 16.11.2006
202 Beiträge (ø0,04/Tag)

Da waren aber ganz viele fleißg, seit ich mich gestern ausgeloggt hab.
Ganz vielen lieben Dank für eure Erfahrungen und Meinungen.

Das Bild ist natürlich wirklich super toll.

Ich fände es sehr schön so einen Herd zu haben, vor allem natürlich mit einer Kuscht im Wohnzimmer für den Winter. Aber ich sehe es jetzt nicht mehr ganz so rosarot. Danke auch dass ihr ein paar Nachteile zur Sprache bringt.

Natürlich wäre dieser Herd nur Luxus. Auf eine zweiten "normalen" kann man glaub ich nie ganz verzichten, vorallem wenn man noch vor hat zu Arbeiten. Aber so grade zum Heizen unter der Woche und die "Superherstellung" am Wochenende fänd ich es immer noch ganz nett.

Wir werden mal weiter drüber nachdenken.

Allen ein schönes Wochenende noch.
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Mitglied seit 06.09.2010
11.491 Beiträge (ø3,58/Tag)

Hallo,

als unser Sohn noch klein war, sind wir öfter in den Ferien oder auch übers Wochenende in Waldhütten gefahren, wo man auch auf dem Holzofen gekocht hat. Ich fand das überhaupt nicht schwierig. Mühsam war höchstens das Holzhacken und das Wasserholen am Brunnen draußen, teilweise 50m steil entfernt. Aber auch das hat uns nicht gestört, denn wir hatten ja Zeit!

Auf Utes tollen Herd könnte ich auch neidisch werden! Und bei ihr gibt es ja vermutlich fließendes Wasser!

Ich würde sofort auf einem Holzherd kochen wollen und ihn allen anderen Herdarten vorziehen! Das Regulieren der Hitze geht, wie die anderen ja schon geschrieben haben, problemlos durch Verschieben der Töpfe.

LG küchenbetti




If vegetarians eat only vegetables, what do humanitarians eat?
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Mitglied seit 01.03.2010
13.092 Beiträge (ø3,85/Tag)

küchenbetti - psst! Ich sags mal ganz leise, es gibt Tage, da schickt man den Mann gerne mal zum Holz hacken in den Wald! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

LG Ute


Das Leben kann so schön sein, wenn man es schafft, mindestens einmal am Tag zu lachen!
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Mitglied seit 20.07.2004
1.124 Beiträge (ø0,21/Tag)

Hallo evil-Lyn,

als Zusatz zum Elektroherd ist so ein Holzofen prima. Ich selbst habe auch einen in meiner Küche, möchte allerdings nicht nur darauf angewiesen sein.

Das schöne ist, daß man die Wärme auch gleich zum Heizen hat, aber, wie schon einige hier schrieben, macht so ein Ofen doch auch mehr Dreck. Ganz zu schweigen vom Reinigen der Herdplatte.

Ich lasse gern, in der Heizperiode, Kartoffeln oder Nudeln drauf kochen. Auch für Schmorgerichte ist er gut zu gebrauchen.
Was ich gar nicht mache, sind z. B. Gerichte, die in der Pfanne gebraten werden und wo schon mal Fett spritzt, da lässt sich ein Ceranfeld wesentlich einfacher reinigen.

Was ich gar nicht möchte, wäre den Ofen bei 30 Grad Aussentemperatur zu nutzen.

Grüße vom Bäuchlein
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Mitglied seit 06.09.2010
11.491 Beiträge (ø3,58/Tag)

@Ute Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

LG küchenbetti


If vegetarians eat only vegetables, what do humanitarians eat?
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Mitglied seit 19.09.2006
1.450 Beiträge (ø0,31/Tag)

Hallo,

bin grad umgezogen und vermisse meinen Holzherd sehr. Wir werden auch bald ein Haus bauen udn unbedingt eine Küche mit Holzherd haben wollen, BEIDE! Obwohl meien Mann das früher gar nicht kannte, hat er es bei mir lieben gelernt. Es ist sowas von gemütlich!!!

Es gibt mittlerweile sehr moderne Kombinationen , sogar raumteiler, auf der einen Seite ein moderner Kachelofen oder offener Kamin, auf der anderen seite der Holzherd. Natürlich muss man imem rienen zweiten Herd haben, logisch, alles kann ich daruaf auch nicht kochen. Aber es gibt Gerichte, die werden darin einfach nur sensationell - jede Art von Braten, Schmorgerichte, Brot, Pizza, etc, etc.....

Und den Dreck würde ich jetzt nicht überbewerten, für mich zählen einfahc die Vorteile - ich stehe auf sehr moderne einrichtungen, obwohl meine Oma natürlich einen hatte in der Art von UTE, aber es gibt auch sehr moderne Lösungen, informiere dich einfahc mal.

Lg Cata
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