Ist der Küchenkauf die "Hölle"? Erfahrungen pro/contra

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Gelöschter Benutzer

Mitglied seit 21.07.2006
1.794 Beiträge (ø0,31/Tag)


Hallo an die CK-Gemeinde

Wenn man dieses Forum aufmerksam betrachtet, stellt man leider fest, das oft sehr viele Probleme beschrieben werden.

Man liest von Leuten , die sich schlecht beraten fühlen ... andere fühlen sich über den Tisch gezogen .. also die ganze Bandbreite.....

Es werden Planungen zur Diskussion gestellt ..... aus Angst einen Fehler zu machen.

Es werden Frage zu Geräten gestellt... bei denen im Fachhandel falsche Aussagen gemacht wurden .. oder schlichtweg schlecht beraten wurde.

Wenn man das alles Zusammenzählt .. könnte man den Eindruck gewinnen es wäre eine Branche , vor der man Angst haben müsste.
Gibt es noch gute Verkäufer, die Ihren Beruf gelernt haben , oder sind es oft Quereinsteiger aus anderen Branchen , die meinen im Möbelhaus ab heute mal Küchen zu verkaufen

Kann man hier nur negative Dinge lesen , da es kaum was positives gibt .. oder weil es interessanter ist .. negative Dinge zu schreiben als positive.

Gibt es hier Käufer die wirklich absolut zufrieden sind ?

Über Erfahrungsaustausch freut sich

Ach-nee

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Mitglied seit 14.05.2006
2.266 Beiträge (ø0,38/Tag)

Hallo Ach-nee,

ist ein bisschen hart, das jetzt auf Küchen zu beschränken. Meine Erfahrung ist, egal was man sich kauft, man sollte sich zuvor mit der Materie beschäftigen oder man muss einfach Glück haben. Man kann an \"gute\" Verkäufer geraten und eben auch an schlechte, die nicht das an den Mann bringen wollen, was am \"Besten\" ist, sondern das, woran sie am meisten verdienen.

Wer sich drauf verlässt gut beraten zu werden ist schon ein wenig blauäugig. Aber davon gibt es noch viele.

Was die gehäuften negativen Postings betrifft: Klar ist es interessanter zu meckern. Zufriedene Leute werden in gewissen Foren auch Fanboys genannt, weil sie höchstens Meldungen à la: Ich find\'s klasse abgeben. Na!
Zufriedene Leute hocken glücklich in ihrer Küche etc. und haben wenig Grund ein Küchenausstattungsforum zu durchwühlen. Lächeln

GLG,

Fiall
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Mitglied seit 20.09.2006
241 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hey Ach-nee,

haben uns vor ca. einem Jahr eine neue Küche gekauft. Und ich muss sagen, zeitaufwendig ist das auf jeden Fall.

Man sollte schon genaue Vorstellungen von der Küche haben, die man später mal sein Eigen nennen möchte, nicht zuletzt, weil die Küchenberater sonst mit einem \"haschen\" spielen.

Also am besten vor dem Küchenkauf schon mal ein preisliches Limit setzen, denn nach oben gibt es ja bekanntlich keine Grenzen! Und daran sollte sich dann die ganze Ausstattung ausrichten.

Mit Sonderangeboten kann man richtig Geld sparen, aber VORSICHT. Viele Sonderangebote erweisen sich eher als Preishammer im negativen Sinn. Deshalb auch hier vorher abklären, in wie weit das gültige Angebot individualisiert werden kann, oder ob das Angebot nur so gilt, wie es tatsächlich abgebildet ist. Sollte dies der Fall sein, sag ich nur \"el Tonno\", ab in den Papierkorb damit! Denn so wie in den Angeboten dargestellt, kann kaum einer gebrauchen, Da ja zumindest Wasser und Abwasser an der richtigen Stelle sein müssen.

So, nun zu deiner Frage, ob Küchenverkäufer wirklich soooo schlimm sind. Da muss ich sagen \"NEIN\", aber nur, wenn man gut vorbereitet in ein Gespräch geht. Wenn die Verkäufer merken, dass man unsicher ist oder ohne Vorstellungen ankommt, dann versuchen sie einem allen Schnick-Schnack anzudrehen. -- Ein bischen Schnick-Schnack ist ja o.k., aber nur der, den man wirklich aus eigenem Antrieb will!!!

Warum die Küchenverkäufer so \"rabiat\" sind, liegt meist daran, das sie meistens nach Umsatz bezahlt werden. Die Beratung kommt deshalb nicht unbedingt zu kurz, aber in erster Instanz versuchen die meisten einen auf der teuren Schiene zu beraten. Deshalb:

AUGEN AUF BEIM KÜCHENKAUF!!!
EILDIWEIL, SONST ZAHLST DU DRAUF!!!

Nochmal zu unserer Küche. Wir haben einen echt guten Fang gemacht. Hatten uns ein Angebot nach unserem Geschmack (soweit preislich möglich) umstricken lassen und sind damit absolut zufrieden. Den ein oder anderen Wunsch mussten wir wohl erst einmal in die Schublade stecken, aber alles in allem ein tolles Teil.
Hatten schon vor dem ersten Besuch beim Berater alles ausgemessen. Am wichtigsten dabei sind Wasser- und Abwasseranschluss, Lage der Fenster, Höhe und Breite der Fensterbänke (eventuell Schallousienbänder), Stromanschlüsse und zu welcher Seite Fenster und Türen aufgehen.
Mit diesen Maßen sind wir zum Küchenverkäufer gegangen und haben uns ein Vorab-Angebot ausrechnen und einplanen lassen. Dann haben wir uns Anhand dieser Planung noch bei ein paar anderen Häusern umgeschaut und als die Gelegenheit günstig war zugeschlagen.

Also alles eine Frage der richtigen Vorbereitung. Küchenkauf ist keine spontane Angelegenheit!
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Mitglied seit 02.09.2006
140 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Ach-nee,

Zitat: \"Gibt es noch gute Verkäufer, die Ihren Beruf gelernt haben , oder sind es ...\"

genau DA hast Du es getroffen - den Beruf Küchenplaner, -berater,-verkäufer,... konnte man bis vor kurzen nicht \"von der Pike auf\" lernen, also sind eigentlich alle Küchenplaner irgendwie Quereinsteiger. Einzige Ausnahme waren die Absolventen der Möbelfachschule Köln, aber die findest Du nur seltenst als normale Verkäufer.
Seit, ich glaube, zwei Jahren werden die ersten Einzelhandelskaufleute mit Spezialisierungsrichtung Küche ausgebildet. Was die Ausbildung aufgrund des wirklich umfassenden Wissensgebietes nun wirklich bringt, werden wir in Zukunft sehen...

Bis dahin heißt es fair vergleichen, hinterfragen und auf Empfehlungen und den Bauch vertrauen...
Und übrigens: Sehr oft sind die kleineren Küchenstudios zwar nicht die lautesten und buntesten mit der Werbung, aber bei individueller Beratung und Preis / Leistung gut.

Viele Grüße
Volker

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Mitglied seit 15.03.2006
473 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo,

das Problem ist wohl, dass die Preisgestaltung und die Qualität von Küchen so undurchsichtig sind. Gut, das liegt wohl einerseits daran, dass eine Küche ein \"Gesamtkunstwerk\" ist, bei der die Berechnung von Einzelteilen, Arbeitsaufwand etc. nicht leicht zu beziffern ist. Aber auch die Qualität ist schwer einzuschätzen - bei Autos gibt es Testberichte, Pannenstatistiken etc. - bei Küchen gibt es höchstens fachhandelsinterne Statistiken zu Reklamationen, die der Kunde nicht bekommt. Dazu noch die Preise, die leicht ein paar tausend Euro auseinanderliegen können - da ist es kein Wunder, dass viele verunsichert sind, ein gewisses Misstrauen entwickeln und lieber mal im Forum nachfragen, weil es hier Leute gibt, die was davon verstehen, einem aber nichts aus finanziellem Interesse schönreden wollen.

Wobei ich sagen muss, dass ich mit meinem Küchenverkäufer sehr zufrieden bin. Bisher zumindest, denn die Küche ist noch nicht geliefert... Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass er mich (als einer der wenigen) mit meinen Wünschen ernst genommen hat, mir das zusammengestellt hat, was ich gerne haben wollte und mir noch im Preis entgegen gekommen ist. Außerdem war er auch einer der wenigen, die mir was verkaufen wollten (bei vielen Geschäften hat man das Gefühl, man dürfe mit viel Glück einen Antrag auf eine Küche einreichen) und das, ohne aufdringlich zu sein. Gut, er wollte halt auch eine Unterschrift, aber das ist sein Job.

Gekauft hätte ich auch gerne in dem \"Leicht\"-Geschäft bei mir in der Straße - die beiden Inhaber waren auch richtig nett und als absolut einzige in der Lage, mir innerhalb von 20 Minuten die fünf Schränke für meine Winzküche zusammenzustellen und mir zu sagen, was die samt Arbeitsplatte kosten. Die meisten Geschäfte basteln da mindestens eine Woche, wenn nicht noch länger, in ihrem Computerprogramm herum, bis sie einem endlich ein Angebot machen können. Nur, als ich dort bestellen wollte, saß eine Aushilfe da, die sagte, die beiden seien drei Wochen in Urlaub und es könne sonst niemand die bestehende Planung verändern und an das Werk schicken.

Und da ich das nervtötende, zeitraubende Drama \"Küche\" endlich zuende bringen wollte, bin ich zu dem ersten Verkäufer gegangen.

Wie gesagt, die undurchsichtige Preisgestaltung ist einer der Gründe, warum der Küchenkauf so nervig ist. Wenn man Preislisten von den Küchenherstellern hätte und Transport und Einbau separat wären, wäre das Ganze viel übersichtlicher. Wie bei Ikea - man weiß, was alles kostet und muss sich nicht über den Tisch gezogen fühlen. Wäre ich zehn Zentimeter kleiner, wäre es auch Ikea geworden.

Viele Grüße

Kate
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Mitglied seit 15.03.2002
51.757 Beiträge (ø6,94/Tag)

Hallo,

was Verkäufer und negative Postings angeht bin ich voll Fialls Meinung.

Ich gehöre zu den zufriedenen Kunden,was auch damit zusammenhängt,daß ich die Planung selbst gemacht hatte(in meinem Kochklo gibt es auch nicht so viele Möglichkeiten Lachen) und auch kein Limit hatte.
Was die Geräte angeht,hatte ich mich vorher schlau gemacht,und auch gar nicht erwartet das der Verkäufer alles weiß.
In der Regel kann der mir auch nicht mehr sagen als ich im Internet erlesen kann.Bei Spezialfragen wende ich mich immer direkt an den Hersteller.

Bei meinem Küchendealer hat mir besonders gefallen,daß er Handwerker an der Hand hatte,wie Installateure,Verputzer,Maler,Fliesenleger und Elektriker.Hat die Sache zwar nicht verbilligt,aber ich musste mich um nichts kümmern.
Die Terminierung von so vielen Arbeitern geht ja meist in die hose,und dann kommt die neue Küche,aber der Raum ist noch gar nicht fertig.

Man muss heutzutage einfach immer mitdenken-egal was man sich anschafft.Manchmal ist es gar kein böser Wille,oder Profitgier von den Verkäufern,sondern schlicht Überlastung,Unwissenheit.

Niemand ist vollkommen,auch Küchenfachverkäufer nicht Na!

LG EVA
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Mitglied seit 15.05.2006
163 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Achnee,

da ich vor ein paar Wochen selbst mit meiner Frau durch die Möbelhäuser und Studios gezogen bin, darf ich vielleicht etwas dazu sagen.

Zunächst mal habe ich die Komplexität des Themas unterschätzt. Wie schon meine Vorschreiber berichteten: Man macht sich vorher kein Bild davon, was man alles entscheiden muss.

Oder hast Du Dir wirklich VOR dem Gang zur Beratung detaillierte Gedanken über Frontmaterialien, Auszugmechaniken, Elektrogerätehersteller, Griffvarianten, Abluftvolumina, Kühlschrankgrößen, Küchenfabrikanten, Arbeitshöhen, Armaturenformen und die verschiedenen Kochfeldtypen gemacht?

Bei mir kam das alles nach dem ersten Termin im Küchenstudio. Da habe ich dann das Chefkoch-Forum entdeckt und versucht, Informationen über Schüller und next125 sowie über Induktionskochen und Lackfronten zu erhaschen.

Ich hatte mir da schon gedacht, dass es Leute geben muss, die sich all diese Gedanken nicht machen, denn der Verkäufer hatte uns zu Beginn der Beratung gesagt, dass es ganz okay sei, gleich zu unterschreiben, wenn einem das erste Angebot gefällt. (Er wiederholte diesen Vers zum Ende der Beratung, verstärkt mit einem Nachlass von 300 Euro.)

Und das führt uns zu dem Teil des eigentlich VERMEIDBAREN Ungemachs beim Küchenkauf: Die ganze Branche scheint von unseriösen Machenschaften versaut zu sein. Jeder der vier oder fünf Verkäufer, welchen ich im Laufe unserer Küchenwahl kennen lernen durfte, hat beim ersten Beratungsgespräch die selbe Tour versucht.

Ich habe fast das Gefühl, dass man von Küchenverkäufern erst für voll genommen wird, wenn man aus dem Geschäft geht, ohne abgeschlossen zu haben.

Extrem doof finde ich den Usus, keine Unterlagen der Planung an die Kunden herauszugeben. Ich habe hier im Forum dafür oft den Grund gelesen, dass dies eine Frage des Copyright sei. Liebe Profis, das kann wohl nicht Euer
Ernst sein. So sehr ich die Arbeit eines guten Beraters schätze, aber Michelangelo ist er deswegen sicher nicht.

Und bei mir hat das lediglich dazu geführt, dass ich die Planung selbst schlecht und recht (mit der Zeit natürlich immer besser) nachvollzogen habe, Elektrogerätetypen im Internet recherchiert habe usw. usf. All die vertanen Stunden...

Vielleicht ist es ja Zufall, dass wir bei dem Mann abgeschlossen haben, der von Anfang an alle Daten der Elektrogeräte en detail genannt hat und uns sogar ein 3d-Bild der Planung überlassen hat?

Überhaupt scheint die ganze Branche nicht viel von Transparenz zu halten. Um diesen Eindruck zu gewinnen muss man nur mal Hersteller-Homepages im Internet ansehen.
Alle wollen ein Lebensgefühl verkaufen, keiner zeigt die Preisliste.

Das muss man sich mal auf die Autobranche übertragen vorstellen...

Eigentümlicherweise hat mir das Ganze trotzdem viel Spass gemacht und unsere Küche wird doch erheblich anders aussehen, als wir es uns zu Beginn unserer Odyssee durch die Küchenabteilungen und die guten Ratschläge aller Verwandten und Bekannten vorgestellt haben. (Mein Favorit: \"Mein Cousin arbeitet bei Poco und könnte Euch sicher eine gaaaanz tolle Küche planen...\")

Ich hoffe, damit ist Deine Frage nach der höllischen Natur des Küchenkaufs beantwortet.



Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet



Markus
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Mitglied seit 02.09.2006
140 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Markus,

vorab: so generell stimme ich Dir zu.
Aber zu Deinem Vergleich mit der Automobilbranche:

Wenn Dir Dein VW-oder was weiß ich-Dealer ein Preisbüchlein mit verschiedenen Typen und Preisen für Zylinderkopfdichtungen, Nachschalldämpfer, Kühlmittelschläuche, Sitze, Himmel, Türverkleidungen, Lüftermotoren.... und dazu Zettel und Stift für Deinen Entwurf der Karosserie, des Rahmens ... in die Hand geben würde, dann wär ich mal gespannt, ob der Durchschnittskunde jemals Auto fahren würde (obwohl man im Internet sicherlich genug Seiten zum Thema Automobil findet Lachen)

Zum Thema Transparenz hast Du sicherlich Recht. Wenn man als Kunde nix mitnehmen kann ist´s extrem schwierig, weil Frau / Mann zuhause kaum noch erklären kann, was man gesehen hat und detailliert der Inhalt war...
Als Planer lebe ich natürlich auch von meinen Ideen und wenn ich alles nachvollziehbar aus der Hand gebe, kann sich der Mitbewerber, der alles fertig vorgelegt bekommt, 3-4 Stunde Arbeit sparen und mit einigen Änderungen natürlich jeden Anfangspreis unterbieten.
Fazit: Kunde und Verkäufer haben nachvollziehbar recht - und nun???????????

Ich gebe bei (fast) jedem Kunden 3D-Perspektiven und Einzelaufstellung mit und mal stellt sichs als richtig heraus und mal ist man enttäuscht. Wie mans macht...

Viele Grüße
Volker
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Mitglied seit 23.03.2006
1.680 Beiträge (ø0,28/Tag)

Ist das jetzt Philosophie-Stunde hier oder hat die Frage einen wirklichen Sinn und Hintergrund?

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Mitglied seit 15.05.2006
163 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Volker,

zwei Dinge:

Sollte ich mit meinem Posting den Eindruck erwecken, dass ich dieses Gebaren der Verkäufer für richtig (nicht ethisch, sondern in ihrem Sinne) halte, so habe ich ich mich wohl etwas zu feinstofflich ausgedrückt.

Ich denke, dass solche Dinge tödlich für das Image einer Branche sein können, denk mal an die Gebrauchtwagenhändler... (Oder an die Händler mit Unterhaltungselektronik.)

Wie ich das sehe, können Kuchenstudios momentan noch ganz gute Margen realisieren. Weil die Kunden noch glauben, dass die gebotene Qualität ihr Geld wert ist. Ob das noch drin sitzt, wenn die Kundschaft erst einmal auf breiter Front misstrauisch geworden ist?

Zum Zweiten:
Auch wenn alle Einzelteile bepreist sind, so kann man dennoch Bündel mit Gesamtpreisen versehen, das geht z.B. beim PC-Händler an der Ecke schon seit Jahren jeden Tag ganz hervorragend. Und die Einzelteile eines PC sind eher komplizierter als die einer Küche.

Ich bleibe dabei: Die Intransparenz ist gewollt und nicht Gott gegeben.
Und wenn ich mir die Frage vorlege, warum das so ist, dann komme ich eigentlich nur zu einer plausiblen Antwort:
Um die Kunden besser ausmisten zu können.

Ich stimme Dir allerdings in einem zu: Der kleine Verkäufer kann hier erstmal nicht viel ändern.


Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet


Markus
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Mitglied seit 28.08.2004
15.923 Beiträge (ø2,43/Tag)

Hallo zusammen,
ich finde solche allgemeinen Diskussionen durchaus angebracht. Gerade die Threads von Steffibeck und Pilango zeigen, dass Küchenkauf nicht nur Freude bereiten kann.

Viele Geschichten werden sich hier ähneln. Deshalb auch kurz meine Zusammenfassung vom Küchenkauf zu Jahresbeginn.

Ein wenig Internetrecherche, dann ein erster Besuch in einem Möbelhaus. Sie hatten Team7 in der Ausstellung - hat mir wg. meiner Weichholz-Vorliebe sehr gut gefallen. Die Küchenplanerin opferte mir gut 2 Stunden. Leider mit Team 7 gar nicht, irgendwie war gerade der aktuelle Katalog nicht geladen. Also erstmal wieder in die Ausstellung - eine Nolte-Küche- schon mit Frontenkompromiß. Es war aber mein erster Besuch und ich wollte auch mal sehen, welche Ideen für meine gut 6 qm so kommen. Leider habe ich beim Zusehen das Planungsprogramm lernen können. Die Frau kannte sich nicht aus. Wie ich im Gespräch dann herausgefunden habe, war sie neu, nicht vom Fach. Um 19 Uhr brachen wir ab, da Geschäftsschluß. Ich habe meine Adresse hinterlassen - und habe nie wieder etwas gehört. Entweder hat sie gemerkt, dass ich von der Nolte-Front nicht so begeistert war ... oder was auch immer.

Am nächsten Wochenende über Internet-Planer und Rückmeldung einen Termin in einem Marquardt-Küchenstudio (das sind die, mit dem Granit Na! ). Die Küchenplanerin dort war top. Zügig am Gerät, gute Ideen. Sehr positiv, man hat die kompletten Pläne mitbekommen. Sehr negativ - Komplettpreis 19000 Euro ..... große Augen von mir .... aaaabber es gibt ja auch den kurzfristig geltenden Hauspreis .... der lag dann bei gut 9000 Euro zuzüglich Montage und Lieferung - die allerdings nur mit ca.-Angaben, da dafür Subunternehmer vorgeschlagen werden, die direkt mit dem Kunden abrechnen. Dort habe ich aber auch nicht wirklich eine Front gefunden, wo es sofort \"Klick - will ich haben\" gemacht hat. Und von Granit bin ich persönlich auch nicht so begeistert.

Dann viel hier im Forum die Marquardt-Planung, andere Ideen etc. diskutiert. Danach habe ich mich im Freundeskreis umgehört und habe dann einen Termin in einem näheren Küchenstudio vereinbart. Dort angekommen, etwas früher als vereinbart, erst mal durch die Ausstellung gestromert. Und da war sie - meine Front - die Schüller Fichte antik. Die Chefin dort hat dann einen Grundplan gemacht, Basis waren die Ergebnisse der CK-Diskussionen und hat dann ihre Anregungen einfließen lassen. Daraus wurde dann das erste Preisangebot - 6000 Euro ohne Geräte, da sie mir sowieso nicht alle anbieten konnten, die ich haben wollte. Außerdem hat sie mir erstmal eine Aufsicht mitgegeben, von Auftragsbestätigung usw. war da noch in keiner Weise die Rede. Dort war ich dann noch mindestens 4 oder 5 mal, zwischendurch war der Gatte zum Ausmessen da. Letztendlich war es ein Auftrag über knapp 8000 Euro, Zahlung nach Lieferung, Lieferung 5 Wochen nach Auftragsvergabe + x Tage --> daraus dann mein Wunschtermin.

Die Geräte selber - dazu machen sich manche hier viel mehr Gedanken als ich. Schon vor dem ersten Ausstellungsbesuch stand bei mir der Liebherr fest. Es stand weiterhin fest, dass ich ein Nachfolgemodell meines alten Siemens-Kombibackofens wollte. Geschirrspülmaschine - der wichtigste Aspekt wie schon vor 16 Jahren - es mußten Weizengläser reinpassen. Und Kochfeld - ich wollte Induktion - das wars.

Was hat mich zum Kauf bewogen:
Ich wurde nicht bedrängt, man hat mir nicht erst irgendwelche Mondpreise angeboten, um diese dann zu Tagespreisen zu verarbeiten. Die Planerin hat offen und frei jeweils ihre Vorstellungen erläutert und eindeutige Vorschläge gemacht. Meine Freunde haben dort auch schon ihre Küchen bezogen und waren zufrieden.

Wenn ich das jetzt nochmal so lese - bei meinen 3 Versuchen, waren es nur Frauen, die als Küchenplanerin/-verkäuferin tätig waren.

Ich empfand meinen Küchenkauf nicht als Hölle. Ich habe wahnsinnig viel gelernt und bin sehr zufrieden Na!

LG
Kerstin
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Mitglied seit 11.09.2006
249 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo Markus,

die Blockbildung gibt es doch. Das ist nämlich der Küchenblock Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Der passt nur nirgends und wird für Dumping-Preise in Hochglanzprospekten missbraucht.
Was die fehlende Transparenz angeht, ist sie nicht gewollt, sondern unvermeidbar. Ein Kunde, dem der Händler seine gesamten Verkaufsunterlagen mitgeben würde um seine bereits geplante Küche selbst auszurechnen, wäre hoffnungslos überfordert. Das Thema ist zu komplex, als das man sich da mal eben selbst was zusammenbasteln könnte. Viele Dinge würde er vergessen. (Wir haben es getestet)
Die, auch vom Kunden gewünschte, Vielfalt ist zu gross. Wenn ein Händler einen neuen Verkaufskatalog eines Herstellers bekommt, benötigt er selber nicht selten Wochen bis es wieder flutscht. Das ist nicht gewollt sondern das ist halt so.

Der PC ist zwar in der Mikrotechnologie komplizierter, aber ansonsten einfacher zusammenzustellen als ein Passat.

@ Cookie

Richtig.... jetzt ist Philosophie. Bei Desinteresse bitte nächsten Thread anwählen. Da ist was anderes. Zapping quasi...
Na!

Gruß

MP
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Mitglied seit 29.05.2004
191 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo zusammen,
wir haben uns heute eine neue Küche gekauft, da wir bald umziehen werden.
Ehrlich gesagt,hätte ich nicht gedacht,dass es soviel Stress und vor allen Dingen Geld kostet.
Mir ist klar,dass eine Küche, welche für 4000Euro im Katalog steht , nicht für genau diesen Preis tatsächlich zu haben ist, aber wieso steigen die Preise dann auf einmal ins Unermessliche? Kommt immer drauf an,was man so alles haben will, trotzdem bin ich schockiert, was alleine eine simple Blende kostet, bzw. ein Wasserhahn ;).
Wir haben einen sehr grossen Raum und \"leider\" mussten wir die Küche so planen, dass wir alles nur an einer Wand entlang haben und das war schon so teuer, will den Preis gar nicht aussprechen. Wir haben soviel Geld auch nicht, aber eine wirklich qualitativ hochwertige Küche ist mir wichtig und ich bin gerne bereit,etwas mehr zu bezahlen, nur manchmal ist man selbst im Fachhandel schlecht beraten. Wir waren in sovielen Geschäften und leider ist mir bisher immer noch nicht genau klar, WAS so unendlich viel kostet. Mir war ein Induktionsherd wichtig,egal, was er kostet und teilweise können die Fachberater einem noch nichtmal erklären, worin genau der Vorteil liegt bzw, dass man dazu spezielle Töpfe/Pfannen braucht. Uns war das klar, trotzdem sollte ein Verkäufer sowas erklären können.
Allgemein stört mich die Undurchsichtigkeit der Kosten, habe mich am Ende kaum noch getraut zu fragen, warum und wieso etwas den Preis so erhöht.
Letztenendes kann man sich nur vorher gut genug informieren und man entscheidet ja auch selbst, wieviel man ausgibt,bzw haben will.
Jedenfalls reißt mich diese Küche für einige Monate in Hungersnöte Jajaja, was auch immer!, nun hoffe ich, dass ich mich daran für einige Jahre erfreuen kann, ist ja auch meine erste richtige eigene Küche.
Gestresste Grüße
Dobifee
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Mitglied seit 15.03.2006
473 Beiträge (ø0,08/Tag)

Also,

Ikea schafft es doch, Preislisten zu nennen, wieso können das andere Hersteller angeblich nicht? Gut, sie haben meistens mehr Schrankvarianten und Oberflächen, aber sooo viel mehr nun auch wieder nicht. Zudem sollte es eigentlich technisch ein Leichtes sein, beispielsweise beim Alnoplaner die Möbelpreise beziffern zu lassen (das Programm für die Händler kann es ja schließlich, warum nicht auch das für die Kunden?).

Ich habe den Eindruck, die Küchenbranche möchte das nicht, weil mit der Intransparenz viel Geld verdient wird. Wenn ich mich nicht informiert hätte, würde ich immer noch meinen, dass der Preis für eine Küche einer bestimmten Marke überall gleich ist und hätte beispielsweise dem ersten Anbieter geglaubt, dass 20 % auf den Listenpreis von Siemensgeräten schon ein ganz außerordentliches Entgegenkommen darstellen. Unter zehn Kunden sind sicher zwei, die es glauben, nicht vergleichen und dem Verkäufer einen satten Gewinn bescheren.

Um es klar zu sagen: es sind bei weitem nicht alle Händler drauf aus, den Kunden über den Tisch zu ziehen, das möchte ich gar nicht unterstellen. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen macht. Aber das Herumgeheimnissen um die Preise ist nun mal eher händler- als kundenfreundlich.

Viele Grüße

Kate
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Mitglied seit 14.05.2006
2.266 Beiträge (ø0,38/Tag)

Huhu Kate,

da muss ich dir zustimmen. Klar kanns sein, das man als Kunde wichtige Teile vergisst. Darauf kann mich das Studio dann ja hinweisen. Aber die Möglichkeit selbst herumwerkeln zu können, um zu sehen, wo kann ich einsparen, was brauch ich, was brauch ich nicht für den Preis, hätte auch ich sehr begrüsst.

Ich denk hier auch, dass das einfach nicht erwünscht ist. Keins der Studios in denen ich war, hat mir ohne Rückfrage mitgeteilt, wo die dicken Posten bei der Küche liegen. Eckschränke werden immer gern genommen und bei Widersprüchen wurde ich oftmals wie ein unmündiges Kind behandelt.

Mir war es allgemein zu transparent, das man Geld verdienen wollte. Der Service am Kunden kam da einfach zu kurz. Eine Freude wars mir sicher nicht Küchen einzukaufen. Praktisch jeder Verkäufer hat es geschafft, das ich mich unwohl fühlte und ich mir sagen musste: Ich kauf ja nicht den Verkäufer, sondern die Küche. Trotzdem, so sollte es nicht sein.

GLG,

Fiall

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