Damastmesser

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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Hallo Messerprofis,

möchte mir ein neues Messer kaufen.Japaner habe ich genug und deshalb soll es ein Messer aus deutscher Herstellung sein.Man muss ja was für die Konjunktur tun... Na!
Da ich schon Messer mit "Damasttapete",also Damastfurnier habe,interessiere ich mich für ein "richtiges" Damastmesser.Will mich also quälen und ein nicht rostfreies Messer erstehen.

Zur Auswahl stehen zwei: Entweder das Güde Damastmesser(Santoku--Kochmesser ist mir zu lang) oder das neue Torsionsdamastmesser der Firma Böker.

Das Güde Messer ist "wilder Damast",das von Böker ist eine Mischung aus "echtem" Damastmesser mit einer Torsionsdamast-Tapete.Ist bei Torsionsdamast wohl immer so,da er alleine zu instabil wäre.

Welches würdet ihr nehmen?

LG EVA
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 26.04.2007
1.369 Beiträge (ø0,35/Tag)

Hallo EVA,

zuerst mal muss ich sagen das Du eine sehr schöne Auswahl an Messern getroffen hast. Da könnte man direkt neidisch werden. Lachen

Ich persönlich würde eher zu Böker tendieren da das Ende der Klinge hier ohne Kropf gearbeitet ist und mir persönlich auch die Griffform eher zusagt als die von dem Güde. Was die Schneidleistung angeht denke ich mal werden die beiden nicht viel unterschied machen.

Ich gehe aber mal davon aus das Du die beiden Messer vor dem Kauf mal in die Hand nehmen wirst. Dabei merkst Du dann aber auch selber, welches Dir besser in der Hand liegt.

Viel Spass beim Einkaufen.


LG HK_73

Das Leben ist kein Frottee Schlafanzug!
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Hallo,

leider hat mich eine Grippe umgeworfen,deshalb antworte ich erst jetzt.

Es soll schon ein handgefertigtes Messer sein.Denke auch das sich die zwei ,was die Schärfe angeht,nicht viel tun.

Muss noch mal in mich gehen.Das Güde liegt mir,wegen des kantigen Griffes,nicht sooo toll in der Hand,und das sollte es schon,wenn ich einen vierstelligen Betrag ausgebe.
Das Böker hatte ich noch nicht in der Hand,finde das Muster vielleicht etwas übertrieben(Kirmes-Messer Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen )

Am liebsten hätte ich ein Nesmuk.Aber da hat mich der Geiz (noch Na! ) im Griff.Das liegt super in der Hand und hat eine interessante Klingenform.Leider ist die "bezahlbarste" Variante (Domus)nicht handgeschniedet.Da macht der Schmied nur den Griff selbst... Jajaja, was auch immer!

Werde berichten wie ich mich entschieden habe wenn ich wieder fit bin.

Danke erst mal für eure Meinungen.

LG EVA
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 26.04.2007
1.369 Beiträge (ø0,35/Tag)

Hallo EVA,

meinst Du vllt. das Nesmuk Janus? Unter Domus konnte ich jetzt nichts finden Sicher nicht!


LG HK_73

Das Leben ist kein Frottee Schlafanzug!
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Hallo hobbykoch,

*ups ... *rotwerd* oh je,dass sind die verbliebenen Grippeviren die sich im Hirn festgebissen haben *ups ... *rotwerd* Na!

Natürlich meinte ich das Janus.wird von Solicut hergestellt und der Schmied "dengelt" nur den Griff,DAFÜR finde ich es viel zu teuer.da kannman direkt irgendein XY Messer kaufen.

LG EVA (krank-ohne Frottee Schlafanzug Na! )
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Mitglied seit 21.03.2008
2.416 Beiträge (ø0,68/Tag)

Hi Eva

Guck doch mal zu WMF und dort nach Damasteel
Wäre vielleicht auch noch ne Idee

Lg Junki
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Danke Junki,

aber wie ich schon schrieb soll es dieses mal ein "echtes" Damastmesser sein bzw. auf keinen Fall ein industriell gefertigtes.Will schließlich was für´s "deutsche Handwerk" tun. Lächeln

LG EVA
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Mitglied seit 01.11.2005
12.346 Beiträge (ø2,79/Tag)

Hallo Eva,

> Will schließlich was für´s "deutsche Handwerk" tun

Wenn es Dir darum geht, es gibt Damastschmiede, die Küchenmesser herstellen, aber das ist Dir sicherlich bekannt. Achim Wirtz aus Würselen (glaube ich) macht Kochmesser aus Damaststahl, Jean Tritz in Hamburg macht welche und Roman Landes ebenfalls. Möglicherweise gibt es inzwischen noch mehr. U. Gerfin hat es wirklich drauf, verkauft seine Messer aber nicht.

Das m.E. grundsätzliche Problem, welches ich beim "deutschen Handwerk" (gemeint sind *nicht* die oben genannten) festgestellt habe, ist, dass sie Kochmesser eher von der konstruktiven Seite betrachten. Insofern ist eine Kooperation zwischen einem Damastschmied wie Balbach mit dem Küchenmesserhersteller Güde wirklich ein Glücksfall.

Gruß
Peter
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Hallo Peter,

so habe ich das noch gar nicht betrachtet. na dann... Hmmm,werde die Tage noch einmal das Güde in die Hand nehmen.
Mein letzter "in- die- Hand- nehm-Versuch" war etwas unglücklich da ich eine Horde schnatternder Mickey Mäuse (Japaner Na! ) im Nacken hatte und ich nicht den Verkehr aufhalten wollte.

Sag mal was hälst Du denn von den Nesmuk Messernßhabe gerade noch mal nachgesehen und mit Entsetzen festgestellt dass der komische schmied wirklich und wahrhaftig für ein ordinäres Dreilagenmesser über 3 K aufruft.Bei Damast geht es noch viel höher.

Da frage ich mich ob der Mann einen so hohen Stundenlohn bzw. Kosten hat,oder ob der Preis nicht doch auf dem "TV-Hype" den sie mttlerweile produziert haben bzw. dem "Dieter Müller Effekt" beruht.Von dem inzestuös angehauchten Adligen der auch noch mitmischt rede ich erst gar nicht. Was denn nun?
Zum Vergleich kostet das Balbach/Güde Messer 300 Lagen wilder Damast handgeschmiedet rund 1 K.Irgendwie fehlt mir da der Blick für die Verhältnismäßigkeit. na dann...

Was macht der Nesmuk Mensch mit seinen 3 Lagen dass sie so kostspielig sind?Körpergewärmt?Mundgeschliffen? Na! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

LG EVA
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Mitglied seit 21.08.2007
10.967 Beiträge (ø2,91/Tag)

Mal was ganz was anderes:

Was willst Du denn mit den Messern? Als Sammlerobjekt, zum Anschauen, für die Vitrine? (Käme für mich nicht in Frage, aber wenn's schee macht - besser als Barbies sammelnNa!) Oder zum Rumschnibbeln? An einen echten (im Alltag spürbaren) Gebrauchsvorteil sogenannter Damaszenermesser (echte gibt's ja nicht mehr, ich wiederhole mich: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/272253.html) glaube ich nicht:

Was für den Sarazenen dazumal wichtig war (zäh-elastischer und trotzdem harter Stahl), mag für Schwerter sinnvoll sein, bei Küchenmessern will man doch aber eine möglichst scharfe Schneide. Bei Damaszener Stahl ist es doch aber unvermeidlich (es liegt ja in der Natur der Sache), dass harte und weiche Stahlschichten dicht nebeneinander liegen, so auch im Bereich der Schneide (so genau kann keiner schmieden und vor allem hinterher schleifen, dass genau an der Schneide nur harter Stahl zu finden ist). Das heißt nach meinem Verständnis, das (im Mikrometerbereich) entlang der Schneide mal weicher, mal harter Stahl zu finden ist. Folge: Die Schneide wird schnell zur Säge. Das ist beim Schwert egal - aber mich wundert, dass alle Welt plötzlich beim Küchenmesser so scharf auf Messer aus gefaltetem Stahl ist. Ich würde meinen, ein Drei-Lagen-Stahl (zäh-hart-zäh) wäre das gebrauchstechnische Nonplusultra. Okay, sieht nicht so schön aus, zugegeben...Freilich sollte bei Gebrauchsgegenständen der alte Spruch "form follows function" nicht vergessen werden. Also wenn schon Damaszener Muster, dann rechts und links auf den Klingenkern drauflaminiert - sowas wird's doch auch geben, oder?

Vielleicht vermitteln die Messer nach Damaszener Art ja auch nur den Eindruck doller Schärfe, eben weil es sich eher um mikrofeine Sägen handelt. Miracle Blade deluxe, sozusagen...

P.S. Ich will Dir Dein Traummesser nicht madig machen, zumal Du ja die Deutsche Wirtschaft vor dem Kollaps bewahren willst (Endlich mal eine Frau, die nicht nur merkelwürdige Reden schwingt, sondern mit dem eigenen Portemonnaie was tut!).

P.P.S. Falls ich völlig falsch liege, bitte ich höflichst um fundierte Widerlegung meiner Theorie.
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Mitglied seit 21.08.2007
10.967 Beiträge (ø2,91/Tag)

<Link von Admin gem. wissenschaft.de entfernt>

(Die Klammer stört wohl)
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Hi TPunkt,

nö,eher als Sammlerobjekt für die Küche zum Benutzen Lachen

Ich gehe nicht davon aus,dass solch ein Messer einen besonderen "Gebrauchsvorteil" hat.Hat aber das,gefühlt zweihundertste Paar Schuhe ,welches ich mir kürzlich kaufte auch nicht.Trotzdem wird es nicht das letzte sein,wenn Du verstehst was ich meine... Na!

Solch ein Messer ist eine reine Liebhaberei ,wie ausgefallene(zumindestens preislich) Töpfe es auch sind.Schon meine normalen Japanmesser sind für den normalen Gebrauch in einer mitteleuropäischen Küche total überqualifiztiert.

Trotzdem muss man sich ja nicht veräppeln lassen.Und bei dem 3 Lagen Nesmuk für über 3 K kommt mir doch der Gedanke dass da jemand etwas realitätsfremd ist. Na!
Spaßig finde ich auch,dass die hochgelobte Nesmuk Dieter Müller Edition (limitiert auf 20 Exemplare) seit letztem Jahr angeboten wird.Scheint nicht so heiss begehrt zu sein das Teil.vermutlich ist erst die Nr.1 für lau an Dieter für die Werbung gegangen... Na! Lachen
Was wohl der inzestuös anmutende Fürst für "seine" Edition bekommen haben mag,will ich auch nicht mitfinanzieren.

Damasttapetenmesser habe ich schon von KAI und Kasumi,und wie gesagt ich habe genug Japaner und will was deutsches.

Jeder Jeck ist anders... Na!

LG EVA
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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 15.02.2008
226 Beiträge (ø0,06/Tag)

@ TPunkt

ohne die Diskussion in eine andere Richtung schieben zu
wollen, kennst Du zufällig den Grund warum man die
3lagigen Messer mit 2 zähen Lagen ummantelt?
Hängt das eventl. damit zusammen, dass die
harte mittlere Lage aus PM Stahl fabriziert wird,
oder ist das egal, aus welcher Stahlsorte die
mittlere (harte) Lage besteht.
Sorry an den Fedsteller fürdie abweichende Frage.

LG
parzifal
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Hi parzifal,

die innere Lage ist härter und damit schnitthaltiger.Wäre das Messer nur aus diesem Material würde die Klinge zu leicht brechen.Deshalb macht man die äüßeren,elastischeren Lagen als Schutz,vor allem vor den "Querkräften"

LG EVA
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Mitglied seit 15.03.2002
33.681 Beiträge (ø5,85/Tag)

Parzifal,schau mal hier: messerkonzept.de/philosophie_klinge.php <Link von Admin entfernt>

LG EVA
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