Küchenqualitäten Nolte/Nobilia/Störmer


Mitglied seit 24.02.2006
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo, wie bereits bei vielen anderen Beiträgen geht es auch bei uns um das Thema Küchenkauf und Vergleich von Qualitäten von verschiedenen Küchenherstellern. Nachdem wir uns für unseren Neubau eine Küche mit ordentlicher Qualität zulegen möchten, sind wir bereits seit einigen Wochen auf Erkundungstour in Küchenstudios und Möbelgeschäften.

Wir haben bisher Angebote für Küchen von Nolte, Nobilia und Störmer vorliegen. Alle Angebote sind hinsichtlich der Ausstattung nahezu vergleichbar. Bei den Preisen gibt es zwischen Störmer bzw. Nolte/Nobilia einen Preisunterschied von ca. EUR 1.000,--. Unser (sehr kompetener) Ansprechpartner im Küchenstudio führt diese Preisdifferenz auf die höhre Qualität der Störmer Küche zurück. Nachdem ich mir die Details angesehen habe, konnte ich auch zwei Ausprägungen feststellen, die die Hersteller Nolte und Nobilia nicht haben. Zum einen sind die Einlegeböden bei Störmer 19mm (bei Nolte bzw. Nobilia nur 16mm) und zum anderen verwendet Störmer Blum Beschläge, die gem. den Aussagen unseres Beraters nur in sehr hochwertigen Küchen verwendet werden.

Ich wäre nun an Euren Erfahrungen mit Störmer Küchen interessiert? Damit wir entscheiden können, ob der Mehrpreis wirklich gerechtfertigt ist. Desweiteren bin ich daran interessiert, ob es Qualitätsunterschiede zwischen Nolte und Nobilia gibt? Der Berater sagte uns, dass beide Unternehmen fussioniert hätten. Mir liegen aber noch zwei verschiedene Kataloge vor und ich weis nicht, ob die Hersteller qualitativ vergleichbar sind.

Vielen Dank für hilfreiche Erfahrungen.

Frank

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Mitglied seit 24.04.2001
3.324 Beiträge (ø0,55/Tag)

Hallo Frank....

ich habe viele Jahre mit Küchen gearbeitet, d.h. auch hergestellt und eingebaut...

möchte Dir einige Plus/Minus Punkte zum Überlegen geben, ob Du es glaubst ist natürlich Deine Angelegenheit

die Firma Stürmer ist mir selbst kein Begriff, Nolte und Nobilia aber doch... (meine Schuld)

1. die Stärke der Einlegeböden ist recht wichtig, es kommt aber darauf an ob der Korpus auch 19mm hat, es nutzt nichts wenn da 16mm sind und NUR die Einlagen 19mm sind. In den Oberschränken ist das meiste Gewicht. Es kommt sehr auf die Konstruktion der \"Boxen\" an, wie stark ist die Rückwand? Preislich ist der 20% stärkere Einlegeboden keine extra 1000 € wert.

2. die Beschläge sind natürlich wichtig, Blum oder Hettich oder Grass fabrizieren alle sehr gute Bänder im gleichen Preisverhältnis, sogar Ikea hat Blum (ist nicht negativ gemeint)

3. wie sind die Schubladen gebaut, sind die Böden Metall und integriert (arbeitsmäßig billiger in der Herstellung, technisch besser) weil eben die Fabrikations/ Arbeitskosten eine Rolle spielen. Pneumatische Einschub-Bremse ist heute normal und nicht unbedingt sehr viel teuerer

4. wie dick ist der aufgeklebte Umleimer? 1 mm war mal OK, 3mm ist normal, 5mm ist besser... die meisten Küchen haben einen Umleimer, hier siehst Du den Qualitätsunterschied, Preis sollte nicht sehr viel Unterschied sein weil es in großen Betrieben pro Meter nicht sooo viel ausgebend ist (genau wie die Bänder), hier geht\'s um ein paar Pfennige pro Korpus

5. wer baut die Küche in Deinem Haus ein? Ein schlechter Installateur kann eine 20 000 € Küche in 5 Minuten versauen, was machst Du dann?

6. In Deutschland sind Küchen im Prinzip sehr überteuert, ist Angebot und Nachfrage... Du mußt immer daran denken daß die Küche eigentlich eine Werkstatt ist wo jeden Tag gearbeitet wird

7. lass Dir mehrere Preise geben und vergleiche.... Du solltest Die Küche selbst (für Dich) ausmessen und den Plan aber nicht abgeben, sondern die Leute selbst messen lassen und die Vorschläge aufnehmen, wenn sie dann drängeln und super Abschläge anbieten, nicht gleich unterschreiben erstmal paar tage vergleichen

ich habe bestimmt 50 Einzelheiten vergessen, wenn noch mehr Fragen sind, frag einfach

gruß
pfefferich



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Mitglied seit 15.07.2006
35 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Frank,

bin gerade auf deine Frage gestossen. Ich stehe auch gerade vor der Wahl zwischen Nolte und Störmer. Beides Lackküchen Hochglanz. Preislich liegt die Störmer etwas höher als die Nolte. Für welche der beiden Küchen hast du dich denn schlussendlich entschieden? Für mich war die Beratung bei der Nolte Küche (Marquadt) viel professioneller als bei einem kleinem Küchestudio das Störmer vertreibt. Mein Mann findet aber die Störmer schicker.

Ich freu mich auf deine Antwort

Kirsten
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Mitglied seit 24.03.2008
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo auch wir stehen vor dem Problem des Küchenkaufs. Wer kann uns denn ein gutes Fachgeschäft (kompetente Beratung, gutes Preis-Leistungsverhältnis) in der Nähe von Köln sagen, die natürlich nicht auf eine bestimmte Marke
fixiert sind.
Gruß Silvia
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Mitglied seit 05.06.2013
1 Beiträge (ø0/Tag)

Thema Nolte oder Nobilia.

Nobilia hat in der Qualität der Schubkästen in 2013 Premium Qualität erreicht. Es sind neue Hettich Schubkästen mit einer Super Prismen Führung im Einsatz. Selbst bei schwerer Belastung und breiten Schubkästen sackt nichts ab und wackelt nichts. .Die verbauten Schubkästen bis 2012 waren nicht so stabil.
Nolte hat auch Schubkästen von Hettich. Die Führung ist fast identisch mit Nobilia. Auch von Hettich. Optisch wirkt die Oberfläche der Schubkastenzargen etwas wertiger als von Nobilia.
Korpusseitenstärke von 16 mm sind von Nobilia und Nolte identisch.
Hängeschranktiefe von Nobilia ist ca 32cm und bei Nolte 35 cm. ( + Türstärke )
Hängeschrankhöhe und Unterschrankhöhe ist bei Nobilia 72 cm und bei Nolte 78 cm.
Sockelhöhen sind bei beiden Lieferanten individuell erhältlich.
Arbeitsplatten bietet Nobilia nur bis 40 mm Stärke ( nur Wangen bis 50 mm ) und Nolte bis 50 mm an.
Klappenbeschläge werden bei Nolte und Nobilia von Blum eingesetzt. Gute Qualität.
Schrankvorderkanten von Nolte haben Dichtlippen. Diese können in den Jahren rissig werden ( ( Weichmacher verflüchtigen ) und verkleben durch Schmutz sowie Fette. Weiße Dichtlippenkanten sind abzuraten.
Eher unpraktisch und aufwendiger zu reinigen ( Schmutzsammler ). Beim schließen der Türen dämpft die Kantenlppe etwas.
Jedoch kann man auch selbstdämpfende Scharniere nachrüsten.
Fronten.
Einlegeböden. Hier hat Nolte meistens einen zweiten Boden im Hängeschrank includiert. Nobilia nur einen. Im Baumarkt kann man sich
bei Bedarf für ca . 4,00 - 9,00 Euro einen Zusatzboden zuschneiden und bekanten lassen. Beim Schreiner ebenso.
Abzuraten ist von der Folienfront. Eine Lackoberfläche mit Kante ist wesentlich härter, kratzunempfindlich und langelebig.
Beides haben Nolte und Nobila im Programm.
Nolte soll jedoch etwas stärkeren Lackauftrag ( mehr Schichten ) besitzen. Wofür ? Eine beschädigte Front ist bleibt beschädigt und muß ausgestauscht werden. Ein dicker Lackauftrag und ein dünnerer Lackauftrag reagieren bei Stoß fast ähnlich. Hier ist die Elastizität des Lackes für das Ausmaß des Schadens entscheident. Die Qalität der Lackoberfläche scheint bei Nobilia & Nolte kaum unterschiedlich.

Fazit:
Nobilia hat das bessere Preis Leistungsverhältnis. Zumal Nobila jetzt aktuell das neue Hettich Schubkastensystem in den aktuellen
Küchen verbaut.
Wer auf Dekor im Innenkorpus Wert legt und eine Kante mit einer Dichtlippe für nötig hält muß gegenüber Nobilia bei Nolte dafür zwischen 15 - 25 % mehr an Kosten einplanen ( Auf die Gesamtküche bezogen ).
Nolte bietet etwas mehr Stauraum in den Schränken ( Bedingt durch die Korpushöhe von 78 cm , Hängeschranktiefe 35 cm )

Jetzt muß Jeder für sich selbst entscheiden. Beide Lieferanten fertigen in Deutschlang und bieten gute höherwertiige Qualität mit Markenbeschlägen.

..Nikko
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Mitglied seit 23.04.2008
1.723 Beiträge (ø0,49/Tag)

Eine Korrektur zu Nikkos Ausführungen:
Nolte hat keinen 78cm hohen Korpus, sondern einen 75cm hohen.
Das spielt insofern eine Rolle, als es auch diverse Hersteller (Alno, Häcker, Schüller, Brinkmeier Brion, Ballerina uvm) mit einem 78cm hohen Korpus gibt, die jedoch eine Schubladenebene mehr im Korpus unterbringen.

Die Rasterhöhe (= die Höhe einer Schubladenfront) ist bei Nobilia 14,4cm und bei Nolte 15cm. Die Auszüge sind 2 Raster hoch (28,8cm bzw 30cm), das ergibt eine Einteilung von 1+2+2 Rastern, also 5 Rasterhöhen, als 1 Schublade und 2 gleiche Auszüge.
Zum Nachrechnen: 5 x 14,4cm = 72cm; 5 x 15cm = 75cm.

Bei einem 78cm Korpus ist die Rasterhöhe 13cm, was eine Einteilung in 1 Schublade + einen 2-Raster Auszug (26cm) + einen 3-Raster-Auszug (39cm) ergibt. Oder noch besser: 2 Schubladen und zwei Auszüge! Die zweite Schublade für Kaffeetassen, Untertassen, bis zu 8 Teller übereinander, Gewürze und den vielen Kleinkram.

Zusammenfassend:
Selbst größere Töpfe bekommt man in 26cm hohen Auszügen unter, bei 30cm Auszügen hat man einfach 4cm mehr Luft, also ungenutzten Stauraum dazu. Einfach mal sein Zeug zu Hause nachmessen!
In die hohen 39cm Auszüge bekommt man dafür zB Flaschen, Mixeraufsätze, Cornflakesschachteln, die aber für 28,8/30cm Auszüge wiederum zu hoch sind.
Und Besteck braucht auch keine 15cm hohe Schublade, 13cm reichen.

Ich würde immer einen Hersteller mit 6er Raster wählen, wenn die Arbeitshöhe 91cm oder höher sein darf. Also weder Nobilia, noch Nolte.

LG, menorca
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